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Wo bleibt der shit storm?

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  1. Wo bleibt der shit storm?

    Autor: shortyMuc 13.03.13 - 16:00

    Punkt 1:
    Nahezu jeder einzelne von uns bezahlt mit seinen Steuern für Bildung - auch für die FU Berlin.
    Punkt 2:
    Es ist legitim, wenn sich Bildungseinrichtungen Sponsoren ins Boot holen.
    Punkt 3:
    Es widerspricht der Freiheit von Forschung und Lehre, Ergebnisse, die von uns allen - direkt oder indirekt - finanziert wurden, exklusiv auf einer einzigen (Sponsoren!-)Plattform zu veröffentlichen (vgl. golem-Text: andere Unis nutzen iTunes "auch").
    Punkt 4:
    Danke an Hannes Hauswedell für seine klaren Worte.
    Punkt 5:
    Sch***t die FU zu - auf dass sie eine FREIE Univesität bleibe.
    Punkt 5:
    Freundliche Grüße aus einem Länderfinanzausgleich-Geberland :-)

  2. Re: Wo bleibt der shit storm?

    Autor: EchelonV 13.03.13 - 20:14

    shortyMuc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Punkt 1:
    > Nahezu jeder einzelne von uns bezahlt mit seinen Steuern für Bildung - auch
    > für die FU Berlin.

    Und die FU Berlin stellt uns nun die Inhalte der Lehrveranstaltungen kostenlos zur Verfügung. Das war vorher nicht der Fall, es sei denn man ist Student und bekommt die Materialien sowieso oder hat die Muße nach den Professoren zu recherchieren und sich ihre Materialen vielleicht oder vielleicht auch nicht dezentral zusammen zu klauben. Eine meiner Ex-Freundinnen war Studentin an der FU, sie brauchte für die Lehrmaterialien auf der Uniplattform ein gültiges Login. Das würde nun entfallen.

    > Punkt 2:
    > Es ist legitim, wenn sich Bildungseinrichtungen Sponsoren ins Boot holen.

    Im Artikel stand nichts davon, dass eine Seite die andere bezahlt. Das ist zumindest nach meinem Verständnis ein Bestandteil von Sponsoring.

    > Punkt 3:
    > Es widerspricht der Freiheit von Forschung und Lehre, Ergebnisse, die von
    > uns allen - direkt oder indirekt - finanziert wurden, exklusiv auf einer
    > einzigen (Sponsoren!-)Plattform zu veröffentlichen (vgl. golem-Text: andere
    > Unis nutzen iTunes "auch").

    Siehe Punkt 1. Die Ergebnisse waren zum Teil eben nicht einfach erhältlich und die Verfügbarkeit schon vorhandener Materialien ist auch nicht (wirklich) eingeschränkt worden. Auch ist nicht die Rede davon, dass die Ergebnisse nun exklusiv auf iTunes zu haben wären. Die Uni interne Plattform wird sicher weiter bestehen bleiben und auch die Veröffentlichung von Fachartikeln dürfte davon nicht beeinträchtigt sein.

    > Punkt 4:
    > Danke an Hannes Hauswedell für seine klaren Worte.

    Die Uni bekommt im Gegenzug eine Plattform auf der sie weltweit und ohne große Barrieren ihre Materialien zur Verfügung stellen kann. Die Win/Mac/i* Exklusivität ist dabei ärgerlich, aber insgesamt Verständlich.

    Man erreicht die überwiegende Mehrheit der Studenten, der Rest hat die alten Strukturen noch zur Verfügung. Auf Seiten der Profs kann niemand verlangen, dass sie ihre Materialien für mehrere Plattformen aufbereiten, deren Tag hat auch nur 24 Stunden. Dann lieber eine 'erzwungene', einheitliche Plattform als freiwilliges Kuddelmuddel.

    Insofern hat der gute Mann viel erzählt, aber wenig gesagt. Und eine gleichwertige Alternative ist er auch schuldig geblieben.

    > Punkt 5:
    > Sch***t die FU zu - auf dass sie eine FREIE Univesität bleibe.

    Wozu? Sie ist durch diesen Schritt nicht weniger frei, eher das Gegenteil ist der Fall. Es ist auch nicht so, dass Apple damit nun exklusiv auf alle Zeiten die Rechte an diesen Materialien hätte, selbst wenn die AGB das behaupten sollte. Es hindert niemand die FU zu einem späteren Zeitpunkt eine andere Plattform zu wählen.

    > Punkt 5:
    > Freundliche Grüße aus einem Länderfinanzausgleich-Geberland :-)

    Schöne Grüße zurück, weit voneinander entfernt können wir dann ja nicht sein :D

    Kurz um, die FU ist durch diesen Schritt freier geworden, nicht verschlossener. iTunes U ist ein zusätzlicher Kanal, kein exklusiver. Aber um das zu verstehen hätten die meisten hier den Artikel erstmal richtig lesen und sich dann mit iTunes U auseinander setzen müssen.

  3. Re: Wo bleibt der shit storm?

    Autor: Tantalus 13.03.13 - 20:48

    EchelonV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurz um, die FU ist durch diesen Schritt freier geworden, nicht
    > verschlossener. iTunes U ist ein zusätzlicher Kanal, kein exklusiver. Aber
    > um das zu verstehen hätten die meisten hier den Artikel erstmal richtig
    > lesen und sich dann mit iTunes U auseinander setzen müssen.

    Tja, also entweder schreibst Du Unsinn, oder Golem:
    > Die Nutzung soll exklusiv mit der iTunes-Software möglich sein

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  4. Re: Wo bleibt der shit storm?

    Autor: EchelonV 13.03.13 - 20:54

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EchelonV schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kurz um, die FU ist durch diesen Schritt freier geworden, nicht
    > > verschlossener. iTunes U ist ein zusätzlicher Kanal, kein exklusiver.
    > Aber
    > > um das zu verstehen hätten die meisten hier den Artikel erstmal richtig
    > > lesen und sich dann mit iTunes U auseinander setzen müssen.
    >
    > Tja, also entweder schreibst Du Unsinn, oder Golem:
    > > Die Nutzung soll exklusiv mit der iTunes-Software möglich sein
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Weder noch.

    "Die Freie Universität Berlin will ihren Lehrenden ermöglichen, sich in Ergänzung zu den universitätsinternen Systemen mit eigenen Lehrveranstaltungen einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren"

    QED?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.13 20:55 durch EchelonV.

  5. Re: Wo bleibt der shit storm?

    Autor: gorsch 13.03.13 - 23:04

    Also das Argument "wir bezahlen das alle" zieht nicht wirklich, da du diesen Anspruch auf freie Bereitstellung auch nirgendwo sonst hast, wo du Steuern zahlst. Wenn du damit ein Problem hast, lohnt es sich nicht, diese eine Universität hervorzuheben, da muss sich etwas grundsätzliches ändern.
    Wenn du dann gleichzeitig Sponsoring als legitim erachtest, erübrigt sich das ganze doch.

    Abgesehen davon, ist es natürlich eine schwachsinnige Entscheidung. iTunes ist ein schreckliches Programm. Allerdings traue ich der Universität zu, eine nicht minder schreckliche Plattform aufzubauen ("Java Plugins! Die Studenten können doch dieses Java!") - wenn sie es denn überhaupt täte (Was wohl nicht der Fall wäre). Eine existierende "freie" Plattform für derartige Inhalte scheint es ja auch nicht zu geben.

    Meinetwegen soll der Shit ruhig stormen, aber Lehrinhalte über iTunes ist besser als garnichts.

  6. Was soll denn der Käse?

    Autor: Anonymer Nutzer 14.03.13 - 00:03

    Es werden keine Studiengebühren bezahlt,
    Universitäten sind ohnehin unterfinanziert.
    Das wird sich auch nicht wirklich ändern.

    Also was soll dieser dogmatische Käse.

    Den Studenten tut es gut, der Uni tut es gut,
    dem Steuerzahler tut es auch gut
    und Ende.

  7. Re: Was soll denn der Käse?

    Autor: debattierer 14.03.13 - 00:10

    Wozu iTunes? Jede Uni hat doch schon ne Webplattform..da kann sich jeder runterladen was verfügbar ist...wozu braucht man da noch ne externe Software?

  8. Platform

    Autor: Anonymer Nutzer 14.03.13 - 01:55

    eigene Plattformen verursachen Aufwand, erfordern Personal, erzeugen Kosten, usw. ....

    So wird halt eine schon vorhandene Plattform genutzt, die weltweit verbreitet ist
    und mit der sich schon viele Menschen auskennen.

    Hat alles seine Vor- und Nachteile.

    Ich denke, verfügbares Geld kann besser in Forschung etc investiert werden als darin eine eigene Plattform zu basteln und am Leben zu erhalten.

    Wo bringt das Geld einen höheren Nutzen?

  9. Re: Platform

    Autor: couchpotato 14.03.13 - 03:22

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > eigene Plattformen verursachen Aufwand, erfordern Personal, erzeugen
    > Kosten, usw. ....
    >
    > So wird halt eine schon vorhandene Plattform genutzt, die weltweit
    > verbreitet ist
    > und mit der sich schon viele Menschen auskennen.
    >
    > Hat alles seine Vor- und Nachteile.
    >
    > Ich denke, verfügbares Geld kann besser in Forschung etc investiert werden
    > als darin eine eigene Plattform zu basteln und am Leben zu erhalten.
    >
    > Wo bringt das Geld einen höheren Nutzen?


    Dann können wir ja gleich die Firmen wie Apple damit beauftragen Unis zu bauen.
    Als nächstes lassen wir Wirtschaftsunternehmen die Lehrinhalte bestimmen. Damit auch ja die richtigen Inhalte glerht werden.

    Merkst du noch was?

    Es geht hier um einen absolut inakzeptablem Einfluss einer gewinnorientierten Firma auf Bildungseinrichtungen.
    Es gibt nicht ansatzweise einee legimität sich das auf diese Weise zu erkaufen.

    Und sollte es durchkommen wird die Uni hoffentloch verklagt.
    Möglichst so hoch, das nie wieder eine Uni auf die Idee kommt ihren Arsch für Geld hin zu halten und die grundlegendsten Prinzipien der freien Bildung aufzugeben.
    Zum Kotzen

  10. Re: Platform

    Autor: gorsch 14.03.13 - 09:01

    >Dann können wir ja gleich die Firmen wie Apple damit beauftragen Unis zu bauen.
    >Als nächstes lassen wir Wirtschaftsunternehmen die Lehrinhalte bestimmen. Damit auch ja die richtigen Inhalte glerht werden.
    Wenn du das ganze derart ins Absurde reitest, disqualifizierst du dich gleich vom Diskurs. Das ist in etwa so ähnlich, wie wenn ein US-Republikaner das kommunistische Kulturdiktat ausruft, sobald eine Privatuni staatliche Gelder annimmt.

    >Es geht hier um einen absolut inakzeptablem Einfluss einer gewinnorientierten Firma auf Bildungseinrichtungen.
    Das kannst du bei praktisch jeder Kooperation mit der Privatwirtschaft behaupten.

    >Möglichst so hoch, das nie wieder eine Uni auf die Idee kommt ihren Arsch für Geld hin zu halten und die grundlegendsten Prinzipien der freien Bildung aufzugeben.
    Zum Kotzen
    Ich bezweifle, dass hier Geld im Spiel ist. Den Verantwortlichen ist einfach nicht klar, dass es Menschen gibt, die iTunes (richtigerweise) nicht für eine freie Plattform halten. Das muss man denen langsam und ruhig erklären und nicht gleich mit der Moralkeule drauflos dreschen.

  11. Re: Wo bleibt der shit storm?

    Autor: redmord 14.03.13 - 09:15

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/StatischeSeiten/Breg/bundespresseamt-verfassungsrechtliche-grundlagen.html

  12. Re: Platform

    Autor: Cyb3rfr3ak 14.03.13 - 09:30

    Du hast einen paranoiden Schaden oder einfach keine Ahnung von iTunes U.

    Es spricht rein garnichts dagegen, iTunesU ZUSÄTZLICH zu verwenden.
    "Die Freie Universität Berlin will ihren Lehrenden ermöglichen, sich in Ergänzung zu den universitätsinternen Systemen mit eigenen Lehrveranstaltungen einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren"
    Apple hätte höchstens einen Einfluss auf die Inhalte, wenn du dort etwa versuchst irgendwelche Pornos hochzuladen - WAS BEI YOUTUBE NICHT ANDERS WÄRE.

    Ich verstehe das so, dass alle Studenten an dieser Uni weiterhin über ihre internen Netzwerke, ihren Lernstoff/Vorlesungsskripte/Videos/etc. beziehen können und für den Rest der Welt - etwa die langweiligen Studenten die Abends nichts zu tun haben und vielleicht Lust haben mal in iTunes U rumzustöbern - gibt es vielleicht das eine oder andere interessante Video, wo sie vorher zB nicht rangekommen wären (weil INTERNE Netzwerke) oder das sie erst garnicht gefunden hätten.. wer bitte schön schaut sich auf einzelnen Homepages einer Uni nach interessanten Lehrinhalten um?
    Und genau darum geht es. Es soll eine breitere Masse erreicht werden. iTunes U hat enorm viele Nutzer, ist sehr kompfortabel und benutzerfreundlich, wie es auf der anderen Seite (des Uploaders) ausschaut kann ich mangels Erfahrung nicht beurteilen.

    Wenn DU vorher nie iTunes U benutzt hast, kann es dir doch egal sein. Du bekommst nicht mehr UND nicht weniger. Also lasse denen, die es halt benutzen - und das sind eine ganze Menge - ihre Freude dran.

    Uni verklagen.. dass ich nicht lache..
    Verklagen dafür, dass die Uni anfängt ihre Lehrinhalte nicht nur für ihre Studenten sondern auch für die, die nicht an ihrer Uni studieren, bereitzustellen - und dich das nervt weil du mimimimimi KÖNNTEST es ja nicht beziehen weil du mimimimimi^2 möchtest diese oder jene Software nicht benutzen. Du hättest dich zwar vorher auch nicht für die Lehrinhalte interessiert aber mimimimimi^3 möchtest mit deinem Halbwissen unbedingt herumschwätzen.
    Bist wahrscheinlich ausgerastet vor Wut, als nacheinander das MIT, die Stanford University, Cambridge University oder das LMU auch Inhalte iTunes U zur Verfügung gestellt haben, hm?

  13. Re: Platform

    Autor: wmayer 14.03.13 - 09:40

    Ich brauch iTunes und damit wohl auch ein Konto bei denen. Das widerspricht dem freien Zugang. Überhaupt erst eine Software installieren zu müssen um ein Video zu schauen ...

    Zwar kann auch auf andere Plattformen veröffentlicht werden es ist aber doch schon unschön, wenn es dort nur Teilbereiche gibt. Insbesondere da die Universitätsführung dazu aufruft NUR auf iTunes zu veröffentlichten.

    Warum muss auch wieder jeder seinen eigenen Kram machen? Eine bundesweite Plattform für alle Universitäten, die auch dem Prof ein einfaches Tool für die Bearbeitung und den Upload bereitstellt kann wirklich kaum so schwer sein.
    Dadurch würde ich mir erhoffen es gäbe einen infachen Zugang für jeden ohne Kontobindung, Anmeldung und Zwang zu einer bestimmten Software.
    Zudem gäb es wirklich alle Informationen an einem Ort.

    Ein Spiegeln der Inhalte mit ähnlichen wissenschaftlichen Plattformen kann dann ja immer noch geschehen.

  14. Re: Platform

    Autor: gorsch 14.03.13 - 10:12

    >Ich brauch iTunes und damit wohl auch ein Konto bei denen. Das widerspricht dem freien Zugang.
    Ein Konto brauchst du afaik nicht. Außerdem hostet iTunes eigentlich generell keine Daten, die verlinken sie nur im FrontEnd. Insofern müssten die Daten auch anderweitig (z.b. per HTTP-Direktlink) erreichbar sein.
    >Überhaupt erst eine Software installieren zu müssen um ein Video zu schauen ...
    >Warum muss auch wieder jeder seinen eigenen Kram machen? Eine bundesweite Plattform für alle Universitäten, die auch dem Prof ein einfaches Tool für die Bearbeitung und den Upload bereitstellt kann wirklich kaum so schwer sein.
    Na dass ich nicht lache. Wenn die das selber machen würden, würdest du wahrscheinlich ein ActiveX-Plugin mit Internet Explorer 6 benötigen...

    Wie immer: Vermute nicht böse Absicht, wo Inkompetenz ausreichend wäre.

  15. Re: Platform

    Autor: Cyb3rfr3ak 14.03.13 - 10:30

    wmayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum muss auch wieder jeder seinen eigenen Kram machen? Eine bundesweite
    > Plattform für alle Universitäten, die auch dem Prof ein einfaches Tool für
    > die Bearbeitung und den Upload bereitstellt kann wirklich kaum so schwer
    > sein.
    > Dadurch würde ich mir erhoffen es gäbe einen infachen Zugang für jeden ohne
    > Kontobindung, Anmeldung und Zwang zu einer bestimmten Software.
    > Zudem gäb es wirklich alle Informationen an einem Ort.

    Und bevor sich nicht irgendjemand hinsetzt und dies auf die Beine stellt, kommt iTunes U (Coursera muss ich mir mal genauer anschauen; sieht sehr interessant und auch sehr benutzerfreundlich aus bis jetzt) deiner Beschreibung am nächsten, bis auf den Teil mit der Software. Und was die Anmeldung angeht, die muss nicht sein, es sei denn man will bestimmte Kurse abonnieren, Bewertungen/Rezensionen schreiben etc.

  16. Re: Platform

    Autor: Anonymer Nutzer 14.03.13 - 13:20

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cicero schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > eigene Plattformen verursachen Aufwand, erfordern Personal, erzeugen
    > > Kosten, usw. ....
    > >
    > > So wird halt eine schon vorhandene Plattform genutzt, die weltweit
    > > verbreitet ist
    > > und mit der sich schon viele Menschen auskennen.
    > >
    > > Hat alles seine Vor- und Nachteile.
    > >
    > > Ich denke, verfügbares Geld kann besser in Forschung etc investiert
    > werden
    > > als darin eine eigene Plattform zu basteln und am Leben zu erhalten.
    > >
    > > Wo bringt das Geld einen höheren Nutzen?
    >
    > Dann können wir ja gleich die Firmen wie Apple damit beauftragen Unis zu
    > bauen.
    > Als nächstes lassen wir Wirtschaftsunternehmen die Lehrinhalte bestimmen.
    > Damit auch ja die richtigen Inhalte gelehrt werden.
    >
    > Merkst du noch was?
    >
    > Es geht hier um einen absolut inakzeptablem Einfluss einer
    > gewinnorientierten Firma auf Bildungseinrichtungen.
    > Es gibt nicht ansatzweise einee legimität sich das auf diese Weise zu
    > erkaufen.

    Tja, das hast Du wohl Recht.

    Apple gewinnt dadurch an Image, Prestige und Geschäftsmöglichkeiten.

    Wenn die Leute dann schon mal iTunes verwenden,
    dann ist der Weg zu einem MacBook Air auch nicht mehr so weit
    (ein iPad wäre für iTunes nicht geeignet ... zu wenig Speicher).

    Andererseits ist es halt so,
    dass andere Unternehmen und Institutionen im Bildungsbereich auch präsent sind. Und es ist auch so,
    dass Bildung und Universiäten von jeher ein spezielles Anliegen von dem verblichenen Steve Jobs war. Zu einem Zeitpunkt, zu dem Apple noch sehr sehr weit von jeglichem Hype entfernt war.

    Steve Jobs hatte so seine ganz eigenen Ansichten im Punkto Bildung
    - diese Ansichten/Einsichten wären für die Dich vielleicht auch ganz interessant wären.
    Wer weiß??
    Es ist nicht alles schwarz und/oder weiß, vieles bewegt sich dazwischen.

    Apple hat - aus welchen Gründen auch immer -
    vor langer langer Zeit etwas getan,
    was man im Allgemeinen von Unternehmen erwartet:
    Sie haben in einen bestimmten Bereich investiert.
    Und nun tragen sie die Früchte.

    Ich finde iTunes U recht symphatisch:
    iTunes U eröffnet weltweit ungehindert Zugang zu Bildung.
    Es existiert eine globale Infrastruktur, jeder hat drauf Zugriff, kostenlos.
    Eine Art gemeinsamer Nenner, eine Plattform die jeder nutzen kann.

    iTunes U hat sich als eine Art Quasi-Standard etabliert.
    Es funktioniert. - Und, wie gesagt, es ist kostenlos.
    Für die Uni, für den User.
    Unsere Bildungsbürokratie hätte so was niemals hingekriegt - niemals.
    Und auf globaler Basis schon gar nicht.

    Apple profitiert letztlich auch von iTunes:
    üblicherweise spricht man hier von einer win-win Situation.

    >
    > Und sollte es durchkommen wird die Uni hoffentlich verklagt.

    Ach was, wieso denn das.

    Die Uni macht doch im Prinzip etwas Gutes.
    Die Uni stellt Bildungsinhalte zur Verfügung,
    und das nicht nur ihren Studenten, sondern der ganzen Welt.
    Ist doch gut.
    Und über iTunes U können diese Inhalte auch gefunden werden.
    So 'ne Art Google für Bildungsinhalte.

    Statt zu klagen:
    Konkurrenz ist das, was das Geschäft belebt.
    Konkurrenz heißt:
    Eine bessere Lösung anbieten, die vom Kunden gerne angenommen wird.

    Also:
    Wie wäre es, wenn jemand einen OpenSource Client für iTunes U programmiert?
    Vielleicht oder ganz bestimmt sogar kann man da noch vieles verbessern.
    Also, auf an's Werk. Das bringt viel mehr!

    > Möglichst so hoch, das nie wieder eine Uni auf die Idee kommt ihren Arsch
    > für Geld hin zu halten

    Für Geld? Hmmm.

    Stimmt eigentlich:
    Aber ich nehme mal an,
    dass die Uni kein Geld annimmt in der Art und Weise wie Du das implizierst.
    Ich nehme an, dass die Uni Geld spart, sprich nicht ausgibt (ausgeben will, ausgeben kann).

    > und die grundlegendsten Prinzipien der freien Bildung aufzugeben.

    Freie Bildung ist zuvorderst die Möglichkeit des Zugangs zu Bildung!!
    Und die wird durch iTunes gravierend gefördert,
    innerhalb eines technisch guten und zuverlässigen Rahmens.

    Bildung wird durch ein Tool wie iTunes definitiv gefördert.
    "Jeder" (mit Internet-Zugang)
    kann von jedem Punkt des Planetens auf Bildung zugreifen.

    Und zwar ungehindert, und auf alle Inhalte die ihm belieben.
    Das ist schon eine ziemlich große Freiheit!
    Eine Freiheit, die es so noch nie gegeben hat. Oder?

    > Zum Kotzen

    Ist doch nicht sooo schlimm.
    Ein bisschen die Perspektive wechseln,
    andere Sichtweisen mal mit einbeziehen
    und schon kann man der Situation einiges Positives abgewinnen.

    Und vielleicht kriegen einige Cracks iTunes doch mal über Wine auf Linux zum Laufen.
    Könnt ja sein, vorausgesetzt, da engagieren sich einige mit reiner Seele entsprechend.

  17. Re: Platform

    Autor: couchpotato 14.03.13 - 13:21

    Cyb3rfr3ak schrieb:
    > (unglaublich dämlicher Bullshit)

    Leute wie du sind der Grund warum sich viele erst recht aufregen.
    Klar kann man abwegen ob der Nutzen überwiegt etc. Aber letztendlich zeigen alle Beteiligten (siehe Schreiben der Uni) ein völlige Ignoranz nicht von der Hand zu weisender politischer, Gesellschaftlicher und praktischer Nachteile.


    Wenn die Gesagt hätten; wir haben hier dieses Angebote, leider gibs nen paar Nachteile etc. Wollt ihr das trotzdem?
    Dann würde das nicht so die Runde machen.

    Aber die stellen sich hin und verkaufen Atomkraft als saubere Energie.
    Und jetzt heul nicht rum wenn dir Vergleiche nicht passen.

  18. Re: Platform

    Autor: couchpotato 14.03.13 - 13:31

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]

    Im allgemeinen will ich dir hier nichtmal wiedersprechen (Wär auch zu viel Arbeit :))

    Aber: (wiederhilung vom Post oben)

    Wenn die Gesagt hätten; wir haben hier dieses Angebote, leider gibs nen paar Nachteile etc. Wollt ihr das trotzdem?
    Dann würde das nicht so die Runde machen.


    Das die Uni Apple mit rein bringt ist schlecht aus vielfachen Gründen, aber nicht für den Shitstorm verantwortlich.

    Aber die Art wie hier Kommuniziert wurde, das ganze so einfach vorgesetz zu bekommen, ist einfach ungeschickt.
    Sollen die doch Itunes U als alternative bringen, aber das Material auch weiterhin frei zugänglich auf ihrem Webserver anbieten. Nicht mit toller extra Software sondern mit der bestehenden (sprich ohne zusatzkosten)

    Aber das will ja scheinbar Apple schon wieder nicht und hier fängst wieder an absolut indiskutable zu werden: Für das Anbgebot scheint Apple alle Studenten zu Itunes zwingen zu wollen. Das ist natürlich aufgrund kommerziellem Interesses.

    Wenn dem nicht so wäre hätten sie nichts dagegen wenn alternativen bestehen würden.

    Diese Einflussnahme geht einfach gar ncht.

  19. Re: Platform

    Autor: Anonymer Nutzer 14.03.13 - 13:47

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cicero schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > [...]
    >
    > Im allgemeinen will ich dir hier nichtmal wiedersprechen (Wär auch zu viel
    > Arbeit :))
    >
    > Aber: (Wiederholung vom Post oben)
    >
    > Wenn die Gesagt hätten; wir haben hier dieses Angebote, leider gibs nen
    > paar Nachteile etc. Wollt ihr das trotzdem?
    > Dann würde das nicht so die Runde machen.
    >
    Dazu kann ich nicht sagen, habe mit der Uni nichts zu tun ...

    >
    > Das die Uni Apple mit rein bringt ist schlecht aus vielfachen Gründen, aber
    > nicht für den Shitstorm verantwortlich.

    >
    > Aber die Art wie hier Kommuniziert wurde, das ganze so einfach vorgesetz zu
    > bekommen, ist einfach ungeschickt.

    > Sollen die doch Itunes U als alternative bringen, aber das Material auch
    > weiterhin frei zugänglich auf ihrem Webserver anbieten. Nicht mit toller
    > extra Software sondern mit der bestehenden (sprich ohne zusatzkosten)

    Dazu müsste die Uni Stellung nehmen ...

    >
    > Aber das will ja scheinbar Apple schon wieder nicht und hier fängst wieder
    > an absolut indiskutable zu werden: Für das Anbgebot scheint Apple alle
    > Studenten zu Itunes zwingen zu wollen. Das ist natürlich aufgrund
    > kommerziellem Interesses.

    Jeder hat Interessen ... die Uni ... Du ... alle ...
    Letztlich wird ein Kompromiss draus.

    Klar hat Apple kommerzielles Interesse,
    sonst wären sie ja nie in die Lage gekommen gute Produkte zu bauen und erfolgreich zu sein.

    Das muss man beachten, aber das ist halt so, da werden wir wohl nie drum herumkommen.

    Nichts ist perfekt, und wenn, dann würde es unendlich lange dauern. Zu lange.

    >
    > Wenn dem nicht so wäre hätten sie nichts dagegen wenn Alternativen bestehen
    > würden.

    Na ja, wenn einer etwas gibt, dann erwartet er sich halt auch irgendeine Art der Gegenleistung. Nennt man auch Kooperation.

    >
    > Diese Einflussnahme geht einfach gar nicht.

    Tja, weiß nicht, wa ich da sagen soll ....
    Einflußnahme ist immer da. Immer.

    Wie Paul Watzlawick schon sagte:
    "Man kann nicht nicht kommunizieren."
    Ebenso verhält es sich mit Einflußnahme.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick#.E2.80.9EMan_kann_nicht_nicht_kommunizieren.21.E2.80.9C

  20. Re: Platform

    Autor: couchpotato 14.03.13 - 14:04

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Sollen die doch Itunes U als alternative bringen, aber das Material auch
    > > weiterhin frei zugänglich auf ihrem Webserver anbieten. Nicht mit toller
    > > extra Software sondern mit der bestehenden (sprich ohne zusatzkosten)
    >
    > Dazu müsste die Uni Stellung nehmen ...

    Die Uni hat dazu doch bereits Stellung bezogen. Sie haben dazu aufgefordert keine Alternativen Möglichkeiten der Materialverbreitung zu nutzen.
    Damit ist doch schon alles gesagt.

    > > Aber das will ja scheinbar Apple schon wieder nicht und hier fängst
    > wieder
    > > an absolut indiskutable zu werden: Für das Anbgebot scheint Apple alle
    > > Studenten zu Itunes zwingen zu wollen. Das ist natürlich aufgrund
    > > kommerziellem Interesses.
    >
    > Jeder hat Interessen ... die Uni ... Du ... alle ...
    > Letztlich wird ein Kompromiss draus.

    Manche sind davon relevant und manche (wie die von Apple) haben in der Rechnung nichts zu suchen. Ich wage auch zu behaupten das es Gesetze dagegen gibt.


    > > Wenn dem nicht so wäre hätten sie nichts dagegen wenn Alternativen
    > bestehen
    > > würden.
    >
    > Na ja, wenn einer etwas gibt, dann erwartet er sich halt auch irgendeine
    > Art der Gegenleistung. Nennt man auch Kooperation.

    Es gibt akzeptable Arten von gegenleistung und inakzeptable.
    Ein Zwang zur nutzung eines kommerzillen Produkts ist fraglos inakzeptable.
    Ich bin mir auch ziemlich sicher das ein Gericht es so sehen würde

    Einflussnahme gibt es auch von andere Firmen ja. Bei uns ist Cisco mit dabei und wer Netzwerktechnik belegt wird durch den Dozenten das Angebot eines Cisco Zertifikats gemacht, was man zusätzlich wählen kann. Aber wer nicht will muss niemals etwas mit Cisco zu tun haben um den Kurs zu bestehen.

    In Berlin muss man aber in Zukunft Apple Dienste nutzen, wenn man Material bekommen will (wozu man letztlich auch gezwungen ist)

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Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


    Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
    Mobilfunktarife fürs IoT
    Die Dinge ins Internet bringen

    Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
    Von Jan Raehm

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    Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
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    Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

    Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
    Ein Test von Andreas Donath

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    2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    1. Die spannendsten Games: Mondspielsüchtig
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      Die erste bemannte Mondlandung jährt sich zum 50. Mal. Aus diesem Anlass stellt Golem.de die besten Spiele mit dem Erdtrabanten vor - ernsthafte und ziemlich schräge, von Lunar Lander (1979) bis zu Apollo 11 VR HD (2018).

    2. Nobe 100: Dreirädriges Retro-Elektroauto parkt senkrecht an der Wand
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      Retro ist in: Das estnische Unternehmen Nobe hat ein dreirädriges Elektroauto entwickelt, dessen Design an die 1960er Jahre erinnert. Interessant ist zudem das modulare Konzept der Entwickler sowie die Art und Weise, wie das Auto geparkt werden soll.

    3. 50 Jahre Mondlandung: Die Krise der Raumfahrtbehörden
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      Schon die Wiederholung der Mondlandung wirkt 50 Jahre später fast utopisch. Gerade bei der Nasa findet immer weniger Raumfahrt statt. Das liegt am Geld - aber nicht daran, dass die Raumfahrt nicht genug davon hat.


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