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Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

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  1. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:33

    Hakuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du ziehst aus deiner Beobachtung die falschen Schlüsse und das Männer die
    > Anerkennung von Berufsgruppen nach Geschlechtern definieren ist ja völlig
    > an den Haaren herbeigezogen. Was für eine Gruppe Männer soll das sein? Der
    > Geheimbund der Illuminaten?

    Ich habe nicht geschrieben, dass "Männer" das tun, sondern "typisch männliche Berufsgruppen".

    Welche Berufsgruppen haben in unserer westlichen Welt den größten faktischen Impact auf gesellschaftliche Entwicklungen? Geburtshelfer? Erzieher? Oder doch eher Softwaregurus, Politiker oder Militärs?

    Und wie ist in diesen Berufsgruppen die traditionelle Geschlechterverteilung?

    Akzeptiert man, dass es nunmal "typische männliche" Berufe gibt, dann stellt sich die Frage, warum es überwiegende ausgerechnet diese "männlichen" Berufe sind, die die Welt regieren.

    Akzeptiert man NICHT, dass es "typisch männliche" Berufe gibt (nach dem Motto, jeder kann alles werden), dann stellt man sich die Frage, warum in den gesellschaftlich prägenden Berufen so wenig Frauen "vorhanden" sind.

  2. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:36

    Hanmac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Schwule Männer verdienen laut einer australischen Studie bis zu 19%
    > weniger als Heteros. Aber lesbischen Frauen verdienen bis zu 13% mehr als
    > Heteros."

    Ok, da hab ich wieder eine einfache Erklärung: Schwule Männer sind gesellschaftlich weniger akzeptiert als lesbische Frauen (brauchst dir nur die Statistiken von PornHub anschauen). Was übrigens eine Bestätigung meiner Argumente ist. Hach, bin ich nicht toll, so in meiner Filterblase ;-)

  3. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 15:36

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, wir leben in einer Gesellschaft, in der "Anerkennung" ausschließlich
    > daran gemessen wird, wieviel man dafür bezahlt. Und da kann man noch so
    > sehr davon reden, wie wichtig diese Berufe sind. Wenn keine dafür bezahlen
    > will, hält es keiner für wichtig.

    Die Vergleiche Pflegeberufe mit IT-Berufen gibt es auch auf diversen öffentlichen Facebookseiten mit breit gefächerter Besucherbasis (sprich spiegel News, stern News etc.) immer wieder. Ich lese dort in den Kommentaren selten bis nie dass jemand einen ITler für wichtiger oder in irgendeiner anderen Form "besser" erachtet als jemand der in sozialen Berufen tätig ist. Hier überwiegt der soziale Bonus den möglichen Malus durch das schlechte Gehalt bei weitem. Schau dir an wie oft z.B. von Dritten geteilt wird dass sich Bedingungen für Hebammen verbessern müssen. Die Anzeilnahme ist riesig, was eben genau auf diese Anerkennung zurückschließen lässt. Zumindest ich sehe es ständig in meinem Newsfeed (und das nichtmal von der einzigen Hebamme in meiner Friendlist).
    Das sieht bei anderen Berufen wie LKW- oder Taxifahrer, teilweise Paketzusteller ganz anders aus. Diese Jobs sind schon fast geächtet eben weil sie nicht sozial scheinen UND man relativ bis sehr schlecht verdient.

  4. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: jsm 04.04.18 - 15:38

    Warum sollte man sich die Frage stellen?
    Wo wird denn diskutiert warum es weniger männliche Lehrer, Erzieher, Pfleger und Nagelstudio-Betreiber gibt?
    Frauen machen nun mal ehr soziale Berufe, Männer ehr technische. Wer nicht will muss nicht, aber auf die meisten trifft es nun mal zu und das hat nix mit Gesellschaft oder so zu tun, sondern mit der Natur und der Biologie der Menschen. Das ist wissenschaftlich erwiesen und bedarf keiner weiteren Diskussion.
    Männer haben es etwas schwerer in typischen "Frauen-Berufen", bei "Männer-Berufen ist es eben umgekehrt. Es gibt keinen Grund da was zu ändern oder seine Zeit mit Diskussionen darüber zu verschwenden, wir haben auch echte Probleme die es zu diskutieren gilt.

  5. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SelfEsteem 04.04.18 - 15:39

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Akzeptiert man, dass es nunmal "typische männliche" Berufe gibt, dann
    > stellt sich die Frage, warum es überwiegende ausgerechnet diese
    > "männlichen" Berufe sind, die die Welt regieren.
    >
    > Akzeptiert man NICHT, dass es "typisch männliche" Berufe gibt (nach dem
    > Motto, jeder kann alles werden), dann stellt man sich die Frage, warum in
    > den gesellschaftlich prägenden Berufen so wenig Frauen "vorhanden" sind.

    Man könnte auch mal einen Evolutionspsychologen auf einen Kaffee oder ein paar Bier einladen und sich das erklären lassen ;).

    Die Erklärung "Frauen suchen sich Männer aus, nicht umgekehrt. Deswegen haben Männer ein höheres Interesse, sich einen hohen Status zu erarbeiten" ist jedenfalls besser als alles, was sich Soziologen bisher aus den Fingern gesaugt haben.

  6. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:42

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen
    > - Frauen arbeiten häufiger Teilzeit
    > - Frauen verhandeln wenn es um die Wurst, äh Knete geht, weniger hart und
    > nachgiebiger als Männer
    >
    > Wenn man diese ganzen Faktoren rauswirft, bleibt eine Lücke die sich im
    > Bereich des statistischen Rauschens bewegt. Bitte dazu googlen. Die überall
    > postulierten 26 oder was auch immer Prozent sind nur dann richtig, wenn man
    > ganz ganz dolle daran glaubt.

    Richtig, aber genau die angesprochene Punkte sind das Problem.
    Die Aussage "Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen" ist logisch verdreht. Sie müsste heißen "Die Berufe, in denen Frauen tendenziell arbeiten, sind schlechter bezahlt".

    "Frauen verhandeln wenn es um die Wurst, äh Knete geht, weniger hart und nachgiebiger als Männer": Auch das zeigt nur, dass wir eine gesellschaftsimmanente Bevorteilung von Männern haben. Nämlich dass die Bezahlung eines Jobs von einer Eigenschaft abhängt, die "biologisch disponiert" eher Männer haben.

    @offtopic: Jetzt weiß ich endlich, wie sich so ein AfD-ler bei Facebook fühlt: Ich hab für alles eine Erklärung ;-)

  7. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 15:44

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die überall
    > postulierten 26 oder was auch immer Prozent sind nur dann richtig, wenn man
    > ganz ganz dolle daran glaubt.

    Die 23% sind ja erstmal auch korrekt. Das ist der Unterschied des Gehalts eines durchschnittlichen Mannes zu einer durchschnittlichen Frau.
    Das Problem ist halt dass die Zahl in den Raum geworfen wird und als Beleg für fehlende Gleichberechtigung genommen wird.
    Dabei erklärt genau diese Studie aus dem diese 23% stammen auf die wahren Zusammenhänge auf die zum allergrößten Teil überhaupt nichts mit Diskriminierung zu tun haben. Haben diejenigen, die die "23%" als politisches Instrument mißbrauchen, jedoch offensichtlich nicht bis zum Ende gelesen oder sie ignorieren die Fakten. Macht sie allerdings absolut unglaubwürdig und populistisch.

  8. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Dieselmeister 04.04.18 - 15:46

    Komisch vor 6 Jahren waren 11 jährige in der Firma gewesen.

  9. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:47

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich lese dort in den
    > Kommentaren selten bis nie dass jemand einen ITler für wichtiger oder in
    > irgendeiner anderen Form "besser" erachtet als jemand der in sozialen
    > Berufen tätig ist. Hier überwiegt der soziale Bonus den möglichen Malus
    > durch das schlechte Gehalt bei weitem. Schau dir an wie oft z.B. von
    > Dritten geteilt wird dass sich Bedingungen für Hebammen verbessern müssen.
    > Die Anzeilnahme ist riesig, was eben genau auf diese Anerkennung
    > zurückschließen lässt.

    Das ist richtig. Allerdings hilft das den betroffenen Berufsgruppen genausoviel, wie die weihnachtliche Anteilnahme der Gesellschaft am Hunger in der 3. Welt. Von "Anteilnahme" kann ich mir kein Brot kaufen. Wenn es ein wirkliches Interesse daran gäbe, würden die Leute ihr Geld nicht für iPhones und SUVs sondern für den Förderverein der Kita ausgeben. Aber da sind dann 50¤ p.a. schon "unverschämt".

  10. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Niaxa 04.04.18 - 15:54

    So ein Quark. Wir haben genug Kinder in unserer Familie, selbst 2 und auch im Freundeskreis. Da werden weder Mädchen noch Jungs in etwas hineingezwängt und dennoch entwickeln sie sich zumindest im etwa in die Richtung, die ich erwarten würde.

    Ich weis gar nicht was generell daran schlimm sein soll, das Frauen andere Interessen wie Männer haben. Frauen und Männer sind einfach verschieden. Da gibts nichts daran zu rütteln. Das ist auch gut so. Unsere Rasse strotzt ja nicht gerade vor Vielfalt. Da bin ich auf jeden fall für diese Unterschiede froh. Und ich bin dankbar, das ich eine Frau habe, die durch und durch weiblich ist und dennoch stark und dennoch selbstbewusst. Sie kennt sich durch mich gut mit IT aus, interessiert sich dennoch nicht als Beruf dafür. Sie sieht mich auch am Auto schrauben und weis das ein oder andere, würde aber einen Teufel tun es selbst zu machen. NA UND!!!??? Muss sie nicht. Dafür hat sie einen Mann der sich dafür interessiert. Und wenn sie doch Lust bekommt, morgen Maurer zu werden, dann unterstütze ich sie. Und ich werde mich keinen Moment fragen, ob das jetzt ok ist oder nicht. Diese ganze Grundsatz Frauen dies und das , Meetooooo und sonstiger Schwwachsinndiskussionen sind einfach nur planlos.

  11. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:56

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Richtig, aber genau die angesprochene Punkte sind das Problem.
    > Die Aussage "Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen"
    > ist logisch verdreht. Sie müsste heißen "Die Berufe, in denen Frauen
    > tendenziell arbeiten, sind schlechter bezahlt".

    Dann sollen Frauen besser/härter verhandeln oder in anderen Berufen arbeiten. Ich sehe da absolut kein Problem oder meinst du, dass Männer alles geschenkt bekommen?

    > "Frauen verhandeln wenn es um die Wurst, äh Knete geht, weniger hart und
    > nachgiebiger als Männer": Auch das zeigt nur, dass wir eine
    > gesellschaftsimmanente Bevorteilung von Männern haben. Nämlich dass die
    > Bezahlung eines Jobs von einer Eigenschaft abhängt, die "biologisch
    > disponiert" eher Männer haben.

    Ah, es wird also wieder Gleichstellung und nicht Gleichberechtigung gefordert. Was ist dein Lösungsansatz? Gehaltsverhandlungen verbieten?

    >
    > @offtopic: Jetzt weiß ich endlich, wie sich so ein AfD-ler bei Facebook
    > fühlt: Ich hab für alles eine Erklärung ;-)

    Wie es bei FB ist weiß ich nicht. Bin da (leider?) Außenseiter:)

  12. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:59

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die 23% sind ja erstmal auch korrekt. Das ist der Unterschied des Gehalts
    > eines durchschnittlichen Mannes zu einer durchschnittlichen Frau.

    Korrekt soweit.

    > Das Problem ist halt dass die Zahl in den Raum geworfen wird und als Beleg
    > für fehlende Gleichberechtigung genommen wird.

    Ebenfalls korrekt. Gleichberechtigung gibt es in westlichen Gesellschaften ohnehin schon seit vielen Jahren.

    > Dabei erklärt genau diese Studie aus dem diese 23% stammen auf die wahren
    > Zusammenhänge auf die zum allergrößten Teil überhaupt nichts mit
    > Diskriminierung zu tun haben. Haben diejenigen, die die "23%" als
    > politisches Instrument mißbrauchen, jedoch offensichtlich nicht bis zum
    > Ende gelesen oder sie ignorieren die Fakten. Macht sie allerdings absolut
    > unglaubwürdig und populistisch.

    Die wissen das schon. Die wissen aber auch, dass der durchschnittliche Michel sich etwa einmal in der Woche mit Nachrichten befasst* und entsprechend wenig informiert ist oder sich eben anhand der Überschriften seine Meinung bildet. Sekundärquellen? Selbst nachdenken oder gar recherchieren? Uff, viel zu anstrengend;)

    *Etwa 70 bis 80% der Menschen in Deutschland.

  13. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: SelfEsteem 04.04.18 - 16:00

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig, aber genau die angesprochene Punkte sind das Problem.
    > Die Aussage "Frauen arbeiten tendenziell in schlechter bezahlten Berufen"
    > ist logisch verdreht. Sie müsste heißen "Die Berufe, in denen Frauen
    > tendenziell arbeiten, sind schlechter bezahlt".

    Das ist schlicht falsch.
    Es gilt immernoch Angebot und Nachfrage.

    Du glaubst doch hoffentilch nicht ersthaft, dass gezielt Leistungen, die mit weiblichem Überhang erbracht werden, seltener nachgefragt werden, nur um ihren Wert und damit die dahinterstehenden Löhne zu senken.

  14. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 16:09

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sollen Frauen besser/härter verhandeln oder in anderen Berufen
    > arbeiten. Ich sehe da absolut kein Problem oder meinst du, dass Männer
    > alles geschenkt bekommen?
    > Ah, es wird also wieder Gleichstellung und nicht Gleichberechtigung
    > gefordert. Was ist dein Lösungsansatz? Gehaltsverhandlungen verbieten?

    Ok, wie drück ich's jetzt aus... Das klingt alles so nach 68er Hippisch...., aber ich versuch's trotzdem:
    In unserer Gesellschaft hat sich ein System etabliert, das "typisch männliche Eigenschaften" ("härter" im Verhandeln, körperlich stärker, schneller,...) gegenüber "typisch weiblichen Eigenschaften" (sozialer, kreativer,...) bevorzugt. Dass "typisch männliche" Berufe im Durchschnitt besser bezahlt werden, ist eine für mich eindeutige "Kenngröße" dafür.

    Eine Lösung dafür hab ich nicht. Denn das ganze hat sich über Jahrhunderte entwickelt und lässt sich nicht über Nacht lösen. Ein erster Schritt wäre zum einen Geschlechterunterschiede (die es zweifelsohne gibt) zumindest nicht zu forcieren (wenn in der Schule die Mädels blöde angemacht werden, die sich für Fußball interessieren und die Jungs, die auch mal gerne Tanzen gehen).

    Zweitens muss es bei der Bezahlung von Berufen mehr danach gehen, welche Wert sie für die Gesellschaft haben, und nicht wie groß mein Ellenbogen ist (im übertragenen Sinne). Das erfordert aber auch einen Sinneswandel in den "Personalabteilungen", der auch nicht von heut auf morgen kommen kann.

  15. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 16:14

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lagganmhouillin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das sind die üblichen feministischen Mythen.
    > >
    > > Genau das Gegenteil ist der Fall: mit Girl's Days und anderen
    > > Fördermaßnahmen versucht man, in den Mädchen Interesse u.a. für diesen
    > > Beruf zu wecken. Und das schon seit Jahren. Und das magere Ergebnis
    > zeigt,
    > > daß die dafür aufgewendeten Gelder verschwendet sind.
    >
    > Ja und das Ergebnis ist deswegen so mager, weil diese Angebote viel zu spät
    > ansetzen. Wenn ich eine 14jährige zum Girl's Day hole, ist der Zug längst
    > abgefahren und die "eigene" Rolle längst definiert. Deswegen sind "Girl's
    > Days" generell völliger Schwachsinn, weil sie versuchen ein Defizit
    > auszugleichen, was durch frühkindliche Rollenstigmatisierung überhaupt erst
    > entstanden ist.
    >
    > Das ist, als ob man mit 60 anfängt, Krebsvorsorge zu betreiben.

    Und was ist die Lösung? Eltern per Gesetz verbieten Mädchen mit Puppen spielen zu lassen? Und die Polizei führt dann regelmäßig Hausdurchsuchungen durch um das sicherzustellen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 16:17 durch RichardEb.

  16. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 16:17

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist schlicht falsch.
    > Es gilt immernoch Angebot und Nachfrage.
    >
    > Du glaubst doch hoffentilch nicht ersthaft, dass gezielt Leistungen, die
    > mit weiblichem Überhang erbracht werden, seltener nachgefragt werden, nur
    > um ihren Wert und damit die dahinterstehenden Löhne zu senken.

    Nein, das glaube ich nicht. Aber auch das Prinzip "Angebot und Nachfrage" funktioniert hier nicht. Kita-Plätze sind seit Jahren wesentlich weniger verfügbar als benötigt. Das Gleiche gilt für Hebammen. Trotzdem wird der Bedarf nicht bedient.
    Und warum nicht? Weil es keiner bezahlen WILL.
    Und warum das nicht? Weil sich der Mensch (Eltern, Staat, ...) daran gewöhnt haben, dass soziale Leistungen im Gegensatz zum iPhone nichts kosten dürfen.
    Und warum das nun wieder? Weil es, bevor es einen Sozialstaat gab, völlig logisch war, dass soziale Leistungen traditionell von Frauen ohne Bezahlung erbracht wurden.

  17. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: KTVStudio 04.04.18 - 16:19

    Die Antwort auf die Frage: Warum Mädchen kaum IT-Berufe ergreifen? Ist sehr einfach: Genetik.

    Evolutionäre Entwicklung über Hunderttausende Jahre hat für relativ klare Geschlechterrollen gesorgt.

    Darum ist die Varianz bei der IQ-Verteilung der Männer auch höher als die der Frauen.

    Die Anzahl der Neuronen im frontalen Kortex (logisches, abstraktes Denken) sind bei Männern um die 26 Milliarden, bei den Frauen jedoch nur 19 Milliarden.

  18. Re: Die existiert ja auch nicht

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 16:19

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ok, wie drück ich's jetzt aus... Das klingt alles so nach 68er
    > Hippisch...., aber ich versuch's trotzdem:
    > In unserer Gesellschaft hat sich ein System etabliert, das "typisch
    > männliche Eigenschaften" ("härter" im Verhandeln, körperlich stärker,
    > schneller,...) gegenüber "typisch weiblichen Eigenschaften" (sozialer,
    > kreativer,...) bevorzugt. Dass "typisch männliche" Berufe im Durchschnitt
    > besser bezahlt werden, ist eine für mich eindeutige "Kenngröße" dafür.

    Stimmt völlig. Allerdings denke ich, dass sich da eben typisches menschliches Verhalten über den Anbeginn der Gesellschaften bis in das Heute abgebildet hat. Männer sind im Schnitt dominanter, hartnäckiger, kämpferischer. Frauen sind oft diplomatischer und haben bei Auseinandersetzungen jedweder Art einen anderen, oft indirekten Stil.
    Dass sich das Verhalten ändert halte ich für fragwürdig. Natürlich, per staatlichem Dekret würden sich die Unterschiede wegwischen lassen. Man sollte sich aber gerade als Frau fragen, ob man das will. Fühlte man sich nicht immer irgendwie zweiter Klasse, wenn man in der eigenen Position nur durch externe Hilfe/Zwang gelandet ist und nicht aufgrund der eigenen Leistung? Es ist wie es ist. So lange Verhandlungen nicht verboten sind, bekommt der Mann mehr Gehalt und beim Autokauf aufgrund der härteren Verhandlung den besseren Preis.

    >
    > Eine Lösung dafür hab ich nicht. Denn das ganze hat sich über Jahrhunderte
    > entwickelt und lässt sich nicht über Nacht lösen. Ein erster Schritt wäre
    > zum einen Geschlechterunterschiede (die es zweifelsohne gibt) zumindest
    > nicht zu forcieren (wenn in der Schule die Mädels blöde angemacht werden,
    > die sich für Fußball interessieren und die Jungs, die auch mal gerne Tanzen
    > gehen).

    Korrekt! Da bin ich voll bei dir. Männer als Erzieher, Grundschullehrer oder sonst was. Männer mit "weiblichen" (Ich mag diese Stereotype nicht, aber ist eben so aktuell noch) Hobbies? Ja, bitte!
    Ist allerdings aufgrund von gruppendynamischen Effekten sehr schwer das aus den Köpfen zu bekommen. Aus meiner Schulzeit ist mir gut in Erinnerung, dass die Macker, die Lauten, die "Assis", wohlgemerkt an einem Gymnasium vor vielen Jahren, dennoch das Sagen hatten. Weicht man da vom Massenverhalten ab, hat man erst wieder nach dem Abitur diese Probleme los. Also besser konform bleiben - wie willst du das aufbrechen? Mobbing ist ein hartes Brot.

    >
    > Zweitens muss es bei der Bezahlung von Berufen mehr danach gehen, welche
    > Wert sie für die Gesellschaft haben, und nicht wie groß mein Ellenbogen ist
    > (im übertragenen Sinne). Das erfordert aber auch einen Sinneswandel in den
    > "Personalabteilungen", der auch nicht von heut auf morgen kommen kann.

    In den Personalabteilungen wird nicht entscheiden wer was verdient. Das machen andere. BWLer, Banker und sonstiges Gesindel mit Hemd und Lügenstrick um den Hals werden alles was möglich ist tun, um den Status Quo zu halten.

  19. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 16:21

    RichardEb schrieb:
    > Und was ist die Lösung? Eltern per Gesetz verbieten Mädchen mit Puppen
    > spielen zu lassen? Und die Polizei führt dann regelmäßig Hausdurchsuchungen
    > durch um das sicherzustellen?

    In Kitas und Schulen aufhören, die Kinder geschlechterspezifisch zu irgendwelchen Aktivitäten zu drängen. Über Mädchen wird sich lustig gemacht, wenn sie gerne Fußball spielen und über Jungs sowieso, wenn sie gerne tanzen. Und das nicht nur von Kindern sondern auch von Eltern und Erziehern.

    "Mein Jung ist ein RICHTIGER Junge. Der weint nie und spielt NATÜRLICH gerne Fußball!".
    Was meinen Sie, wie oft ich sowas ähnliches auf Spielplätzen von Vätern gehört habe. Und wenn der Junge dann doch mal weint, soll er gefälligst aufhören. Ist ja peinlich sowas.

    "Hach, meine Süße geht natürlich zum Tanzen." und "Nein, Mädchen spielen nicht im Dreck oder balgen sich!"

  20. Re: Die IT-Boys fühlen sich angegriffen...

    Autor: Erza 04.04.18 - 16:23

    @SamuelTee:

    Echt cool eure Schulen.

    Ich mochte als Kind auch Puppen, Rosa, Haare frisieren, schminken, und so weiter. In's Klischee hätte ich gepasst, mache jetzt aber trotzdem freiwillig und am Liebsten einen IT-Job. Trotzdem interessiere ich mich privat für Soziales, für Tiere, für Kommunikation - die ganze Palette. Aber auch für Spielentwicklung in einer Hobbygruppe, für die Golem-News, und repariere für die Familie und die Vermieter ihren ganzen Technikkram, wenn mal wieder alles "kaputt ist".
    Ich war auf normalen Schulen. Ein IT-Fach hätte mich glücklich gemacht, gab es aber nicht, auch nicht als AG. Ich hatte bereits in meinem Zimmerchen an meinem PC mehr mit IT zutun, als ich damals wusste, aber da ich keine Vorstellung hatte, was man in einem IT-Beruf so macht kam mir das nie als mögliche Option in den Sinn.

    Es begann alles damals, mit einem pinken Tamagochi... :DDD

    Nein, die Wahrheit ist, ich hatte tatsächlich ein weibliches Vorbild. Diesen Punkt aus dem Artikel kann ich selbst bestätigen - hätte es keine Frau als Vorbild gegeben, hätte ich mich vielleicht damals nicht getraut, diesen Weg zu gehen. Ich saß immer gerne am PC, merkte nicht wie die Zeit verging und aus Nacht Morgen wurde, habe alles als Teenie selbst repariert weil die Eltern Technikhasser waren, auf Neopets startete ich erste Versuche, Pet-Seiten umzuprogrammieren, weil ich sie standardmäßig nicht hübsch genug fand - und so war das Interesse eigentlich schon recht früh spürbar.
    Das aber tatsächlich beruflich zu machen, das erfordert nicht nur Interesse, sondern auch das entsprechende Selbstvertrauen. Frauen, mich selbst ehrlicherweise eingeschlossen neigen leider dazu, sich selbst zu unterschätzen, sich gedanklich selbst schlecht zu machen, sich mit anderen Frauen in der näheren Bekanntschaft zu identifizieren. Männer haben meist männliche Vorbilder, Frauen meist weibliche, das liegt - denke ich - schlicht in unserer Natur.

    Ich bin froh, dass ich meinen Weg in die IT gefunden habe, das Interesse war schon immer da, der Mut fehlte. Letztendlich hat mich ein weibliches Vorbild, eine paar Jahre ältere Programmiererin (und der Informatik-Prof meines damaligen, anschließend sofort abgebrochenen Business-Studiums) dazu ermutigt, in diesen Beruf zu gehen. Das zeigt, dass das Interesse alleine vielleicht oft nicht ausreicht, sich diesen Schritt auch wirklich zuzutrauen.

    Immer diese MINT-Fächer! ^^
    Trotz allem bin ich für die Zukunft optimistisch - auch ganz ohne News-Artikel und specialige Aktionen für Mädchen. :-)

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