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Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

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  1. Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: dilaracem 17.11.18 - 00:39

    Das Internet ist nicht abhängig von Providern.

    Im Grunde reicht es, dass es eine Verbindung zum nächsten Computer gibt, der Internet bereitstellen kann.

    Es ist schade, dass die Hauptarbeit nun von Freiwilligen gemacht wurde und jetzt Unitymedia den Gewinn abschöpft, mit monatlichen Gebühren und Router-Mieten usw.

  2. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Vinnie 17.11.18 - 04:11

    dilaracem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Internet ist nicht abhängig von Providern.
    >
    > Im Grunde reicht es, dass es eine Verbindung zum nächsten Computer gibt,
    > der Internet bereitstellen kann.
    >
    > Es ist schade, dass die Hauptarbeit nun von Freiwilligen gemacht wurde und
    > jetzt Unitymedia den Gewinn abschöpft, mit monatlichen Gebühren und
    > Router-Mieten usw.

    Sie sind nicht vollständig informiert!

    Die backbones werden gemietet. Beispiel, bei uns hier auf der Insel mietet das Glasfaserunternehmen beim Knoten in Singapur, Hong Kong und Manilla die Anschlüsse in die Welt. Aber die Routen dann weiter, aber z.B. ab Hong Kong geht einen Teil nach Europa durch China. Damit die Unternehmen dort weiterleiten muss auch dort wieder gemietet werden. Ein Teil geht dann über Moskau, auch dort wird wieder die Durchleitung gemietet, wird aber nicht direkt abgerechnet sondern der Knoten in Hong Kong bekommt von den Chinesen wieder die Rechnung und beteiligt sich anteilig und anteilig wird's dann hier das Unternehmen wieder weitergereicht.

    Ein Teil geht über Kabel von US Unternehmen in die USA, wird auch gemietet.
    Ein Teil nach Australien wird von einem Unternehmen mit Sitz in die UK gemietet.
    usw...

    alle Firmen weltweit machen Verträge, handeln Preise aus..

    Alles wird überall gemessen und durch gerechnet.

    Wenn Sie meinen Sie brauchen nur einen Anschluss bis zum nächsten PC, als Endkunde ja, Endkunden bekommen die ganze Logistik und Abrechnung gar nicht mit!

    Nicht aber wenn Sie selber einen eigenen ISP aufbauen wollen. Da können Sie nicht zur Telekom oder direkt die Glasfaserbackbone der KPN(NL) oder andere Firmen gehen und sagen denen: Hey, ich will einen Endkundenvertrag Sau billig und Sie leiten mir einfach alles weiter OK?

    Da wird dann ganz genau gerechnet wie viel Volumen Sie innerhalb des eigenen Netzes, innerhalb Telekomnetz, oder nach außen Richtung Frankreich, NL, UK, USA, Osteuropa, Asien usw. brauchen.

    Insgesamt sind die Preise in D für Endkunden im Festnetzbereich sehr scharf!! So billig bekommen sie es weltweit nur selten. Was auch wieder ein Grund für den Ausbau ist. Wenn es sich nicht lohnt lohnt es sich nicht.

    Es wird schon häufig in D Festnetz und Mobilfunk über einen Haufen geworfen. Während Mobilfunk in D tatsächlich zu hoch eingepreist wird mit niedrigen Datenvolumen, im Festnetz wird faktisch Dumping mit den Preisen betrieben.

    Unitymedia wird da keine goldene Nase verdienen! Denn wenn das Netz verkauft wurde, gilt auch die Wartung für einige Kilometer für nur 40 Kunden können die fortan 100% übernehmen!

    Ich bezweifele ob Unitymedia da richtig dran verdient.

  3. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: senf.dazu 17.11.18 - 09:45

    Es ist schon schade das es für solche Vorleistungen keinen funktionierenden open-access Markt gibt bei dem man dann langfristig Geld durch Verpachten zurückbekommt - und einem offenbar nur das "verkaufen" an einen bestimmten Anbieter bleibt.

  4. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Sinnfrei 17.11.18 - 10:48

    Lol, selten so viel Telko-Propaganda auf einem Haufen gelesen. In Schweden bezahlt man für 10 GBit/s Glasfaseranschlüsse ans Haus umgerechnet etwa 30-50 Euro im Monat. Und Peering ist ein Fixkostenanteil für die Technik, der Traffic kostet nichts.

    __________________
    ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.18 10:50 durch Sinnfrei.

  5. +1

    Autor: bombinho 17.11.18 - 12:06

    Jupp, ziemlicher Unfug, die wirklichen Kostenpunkte sind unter den Tisch gefallen, weil sie unbequem sind, dafuer sind Kostenpunkte herausgestellt worden, die ueblicherweise gar keine sind, aufgrund bilateraler Abkommen.

  6. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Richard Wahner 17.11.18 - 15:36

    Sinnfrei schrieb:

    > In Schweden

    In Schweden subventionierte der Staat den Ausbau. Dafür wendete Schweden Steuergerlder auf. Diese Steuern bezahlte der Schwedenbürger. In Deutschland subventionierte der Staat gar nichts (inzwischen "ein bisschen"), Wenn Du denkst, dass das schwedische Modell lebensentscheidend besser ist, dann geh nach Schweden! Ich werde Dich nicht vermissen.

    Damit will ich keinesfalls sagen, dass das schwedische Modell falsch sei, im Gegenteil: Es ist richtig für Schweden. Daraus folgt aber nicht, dass das schwedische Modell für Deutschland tauge.

  7. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: bombinho 17.11.18 - 18:26

    Richard Wahner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit will ich keinesfalls sagen, dass das schwedische Modell falsch sei,
    > im Gegenteil: Es ist richtig für Schweden. Daraus folgt aber nicht, dass
    > das schwedische Modell für Deutschland tauge.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in Deutschland Foerderkredite fuer Mobilfunkanbieter kein Problem darstellen wuerden.

  8. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.11.18 - 23:40

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richard Wahner schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Damit will ich keinesfalls sagen, dass das schwedische Modell falsch
    > sei,
    > > im Gegenteil: Es ist richtig für Schweden. Daraus folgt aber nicht, dass
    > > das schwedische Modell für Deutschland tauge.
    >
    > Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in Deutschland Foerderkredite fuer
    > Mobilfunkanbieter kein Problem darstellen wuerden.
    Ein "Förderkredit" ist aber was anderes wie "hier, ich zahl dir 90%* der Kosten, musst nichts zurückzahlen".


    *Der Wert ist ein frei erfundener Wert, keine Ahnung wieviel der Staat in Schweden durchschnittlich bezuschusst.

  9. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: bombinho 18.11.18 - 07:04

    Das ist richtig, aber es ist fuer Niemanden von Vorteil, (private!) Monopole mit staatlichen oder privaten Mitteln aufzubauen, ohne dass nicht zumindestens eine Beteiligung oder ein Schuldverhaeltnis aus dem Kapitalzufluss resultiert. Ansonsten muesste jede Firma Anspruch auf verbindlichkeitsfreien Kapitalzufluss bekommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.18 07:05 durch bombinho.

  10. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: SanderK 18.11.18 - 15:15

    Sie wollten Anschluss, haben eine Vorleistung erbracht und haben jetzt. Ist doch gut! Also schneller als darauf zu Warten, dass der Weihnachtsmann kommt :-)

  11. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Richard Wahner 18.11.18 - 16:24

    bombinho schrieb:

    >> Damit will ich keinesfalls sagen, dass das schwedische Modell falsch
    >> sei, im Gegenteil: Es ist richtig für Schweden. Daraus folgt aber nicht,
    >> dass das schwedische Modell für Deutschland tauge.

    > Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in Deutschland Foerderkredite fuer
    > Mobilfunkanbieter kein Problem darstellen wuerden.

    Das geht doch am Thema vorbei: In Schweden hat der Staat nicht nur Kredite gegeben sondern den Ausbau bezuschusst. Bei uns war man der Meinung, dass Deutschland hinreichend dicht bevölkert sei, sodass die Anbieter auch ohne Subventionen - Geld, dass dann woanders fehlt - auskommen müssten. Das hat in der Fläche nicht geklappt, McPomm ist eben - abgesehen von den Nazis dort - eher wie Schweden.

    Den Anschluss haben wir verpasst, als die Anbieter in Deutschland 100 Milliarden DM für die Nutzung von Frequenzen für UMTS zahlen mussten. Das waren mehr als 1200 DM pro Einwohner ( nicht "Nutzer"). Drei Monate später gingen die Lizenzen in Österreich für weniger als 200 DM pro Einwohner weg. Natürlich konnten die Anbieter dann in Österreich deutlich weniger Geld für den Einstieg verlangen.

    Auch wenn Finanzminister Eichel (sic!) damals feuchte Hosen bekommen haben muss, hier wurden Weichen aufs Abstellgleis gestellt. Für uns wäre es gut, wenn die 5G-Lizenzen kostenlos vergeben würden, wenn die Lizenznehmer im Gegenzug weitreichende Ausbauverpflichtungen akzeptierten. (O2 als notorischer Nicht-Ausbauer kann zwar gerne auch eine Lizenz haben, aber dafür dann 16 Milliarden Euro bezahlen.)

  12. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: bombinho 18.11.18 - 21:40

    Richard Wahner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das geht doch am Thema vorbei: In Schweden hat der Staat nicht nur Kredite
    > gegeben sondern den Ausbau bezuschusst. Bei uns war man der Meinung, dass
    > Deutschland hinreichend dicht bevölkert sei, sodass die Anbieter auch ohne
    > Subventionen - Geld, dass dann woanders fehlt - auskommen müssten.

    Macht Sinn, wenn die Firmen Geld fuer das Kerngeschaeft ausgeben, dann fehlt es eben woanders. ;)

    > Das hat
    > in der Fläche nicht geklappt, McPomm ist eben - abgesehen von den Nazis
    > dort - eher wie Schweden.

    Gluecklicherweise werden die Argumente hier unterhalb besser, was aber nicht gerade ein Kunststueck ist.

    > Den Anschluss haben wir verpasst, als die Anbieter in Deutschland 100
    > Milliarden DM für die Nutzung von Frequenzen für UMTS zahlen mussten. Das
    > waren mehr als 1200 DM pro Einwohner ( nicht "Nutzer").

    Dementsprechend wurden die Ausgaben auch auf die Preise umgelegt.

    > Drei Monate später
    > gingen die Lizenzen in Österreich für weniger als 200 DM pro Einwohner weg.
    > Natürlich konnten die Anbieter dann in Österreich deutlich weniger Geld für
    > den Einstieg verlangen.

    Das ist korrekt, dafuer konnten die Anbieter dort aber nicht argumentieren, dass 1200DM auf jeden Anschlussinhaber umgelegt werden muessen.

    > Auch wenn Finanzminister Eichel (sic!) damals feuchte Hosen bekommen haben
    > muss, hier wurden Weichen aufs Abstellgleis gestellt. Für uns wäre es gut,
    > wenn die 5G-Lizenzen kostenlos vergeben würden, wenn die Lizenznehmer im
    > Gegenzug weitreichende Ausbauverpflichtungen akzeptierten.

    Offensichtlich haetten die Anbieter dieses mal die Chance, nicht so gierig nach Frequenzen zu schnappen. Dann muessten sie auch weniger bezahlen, koennten dafuer im Gegenzug aber nicht mehr die Preise justifizieren. Dass sie deswegen dann ploetzlich in einen Investitionsrausch verfallen, ist eher unwahrscheinlich, da man sich an das bequeme Geldverdienen mit mninimaler Leistungserbringung schon sehr gewoehnt hat.

    > (O2 als
    > notorischer Nicht-Ausbauer kann zwar gerne auch eine Lizenz haben, aber
    > dafür dann 16 Milliarden Euro bezahlen.)

    Das beste Argument fuer den Schluss aufgehoben ;).

  13. Re: Und jetzt schöpft Unitymedia den Gewinn ab und lacht sich ins Fäustchen?

    Autor: Gormenghast 21.11.18 - 10:48

    Was soll der Blödsinn?
    Die 100 Mrd. DM wurden über viele Jahre hinweg abgeschrieben und dürften die tatsächlichen Asugaben erheblich reduziert haben.
    Es handelte sich um die initiale Offerte zur oligopolen Aufteilung Deutschlands mit 80 Mio. Kunden und garantierten Einnahmen für 20 Jahre bei einem zu erwartenden jährlichen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich.
    Für die Auktion im Jahre 2000 bewarben sich 11 Teilnehmer bei 6 Lizenzen.
    4 Teilnehmer sprangen ab, 2 der restlichen 7 fusionierten später.
    Die hohen Lizenzkosten zwangen 2 weitere Bieter zur Aufgabe, sodass der riesige Markt unter 4 Teilnehmern aufgeteilt werden konnte - ein absoluter Gewinn für die Gewinner.

    Nachdem der Kuchen also aufgeteilt war, konnte man die Auktion 2010 locker über die Bühne bringen. Mit 4,4 Mrd ¤ fiel das Ergebnis entsprechend mickrig aus - immerhin hat man erneut eine Einnahmegarantie für 2 Jahrzehnte erhalten und das für eine lumpige Milliarde (setz das bitte in Relation zum Deutschlandumsatz dieser Konzerne).

    Auch bei der 5G-Versteigerung wird man nur Minieinnahmen verzeichnen können, da mit E+ ein weiterer Konkurrent verschluckt wurde und das Bieterfeld und seine strategischen Ziele somit von vorneherein klar definiert ist.

    Also zurück in die Telco-Lobby-Truppe und mit ein paar undurchsichtigeren Manövern zurückkommen. Immerhin bekomme ich die Steine auch nicht geschenkt, wenn ich ein Wohnhaus bauen will.

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