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Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

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  1. Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: DerDy 30.03.17 - 20:10

    Als erstes finde ich es toll, dass bei Golem Glasfaser nicht mit FTTH "übersetzt" wird, sondern mit dem was es ist: FTTB. In den letzten Jahren war immer häufiger FTTH als Synonym für Glasfaser zu lesen, was so nicht (immer) korrekt ist.

    Und soweit man es aus der Presse entnehmen kann, hat es beim Breitbandausbau in Ascheberg großes hin und her gegeben.

    Zuerst wollte die BBV Münsterland ein Glasfaser dort aufbauen, hat es aber nicht hinbekommen:
    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Ascheberg/2585969-Deutsche-Glasfaser-Zweiter-Glasfaser-Interessent

    Dann hat sich im Oktober 2016 die Deutsche Glasfaser plötzlich per Pressemitteilung gemeldet, dass sie dort ihr Glasfasermonopol aufbauen will:
    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Ascheberg/2585969-Deutsche-Glasfaser-Zweiter-Glasfaser-Interessent

    Dann hat es ein Unternehmen gegeben, dass auch Interesse an einem Glasfaserausbau hat, aber öffentlich nicht genannt werden will. Im Dezember 2016 hat sich dann auch die Telekom gemeldet und bekannt gegeben Vectoring auszubauen. Es wurde aber gemunkelt, dass die Telekom vielleicht eine Umfrage starten wollte, ob FTTC (Vectoring) oder FTTH verlegt werden soll:
    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Ascheberg/2626674-Fiber-to-the-Curb-Telekom-macht-die-Netze-schneller

    Die Deutsche Glasfaser bestand darauf, dass die Gemeinde einen Kooperationsvertrag mit ihr unterschreibt und nur dann würde die Deutsche Glasfaser ausbauen. Doch die Gemeinde lehnte ab, weil ein solcher Vertrag die Gemeinde zu sehr benachteiligen würde (u.a. weil das Gewerbegebiet nicht an das Glasfasernetz angeschlossen werden sollte):
    http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/herbern/Glasfaser-Vertraege-gekuendigt-Helinet-zieht-sich-komplett-aus-Ascheberg-zurueck;art1766,3245711

    Das hat die Gemeinde sehr verärgert, hat sie von diesem Rückzieher erstmal nur durch die Presse erfahren und nicht offiziell direkt durch die Deutsche Glasfaser:
    http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/herbern/Vertraege-in-Ascheberg-gekuendigt-Risthaus-kritisiert-Deutsche-Glasfaser-fuer-Rueckzug;art1766,3246858

    Nun haben Telekom und die Unitymedia gemeinsam ein Unternehmen gefunden und beauftragt, die entsprechenden Leerrohre für das Glasfaserkabel zu verlegen:
    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Ascheberg/2754853-Unitymedia-startet-Ausbau-140-Kilometer-Glasfaser-kommen

    Hätte die Gemeinde den Vertrag der Deutschen Glasfaser unterschrieben, hätten die Bürger entweder nur DSL oder den Glasfaseranschluss der DG erhalten.
    Doch da sich die DG zurückgezogen hat, haben die Bewohner viel mehr Möglichkeiten. Entweder über die Telefonleitung einen (fast) beliebigen Provider auswählen oder über die Glasfaser die Unitymedia zu nehmen. Wenn man also mit dem Provider nicht zufrieden ist, kann jeder bequem wechseln ohne große Einschränkungen zu haben.

    Damit hat sich die Gemeinde Ascheberg für die richtige Lösung entschieden. Und das Gewerbegebiet bekommt auch Glasfaser.

  2. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: Yeeeeeeeeha 30.03.17 - 23:29

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als erstes finde ich es toll, dass bei Golem Glasfaser nicht mit FTTH
    > "übersetzt" wird, sondern mit dem was es ist: FTTB. In den letzten Jahren
    > war immer häufiger FTTH als Synonym für Glasfaser zu lesen, was so nicht
    > (immer) korrekt ist.

    Das macht Golem schon auch. ;) Siehe [www.golem.de]


    > Und soweit man es aus der Presse entnehmen kann, hat es beim
    > Breitbandausbau in Ascheberg großes hin und her gegeben.
    >
    > usw.

    Danke! Da ist so ziemlich genau das, was Golem in den Artikel hätte schreiben müssen (auch "Inhalt" genannt), anstatt einfach die Werbe-Pressemitteilung von Unitymedia abzuschreiben.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  3. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: treefiddy 31.03.17 - 09:31

    Interessanter Artikel und danke für die Links. Wieso baut denn die Telekom mit unitymedia glasfaser aus? Nutzt die Telekom die für vectoring? Geht das Kabel von unitymedia nur in den Keller?

  4. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: RipClaw 31.03.17 - 10:45

    treefiddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessanter Artikel und danke für die Links. Wieso baut denn die Telekom
    > mit unitymedia glasfaser aus? Nutzt die Telekom die für vectoring? Geht das
    > Kabel von unitymedia nur in den Keller?

    Nö das ist einfach nur ein doppelter Ausbau. Die Telekom zieht selbst Glasfaser in ihre Verteilerkästen und macht damit Vectoring und Unitymedia will offenbar lt. Pressemitteilung das Glasfaserkabel in die Keller ziehen und damit FTTB machen.
    Das sind zwei getrennte Netze die sich aber die Leerrohre teilen um sich doppeltes Buddeln zu ersparen. Gut für den Kunden der dann die Wahl hat.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.17 10:49 durch RipClaw.

  5. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: treefiddy 31.03.17 - 10:48

    RipClaw schrieb:
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    > treefiddy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Interessanter Artikel und danke für die Links. Wieso baut denn die
    > Telekom
    > > mit unitymedia glasfaser aus? Nutzt die Telekom die für vectoring? Geht
    > das
    > > Kabel von unitymedia nur in den Keller?
    >
    > Nö das ist einfach nur ein doppelter Ausbau. Die Telekom zieht selbst
    > Glasfaser in ihre Verteilerkästen und macht damit Vectoring und Unitymedia
    > will offenbar lt. Pressemitteilung das Glasfaserkabel in die Keller ziehen
    > und damit FTTB machen.
    > Das sind zwei getrennte Netze. Im Höchstfall mietete Unitymedia Leerrohre
    > von der Telekom um sich etwas Buddeln zu ersparen.
    >
    > Gut für den Kunden der dann die Wahl hat aber natürlich werden sich die
    > Anbieter gegenseitig vollheulen wegen "Überbau" vorhandener
    > Glasfaserinfrastruktur.

    In einem Zeitungsartikel klang das wie ein Kooperationsausbau von UM und DTAG. Trotzdem interessant. Mit FTTB hat Unitymedia dann einen Vorteil gegenüber der Telekeom: Docsis 3.1 Asubau in der Zukunft.

    Danke für die INfo. Dort würde ich gerne wohnen...

  6. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: RipClaw 31.03.17 - 11:00

    treefiddy schrieb:
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    > RipClaw schrieb:
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    > > treefiddy schrieb:
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    > > > Interessanter Artikel und danke für die Links. Wieso baut denn die
    > > Telekom
    > > > mit unitymedia glasfaser aus? Nutzt die Telekom die für vectoring?
    > Geht
    > > das
    > > > Kabel von unitymedia nur in den Keller?
    > >
    > > Nö das ist einfach nur ein doppelter Ausbau. Die Telekom zieht selbst
    > > Glasfaser in ihre Verteilerkästen und macht damit Vectoring und
    > Unitymedia
    > > will offenbar lt. Pressemitteilung das Glasfaserkabel in die Keller
    > ziehen
    > > und damit FTTB machen.
    > > Das sind zwei getrennte Netze. Im Höchstfall mietete Unitymedia
    > Leerrohre
    > > von der Telekom um sich etwas Buddeln zu ersparen.
    > >
    > > Gut für den Kunden der dann die Wahl hat aber natürlich werden sich die
    > > Anbieter gegenseitig vollheulen wegen "Überbau" vorhandener
    > > Glasfaserinfrastruktur.
    >
    > In einem Zeitungsartikel klang das wie ein Kooperationsausbau von UM und
    > DTAG. Trotzdem interessant. Mit FTTB hat Unitymedia dann einen Vorteil
    > gegenüber der Telekeom: Docsis 3.1 Asubau in der Zukunft.
    >
    > Danke für die INfo. Dort würde ich gerne wohnen...

    Eine Begrenzte Kooperation. In die Leerrohre die man verlegt kann man mehrere Glasfaserkabel einziehen. Ich glaube das Maximum sind 7 Stück wobei jedes Glasfaserkabel auch so um die 30 Fasern enthält. Da kommt also einiges bei rum.

    So spart man sich doppeltes Buddeln auf einigen Strecken. Allerdings muss Unitymedia trotzdem nochmal aufbuddeln da sie komplett bis in die Gebäude müssen.

    Der Vorteil den Unitymedia hat ist das das FTTB später dann in FTTH umgewandelt werden kann wenn die Hauseigentümer mal renovieren. Bei Einfamillienhäusern macht man normalerweise direkt FTTH da sich ein Mini DSLAM im Keller nicht lohnt.

    Die Telekom hingegen bleibt spätestens bei Super Vectoring hängen da keine Technik in Aussicht ist die über die gleiche Strecke Kupfer nochmal eine höhere Geschwindigkeit versprechen würde. Sie müssen dann selber wieder buddeln um sowas wie z.B. g.Fast nutzen zu können aber da müssen sie dann nochmal etwas näher an die Kunden ran.

  7. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: Yeeeeeeeeha 31.03.17 - 11:01

    treefiddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In einem Zeitungsartikel klang das wie ein Kooperationsausbau von UM und
    > DTAG. Trotzdem interessant. Mit FTTB hat Unitymedia dann einen Vorteil
    > gegenüber der Telekeom: Docsis 3.1 Asubau in der Zukunft.

    ...was im Praxis-Impact zumindest in Sachen Upstream an der Tarifstruktur von Unitymedie scheitern wird. :-/ Was gibts jetzt bei 400 down? Ganze 20 up, oder? (Ok, immerhin mehr als bei meinem lokalen Kabelmonopolisten Cablesurf *lol*)

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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  8. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: RipClaw 31.03.17 - 11:12

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treefiddy schrieb:
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    > > In einem Zeitungsartikel klang das wie ein Kooperationsausbau von UM und
    > > DTAG. Trotzdem interessant. Mit FTTB hat Unitymedia dann einen Vorteil
    > > gegenüber der Telekeom: Docsis 3.1 Asubau in der Zukunft.
    >
    > ...was im Praxis-Impact zumindest in Sachen Upstream an der Tarifstruktur
    > von Unitymedie scheitern wird. :-/ Was gibts jetzt bei 400 down? Ganze 20
    > up, oder? (Ok, immerhin mehr als bei meinem lokalen Kabelmonopolisten
    > Cablesurf *lol*)

    DOCSIS 3.1 erlaubt sogar Symetrische 1 Gbit/s Verbindungen. Die haben gegenüber DOCSIS 3.0 ordentlich an der Upstream Schraube gedreht.

    Die entsprechenden Tarife müssen sie aber noch auswürfeln aber ich gehe mal davon aus das sie die Vectoring Geschwindigkeiten übertreffen werden. Die liegen ja aktuell mit Vectoring bei 100/40 bzw. mit Super Vectoring dürften es dann sowas 250/50 werden.

  9. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: Yeeeeeeeeha 31.03.17 - 12:49

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die entsprechenden Tarife müssen sie aber noch auswürfeln aber ich gehe mal
    > davon aus das sie die Vectoring Geschwindigkeiten übertreffen werden. Die
    > liegen ja aktuell mit Vectoring bei 100/40 bzw. mit Super Vectoring dürften
    > es dann sowas 250/50 werden.

    Dein Wort in Gottes Ohr. Ich habe gerade nachgesehen und es sind bei Unitymedia sogar nur 10 up bei 400 down, also NOCH schlechter als beim von mir erwähnten Cablesurf (immerhin bei einem weniger lächerlichen Preis). Allzu viel würde ich mir da also nicht erwarten.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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  10. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: treefiddy 31.03.17 - 15:07

    In Praxis sind es 20mbit Upload. Siehe unitymediaforum.de. Keine Ahnung wie lange noch.

  11. Re: Gegen Deutsche Glasfaser entschieden und jetzt gibt es Wettberwerb

    Autor: Faksimile 01.04.17 - 21:06

    Hast Du schon einmal von DIN EN50173 und speziell dem Teil 4 gehört oder gelesen? Die Anwendung findet in EFH eine immer größere Verbreitung. Da wird wohl kaum FTTH bis in die Wohnräume zur Anwendung kommen.

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