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Ich verstehe die Telekom nicht...

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  1. Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: chaos1823 10.11.17 - 16:45

    Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom wirklich so viel billiger ?
    Sicherlich bringen Firmenanschlüsse mehr Geld als die Anschlüsse für Privatkunden aber wäre es nicht sinnvoller sich auf eine Technik zu konzentrieren ?

  2. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: sambache 10.11.17 - 16:51

    chaos1823 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom wirklich so viel
    > billiger ?

    Was sollte sonst der Grund sein ?
    o Freude am Frustrieren aller Deutschen ?
    o Blinder Hass auf Glasfaserkabel ?
    o Irgendeine abstruse verlorene Wette ?

  3. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: allegoric 10.11.17 - 17:08

    Nein, ist es nicht und das wird ja auch immer wieder betont. Du kannst dir das ja selber einmal ausrechnen, dabei versuche ich es dir einmal einfach zu erklären:

    Von der Vermittlungsstelle werden die Leitungen ja an die Kabelverzweiger, die schlussendlich auf der Straße stehen, verteilt. Von dort aus geht jeweils 1 Kabel in jeden Haushalt. Angenommen an jeden Kabelverzweiger hängen 100 Parteien (das können durchaus mehr sein), dann heißt es, dass bei Vectoring ausschließlich eine Leitung hin zum Kabelverzweiger mit Glas verlegt werden muss und die Vectoringtechnik eingebaut. Die übrigen 100 Leitungen in Richtung der Häuser und Wohnungen können kupferbasiert bestehen bleiben. Damit wird kein Vorgarten aufgegraben, keine Häuser angeschlossen, alles bleibt (auf der letzten Meile) wie es ist.

    Bei Glasfaser wird in vielen Fällen ebenfalls der Kabelverzweiger mit einer "großen" Leitung angesteuert und dazu zusätzlich alle 100 Haushalte. Das heißt zwar nicht, dass man 100-fachen Aufwand hätte zur Vectoringlösung, aber dennoch einen bedeutend größeren. Angenommen man schafft in der gleichen Zeit und fürs gleiche Geld 10 Vectoring-lösungen bereit zu stellen, in der man zur selben Zeit Glasfaser für 100 Haushalte bereitstellen könnte, dann hat man statt 100 FTTH Zugänge, 1000 Vectoringanschlüsse, die sich mit 100mbit/s - 250 mbit/s doch sehen lassen können.

    Also du siehst, es rechnet sich schon, erst einmal nur die Kabelverzweiger mit Glas anzubinden, bevor man jeden einzelnen Haushalt anschließt. In dieser Zeit können nämlich deutlich mehr Haushalte (in meiner Rechnung das 10-fache) angebunden werden. Guck doch nur mal bei dir auf die Straße, was das bedeuten würde, jedes einzelne Haus oder Wohnung mit einem exklusiven Anschluss zu versorgen. Das kann sich für ein einzelnes Unternehmen nicht rechnen bzw. zeitnah realisiert werden. Da müssen schon Fördergelder oder Investitionen im Allgemeinen her.

    Wer sich selber ein Haus baut weiß, was er für Gebühren nur für das Grundstück und die Grundversorgung hinlegt. Dieses Geld müsste erst einmal bei jedem Haus / Wohnung erneut aufgebracht werden, damit sich das Ganze überhaupt refinanziert. Das soll ein einzelnes Unternehmen leisten, wo der monatliche Umsatz bei Privatleuten meist nicht mehr als 50¤ betragen!? Das kann gar nicht funktionieren.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.17 17:13 durch allegoric.

  4. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: madMatt 10.11.17 - 18:49

    chaos1823 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom wirklich so viel
    > billiger ?
    > Sicherlich bringen Firmenanschlüsse mehr Geld als die Anschlüsse für
    > Privatkunden aber wäre es nicht sinnvoller sich auf eine Technik zu
    > konzentrieren ?

    Mit Vectoring wollte die Telekom Geld einsparen. Man braucht nur die Geräte an den Enden zu tauschen und muss keine neuen Leitungen legen.

    Womit die Telekom nicht gerechnet hat ist, dass die Konkurrenz schneller ist und bessere Leitungen anbietet. Jetzt stehen die vor dem Dilemma, dass die Leute in den Ballungsräumen zu schnelleren Providern wechseln und da wo die Telekom auch weiterhin nicht ausbauen wird (Weil so viel Nachholbedarf in den Ballungsräumen besteht), ebenfalls gewechselt wird, sobald die Konkurrenz dort verfügbar ist.

    Das alles Interessiert die Führung des Konzerns aber offensichtlich herzlich wenig, weil die scheinbar nur für die Dividende arbeiten und es wichtiger ist jeden Tag 10 Pressemitteilungen rauszuhauen, damit man auch weiterhin Ankündigungsweltmeister bleibt. Das reicht den Aktionären, denn die kümmern sich nicht um die Realität, sondern eben nur um den Aktienkurs und der ist eben virtuell.

  5. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: madMatt 10.11.17 - 18:52

    allegoric schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also du siehst, es rechnet sich schon, erst einmal nur die Kabelverzweiger
    > mit Glas anzubinden, bevor man jeden einzelnen Haushalt anschließt. In
    > dieser Zeit können nämlich deutlich mehr Haushalte (in meiner Rechnung das
    > 10-fache) angebunden werden. Guck doch nur mal bei dir auf die Straße, was
    > das bedeuten würde, jedes einzelne Haus oder Wohnung mit einem exklusiven
    > Anschluss zu versorgen. Das kann sich für ein einzelnes Unternehmen nicht
    > rechnen bzw. zeitnah realisiert werden. Da müssen schon Fördergelder oder
    > Investitionen im Allgemeinen her.
    >

    NetCologne macht genau das in ganz NRW. Zum Beispiel in Velbert, wo die Telekom direkt am Rand von Essen nur 6mbit schafft. Ich sehe die Meldung schon vor mir, dass die Telekom in ein paar Jahren wieder verstaatlicht wird, bis das Unternehmen gesund ist um es dann wieder zu privatisieren und auszubeuten.

  6. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: SanderK 10.11.17 - 20:56

    Wie viele benötigen den jetzt sofort viel Bandbreite? Ich komme noch mit 100 Mbit für sechs Personen aus. Könnte bei Bedarf auf 500 Mbit gehen. Sicher für die Zukunft ist Glas sicherer. Aber wer will es Zahlen?
    Früher habe ich auch Extra für das Kabel gezahlt.
    Aber wer würde es und wie viele leben zur Miete, wo es der Vermieter tragen müsste, aber die Miete darf ja nicht steigen.

  7. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: myfan 10.11.17 - 21:10

    50¤ Monatl x 12 Monate x 2 Jahre ( 4 Jahre ) Und wir bleiben hier wohnen, also kommen weiter 12/24 Monate hinzu.

    Und angenommen, es wäre mein Aktueller Anschluss. Der schon 4 Jahre besteht, dann hätte die Telekom 2400¤ von mir bekommen + Bereitstellung ?
    Und du willst mir weis machen, dass das nicht für einen Glasfaser Ausbau reicht. Wenn unsere Mietwohnung 8 Parteien hat, die nur von Telekom versorgt wird. Unitymedia und Co wird hier nicht Angebote. Und wir wohnen hier in einem reinen Uni Viertel?!

  8. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: SanderK 10.11.17 - 21:29

    myfan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 50¤ Monatl x 12 Monate x 2 Jahre ( 4 Jahre ) Und wir bleiben hier wohnen,
    > also kommen weiter 12/24 Monate hinzu.
    >
    > Und angenommen, es wäre mein Aktueller Anschluss. Der schon 4 Jahre
    > besteht, dann hätte die Telekom 2400¤ von mir bekommen + Bereitstellung ?
    > Und du willst mir weis machen, dass das nicht für einen Glasfaser Ausbau
    > reicht. Wenn unsere Mietwohnung 8 Parteien hat, die nur von Telekom
    > versorgt wird. Unitymedia und Co wird hier nicht Angebote. Und wir wohnen
    > hier in einem reinen Uni Viertel?!

    Ich gehe schwer von aus, ist natürlich von den Örtlichkeiten unterschiedlich, dass das wohl für einen Ausbau reicht. Also der gesamte Betrag den Du gezahlt hast in zwei Jahren. Ist ja nicht so, dass es für die Leistung war, die Du im selben Zeitraum bezogen hast. Sicher, wenn die Firma ohne Gewinn arbeiten würde. Hättest ggf Recht.

  9. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.11.17 - 21:40

    chaos1823 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom wirklich so viel
    > billiger ?
    > Sicherlich bringen Firmenanschlüsse mehr Geld als die Anschlüsse für
    > Privatkunden aber wäre es nicht sinnvoller sich auf eine Technik zu
    > konzentrieren ?

    Was soll daran sinnvoller sein?

    Bis zum Knotenpunkt in der Straße liegen ja in immer mehr Gegenden die Glasfaserstrukturen der Telekom. Ob man die jetzt VDSL-MSAN oder PtP FTTH Node nennt ist ja vollkommen egal. Und wenn dem Privatkunde der Speed reicht der über die Kupferleitung möglich ist, dann nutzt man die natürlich weiter. Wenn er mehr möchte dann muss er den damit verbundenen Kostenapparat in irgend einer Weise über einen Mehrpreis mitbezahlen. Die Deutschen sind Sparfüchse und werden das nicht massenhaft tun. Die Telekom muss im Privatkundengeschäft aber auf Massenlösungen setzen, nicht auf die Minderheit der Nerds, die es aus Prinzip geil fänden FTTH zu haben und bei Begriffen wie "Speedpipe" wohlige Gurrgeräusche von sich geben oder lustvoll stöhnen.


    Der Großteil meines Freundeskreises weiss nicht einmal was Vectoring oder FTTH sein soll. Die wollen, dass Netflix auf ihrer neuen UHD Glotze ruckelfrei und flott streamed und Spotify und so weiter. All das funktioniert problemlos häufig sogar noch mit VDSL50, spätestens mit VDSL100, solange man keinen riesigen Haushalt oder eine große WG hat. Und das wird es auch noch auf absehbare Zeit. Und dann kommt ja auch bald Supervectoring um die Ecke.

    Die Privatkunden, die sich über "das Internet" aufregen sind diejenigen die von VDSL nur träumen können und auf irgendwelchen alten ADSL Ports mit Rückfallprofil herumsitzen.

  10. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Marcellus5000 10.11.17 - 22:06

    allegoric schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, ist es nicht und das wird ja auch immer wieder betont. Du kannst dir
    > das ja selber einmal ausrechnen, dabei versuche ich es dir einmal einfach
    > zu erklären:
    >
    > Von der Vermittlungsstelle werden die Leitungen ja an die Kabelverzweiger,
    > die schlussendlich auf der Straße stehen, verteilt. Von dort aus geht
    > jeweils 1 Kabel in jeden Haushalt. Angenommen an jeden Kabelverzweiger
    > hängen 100 Parteien (das können durchaus mehr sein), dann heißt es, dass
    > bei Vectoring ausschließlich eine Leitung hin zum Kabelverzweiger mit Glas
    > verlegt werden muss und die Vectoringtechnik eingebaut. Die übrigen 100
    > Leitungen in Richtung der Häuser und Wohnungen können kupferbasiert
    > bestehen bleiben. Damit wird kein Vorgarten aufgegraben, keine Häuser
    > angeschlossen, alles bleibt (auf der letzten Meile) wie es ist.
    >
    > Bei Glasfaser wird in vielen Fällen ebenfalls der Kabelverzweiger mit einer
    > "großen" Leitung angesteuert und dazu zusätzlich alle 100 Haushalte. Das
    > heißt zwar nicht, dass man 100-fachen Aufwand hätte zur Vectoringlösung,
    > aber dennoch einen bedeutend größeren. Angenommen man schafft in der
    > gleichen Zeit und fürs gleiche Geld 10 Vectoring-lösungen bereit zu
    > stellen, in der man zur selben Zeit Glasfaser für 100 Haushalte
    > bereitstellen könnte, dann hat man statt 100 FTTH Zugänge, 1000
    > Vectoringanschlüsse, die sich mit 100mbit/s - 250 mbit/s doch sehen lassen
    > können.
    >
    > Also du siehst, es rechnet sich schon, erst einmal nur die Kabelverzweiger
    > mit Glas anzubinden, bevor man jeden einzelnen Haushalt anschließt. In
    > dieser Zeit können nämlich deutlich mehr Haushalte (in meiner Rechnung das
    > 10-fache) angebunden werden. Guck doch nur mal bei dir auf die Straße, was
    > das bedeuten würde, jedes einzelne Haus oder Wohnung mit einem exklusiven
    > Anschluss zu versorgen. Das kann sich für ein einzelnes Unternehmen nicht
    > rechnen bzw. zeitnah realisiert werden. Da müssen schon Fördergelder oder
    > Investitionen im Allgemeinen her.
    >
    > Wer sich selber ein Haus baut weiß, was er für Gebühren nur für das
    > Grundstück und die Grundversorgung hinlegt. Dieses Geld müsste erst einmal
    > bei jedem Haus / Wohnung erneut aufgebracht werden, damit sich das Ganze
    > überhaupt refinanziert. Das soll ein einzelnes Unternehmen leisten, wo der
    > monatliche Umsatz bei Privatleuten meist nicht mehr als 50¤ betragen!? Das
    > kann gar nicht funktionieren.

    Schön zusammengefasst, sachlich logisch und ohne Abschweife auf den Punkt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.17 22:07 durch Marcellus5000.

  11. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Marcellus5000 10.11.17 - 22:16

    ermic schrieb:
    >... Die Deutschen sind Sparfüchse...

    Da fällt mir spontan ein: Viele (inklusive meiner Person) ägern sich darüber, dass wir Deutschen im Vergleich mit der Bandbreite hinterher hinken. Aber ich las auch mal, dass andere Europäer (in Relation zum Einkommen) auch mehr Geld für Ihren Anschluss zahlen als wir (und das auch gerne tun, wie bei Lebensmitteln).

  12. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Anonymer Nutzer 10.11.17 - 22:30

    Marcellus5000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ermic schrieb:
    > >... Die Deutschen sind Sparfüchse...
    >
    > Da fällt mir spontan ein: Viele (inklusive meiner Person) ägern sich
    > darüber, dass wir Deutschen im Vergleich mit der Bandbreite hinterher
    > hinken. Aber ich las auch mal, dass andere Europäer (in Relation zum
    > Einkommen) auch mehr Geld für Ihren Anschluss zahlen als wir (und das auch
    > gerne tun, wie bei Lebensmitteln).

    Was nur bestätigt was ich sagte. Mag sein, dass du zu einer spendableren Minderheit zählst. Das bringt den Anbietern im Massengeschäft aber nichts. Wir hinken übrigens nicht im Bereich von 100 mbps oder mehr zurück, VDSL100 oder Supervectoring ist nicht das Problem. Bleiben wir mal bei den Fakten:

    https://www.it-daily.net/images/Bilder-Technologie/infografik_1064_top_10_laender_mit_dem_schnellsten_internetzugang_n.jpg

    Wenn jeder Privathaushalt in Deutschland auch nur VDSL50 bekommen könnte wären wir an der Weltspitze. Das Problem spielt sich nicht im Abstand zwischen Vectoring/Supervectoring und FTTH ab, sondern im Abstand zwischen mickrigen ADSL Leitungen und VDSL50.

  13. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Paule 10.11.17 - 23:00

    chaos1823 schrieb:
    -----------------------------------------------------
    > Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom
    > wirklich so viel billiger ?

    Im Vergleich zu FTTH werden bestimmt ca. 80% der Tiefbaukosten im Ort gespart und der Ausbau geht entsprechend schneller.

    Die FTTH Pilotgebiete hatten ja gezeigt, dass bei bereits vorhandenem halbwegs ausreichenden Breitband (zB nahezu 16 MBit oder VDSL) die Bereitschaft zum Anschluss an FTTH deutlich sinkt.

    A+B = Vectoring

    > Sicherlich bringen Firmenanschlüsse mehr Geld als die
    > Anschlüsse für Privatkunden aber wäre es nicht sinnvoller
    > sich auf eine Technik zu konzentrieren ?

    Glasfaser Standleitungen sind "deutlich" teuer als Privatkunden FTTH Tarife.

    Dafür hat es sich schon immer gelohnt extra Glasfasern nur zu den Gebäuden zu verlegen wo solche Leitungen bestellt werden. Wenn der Aufwand sehr groß ist, dann kostet der Anschluss entsprechend viel einmalig.

    Ähnlich wie nun auch Privatkunden seit kuzem über das MBFM (mehr-Bandbreite-für-mich) Programm überall dort auf eigene Kosten FTTH ausbauen lassen können, wo die Telekom schon einen OutdoorDSLAM in der Nähe hat.
    Nur lohnt es sich Privat selten zB 50-100 Tsd Euro einmalig zu bezahlen, während das für größere Firmen die GBit Standleitungen für 4 stellige Monatsbeträge bestellen ein Klacks ist.

  14. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: plutoniumsulfat 10.11.17 - 23:26

    allegoric schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann sich für ein einzelnes Unternehmen nicht
    > rechnen bzw. zeitnah realisiert werden. Da müssen schon Fördergelder oder
    > Investitionen im Allgemeinen her.

    Joa, wenn die Investition in einem Quartal wieder drinsein muss, dann schon.

    > Wer sich selber ein Haus baut weiß, was er für Gebühren nur für das
    > Grundstück und die Grundversorgung hinlegt. Dieses Geld müsste erst einmal
    > bei jedem Haus / Wohnung erneut aufgebracht werden, damit sich das Ganze
    > überhaupt refinanziert.

    Nein, müsste nicht.

  15. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: maverick1977 11.11.17 - 03:04

    chaos1823 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weis das von euch einer ist Vektoring für die Telekom wirklich so viel
    > billiger ?
    > Sicherlich bringen Firmenanschlüsse mehr Geld als die Anschlüsse für
    > Privatkunden aber wäre es nicht sinnvoller sich auf eine Technik zu
    > konzentrieren ?

    Tun sie doch. Sie bringen durch Vectoring die Glasfaser näher an den Kunden. Durch Supervectoring rücken sie was Geschwindigkeit angeht, näher an die Kabelanbieter ran. Und für Gewerbegebiete gibts FTTH. Allein von der Ausbaugeschwindigkeit ist das die beste Möglichkeit, um schnell Breitband bis 250 MBit/s in der Breite zur Verfügung stellen zu können und gezielt Lichtverbindungen zu Firmen zu bringen, die genügend Kapital mit rein stecken.

    Allerdings wenn ich schon lese, dass Düsseldorf mit ein sehr wichtiges Ziel sei, weil dort bereits ZWEI Konkurrenten jeweils ein Glasfasernetz ausrollen, möchte ich doch aus der Haut fahren! Es kann jawohl nicht sein, dass die Telekom dort investiert, während andere Ecken Deutschlands vollkommen abhängig von der Telekom sind, weil es keine anderen Anbieter gibt, und komplett ohne Zukunftsperspektive sind, weils den Magenta-T-Laden einen feuchten Dreck interessiert.

  16. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: bombinho 11.11.17 - 10:00

    Da gibt es ein Problem, der Zeitpunkt, an dem eine 100%ige Versorgung mit VDSL50 in Deutschland erreicht werden koennte, liegt erwartungsgemaess hinter dem Zeitpunkt, an dem bereits FTTH/B fuer Viele normal geworden ist.

    Der Ausbau von FTTH/B laeuft bereits, eine Planung von VDSL50 bis zum letzten Bauernhof ist noch nicht einmal in Erwaegung gezogen worden.

  17. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: SanderK 11.11.17 - 10:09

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gibt es ein Problem, der Zeitpunkt, an dem eine 100%ige Versorgung mit
    > VDSL50 in Deutschland erreicht werden koennte, liegt erwartungsgemaess
    > hinter dem Zeitpunkt, an dem bereits FTTH/B fuer Viele normal geworden
    > ist.
    >
    > Der Ausbau von FTTH/B laeuft bereits, eine Planung von VDSL50 bis zum
    > letzten Bauernhof ist noch nicht einmal in Erwaegung gezogen worden.

    Einer wird zahlen, die Allgemeinheit oder der um das es geht. Wer die Abgeschiedenheit vom Land und oder bergen mag. Hat Abstriche. Agrarbetriebe sollten, wenn sie die Not nach Netz haben entweder Geld haben oder es sich Subventionieren lassen.
    So Oder So, einer Zahlt.

  18. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: bombinho 11.11.17 - 10:18

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So Oder So, einer Zahlt.

    Naja fast, Viele zahlen. Jeder Kunde, welcher einen Telekom/-reselleranschluss zahlt, traegt den Ausbau mit. Nur wird nicht bei Jedem ausgebaut. Und auch die Kommunikation ist dahingehend, dass kein derartiger Ausbau geplant ist.

    Also der Bauer zahlt dafuer, dass in der Stadt ausgebaut wird und soll dann noch extra zahlen, dass bei ihm gebaut wird. Damit ist es nicht verwunderlich, dass der Bauer schlussendlich selbst zum Pflug greift. Nur soll er schlussendlich auch fuer seine Eigenleistung ordentlich berappen, denn durch die gelegten Speedpipes/Kabel kommt erstmal noch nichts. Dabei muesste er dafuer bezahlt werden, dass sein Eigentum/seine Leistung genutzt werden darf.

    Im umgedrehten Fall hat die Telekom kein Problem verbal mit "Free Rider" nach ihren zahlenden Kunden zu schmeissen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.17 10:21 durch bombinho.

  19. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Paule 11.11.17 - 15:32

    ermic schrieb:
    --------------------------------
    > Bleiben wir mal bei den Fakten:
    >
    > https://www.it-daily.net/images/Bilder-Technologie/infografik_1064_top_10_laender_mit_dem_schnellsten_internetzugang_n.jpg
    >
    > Wenn jeder Privathaushalt in Deutschland auch nur VDSL50
    > bekommen könnte wären wir an der Weltspitze.

    Auf welcher Basis ist die Statistik?
    Gebuchte Bandbreite aller Kunden oder buchbare Bandbreite aller Kunden?

    Warum hat Südkorea dort nur ~29 MBit/s und Schweden nur 22,5 MBit/s obwohl das doch die Traumländer der FTTH Versorgung sein sollen?

    Scheint sich also wohl nur um den Durchschnitt der tatsächlich gebuchten Bandbreite zu handeln.

    Dann könnte man Deutschland wohl ganz einfach ein Dutzend Plätze nach vorne bringen, wenn einfach mal jeder, der kann, eine Stufe höher bucht als er jetzt schon hat. Kostet natürlich Geld und schmerzt daher in der Brieftasche.

  20. Re: Ich verstehe die Telekom nicht...

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.17 - 17:01

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Warum hat Südkorea dort nur ~29 MBit/s und Schweden nur 22,5 MBit/s obwohl
    > das doch die Traumländer der FTTH Versorgung sein sollen?

    Das ist etwas einseitige, selektive Wahrnehmung der FTTH Fetischisten hierzulande. In den Großstädten gibt es in den o. g. Ländern mehr FTTH, häufig wird dort aber auch nicht mehr angeboten, als hierzulande eben mit VDSL oder von Kabel Deutschland und Co. angeboten werden (100 mbps, 200 mbps, 500 mbps sind so typische Tarife). Und auf dem Land sieht es in Schweden oder Südkorea auch nicht viel besser aus als hierzulande.

    Die Statistik beruht auf den realen Datendurchsätzen, weder den angebotenen noch den gebuchten Tarifen. Reale Leistung und gebuchte Leistung klaffen ja mitunter ziemlich auseinander, wie man weiss. Akamai hat auch gar keinen Einblick in die Vertragsdaten der Nutzer. Die messen einfach nur was tatsächlich pro Nutzer durch die Leitung geht, wenn diese am Anschlag ist und daraus wird dann der nationale Durchschnitt gebildet. Da kann ein gut angebundener VDSL100 Anschluss, der auch in den Abendstunden nicht einknickt, besser sein, als Gigabit-FTTH auf dem Papier, was den Speed nicht bringt.

    All das spielt aber bei den FTTH Fetischisten keine Rolle. FTTH ist für die ein Selbstzweck und mit denen zu diskutieren ist genauso sinnvoll wie mit Impfgegnern oder Leuten die an Homöopathie glauben.

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