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Und damit werden dann demnächst auch eingehende Portierungen Geld kosten

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Und damit werden dann demnächst auch eingehende Portierungen Geld kosten

    Autor: LordGurke 19.07.18 - 23:31

    Denn Portierungen machen in beiden Fällen Aufwand, egal ob man mit seiner Rufnummer zu einem Provider kommt oder von dort geht.
    Bisher wurde der Aufwand für die Vorabstimmungen, der Einrichtung und evtl. notwendiger Störungsrecherche von den meisten Providern auf die abgehenden Portierungen umgelegt.

    Hier im Forum haben Leute geschrieben, das wäre ja quasi Wertschöpfung aus dem Nichts und eine Portierung wäre doch absolut kein Aufwand.
    Wer mal wissen will, wie es im Festnetz zugeht, findet hier die offizielle Dokumentation, wie bei 90% der Festnetzprovider Portierungen stattfinden:
    https://www.aknn.de/fileadmin/uploads/oeffentlich/161112__Anbieterwechsel_Spezifikation_Vorabstimmung_2_0_0_UAK-TNB-VNB.pdf

    Eine Portierung braucht vom Auftrag bis zum Abschluss, selbst wenn viele Prozesse automatisiert ablaufen, immer noch mindestens 5 bis 10 Minuten Aufwand durch Menschen - und zwar jeweils bei beiden beteiligten Providern.
    Man stolpert aber regelmäßig über Probleme wie bspw. falsch angegebene Rufnummern, Verträge, die auf mehrere Personen laufen aber nur von einer unterschrieben wurden u.s.w., wo dann händisches Eingreifen notwendig wird.
    Wenn dann mal eine Portierung nicht so klappt wie gewollt und die Rufnummern dadurch unerreichbar werden, muss man schnell eingreifen (denn mehr als 24 Stunden Downtime ist laut BNetzA nicht erlaubt) und dann telefoniert oder mailt man durch die Gegend und muss herausfinden, wo der Fehler auftritt.
    Schlechtestenfalls werden da 2-3 Stunden Aufwand oder sogar mehr an einem Portierungsauftrag "verbrannt", die bisher einfach pauschal auf alle Aufträge umgelegt wurde.

    Bisher bieten die meisten Anbieter eine Rufnummernmitnahme zu ihnen kostenfrei an oder geben sogar Gutschriften dafür. Der Aufwand für die Portierungen wird aber irgendwo im Preis untergebracht - entweder in der Grundgebühr oder in Form der Portierungsgebühr bei der ausgehenden Portierung zu einem neuen Anbieter.

    Da der Aufwand dadurch nicht absehbar weniger wird, werden einige Anbieter vermutlich jetzt auch bei eingehenden Portierungen eine Gebühr dafür nehmen.
    Denn wie gesagt: Eine Portierung macht - egal in welche Richtung - in etwa die gleiche Arbeit, bisher wurde aber nur auf einer Seite dafür bezahlt.


    NACHTRAG:
    Die Leute, die sich wirklich dafür interessieren, aber jetzt an den Abkürzungen in dem verlinkten AKNN-Dokument zerschellen, finden im Zentralglossar eine vollständige Liste von Abkürzungen und ihren Bedeutungen:
    https://www.aknn.de/fileadmin/uploads/oeffentlich/Zentralglossar_V5.0.0.pdf



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.18 23:34 durch LordGurke.

  2. Re: Und damit werden dann demnächst auch eingehende Portierungen Geld kosten

    Autor: Salzbretzel 20.07.18 - 09:58

    LordGurke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da der Aufwand dadurch nicht absehbar weniger wird, werden einige Anbieter
    > vermutlich jetzt auch bei eingehenden Portierungen eine Gebühr dafür
    > nehmen.
    Und damit Kunden verlieren. DSL ist jetzt nicht das Ding in Deutschland und man kann sich dann den Anbieter aussuchen wo diese Gebühr nicht vorkommt.
    Will meinen: Ich stell mir das recht unwahrscheinlich vor.

    Am Ende wollen die Anbieter Geld mit den Kunden verdienen. Da wird der Betrag versteckt auf den Tarif gelegt und alle fühlen sich besser.
    Für den Ex Anbieter ist das natürlich anders. Er hat Arbeit für einen Ex Kunden. Da versteh ich das Gebühren erhoben werden. Das diese nicht ins Uferlose gehen dürfen ist auch klar. Deswegen hat die Netzagentur ja auch gepoltert. Es ist eine Dienstleistung die nicht in Wucher enden soll.

  3. Re: Und damit werden dann demnächst auch eingehende Portierungen Geld kosten

    Autor: torrbox 21.07.18 - 18:14

    Ja und? Ich bezahle lieber je 10¤ für Ausgang und Eingang der Nummer anstatt 30¤. Natürlich ändert sich an den realen Kosten nichts, weswegen man vielleicht nicht weniger bezahlt, aber auch nicht mehr.

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