1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Frauen in IT-Berufen: Programmierte…

Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 14:05

    Zugegeben, der Titel ist clickbait. Aber wenn man sich die Kommentare durchliest, dann ist das Fazit trotzdem korrekt.

    Wer den Artikel gelesen hat, der hat vielleicht verstanden, dass es eben um die Frage geht, WARUM sich Frauen so wenig für technische Berufe interessieren (und nicht darum, DASS sie es tun).

    Und die Ursachen liegen hier schon in der Frühkindheit und der Schule. Wenn die Rollenbilder der Mädchen (lieb und brav, rosa, Puppen, Tanzen,...) und die der Jungen (Fußball, Prügeln, Mathe, Computer...) schon in der Kita und der Schule vor allem von den Lehrern und Eltern gepflegt werden, dann braucht man sich nicht wundern, dass 10 Jahre später natürlich weniger Mädchen "typische Jungsberufe" ergreifen (und andersrum).

    Der Beweis dafür ist für mich die Grundschule unserer Kinder: Hier werden diese Rollenklischees bewusst NICHT gelebt. Keiner wird in eine Richtung gedrängt, sondern kann alles machen, was ihm Spaß macht. Jeder (sowohl Jungs als auch Mädels) werden motiviert alles mal auszuprobieren, auch das was sonst nicht in das klassische Rollenbild passt.

    Und so kommt es, dass in Mathe-Olypiaden auch mal Mädchen gewinnen und in der Theater-AG die Jungs in erster Reihe mitspielen.

    Meine vier Töchter haben Interessen an fast Allem entwickelt: Sie spielen Fußball, gehen zum Tanzen und sind nebenbei Gewinner bei Mathe-Olympiaden und schreiben Gedichte. Und am Wochenende bauen wir ne Puppenstube mit Arduino-Smarthome-Steuerung.

  2. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Lagganmhouillin 04.04.18 - 14:14

    Das sind die üblichen feministischen Mythen.

    Genau das Gegenteil ist der Fall: mit Girl's Days und anderen Fördermaßnahmen versucht man, in den Mädchen Interesse u.a. für diesen Beruf zu wecken. Und das schon seit Jahren. Und das magere Ergebnis zeigt, daß die dafür aufgewendeten Gelder verschwendet sind.

    Übrigens sind Anekdoten keine Daten. Wofür sich Ihre Kinder interessieren, ist daher völlig irrelevant, das ist kein Beleg. Ein Beleg wäre bspw. vielmehr eine weltweite Umfrage nach den Berufswünschen der Leute. Weltweit deswegen, damit kulturelle EInflüsse beurteilt werden können. Und stellen Sie sich vor: solche Umfragen hat es gegeben. Und die zeigen in allen Ländern recht eindeutig das gleiche Bild: Frauen interessieren sich in erster Linie für soziale, Männer für technische Berufe.
    Wenn sich in den tatsächlich ausgeübten Berufen in einigen Ländern Unterschiede zeigen, dann hat das auch gewisse Gründe: gerade in ärmeren Ländern streben Frauen öfter technische Berufe an, aber anscheinend weniger aus Interesse als notgedrungen, weil man mit denen besser verdient.
    Sobald finanzielle Zwänge wegfallen, und man auch in anderen Berufen ausreichend seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wählen Frauen überwiegend soziale Berufe. (Beispielsweise in Norwegen ist das so, obwohl dieses Land ein Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung ist, finden Sie dort kaum Frauen in technischen Berufen.)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 14:19 durch sfe (Golem.de).

  3. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 14:18

    Lagganmhouillin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind die üblichen feministischen Mythen.
    >
    > Genau das Gegenteil ist der Fall: mit Girl's Days und anderen
    > Fördermaßnahmen versucht man, in den Mädchen Interesse u.a. für diesen
    > Beruf zu wecken. Und das schon seit Jahren. Und das magere Ergebnis zeigt,
    > daß die dafür aufgewendeten Gelder verschwendet sind.

    Ja und das Ergebnis ist deswegen so mager, weil diese Angebote viel zu spät ansetzen. Wenn ich eine 14jährige zum Girl's Day hole, ist der Zug längst abgefahren und die "eigene" Rolle längst definiert. Deswegen sind "Girl's Days" generell völliger Schwachsinn, weil sie versuchen ein Defizit auszugleichen, was durch frühkindliche Rollenstigmatisierung überhaupt erst entstanden ist.

    Das ist, als ob man mit 60 anfängt, Krebsvorsorge zu betreiben.

  4. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: dabbes 04.04.18 - 14:24

    Und die Grundlegende Frage: ist das alles besser oder schlechter, oder doch eigentlich egal?

    Dann arbeiten halt in manchen Berufen mehr Männer, in anderen halt mehr Frauen, ich sehe da jetzt keine Nachteile.

  5. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 14:28

    Abseits von deinem Thread-Titel gebe ich dir recht.
    Die Familie und die ersten 10 Lebensjahre dürften hier entscheidender und wichtiger sein als alle Aktionen wie Girls-Day, Quoten, Frauen-Studiengänge etc.

    Wobei... meine Mutter hat mich die ersten 10 Jahre versucht von allem was Computer betrifft abzuschirmen (böses Teufelszeug!)... den C-16 den mein Vater meinem Bruder und mir schenken wollte, musste er sogar auf den Dachboden verbannen...
    Letztlich half alles nix, seitdem ich 15 bin sitze ich fast nonstop vor irgendeiner Kiste... aber selbst meine Mutter hat damit ihren Frieden gefunden als die gemerkt hat dass ihr neuer iMac in den 90ern ein ganz wunderbares Gerät ist... und Computer nicht automatisch Killerspieleautomaten sind. :)

  6. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 14:29

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zugegeben, der Titel ist clickbait. Aber wenn man sich die Kommentare
    > durchliest, dann ist das Fazit trotzdem korrekt.
    >
    > Wer den Artikel gelesen hat, der hat vielleicht verstanden, dass es eben um
    > die Frage geht, WARUM sich Frauen so wenig für technische Berufe
    > interessieren (und nicht darum, DASS sie es tun).
    >
    > Und die Ursachen liegen hier schon in der Frühkindheit und der Schule. Wenn
    > die Rollenbilder der Mädchen (lieb und brav, rosa, Puppen, Tanzen,...) und
    > die der Jungen (Fußball, Prügeln, Mathe, Computer...) schon in der Kita und
    > der Schule vor allem von den Lehrern und Eltern gepflegt werden, dann
    > braucht man sich nicht wundern, dass 10 Jahre später natürlich weniger
    > Mädchen "typische Jungsberufe" ergreifen (und andersrum).
    >
    > Der Beweis dafür ist für mich die Grundschule unserer Kinder: Hier werden
    > diese Rollenklischees bewusst NICHT gelebt. Keiner wird in eine Richtung
    > gedrängt, sondern kann alles machen, was ihm Spaß macht. Jeder (sowohl
    > Jungs als auch Mädels) werden motiviert alles mal auszuprobieren, auch das
    > was sonst nicht in das klassische Rollenbild passt.
    >
    > Und so kommt es, dass in Mathe-Olypiaden auch mal Mädchen gewinnen und in
    > der Theater-AG die Jungs in erster Reihe mitspielen.
    >
    > Meine vier Töchter haben Interessen an fast Allem entwickelt: Sie spielen
    > Fußball, gehen zum Tanzen und sind nebenbei Gewinner bei Mathe-Olympiaden
    > und schreiben Gedichte. Und am Wochenende bauen wir ne Puppenstube mit
    > Arduino-Smarthome-Steuerung.

    Auch das ist letztlich spekulativ. Mir hat als Junge bestimmt nie jemand das Rollenbild vorgelebt, mich zu anderen Jungs hingezogen zu fühlen, ganz im Gegenteil, trotzdem war ich das. Ansonsten war ich aber mit meinen Interessen, ebenso aus mir heraus, immer der typische Junge.
    Probleme entstanden erst als die Label und Schubladen und Bewertungen der Erwachsenenwelt kamen, was man alles zu tun und zu lassen habe.
    Insofern ist es auch der Versuch der Fremdbestimmung nun Mädchen in eine bestimmte Richtung zu drängen, auch wenn heutige Eltern davon genau so überzeugt sind, wie deren Eltern damals von ihren Rollenbildern. "Du bist doch emanzipiert, wieso studierst du nichts mit IT sondern Pädagogik", zugespitzt formuliert. Wahlfreiheit und Emanzipation eben auch dann, wenn die jungen Frauen sich nicht verpflichtet fühlen vermeintliche "Männerberufe" zu stürmen.

    Ich sagte es schon andernorts, die IT im Allgemeinen und das IT Studium im Besonderen ist eigentlich gar nicht so geil, Frauen die lieber andere Dinge machen entscheiden sich vielleicht einfach klüger, statt irgendwie subtil durch Rollenbilder "unterdrückt", auf den Gedanken kommt aber niemand. Ich hab selbst ein IT Studium absolviert, bevor ich den Beruf gewechselt habe und kann jeden verstehen, der von vorneherein andere Berufe ergreift.

    In meinem zweiten Beruf, der Juristerei, die offenbar nicht nur ich für attraktiver und vielschichtiger halte, fangen inzwischen sogar mehr Frauen, als Männer, ein Jurastudium an - früher war das einer der am stärksten von Männern dominierte akademische Beruf! Das passt einfach nicht so ganz zu den geläufigen Annahmen bezüglich gesellschaftlicher Prägung, die ich teilweise auch für eine Beleidigung halte, wenn junge Menschen zu ahnungslosen und willenlosen Sklaven irgendwelcher Rollenbilder reduziert werden, zu hilfsbedürftigen Opfern von Fremdbestimmung, statt deren Entscheidungen einfach anzuerkennen wird solange nach möglichen Begründungen dafür gesucht, dass es ja nur das Resultat von Fremdbestimmung sein kann wenn viele Frauen die IT nicht so geil finden, bis man vermeintlich irgendwo in der frühesten Kindheit fündig wird, so abwegig das auch sein mag. Zu akzeptieren, dass das kein Resultat von irgendwas anderem, als individueller Entscheidungen ist, scheint nicht einmal denkbar zu sein.

  7. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: NIELS ON 04.04.18 - 14:39

    @Lagganmhouillin:

    Die Umfragen was die Interessen angeht Zweifel ich nicht an, aber sie lassen eben die geschlechtsspezifische Sozialisation meist völlig außer acht.
    Deine Aussage suggeriert, dass die Interessen überwiegend genetisch bedingt sind.
    Die geschlechtsspezifische Sozialisatzion beginnt weit bevor irgendjemand eine Umfrage beantworten kann und hat selbst in vermeintlich fortschrittlichen Ländern und Familien immer noch wesentlich mehr Auswirkungen als sich die meisten vorstellen können.
    In einer Gesellschaft in der Rollenbilder ein lange Tradition haben können sich selbst die fortschrittlichsten Eltern nich innerhalb weniger Generationen komplett von einer (unbewussten) Andersbehandlung von Jungen und Mädchen freimachen.
    Diese beginnt in der frühen Kindheit und läuft wesentlich subitiler ab als nur die Entscheidung für Rosa oder Hellblau bei Kleidung oder der Wahl der Spielsachen.

  8. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 14:47

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Grundlegende Frage: ist das alles besser oder schlechter, oder doch
    > eigentlich egal?
    >
    > Dann arbeiten halt in manchen Berufen mehr Männer, in anderen halt mehr
    > Frauen, ich sehe da jetzt keine Nachteile.

    Die Nachteile entstehen leider dadurch, dass den "typischen Männerberufen" gesellschaftlich wesentlich mehr Relevanz zugesprochen wird, als den "typischen Frauenberufen" (auch wenn das tatsächlich nicht zwangsläufig so ist).

    Es ist mir immernoch unbegreiflich, warum ein(e) Erzieher(in) so viel weniger verdient, als ich als Softwareingenieur. Und das obwohl die Leistung, die eine Erzieherin erbringt, der Gesellschaft wesentlich mehr nutzt, als meine Leistung.

    Die Ursache ist hier schnell gefunden: Der Beruf der Erzieherin wird gesellschaftlich als wesentlich "minderwertiger" betrachtet, als der des Softwareingenieurs. Und jetzt kommt die Krux an der Geschichte: Die Kriterien für diese Beurteilung werden wiederrum hauptsächlich durch "typisch männliche" Berufsgruppen festgelegt.

  9. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Lagganmhouillin 04.04.18 - 15:04

    @NIELS ON:
    Die geschlechtsspezifilsche Sozialisierung, die dafür angeblich (ausschließlich) verantwortlich sein soll, ist nur ein weiterer feministischer Mythos.

    Es gibt nachweislich eine biologische Disposition. Trond Diseth, ein norwegischer Mediziner hat das beispielsweise gezeigt, aber auch Simon Baron-Cohen. Die haben Experimente mit Kindern in einem Alter gemacht, wo eine Sozialisierung noch gar nicht erfolgt sein kann, und die haben eindeutig gewisse geschlechtsspezifische Unterschiede gezeigt. Trond Diseth hat mit Kindern einen Versuch gemacht, die nur ein paar Monate alt waren, und da haben sich z.B. sehr eindeutige Präferenzen für Spielzeuge gezeigt.

    Es stimmt zwar, daß es auch soziale Einflüsse gibt, die mit eine Rolle spielen, aber die Biologie gibt hier gewisse Grenzen vor. Die Behauptung, die geschlechtsspezifischen Interessen wären ausschließlich auf eine geschlechtsspezifische Sozialisierung zurückzuführen, ist jedenfalls komplett falsch.

    @SamuelTee:
    Und genau deswegen stimmt die Behauptung, der Grund für das mangelnde Interesser der Mädchen an Technik sei der, daß die Förderung zu spät ansetze, eben nicht. Wollen Sie den Förderprogramme für Kinder im Alter von 6 Monaten anbieten? So jung waren die, bei denen Trond Diseth geschlechtsspezifische Präferenzen festgestellt hat. Und die Kinder, die Simon Baron-Cohen beobachtet hat, waren noch jünger.
    (Suchen SIe mal auf youtube nach "Brainwash" und "Harald Eia", dann finden Sie Dokumentationen zu dem Thema.)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 15:08 durch Lagganmhouillin.

  10. Danke!(kt)

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:08

    kt

  11. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:11

    Lagganmhouillin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Behauptung, die geschlechtsspezifischen Interessen wären ausschließlich auf eine
    > geschlechtsspezifische Sozialisierung zurückzuführen, ist jedenfalls
    > komplett falsch.

    Das ist richtig. Diese Behauptung hat aber auch keiner hier aufgestellt. Die Frage ist doch, wo fängt geschlechtsspezifische Sozialisierung an und wo hört biologische Disposition auf. Denn die Gegenbehauptung, dass das alles nunmal auf biologische Disposition zurückzuführen ist, ist genauso komplett falsch.

  12. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 15:15

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Ursache ist hier schnell gefunden: Der Beruf der Erzieherin wird
    > gesellschaftlich als wesentlich "minderwertiger" betrachtet, als der des
    > Softwareingenieurs.
    Ist das wirklich so?
    Ich glaube kaum jemand würde einen Softwareentwickler als "wertiger" betrachten als eine Hebamme, eine Pflegerin oder Erzieherin. Eher das Gegenteil ist er Fall.
    Das Problem ist nicht die gesellschaftliche Anerkennung sondern eher dass schlicht aus unterschiedlichen Gründen zu wenig für diese Berufe bezahlt wird. Doch statt hier politisch dafür zu sorgen dass mehr bezahlt wird und die Konditionen verbessert werden (insbesondere in der Pflege), wird immer wieder auf der selbstverständlich durch Männer verursachte "23%-Lücke" beim Gehalt herumgeritten und als Lösung Quoten für Minderheiten oder Frauenförderung ohne messbaren Nutzen präsentiert anstatt die Mehrheit der Frauen tatsächlich zu unterstützen.

    > Und jetzt kommt die Krux an der Geschichte: Die
    > Kriterien für diese Beurteilung werden wiederrum hauptsächlich durch
    > "typisch männliche" Berufsgruppen festgelegt.
    Da die Personalabteilung mehrheitlich in weiblicher Hand sind: Sind die dann nicht auch schuld daran? ;-)

  13. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Hakuro 04.04.18 - 15:21

    SamuelTee schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Beruf der Erzieherin gesellschaftlich als wesentlich "minderwertiger" betrachtet, als der des
    > Softwareingenieurs. Und jetzt kommt die Krux an der Geschichte: Die
    > Kriterien für diese Beurteilung werden wiederrum hauptsächlich durch
    > "typisch männliche" Berufsgruppen festgelegt.

    Du ziehst aus deiner Beobachtung die falschen Schlüsse und das Männer die Anerkennung von Berufsgruppen nach Geschlechtern definieren ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Was für eine Gruppe Männer soll das sein? Der Geheimbund der Illuminaten?

    Das soziale Berufe als “mindwertiger“ angesehen werden liegt daran das der Wert und damit das Ansehen einer Arbeit im Kapitalismus an den Lohn der Arbeit gekoppelt ist. Viele als “minderwertige“ angesehene Berufe findest du auch in Berufen wo überwiegend Männer dominant sind. Siehe beispielsweise Köche, Bauarbeiter, etc. Die Liste ist endlos. Mit dem Geschlechteranteil hat das überhaupt gar nichts zu tun und ist damit offensichtlich widerlegt.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 15:24 durch Hakuro.

  14. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:24

    megaseppl schrieb:
    > Das Problem ist nicht die gesellschaftliche Anerkennung sondern eher dass
    > schlicht aus unterschiedlichen Gründen zu wenig für diese Berufe bezahlt
    > wird.

    Tja, wir leben in einer Gesellschaft, in der "Anerkennung" ausschließlich daran gemessen wird, wieviel man dafür bezahlt. Und da kann man noch so sehr davon reden, wie wichtig diese Berufe sind. Wenn keine dafür bezahlen will, hält es keiner für wichtig.

    > Da die Personalabteilung mehrheitlich in weiblicher Hand sind: Sind die
    > dann nicht auch schuld daran? ;-)

    Ja sind sie. Das ist der Punkt, wo ich mich mit meiner Frau immer mächtig streite. Die ganze Lehrer, Erzieher usw. sind mehrheitlich weiblich. DIE hätten es also in der Hand die Welt zur weiblichen Weltherrschaft zu führen ;)

    Ich denke, dass auch in Personalabteilung die Bewertungskriterien angesetzt werden, die sich in unserer Gesellschaft über Jahrtausende entwickelt haben. Und da spielen soziale Aspekte eher eine untergeordnete Rolle. In diesem Fall können also auch Frauen nicht aus ihrer Haut.

  15. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:26

    Hakuro schrieb:
    > Mit dem Geschlechteranteil hat das überhaupt gar nichts zu tun und ist
    > damit offensichtlich widerlegt.

    Tja, wenn das wirklich so wäre, würden wir nicht über "Gender-Pay-Gap" sprechen.

  16. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Hakuro 04.04.18 - 15:27

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > megaseppl schrieb:
    > > Das Problem ist nicht die gesellschaftliche Anerkennung sondern eher
    > dass
    > > schlicht aus unterschiedlichen Gründen zu wenig für diese Berufe bezahlt
    > > wird.
    >
    > Tja, wir leben in einer Gesellschaft, in der "Anerkennung" ausschließlich
    > daran gemessen wird, wieviel man dafür bezahlt. Und da kann man noch so
    > sehr davon reden, wie wichtig diese Berufe sind. Wenn keine dafür bezahlen
    > will, hält es keiner für wichtig.

    Und deshalb ist das auch keine Geschlechter Frage. Denn Berufe in dem hauptsächlich Männer arbeiten und wo wenig gezahlt wird, gibt es Zuhauf. Siehe zB Bauarbeiter. Die gesellschaftliche Anerkennung ist hier ebenfalls sehr gering. Damit widerlegst du doch deine eigene These, das wäre ein Geschlechter Problem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 15:28 durch Hakuro.

  17. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Umdenker 04.04.18 - 15:31

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist mir immernoch unbegreiflich, warum ein(e) Erzieher(in) so viel
    > weniger verdient, als ich als Softwareingenieur. Und das obwohl die
    > Leistung, die eine Erzieherin erbringt, der Gesellschaft wesentlich mehr
    > nutzt, als meine Leistung.

    Das ist aber kein geschlechterspezifisches, sondern branchenabhängiges Problem. Erzieher (also Männer) sind in der Unterzahl, aber verdienen doch genauso
    wie Frauen. Erzieher sind ja auch meist staatlich und da gelten dann einfach bestimmte Lohngruppen. Wenn Sie das also kritisieren wollen, dann muss sich ihr Appell an die Politik/Gesellschaft insgesamt richten, die immer noch nicht verstanden hat, dass Bildung/Erziehung viel höher wertgeschätzt werden müsste.

    > Die Ursache ist hier schnell gefunden: Der Beruf der Erzieherin wird
    > gesellschaftlich als wesentlich "minderwertiger" betrachtet, als der des
    > Softwareingenieurs. Und jetzt kommt die Krux an der Geschichte: Die
    > Kriterien für diese Beurteilung werden wiederrum hauptsächlich durch
    > "typisch männliche" Berufsgruppen festgelegt.

    Das halte ich für eine gewagte These. Das mag EIN Faktor sein, aber ganz sicher nicht der einzige und erst recht nicht der relevanteste. Angebot/Nachfrage, Politik (Budget bei Staatsposten), Willkür/Zufall (ja, das meine ich ernst. Ich sehe keinen Grund warum gesellschaftlich z.B. ein Bankangestellter wichtiger ist als ein Erzieher. Ersterer betreibt keine echte Wertschöpfung, es braucht keine komplexe Ausbildung/Studium und die gesellschaftliche Relevanz für diese Tätigkeit sehe ich auch nicht sehr hoch, da es kein wirkliches Bedürfnis nach z.B. der Maslowschen Bedürfnishierachie erfüllt. Ein Erzieher bildet die Zukunft aus, da sehe ich allein schon deshalb viel mehr Relevanz und Verantwortung).

  18. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Hanmac 04.04.18 - 15:32

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hakuro schrieb:
    > > Mit dem Geschlechteranteil hat das überhaupt gar nichts zu tun und ist
    > > damit offensichtlich widerlegt.
    >
    > Tja, wenn das wirklich so wäre, würden wir nicht über "Gender-Pay-Gap"
    > sprechen.

    Das man über Gender-Pay-Gap redet macht das problem auch nicht wahr

    doch wenn du so anfangst, was hältst du hiervon?
    "Schwule Männer verdienen laut einer australischen Studie bis zu 19% weniger als Heteros. Aber lesbischen Frauen verdienen bis zu 13% mehr als Heteros."

    http://www.smh.com.au/business/the-economy/the-gay-pay-gap-men-earn-less-but-women-earn-more-20150227-13qmxk.html

  19. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SelfEsteem 04.04.18 - 15:32

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist doch, wo fängt geschlechtsspezifische Sozialisierung an und
    > wo hört biologische Disposition auf. Denn die Gegenbehauptung, dass das
    > alles nunmal auf biologische Disposition zurückzuführen ist, ist genauso
    > komplett falsch.
    Ansich ist die Antwort an der Stelle ziemlich einfach: Weniger raten und mehr Daten auswerten.
    Bei dem Thema wird nicht umsonst immer wieder von Leuten auf die skandinavischen Länder verwiesen, wo sich Geschlechtsunterschiede zu maximieren scheinen je mehr stereotype Erziehung ausgeschaltet wird.
    Das "Experiment" ist so das beste, was die Menschheit momentan hat.

    Ohne die Daten der Skandinavier zu erklären, braucht man imo heutzutage nicht mehr anzutanzen.

  20. Die existiert ja auch nicht

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:33

    oder nur auf den Wahlplakaten der SPD zur BTW 2017. Die Paygap ist Unsinn.

    - Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen
    - Frauen arbeiten häufiger Teilzeit
    - Frauen verhandeln wenn es um die Wurst, äh Knete geht, weniger hart und nachgiebiger als Männer

    Wenn man diese ganzen Faktoren rauswirft, bleibt eine Lücke die sich im Bereich des statistischen Rauschens bewegt. Bitte dazu googlen. Die überall postulierten 26 oder was auch immer Prozent sind nur dann richtig, wenn man ganz ganz dolle daran glaubt.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin
  2. MAN Energy Solutions SE, Oberhausen
  3. über duerenhoff GmbH, Raum Pfaffenhofen
  4. BIG direkt gesund, Dortmund

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (u. a. Asus Rog Strix X570-F + Ryzen 7 3700X für 555,00€, Asus Tuf B450-Plus + Ryzen 7 2700 für...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Kognitive Produktionssteuerung: Auf der Suche nach dem Universalroboter
Kognitive Produktionssteuerung
Auf der Suche nach dem Universalroboter

Roboter erledigen am Band jetzt schon viele Arbeiten. Allerdings müssen sie oft noch von Menschen kontrolliert und ihre Fehler ausgebessert werden. Wissenschaftler arbeiten daran, dass das in Zukunft nicht mehr so ist. Ziel ist ein selbstständig lernender Roboter für die Automobilindustrie.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Ocean Discovery X Prize Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Videospiellokalisierung: Lost in Translation
Videospiellokalisierung
Lost in Translation

Damit Videospiele in möglichst viele Länder verkauft werden können, müssen sie übersetzt beziehungsweise lokalisiert werden. Ein kniffliger Job, denn die Textdatei eines Games hat oft auf den ersten Blick keine logische Struktur - dafür aber Hunderte Seiten.
Von Nadine Emmerich

  1. Spielebranche Entwickler können bis 2023 mit Millionenförderung rechnen
  2. Planet Zoo im Test Tierische Tüftelei
  3. Förderung Spielentwickler sollen 2020 nur einen "Ausgaberest" bekommen

  1. Konkurrenz zu Spotify Free: Amazons kostenfreies Musikstreaming mit Werbung
    Konkurrenz zu Spotify Free
    Amazons kostenfreies Musikstreaming mit Werbung

    Amazon bringt kostenfreies Musikstreaming auch auf Smartphones, Tablets und Fire-TV-Geräte und tritt damit stärker in Konkurrenz zu Spotify Free. Bisher gab es die werbefinanzierte Version von Amazon Music ausschließlich für Alexa-Lautsprecher.

  2. Scheuer: Steuergelder sollen 5.000 weiße Flecken schließen
    Scheuer
    Steuergelder sollen 5.000 weiße Flecken schließen

    Die Bundesregierung will den Mobilfunkausbau vereinfachen und 1,1 Milliarden Euro für die Schließung weißer Flecken ausgeben. Doch bis wann die Mobilfunkstrategie umgesetzt sein soll, ist völlig unklar.

  3. E-Privacy-Verordnung: Medien sollen Tracking-Erlaubnis bekommen
    E-Privacy-Verordnung
    Medien sollen Tracking-Erlaubnis bekommen

    In die jahrelangen Verhandlungen zur E-Privacy-Verordnung kommt Bewegung. Die EU-Mitgliedstaaten könnten sich auf eine pauschale Tracking-Erlaubnis für Medien und Drittanbieter einigen.


  1. 08:01

  2. 18:59

  3. 18:41

  4. 18:29

  5. 18:00

  6. 17:52

  7. 17:38

  8. 17:29