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Werkstoffe
Autor: Ext 04.05.10 - 17:43
Ich kann mir da gerade nicht so wirklich vorstellen, dass die Qualität gleichwertig sein soll. Z.B. bei den Blättern in größeren Flugzeugturbinen versucht man nicht umsonst diese monokristalin herzustellen, einfach weil man dadurch keinerlei Spannungen im Material UND eine unübertreffbare Härte erreicht.
Solange per Rapid Prototyping noch keine Nanostrukturen (z.B. interne Wabenstruktur) möglich ist würde ich behaupte die Technik ist NOCH nicht weit genug ausgereift. -
Re: Werkstoffe
Autor: stoffe werke 04.05.10 - 17:58
Große Propeller kenne ich nur noch von Schiffen.
Das waren im TV bei Turbinenbau Ringe, in die jeweils viele Metallstücke als "Schaufeln" nebeneinander eingesetzt wurden.
Es kann natürlich sein, das es noch große Teile gibt.
Beim Löten pustet man drauf, damit viele kleine Kristallisations-"bröckchen" entstehen, die nicht so schnell zerbrechen wie ein Monokristallines Teil.
Kristalle brechen schnell. Bei Metall für High-Tech-Sachen oder Gas-Leitungen o.ä. werden teilweise homöopathisch Metalle hinzugefügt, um bestimmte Effekte zu erzielen die sicher mit Langlebigkeit, Bruchfestigkeit usw. zu tun haben. Damit stört man Deinen Monokristallitismus auch. -
Re: Werkstoffe
Autor: Ext 04.05.10 - 18:20
Eben falsch ;) Polykristalline Strukturen brechen deutlich leichter als monokristalline, denn der Schwächste Punkt an einer solchen Struktur ist der Übergang zwischen zwei Kristallen da dort die atomare Bindung unvollständig ist. Bei Flugzeugturbinen (z.B. A380) werden in den Turbinen in den Schaufeln hinter der Brennkammer ausschließlich monokristalline Werkstücke verwendet, bereits wenn es zu einem zweiten Keimkristall gekommen ist wird das Werkstück zu Ausschuss. Im Endeffekt sind die Teile dann um ein vielfaches widerstandsfähiger als jedes gegossene, geschmiedete oder eben gelötete.
Das einzige was man durch viele feine Kristalle erreicht ist eine höhere Flexibilität, allerdings auf Kosten der Härte und Wiederstandfähigkeit. Das Ergebnis kann dann durchaus mit einem geschmiedeten Werkstück vergleichbar sein, hat ja intern auch die gleiche Konsistenz - wenn nicht sogar besser da weniger Spannungen - aber mit wirklich Hightechwerkstücken kann diese Technik noch laaaange nicht mithalten. -
Re: Werkstoffe
Autor: Tomdibom 04.05.10 - 20:15
Genau das Gleiche hab' ich mich auch gefragt. Beim Sintern kann kein komplett einphasiges Gebiet entstehen und an der Korngrenzen sammeln sich nun mal Spannungen.
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Re: Werkstoffe
Autor: pandabaer 05.05.10 - 09:04
Wir haben hier im Geschäft ein Laser gesintertes Teil. Keine Turbinenschaufel aber eine Brennstoffdüse aus hochtemperaturfestem Werkstoff in die zwei Kanäle mit "eingesintert" worden sind. Bevor man sowas Drahterodiert ist man mit der Methode besser dran. Da das ganze allerdings noch ein relativ neues Verfahren ist sind natürlich auch erstmal, wie sonst auch üblich, Tests und längere Versuche nötig. Letzten Endes beschäftigen sich damit Wissenschaftler die mehr Ahnung davon haben wie wir hier. Hier noch ein interessanter Artikel: http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-6221/10233_read-23632/



