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Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

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  1. Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: Sharra 24.08.18 - 03:12

    Vorweg: Ich habe mit der Telekom, ausser als Kundin, nichts zu tun. (Bevor das jetzt wieder unterstellt wird, weil einem die Meinung nicht passt).

    Aber die Telekom macht es, gemessen an ihrem Tätigkeitsfeld, doch durchaus richtig. Da könnten Märkte verloren gehen, also handelt man. Daran ist, per se, erst mal nichts verwerfliches.
    Man könnte ihr vorwerfen, "nur" Vectoring auszubauen, statt gleich Glasfaser. Aber da man derzeit kaum Tiefbaukapazitäten bekommen kann, ist die Verfügbarkeit der Mittel dann eben auch ein Posten auf der Rechnung.

    Den Fehler sehe ich eher im amtlichen Förderverfahren. Wenn die Erkundung abgeschlossen ist, sollte diese auch Gültigkeit haben. Dass dann plötzlich irgendwas ausgebaut wird, spielt keine Rolle, ausser, es ist gleichwertig zum höchsten technischen Standard.

    Verbesserungsvorschlag meinerseits:
    Der bisherige Anbieter hat das Recht seine Infrastruktur aufzuwerten, auch nach erfolgtem Erkundungsverfahren der Behörden. Sofern er die höchste, derzeit gültige, Technik einsetzt, ist das Förderverfahren obsolet, der Anbieter allerdings automatisch in der Pflicht lückenlos zu erschließen.
    Baut der Anbieter jedoch "minderwertige" Technik aus (was Vectoring gegenüber Glasfaser bis zumindest ins Haus, definitiv darstellt), bleibt das Förderverfahren unverändert in Kraft.

    Den einzigen Knackpunkt, den ich hier sehe ist der, dass vielerorts gar niemand anderes als die Telekom überhaupt ausbauen möchte, selbst wenn gefördert wird.
    Hier im Ort, und im weiteren Umfeld, wurde das Förderverfahren komplett durchgezogen, und von anfangs 2 Interessenten (der 2. ist mir unbekannt, aber ich vermute mal, es war Vodafone), blieb am Ende nur die Telekom überhaupt, welche dann natürlich den Zuschlag erhielt. Die Alternative wäre gewesen: Kein Ausbau.

    Folglich läuft es wohl vielerorts sowieso nur auf Telekom oder niemand hinaus.

  2. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: RipClaw 24.08.18 - 07:55

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg: Ich habe mit der Telekom, ausser als Kundin, nichts zu tun. (Bevor
    > das jetzt wieder unterstellt wird, weil einem die Meinung nicht passt).
    >
    > Aber die Telekom macht es, gemessen an ihrem Tätigkeitsfeld, doch durchaus
    > richtig. Da könnten Märkte verloren gehen, also handelt man. Daran ist, per
    > se, erst mal nichts verwerfliches.
    > Man könnte ihr vorwerfen, "nur" Vectoring auszubauen, statt gleich
    > Glasfaser. Aber da man derzeit kaum Tiefbaukapazitäten bekommen kann, ist
    > die Verfügbarkeit der Mittel dann eben auch ein Posten auf der Rechnung.

    Eigentlich wird ihnen vorgeworfen sich nicht an das Stillhalteabkommen zu halten und damit absichtlich laufende Förderverfahren zu torpedieren.

    Zudem sollte man die Frage stellen dürfen ob sie vielleicht mit ihrer negativen Antwort nur darauf spekuliert haben beim Förderverfahren den Zuschlag zu bekommen so das sie die Föderung einstreichen und damit vergünstigt ausbauen können.

    > Den Fehler sehe ich eher im amtlichen Förderverfahren. Wenn die Erkundung
    > abgeschlossen ist, sollte diese auch Gültigkeit haben. Dass dann plötzlich
    > irgendwas ausgebaut wird, spielt keine Rolle, ausser, es ist gleichwertig
    > zum höchsten technischen Standard.
    >
    > Verbesserungsvorschlag meinerseits:
    > Der bisherige Anbieter hat das Recht seine Infrastruktur aufzuwerten, auch
    > nach erfolgtem Erkundungsverfahren der Behörden. Sofern er die höchste,
    > derzeit gültige, Technik einsetzt, ist das Förderverfahren obsolet, der
    > Anbieter allerdings automatisch in der Pflicht lückenlos zu erschließen.
    > Baut der Anbieter jedoch "minderwertige" Technik aus (was Vectoring
    > gegenüber Glasfaser bis zumindest ins Haus, definitiv darstellt), bleibt
    > das Förderverfahren unverändert in Kraft.

    Das wäre eine Möglichkeit aber es ist unwahrscheinlich das hier das BMVI und die Bundesnetzagentur mitspielen. Die würden vermutlich sagen das für sowas keine Rechtsgrundlage existiert und dann auf das Stillhalteabkommen verweisen das sowas eigentlich verhindern sollte.

    > Den einzigen Knackpunkt, den ich hier sehe ist der, dass vielerorts gar
    > niemand anderes als die Telekom überhaupt ausbauen möchte, selbst wenn
    > gefördert wird.
    > Hier im Ort, und im weiteren Umfeld, wurde das Förderverfahren komplett
    > durchgezogen, und von anfangs 2 Interessenten (der 2. ist mir unbekannt,
    > aber ich vermute mal, es war Vodafone), blieb am Ende nur die Telekom
    > überhaupt, welche dann natürlich den Zuschlag erhielt. Die Alternative wäre
    > gewesen: Kein Ausbau.

    > Folglich läuft es wohl vielerorts sowieso nur auf Telekom oder niemand
    > hinaus.

    Eigentlich ist die Alternative zu "kein Anbieter baut aus" das Betreibermodell bei dem die Gemeinde selbst den Ausbau übernimmt und das Netz an einen Betreiber vermietet.
    Das wurde teilweise schon so gemacht.

  3. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: bombinho 24.08.18 - 13:43

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich ist die Alternative zu "kein Anbieter baut aus" das
    > Betreibermodell bei dem die Gemeinde selbst den Ausbau übernimmt und das
    > Netz an einen Betreiber vermietet.
    > Das wurde teilweise schon so gemacht.

    Ja, kann aber nach hinten losgehen, wenn der einzige Provider, der einspeisen koennte, es einfach nicht tut. Zwingen kann man ihn nicht dazu. Deswegen ist das Betreibermodell trotz offensichtlicher Vorteile nur sehr gering verbreitet.

  4. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: Sharra 24.08.18 - 23:27

    Das Eigenausbaumodell hat auch Nachteile.

    Es fängt damit an, dass sich irgend jemand erst mal informieren muss, was für eine Technik verwendet werden muss, damit z.B. die Telekom überhaupt aufschalten kann. Verbaut man irgendwas, steht man am Ende mit einem voll funktionsfähigen, aber komplett inkompatiblen Netz da.

    Dann stellt sich die Frage, ob man nur die Leitungen zieht, und diese dann als Netzabschnitt übergibt/vermietet, oder ob man das als eigenes Subnetz betreibt und über eigene Einwahlserver an das Providernetz linkt.
    Version 1 ist recht simpel und günstig, aber man zahlt dennoch in der Regel drauf, da die Provider das Ganze nur zu Dumpingpreisen abnehmen.
    Version 2 bringt mehr Einnahmen, weil man selbst als lokaler Provider auftritt, aber man braucht eben deutlich mehr Technik und Personal für Aufbau und Betrieb.

  5. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: bombinho 24.08.18 - 23:55

    Als Provider auftreten zu wollen, duerfte mittlerweile auch fast dem Letzten vergangen sein.
    In der Regel geht es lediglich darum, das Netz zu betreiben und nicht eine komplette Infrastruktur. Selbst Grosstaedte und Firmen mit Milliardenumsaetzen stuerzen sich nicht in das Abenteuer "Provider", dazu ist die Gesetzgebung viel zu sehr auf die Beduerfnisse einiger Weniger maszgeschneidert worden.

  6. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: DerDy 25.08.18 - 04:46

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Provider auftreten zu wollen, duerfte mittlerweile auch fast dem
    > Letzten vergangen sein.
    > In der Regel geht es lediglich darum, das Netz zu betreiben und nicht eine
    > komplette Infrastruktur. Selbst Grosstaedte und Firmen mit
    > Milliardenumsaetzen stuerzen sich nicht in das Abenteuer "Provider", dazu
    > ist die Gesetzgebung viel zu sehr auf die Beduerfnisse einiger Weniger
    > maszgeschneidert worden.
    Facebook und Google haben ihre Pläne für ein Breitbandnetz fast ganz eingestellt. Deren Begründung war aber eine andere als deine Behauptung.

    Wie sieht diese maßgeschneiderte Bedürfnisse aus? Würde sie mir gerne mal anlesen.
    Und wem widersprechen sie, um als Provider aufzutreten? Gibt es da offizielle Statements dazu oder ist das nur eine wilde Phantasie von dir?

  7. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: bombinho 25.08.18 - 14:08

    Versuche es mal mit dem Telekommunikationsgesetz.

    Oder warum sollte sich das von Dir bereits benannte Google mit Haenden und Fuessen dagegen wehren, darunter zu fallen und hat die Sache bis zum EuGH eskaliert?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.08.18 14:26 durch bombinho.

  8. Re: Bei der Telekom kein Fehler zu erkennen

    Autor: bombinho 25.08.18 - 14:32

    Uebrigens haben weder Facebook noch Google den Aufbau von Netzen in die Hand genommen gehabt, weil sie gerne ihre Daten selbst zum Kunden bringen. Sondern da ging es im Wesentlichen um Quoten und Kosten zur Einspeisung.

    Und wenn diverse Anbieter dort zukuenftig wieder die Taschen etwas weiter als notwendig aufhalten wollen, dann koennen Beide jederzeit die Projekte wieder aufwaermen.

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