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Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

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  1. Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

    Autor: tom_muc 25.11.20 - 16:01

    Mal ehrliche, wer würde für sein Kind einen "Leihcomputer" wollen, wenn neue Computer nicht viel Geld kosten und man bei neuen Computern sicher sein kann das die Kiste funktioniert und Virenfrei ist? So viele arme Menschen gibt es in der BRD nicht und selbst viele Harz VI-Empfänger haben daheim schon heute eine optimale Ausstattung.
    Das wirkliche Problem sind Lehrkräfte die nach dem Studium aufgehört haben sich weiterzubilden. Es gibt in vielen Klassen einen gigantischen Know-How-Unterschied zwischen den Kindern/Jugendlichen und den Lehrkräften und die Lehrkräften könnten viel von ihren Schülern lernen. Zum Beispiel das man nicht für alles einen Kurs braucht. Vielen Lehrkräften fehlt eine positive Einstellung zum Beruf und zur Weiterbildung, viele Lehrkräfte weigern sich im Jahr 2020 anzukommen. Das ist ein Problem was man in der Wirtschaft so nicht kennt. Millionen Arbeitnehmer haben in den letzten Monaten lernen müssen wie Videokonferenzen und Home-Office funktionieren und gehen toll damit um. Und was Buchhalter, Einkäufer, Controller, Marketing-Experten, Vertriebs-Mitarbeiter, Techniker, Support und viele andere ohne Probleme einsetzen, können auch Lehrkräfte einsetzen. Das eigentliche Problem ist eine Verweigerungshaltung und ein gewisses Maß an Bequemlichkeit (ich meine eigentlich "Faulheit", wollte aber nicht so böse schreiben).

    Sorry ... aber bin selber Vater eines Schulpflichtigen Kindes und muss seit vielen Jahren feststellen das unsere Schulen etwa 25 Jahre Rückstand haben und das es meistens an den Lehrkräften liegt.

  2. Re: Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

    Autor: the_doctor 25.11.20 - 16:33

    tom_muc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal ehrliche, wer würde für sein Kind einen "Leihcomputer" wollen, wenn
    > neue Computer nicht viel Geld kosten und man bei neuen Computern sicher
    > sein kann das die Kiste funktioniert und Virenfrei ist? So viele arme
    > Menschen gibt es in der BRD nicht und selbst viele Harz VI-Empfänger haben
    > daheim schon heute eine optimale Ausstattung.

    Träum weiter. Es ist leider nicht überall so. Es gibt genug "prekäre" Familien, da ist die einzige moderne Zugangsmöglichkeit zum Internet das Smartphone. Und meinst du wirklich, die geben dass den halben Tag ihren Kindern, damit diese damit für die Schule "arbeiten" können? Familien mit mehreren Kindern? Ein oder beide Elternteile müssen vielleicht auch Homeoffice machen, Geld für Computer für die Kinder ist nicht vorhanden? Vom Platz in einer kleinen Mietbutze mal abgesehen?
    Leider ist unsere Wirklichkeit nicht optimal ...

    > Sorry ... aber bin selber Vater eines Schulpflichtigen Kindes und muss seit
    > vielen Jahren feststellen das unsere Schulen etwa 25 Jahre Rückstand haben
    > und das es meistens an den Lehrkräften liegt.

    Auch, aber nicht nur. Die Lehrkräfte bekommen gar nicht die Möglichkeit, sich entsprechend weiterzubilden. Wenn, dann ist es freiwillige Arbeit in der Freizeit. Und jetzt komm mir nicht mit "Lehrer haben sowieso nix zu tun". Das gilt vielleicht für Sport-, Religions- und Musiklehrer (*), aber ansonsten haben Lehrer mittlerweile durchaus viele Aufgaben, die nicht in ihre regulär bezahlte Arbeitszeit fallen. Arbeiten nachschauen, Unterricht vorbereiten, den Schulalltag organisieren, mit Helikoptereltern rumärgern ...

    (*) wollte natürlich keinen damit beleidigen und vor den Kopf stossen, nur nach meiner persönlichen Erfahrung nach sind das meistens die "faulsten"; nochmals sorry an alle Lehrer, die nicht meinem persönlich empfundenen Bild entsprechen ...

  3. Re: Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

    Autor: ITnachHauseTelefonieren 25.11.20 - 16:56

    the_doctor schrieb:

    > Auch, aber nicht nur. Die Lehrkräfte bekommen gar nicht die Möglichkeit,
    > sich entsprechend weiterzubilden. Wenn, dann ist es freiwillige Arbeit in
    > der Freizeit. Und jetzt komm mir nicht mit "Lehrer haben sowieso nix zu
    > tun". Das gilt vielleicht für Sport-, Religions- und Musiklehrer (*), aber
    > ansonsten haben Lehrer mittlerweile durchaus viele Aufgaben, die nicht in
    > ihre regulär bezahlte Arbeitszeit fallen. Arbeiten nachschauen, Unterricht
    > vorbereiten, den Schulalltag organisieren, mit Helikoptereltern rumärgern

    Das versuchen die einem nur einzureden :D ich hab vier Lehrer im engeren Freudeskreis, die machen diesen unheimlich aufwendigen und anstrengenden Aufgaben abends während des Online-Zockens nebenher. Da arbeite ich als armer Angestellter deutlich mehr in meiner privaten Zeit (selbst Schuld)

  4. Re: Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

    Autor: the_doctor 25.11.20 - 17:04

    ITnachHauseTelefonieren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > the_doctor schrieb:
    >
    > > Auch, aber nicht nur. Die Lehrkräfte bekommen gar nicht die Möglichkeit,
    > > sich entsprechend weiterzubilden. Wenn, dann ist es freiwillige Arbeit
    > in
    > > der Freizeit. Und jetzt komm mir nicht mit "Lehrer haben sowieso nix zu
    > > tun". Das gilt vielleicht für Sport-, Religions- und Musiklehrer (*),
    > aber
    > > ansonsten haben Lehrer mittlerweile durchaus viele Aufgaben, die nicht
    > in
    > > ihre regulär bezahlte Arbeitszeit fallen. Arbeiten nachschauen,
    > Unterricht
    > > vorbereiten, den Schulalltag organisieren, mit Helikoptereltern
    > rumärgern
    >
    > Das versuchen die einem nur einzureden :D ich hab vier Lehrer im engeren
    > Freudeskreis, die machen diesen unheimlich aufwendigen und anstrengenden
    > Aufgaben abends während des Online-Zockens nebenher. Da arbeite ich als
    > armer Angestellter deutlich mehr in meiner privaten Zeit (selbst Schuld)

    Das Engagement ist vermutlich bei jedem anders. Während die einen abends gemütlich zocken können, planen andere halt ihren Unterricht oder versorgen Schüler in Quarantäne mit Aufgaben und Infos; oder müssen sich mit nervigen Eltern rumplagen. Es kommt wohl auch auf die Schulform und das Umfeld an. Ein Gymnasium in einem wohlhabenden Landkreis ist etwas anderes als eine Gesamtschule mit Ganztagsunterricht in einem ärmeren Landkreis mit grösserer Anzahl an Familien mit "prekärem" Hintergrund. Mal von den anderen Problemen abgesehen, Stichwort Inklusion, Anteil Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund ...
    Kann man halt nicht alles über einen Kamm scheren, auch wenn von der Politik und angeschlossenen Medien gerne so getan wird.

  5. Re: Von den Schulen selbst verschuldete und konstruierte Vorwürfe

    Autor: ManuPhennic 25.11.20 - 23:41

    Also bei meiner Schwester (Lehrerin) ist es so, dass in Würzburg die Anschaffung von Laptops erst für alle Schulen gesammelt, deutschlandweit ausgeschrieben werden muss und es darf nur EIN ANBIETER sprich ein Lieferant am Ende für alle Schulen in der Kommune ausgewählt werden. Das zieht sich jetzt schon JAHRE hin. Das gleiche an ihrer alten Schule in Aschaffenburg. NEUBAU und es gibt kein WLAN! Weil auch das erst wieder 100 bürokratische Schleifen drehen muss. Ach und ab 31.12.2020 wird übrigens auch TEAMS Verboten. Aber es kommt ja die tolle „Bayern Cloud“

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