1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Fehler im Algorithmus: Wie ich für…

Genanalyse - wie unnötig

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Genanalyse - wie unnötig

    Autor: YoungManKlaus 31.07.13 - 13:07

    als würd man das wirklich wissen müssen ob man zu x % Neandertaler ist (oder auch welche Krankheit man zu y % mal kriegt) ... wenns so weit ist werd ichs schon merken.

  2. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: ichbinhierzumflamen 31.07.13 - 13:09

    YoungManKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > als würd man das wirklich wissen müssen ob man zu x % Neandertaler ist
    > (oder auch welche Krankheit man zu y % mal kriegt) ... wenns so weit ist
    > werd ichs schon merken.

    bei dir ist das vielleicht so, andere wollen die möglichkeit einer krankheit vielleicht schon vorher wissen, jedem das seine :)

  3. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: cmerkens 31.07.13 - 13:46

    Hast Du Dir einmal die Frage gestellt, was Du mit dem Wissen machst? Ändern an dem zukünftigen Werdegang kannst Du in der Regel nichts, Du belastest aber Dein restliches normales Leben unnötig und kannst Dir so sehr viel Lebensqualität nehmen.

    In meinen Augen ist es Humbug etwas über Sachverhalte zu erfahren, die man weder beeinflussen noch abwenden kann.

  4. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Fotobar 31.07.13 - 13:54

    YoungManKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > als würd man das wirklich wissen müssen ob man zu x % Neandertaler ist
    > (oder auch welche Krankheit man zu y % mal kriegt) ... wenns so weit ist
    > werd ichs schon merken.


    Sicherlich sind einige Infos unnötig und wenn man es weiß, ich auch die Lebensqualität hinüber.

    Doch sterben viele Menschen an Krankheiten, weil sie es nicht früh genug wussten und zu spät etwas dagegen unternommen haben.
    Wenn ich somit erfahren würde, dass ein außergewöhnlich hohes Risiko auf eine bestimmte Krankheit besteht, weiß ich, dass ich öfter zur Vorsorgeuntersuchungen gehen sollte um es ggf. früh genug bekämpfen zu können.

  5. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: ichbinhierzumflamen 31.07.13 - 13:54

    cmerkens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast Du Dir einmal die Frage gestellt, was Du mit dem Wissen machst? Ändern
    > an dem zukünftigen Werdegang kannst Du in der Regel nichts, Du belastest
    > aber Dein restliches normales Leben unnötig und kannst Dir so sehr viel
    > Lebensqualität nehmen.
    >
    > In meinen Augen ist es Humbug etwas über Sachverhalte zu erfahren, die man
    > weder beeinflussen noch abwenden kann.

    totaler schwachsinn :) sorry :) mal rein theoretisch, dein arzt sagt zu dir, du hast ne krankheit, die dich in ein paar jahren/wochen/ka an den rollstuhl "fesseln" würde, dann bereitest du doch dein leben auf das kommende vor, oder etwa nicht?

  6. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Niaxa 31.07.13 - 14:07

    Eher nicht. Warum soll ich mich jetzt wo ich noch halbwegs gesund bin schon nur noch mit meinem zukünftigen Leben beschäftigen in dem ich dann schwer krank bin. Lieber lebe ich jetzt noch ein wenig. Weis also nicht was du da genau als Schwachsinn bezeichnest.

  7. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: ichbinhierzumflamen 31.07.13 - 14:14

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eher nicht. Warum soll ich mich jetzt wo ich noch halbwegs gesund bin schon
    > nur noch mit meinem zukünftigen Leben beschäftigen in dem ich dann schwer
    > krank bin. Lieber lebe ich jetzt noch ein wenig. Weis also nicht was du da
    > genau als Schwachsinn bezeichnest.


    naja, sowas wie mein haus an rollstuhlnutzung anpassen usw, versicherungskram usw usw, aber leb du mal im hier und jetzt und geniess die zeit, bis die dich dann vor dein haus schieben im rollstuhl und du keine rampe für dich gebaut hast, damit du da alleine hochkommst, aber lebe lieber noch ein wenig :)

    mal im ernst, niemand hat gesagt das man nicht beides tun kann, sich auf die zukunft vorbereiten und trotzdem luftsprünge zu machen, solang man noch kann, das kommende zu ignorieren bezeichne ich nicht als "das leben geniessen" das geht auch mit vorbereitungen für die zukunft

    als schwachsinn bezeichnete ich die aussage die ich zitiert habe

  8. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymer Nutzer 31.07.13 - 16:49

    cmerkens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast Du Dir einmal die Frage gestellt, was Du mit dem Wissen machst? Ändern
    > an dem zukünftigen Werdegang kannst Du in der Regel nichts, Du belastest
    > aber Dein restliches normales Leben unnötig und kannst Dir so sehr viel
    > Lebensqualität nehmen.

    Schonmal daran gedacht, dass viele erkrankt sind und die Ursache nicht kennen, weil Ärzte sich immer weniger die Mühe machen sorgfältig zu diagnostizieren? Wenn dir Unverträglichkeiten mitgeteilt werden, kann das bei der Ursachensuche erheblich helfen. Ausserdem ist es wesentlich besser, eine Medikamentenunverträglichkeit zu kennen, BEVOR man das Medikament genommen hat. Schon komisch wie eindimensional einige hier denken, dass ihnen nur der extreme Fall "tödliche Krankheit mit 40" in den Sinn kommt.

  9. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymer Nutzer 31.07.13 - 16:54

    cmerkens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In meinen Augen ist es Humbug etwas über Sachverhalte zu erfahren, die man
    > weder beeinflussen noch abwenden kann.

    Du könntest zB eine Lebensversicherung abschließen, damit deine Kinder versorgt sind.

  10. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: drsnuggles79 31.07.13 - 18:05

    und damit versicherungsbetrug begehen, weil dir deine krankheit vor abschluss bewusst war und du sie wohl kaum im versicherungsantrag angegeben hast (weil bei einer bedrohlichen krankheit dich keiner mehr versichert).

  11. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymer Nutzer 31.07.13 - 18:27

    drsnuggles79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und damit versicherungsbetrug begehen, weil dir deine krankheit vor
    > abschluss bewusst war und du sie wohl kaum im versicherungsantrag angegeben
    > hast (weil bei einer bedrohlichen krankheit dich keiner mehr versichert).

    Wieso Betrug? Wo bitte muß man Spekulationen aufgrund einer Genanalyse angeben? Den Punkt nenne mir mal bitte. Soweit ich mich erinnern kann ist immer nur von aktuellen und vergangenen Krankheiten die Rede.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.13 18:33 durch fluppsi.

  12. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymer Nutzer 31.07.13 - 18:29

    Nun die Genanalyse wird auch hauptsächlich dann angewandt, wenn es sich um vererbbare Krankheiten handelt.

    Wenn z.B. Großeltern und Eltern bereits daran erkrankt waren, möchten manche Leute es eben schwarz auf weiß haben ob sie das defekte Gen ebenfalls besitzen. Ob das nun die Lebensqualität mindert oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Für Manche ist das Leben mit der Ungewissheit schlimmer als der Wahrheit ins Gesicht zu blicken und sich entsprechend vorzubereiten.

  13. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymouse 31.07.13 - 19:55

    Um mal meine Sichtweise dazu zu äußern.
    Ich stehe genau vor solch einer Entscheidung.
    Das Risiko, dass ich eine 100% tödliche Erbkrankheit von meiner Mutter geerbt habe, liegt bei 50% - die reinste Ungewissheit.
    Nun sehe ich meine Mutter mit dieser Krankheit, und sehe jeden Tag, wie es nicht besser wird und ich sehe jeden Tag, wie man nichts dagegen machen kann.

    Was macht man nun? Mit einer 50/50 Chance?

    Nun gibt es imho 2 Möglichkeiten:

    1. Man lässt sich testen und weiß entweder, dass man gesund ist und nichts zu befürchten hat, sein Leben wie gewohnt leben kann und, wenn sonst alles gut geht, noch viele Jahre vor sich hat.
    Oder man weiß, dass man Krank ist und diese Krankheit ausbrechen wird, und das wird sie, da das defekte Gen dominant ist.
    Auf der einen Seite kann man sein Leben dann umstellen. Man kann keine Sachen fürs Alter aufheben, sondern erlebt sie gleich. Auf der anderen Seite wirst du jede Auffälligkeit sofort mit dieser Krankheit in Verbindung bringen. Ein Zucken.... fängt es jetzt an? Genau das kann einen in den Wahnsinn treiben und die JAhre die man noch hat, ruinieren. Das ist auch der Grund, warum man sich in Deutschland nicht einfach so darauf testen lassen kann, sondern erst ein psychologisches Gutachten benötigt.

    2. Man lässt sich nicht testen und wartet einfach ab. Dann lebt man mit der Unwissenheit. Den Gedaqnken an diese Möglichkeit wird man nie los, sondern immer im Hinterkopf behalten. Kreuzfahrt im Alter? Werde ich das überhaupt erleben? Nachwuchs zeugen? Was ist, wenn ich diese Krankheit auch weitervererbe? Möchte ich das meinen Kindern antun? Aber was ist, wenn nicht? Die Liebe des Lebens. Erzähle ich ihr von der Möglichkeit von 50%? Wie wird sie reagieren? Wird die Beziehung das verkraften? Auch eine wahre Liebe kann an sowas zugrunde gehen. Und wieder: Ein Zucken - war das jetzt normal oder sind das die ersten Symptome?

    Glaube mir, ich habe jetzt nicht alle Gedankengänge hier geäußert. Ich will hier nur verdeutlichen, dass die Entscheidung einfach nicht leicht ist und man sie nicht so einfach mit "warum sollte man das wissen wollen" beantworten kann. Es ist einfach ein Teil von dir, bis man eventuell das Ergebnis hat, dass man Gesund ist.

    Vielleicht ist die Sichtweise ja auch anders, wenn man nicht so vorbelastet ist wie ich und weiß, dass man das Risiko zu 50% trägt, sondern sich nur auf "gut Glück" testet. Aber das kann ich halt nicht beurteilen.

  14. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Anonymer Nutzer 05.08.13 - 18:40

    Sehr schön zusammen gefasst. Wüsste auch nicht, ob ich das testen lassen würde.

  15. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Andre S 08.08.13 - 11:40

    drsnuggles79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und damit versicherungsbetrug begehen, weil dir deine krankheit vor
    > abschluss bewusst war und du sie wohl kaum im versicherungsantrag angegeben
    > hast (weil bei einer bedrohlichen krankheit dich keiner mehr versichert).


    Joa dann soll die Versicherung das einfach nachweisen.

    Können se ohnehin nicht weil nicht vollständig bewiesense wissenschaftliche vermutungen aufgrund von Genanalysen sind rechtlich kein wirksamer Beweis.

    Also ab, die herren zur Kasse bitten und fertig!

  16. Re: Genanalyse - wie unnötig

    Autor: Wageslave 09.08.13 - 15:52

    Hmmm...

    Zum Beispiel des Originalposters:
    Natürlich /muss/ man nicht wissen, zu wie viel % man Neandertaler oder Schwede ist. Aber schaden tut es auch nicht. Ist doch interessant.
    Man muss im Leben vieles nicht wissen... (z.B., wie Wetter funktioniert) aber es kann einen trotzdem interessieren...

    Zum Krankheitsthema:
    Das ist sicher individuell. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass es einen zwar erstmal von den Füßen haut, wenn man von einer Krankheit erfährt (nachdem man es dann begriffen hat). Aber dann hat man die Chance es zu verarbeiten und sich darauf vorzubereiten. Man realisiert auch, dass es nicht das Ende von Allem ist (zumindest bei mir war es so).
    Und ich gebe zu, ich hätts gerne früher gewusst... Bei manchen unausweichlichen Krankheiten lässt sicher der Verlauf positiv beeinflussen - er verläuft also u.U. weicher...

  17. Wetterbericht - wie unnötig

    Autor: olleIcke 11.08.13 - 18:19

    Irgendwie fällt mir da Max Goldt zu ein:

    Wer wissen will wie das Wetter ist, der solle aus dem Fenster sehen!
    Wer wissen will wie das Wetter morgen ist, der solle morgen aus dem Fenster sehen!


    Sprich: sollse doch Wetterbericht kieken! Wems Spaß macht. Ändern kann mans eh nicht. Vielleicht kann man Vorkehrungen treffen... Verhält sich genauso mit der Genanalyse meines Erachtens.

    Das golem-Forum kann BBCode!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. meap GmbH, Witten
  2. Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg
  3. Lebensversicherung von 1871 a. G. München, München
  4. Bundeskriminalamt, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Deponia Doomsday für 1,99€, Deponia: The Complete Journey für 2,50€, Pathologic...
  2. 6,99€
  3. (u. a. Elite Dangerous für 5,99€, Planet Zoo für 19,99€, Struggling für 5,99€, LostWinds...
  4. 18,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme