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Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

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  1. Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: M.P. 17.12.18 - 17:42

    Wichtig ist, dass die Kunden nicht mehr an so schmalbrüstigen DSL-Anschlüssen hängen, dass sie einen Glasfaser-Ausbau herbeisehnen.
    Wenn sie erstmal mit Vectoring VDSL versorgt sind, sind sie sicherlich die nächste Zeit zufrieden. Im Umkehrschluss ist das Gebiet für Glasfaserprojekte "verbrannt"...

    Gegen diese Hypothese spricht aber zugegebenermaßen, dass bei diesen hohen Zahlen eine erkleckliche Anzahl von Haushalten ist, die vorher vielleicht schon VDSL 50 hatten ...
    Könnte das in diesem Falle eine Attacke gegen die Komplett-Mieter von Teilnehmerleitungen sein?
    Nach dem Vectoring-Ausbau müssten die ja auf Bitstream umschwenken, was auch im Sinne der Telekom sein dürfte ...

    Eine dritte Stoßrichtung ist die der Argumentation gegenüber Internet-affinen Politikern. Die schön hohen Zahlen beruhigen da die Aufregung über das gefühlt langsame Ausbautempo in Deutschland womöglich ...

  2. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: spezi 17.12.18 - 18:35

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wichtig ist, dass die Kunden nicht mehr an so schmalbrüstigen
    > DSL-Anschlüssen hängen, dass sie einen Glasfaser-Ausbau herbeisehnen.
    > Wenn sie erstmal mit Vectoring VDSL versorgt sind, sind sie sicherlich die
    > nächste Zeit zufrieden.

    Vor allem ist die Nachfrage auch nicht so geheimnisvoll. Ende Q2 2018 konnte die Telekom laut Quartalsbericht 32 Mio HH mit "glasfaserbasierten Anschlüssen" versorgen (also "homes passed"). Tatsächlich gebucht hatten so einen Anschluss 11 Mio Haushalte (beinhaltet sowohl Anschlüsse direkt bei der Telekom, als auch bei Resellern wie 1&1). Macht also eine TakeUp-Rate von 34%.

    Das beinhaltet natürlich auch die 800.000-1 Mio HH, die FTTH buchen können (was immer auch zu dem Zeitpunkt die exakte Zahl ist). Allerdings fallen die statistisch noch nicht so in Gewicht, aufgrund der relativ geringen Zahl. Auch die VDSL-TakeUp-Rate dürfte als ungefähr bei 1/3 liegen. Ob bestimmte Gebiete jetzt signifikant über oder unter dem Schnitt liegen, dürfte weniger mit Vectoring zusammenhängen, sondern damit, welche Alternativen es gibt (z.B. Kabelanschluss). (Super)Vectoring selbst dürfte unter ansonsten gleichen Bedingungen die Nachfrage eher nochmal etwas erhöhen, da höhere Geschwindigkeiten möglich sind. Das spielt natürlich im Wesentlichen dann eine Rolle, wenn es Alternativen gibt.

    >
    > Gegen diese Hypothese spricht aber zugegebenermaßen, dass bei diesen hohen
    > Zahlen eine erkleckliche Anzahl von Haushalten ist, die vorher vielleicht
    > schon VDSL 50 hatten ...

    Man kann die Aktivitäten der Telekom letztlich in drei Kategorien unterteilen:
    (A) Aufrüstung von FTTC Bestandsgebieten (VDSL --> VDSL Vectoring --> VDSL Supervectoring)
    (B) FTTC-Neuausbau ausserhalb der Nahbereich (also vorher über Telekom-Netz nur ADSL verfügbar)
    (C) FTTC-Neuausbau + Vectoring-Aufrüstung in Nahbereichen

    Für die drei Kategorien macht die Telekom üblicherweise von Zeit zu Zeit separate Pressemitteilungen.

    Für Kategorie (A) gab es eine vorletzte Woche:
    https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/mehr-tempo-an-zweieinhalb-millionen-anschluessen-553984

    Die von heute ist für Kategorie (B):
    https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/weitere-haushalte-ab-heute-mit-bis-zu-100-mbits-im-netz-556970

    Und für den Nahbereichsausbau gab es dieses Jahr typischerweise für jedes Quartal eine Pressemitteilung im Monat nach Quartalsende, also im April, Juli und Oktober. Falls die Telekom sich da treu bleibt wird es also im Januar wieder etwas zum Nahbereichsausbau in Q4 2018 geben.

    > Könnte das in diesem Falle eine Attacke gegen die Komplett-Mieter von
    > Teilnehmerleitungen sein?

    Die Einführung von Vectoring betrifft nur Komplett-Mieter von TAL in Nahbereichen. Ausserhalb der Nahbereiche kann man mittels TAL-Miete nur dann VDSL anbieten, wenn man selbst FTTC ausgebaut hat. Und da könnte die Telekom nur dann mit Vectoring dazwischengrätschen, wenn man als Alternativanbieter zwar FTTC ausgebaut hat, aber selbst kein Vectoring anbietet (und die KVz auch noch nicht in der Vectoringliste registriert hat).


    > Eine dritte Stoßrichtung ist die der Argumentation gegenüber
    > Internet-affinen Politikern. Die schön hohen Zahlen beruhigen da die
    > Aufregung über das gefühlt langsame Ausbautempo in Deutschland womöglich
    > ...

    Die Telekom hat in den letzten sechs Jahren für 20 Mio HH FTTC ausgebaut. Solche Zahlen findest Du also seit langem in schöner Regelmäßigkeit. Zum Beispiel hier aus dem Dezember 2015:
    "Die Telekom wird im Dezember dieses Jahres 1,4 Millionen Haushalte in Deutschland neu mit Vectoring versorgen können. "
    https://www.golem.de/news/netzausbau-telekom-bietet-vectoring-fuer-1-4-millionen-haushalte-1512-117850.html

    Die Diskussion um den Breitbandausbau ist ja eigentlich eine Technikdiskussion. Es geht um das Ranking im FTTB/H-Ausbau. Wieviel Prozent der Haushalte da per FTTC versorgt werden können, oder jetzt oder schon bald ein Gigabit über DOCSIS 3.1 buchen können, ist in der Logik der Diskussion für die Qualität der Breitbandversorgung in Deutschland irrelevant.

  3. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: bombinho 17.12.18 - 20:37

    Die 1 Mio. FTTH sind auch nur Homes passed, also unter die "32" Mio. FTTx Anschluesse zu rechnen und nicht den 11,5 Mio tatsaechlich geschalteten FTTx Anschluessen.
    Ob es ueberhaupt eine nennenswerte verlegte Anzahl FTTH-Anschluesse bei den Telekomkunden gibt, werden wir wohl erst erfahren, wenn die Zahl gross genug geworden ist, dass sich ein Satz dazu lohnt.

    Deswegen koennen auch viele Kunden gar nicht buchen, obwohl doch mittlerweile nur noch 4Mio. Anschluesse scheinbar kein FTTx haben. Also eine angebliche 88%ige Erschliessung.

    Damit muesste in den Staedten Vollversorgung vorliegen und selbst auf dem Dorf muesste es rosig aussehen. Weit gefehlt. Man arbeitet sich langsam durch die Nahbereiche und auf den Doerfern sieht es bekanntermaszen trueb aus. Kleinstaedte haben regelmaessig kleine erschlossene Flecken, meist in der Naehe der existierenden DSLAMs, welche teilweise sogar nur MiniDSLAMs sind, um zum Beispiel Wohnbaugesellschaften versorgen zu koennen.

    Rosig ist da mehr oder minder die Farbe des Logos.

    Bei derzeit knapp 400.000 MFGs und einer bekannten Ausbaurate von ca. 40-60k pro Jahr und einer Ausgangslage von 90.000 erschlossenen MFGs Anfang 2017 gehe ich eher von derzeit erschlossenen 260.000-300.000 MFG aus.

    Das wuerde auch erklaeren, warum ueber die Haelfte der Telekombreitbandkunden immer noch nicht auf der FTTx Infrastruktur sind. Zudem nimmt die Zahl der Kunden, die auf FTTx migriert werden, seit 5 Quartalen kontinuierlich und deutlich ab trotz angeblich gesteigertem Ausbau und mittlerweile verfuegbarem Supervectoring.

    Nachtrag: Dabei will eigentlich Keiner dringender einen halbwegs brauchbaren Internetanschluss als die verbliebenen Regionen, welche oft mit niedrigen einstelligen Uebertragungsraten "verwoehnt" werden und ohne Alternativanbieter sind.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.12.18 20:50 durch bombinho.

  4. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: paletto 17.12.18 - 20:51

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Könnte das in diesem Falle eine Attacke gegen die Komplett-Mieter von
    > Teilnehmerleitungen sein?
    > Nach dem Vectoring-Ausbau müssten die ja auf Bitstream umschwenken, was
    > auch im Sinne der Telekom sein dürfte ...
    >
    >
    Von einem in der Zwischenzeit pensionierten DSL-Techniker der Telekom weiß ich, dass das Schalten von Anschlüssen immer ein großes Problem war. Störungen kann man nicht planen und wenn da ein Anschluß mit 4h Reaktionszeit betroffen war hatte der Vorrang. (und der andere hat wieder sich wegen Benachteiligung beklagt) Beim Bitstreamzugang ist es nur noch ein Datenbankeintrag und alles ist erledigt.

  5. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: spezi 17.12.18 - 21:07

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 1 Mio. FTTH sind auch nur Homes passed, also unter die "32" Mio. FTTx
    > Anschluesse zu rechnen und nicht den 11,5 Mio tatsaechlich geschalteten
    > FTTx Anschluessen.

    So war das auch gemeint.

    > Ob es ueberhaupt eine nennenswerte verlegte Anzahl FTTH-Anschluesse bei den
    > Telekomkunden gibt, werden wir wohl erst erfahren, wenn die Zahl gross
    > genug geworden ist, dass sich ein Satz dazu lohnt.

    Ja, Zahlen dazu wären interessant. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn die TakeUp-Rate bei FTTH mittlerweile sogar etwas überdurchschnittlich ist. In den letzten Jahren dürften hauptsächlich Neubaugebiete und Fördergebiete bei FTTH dazugekommen sein. In Fördergebieten, wo es sonst nur ADSL mit wenigen Mbit/s gibt, sind die TakeUp-Raten relativ hoch (~80% wurden da in letzter Zeit für verschiedenen Beispiele genannt). Und in Neubaugebieten dürfte die Telekom häufig der einzige Anbieter sein. Und wenn die Telekom dann dort FTTH ausbaut, ist das der einzige Festnetzanschluss, der dort verfügbar ist.


    >
    > Deswegen koennen auch viele Kunden gar nicht buchen, obwohl doch
    > mittlerweile nur noch 4Mio. Anschluesse scheinbar kein FTTx haben. Also
    > eine angebliche 88%ige Erschliessung.

    Die Zahl der Haushalte in Deutschland liegt nicht bei 36 Mio, sondern eher bei 42 Mio.

    >
    > Damit muesste in den Staedten Vollversorgung vorliegen

    Nein. Z.B. gibt es in Randbereichen von Nahbereichen auch immer wieder Gebiete, in denen es nur ADSL gibt. Diese werden jetzt erst nach und nach durch den Nahbereichsausbau erschlossen (und der lüpft eher von kleineren Orten hin zu größeren Orten). Schon allein deswegen kann man nicht aus einer bestimmten prozentualen Versorgung einfach schließen, dass es für Städte ab einer bestimmten Größe Vollversorgung gibt.

    > und selbst auf dem
    > Dorf muesste es rosig aussehen. Weit gefehlt. Man arbeitet sich langsam
    > durch die Nahbereiche und auf den Doerfern sieht es bekanntermaszen trueb
    > aus. Kleinstaedte haben regelmaessig kleine erschlossene Flecken, meist in
    > der Naehe der existierenden DSLAMs, welche teilweise sogar nur MiniDSLAMs
    > sind, um zum Beispiel Wohnbaugesellschaften versorgen zu koennen.

    Ist vielleicht regional etwas unterschiedlich, aber die Realität sieht in vielen Regionen schon anders aus.


    > Bei derzeit knapp 400.000 MFGs und einer bekannten Ausbaurate von ca.
    > 40-60k pro Jahr und einer Ausgangslage von 90.000 erschlossenen MFGs Anfang
    > 2017 gehe ich eher von derzeit erschlossenen 260.000-300.000 MFG aus.

    Mit MFG meinst Du vermutlich KVz. Von denen gibt es meines Wissens 330.000.

    >
    > Das wuerde auch erklaeren, warum ueber die Haelfte der
    > Telekombreitbandkunden immer noch nicht auf der FTTx Infrastruktur sind.

    Na wenn Du meinst...

    > Zudem nimmt die Zahl der Kunden, die auf FTTx migriert werden, seit 5
    > Quartalen kontinuierlich und deutlich ab trotz angeblich gesteigertem
    > Ausbau und mittlerweile verfuegbarem Supervectoring.

    Schon wir uns doch einfach die Zahlen der letzten fünf Quartale an:

    700k (Q3 2017)
    684k
    781k
    624k
    590k (Q3 2018)

    Von den drei Quartalen dieses Jahr war der Zuwachs nur in einem Quartal (Q3) geringer als im Vorjahresquartal.

  6. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: bombinho 17.12.18 - 22:05

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Zahl der Haushalte in Deutschland liegt nicht bei 36 Mio, sondern eher
    > bei 42 Mio.

    Jupp, aber die Anzahl der Anschluesse in Deutschland hat noch nie die 40Mio. ueberschritten.
    Bei der Telekom handelt es sich spezifisch um 36Mio. plus minus Nachkommaschwankungen.

    > Mit MFG meinst Du vermutlich KVz. Von denen gibt es meines Wissens
    > 330.000.

    Gab es 2017 und es sollen wohl ca. 60.000 dazugekommen sein.

    > > Das wuerde auch erklaeren, warum ueber die Haelfte der
    > > Telekombreitbandkunden immer noch nicht auf der FTTx Infrastruktur sind.
    >
    > Na wenn Du meinst...

    Von 13,504 Mio Kunden der Telekom sind 6,896 bereits auf die FTTx Anschluesse migriert (Q3/18).
    Hier muss ich mich entschuldigen, das sind mittlerweile schon 51%, also ueber die Haelfte.

    > > Zudem nimmt die Zahl der Kunden, die auf FTTx migriert werden, seit 5
    > > Quartalen kontinuierlich und deutlich ab trotz angeblich gesteigertem
    > > Ausbau und mittlerweile verfuegbarem Supervectoring.
    >
    > Schon wir uns doch einfach die Zahlen der letzten fünf Quartale an:
    >
    > 700k (Q3 2017)
    +384k Telekomkunden
    > 684k
    +416k Telekomkunden
    > 781k
    +429k Telekomkunden
    > 624k
    +327k Telekomkunden
    > 590k (Q3 2018)
    +337k Telekomkunden
    >
    > Von den drei Quartalen dieses Jahr war der Zuwachs nur in einem Quartal
    > (Q3) geringer als im Vorjahresquartal.

    Lediglich unter Beruecksichtigung der vielbescholtenen "Schmarotzer"-Kunden, welche so zuvorkommend waren, von TAL-Mieten auf VULAs umzusteigen, kommt man auf deine Steigerungen, dort ist man aber beim Umbau schon deutlich weiter (~70%) und Steigerungen in dem Segment laufen langsam in die Saettigung.

    Okay, da hatte ich mich versehen, es sind nur die letzten zwei Quartale, die nicht mehr an die urspruenglich starken Zahlen anknuepfen konnten.
    Da werde ich wohl noch zwei Quartale abwarten muessen, um zu sehen, ob das ein Trend oder ein zufaelliger Dip ist. Allerdings steht Q4 + Winter an, da wuerde ich auf keine Steigerung wetten.

  7. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: spezi 17.12.18 - 22:35

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Jupp, aber die Anzahl der Anschluesse in Deutschland hat noch nie die
    > 40Mio. ueberschritten.

    Bei der Zahl der genutzten Anschlüsse mag das stimmen. Im Jahr 2000 z.B. lag die Zahl der Haushalte in D bei 37,7 Mio. Und schon da wurde nicht jeder vorhandene Telefonanschluss genutzt. Seitdem sind 3,5 Mio HH dazugekommen (die Anzahl der genutzten Telekom-Anschlüsse hat abgenommen). Müsste man jetzt wissen, bei wieviel Prozent der Neubauhaushalte seit dem einen Anschluss an das Telefonnetz angeschlossen wurden (genutzt oder ungenutzt).

    Relevant für die Versorgungssituation ist und bleibt aber der Prozentsatz aller HH.

    > > Mit MFG meinst Du vermutlich KVz. Von denen gibt es meines Wissens
    > > 330.000.
    >
    > Gab es 2017 und es sollen wohl ca. 60.000 dazugekommen sein.

    KVz (von denen es 330.000 gibt) steht für Kabelverzweiger. Das sind die kleinen grauen Kästen, die meist schon seit Jahrzehnten in den Straßen stehen. Da kommen kaum noch welche dazu.

    >
    > > > Das wuerde auch erklaeren, warum ueber die Haelfte der
    > > > Telekombreitbandkunden immer noch nicht auf der FTTx Infrastruktur
    > sind.
    > >
    > > Na wenn Du meinst...
    >
    > Von 13,504 Mio Kunden der Telekom sind 6,896 bereits auf die FTTx
    > Anschluesse migriert (Q3/18).
    > Hier muss ich mich entschuldigen, das sind mittlerweile schon 51%, also
    > ueber die Haelfte.

    Ich habe nicht die 50% bezweifelt, sondern dass man aus Deiner Aussage irgendwas diesbezüglich ableiten kann.

    > > Schon wir uns doch einfach die Zahlen der letzten fünf Quartale an:
    > >
    > > 700k (Q3 2017)
    > +384k Telekomkunden
    > > 684k
    > +416k Telekomkunden
    > > 781k
    > +429k Telekomkunden
    > > 624k
    > +327k Telekomkunden
    > > 590k (Q3 2018)
    > +337k Telekomkunden
    > >
    > > Von den drei Quartalen dieses Jahr war der Zuwachs nur in einem Quartal
    > > (Q3) geringer als im Vorjahresquartal.
    >
    > Lediglich unter Beruecksichtigung der vielbescholtenen
    > "Schmarotzer"-Kunden, welche so zuvorkommend waren, von TAL-Mieten auf
    > VULAs umzusteigen, kommt man auf deine Steigerungen, dort ist man aber beim
    > Umbau schon deutlich weiter (~70%) und Steigerungen in dem Segment laufen
    > langsam in die Saettigung.

    Auch die "Schmarotzerkunden" brauchen erstmal den Ausbau der Telekom. Und um den ging es ja hier. Und Deine Aussage war, wie Du ja mittlerweile festgestellt hast, so oder so falsch.

    Eine Sättigung bei den Zuwächsen würde mich für die Zukunft aber auch nicht wundern.

    > Allerdings steht Q4 + Winter an, da
    > wuerde ich auf keine Steigerung wetten.

    In den letzten 6 Jahren waren Q4 und Q1 meist die Quartale mit den höchsten Zuwächsen im Jahr. Das liegt daran, dass ab Herbst bis Jahresende besonders viele Ausbauvorhaben des letzten Sommers in Betrieb gegangen sind. Mit etwas Verzögerung kommen dann die ganzen neuen VDSL-Anschlüsse in diesen neuen Gebieten.

  8. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: bombinho 18.12.18 - 01:09

    Mit MFG meinte ich schon MFGs (das sind die groesseren neuen grauen Kaesten, da wo frueher ein kleiner grauer Kasten stand oder auch an neuen Standorten) und da stecken ja die KVZs oder zumindestens deren Inhalt drin. Und da kommen stetig auch Neue hinzu, da die Kabellaengen fuer Annex Q (35b) 350m besser nicht uebersteigen sollten, also gelegentlich ein neues Gehaeuse samt Inhalt aufgestellt werden muss. Ebenso bei FTTH, auch dort wird ein neuer grauer Kasten (MFG) aufgestellt, dann aber fast immer entweder neben den KVZ oder voellig frei.

    Ob Du aus meiner Aussage bezueglich der ~50% der umgestellten Kunden etwas ableiten kann, das ist wohl den persoenlichen Praeferenzen ueberlassen. Dass man aus den Zahlen immerhin schliessen kann, dass die Kunden nicht umgestellt worden sind, da kann man schwerlich zweifeln.

    Auf VDSL kann man das Gleiche bieten, wie auf ADSL, wenn es also ausreichend Ports gaebe, dann duerfte es in einem erschlossenen Gebiet kein Problem sein, die Kunden umzustellen. In der Regel bekaemen die ohnehin nur mit, dass die 16Mbps ploetzlich stabil anliegen und eine grosse Anzahl an Kunden mit ADSL-only Modems/Routern duerfte in Deutschland nicht mehr existieren, diese Standards (VDSL2) existieren seit fast 13 Jahren und waren bereits davor in Entwicklung und Erprobung (VDSL - Entwicklung~ 20 Jahre --> VDSL 17 Jahre).

    Selbst nichtvectoringfaehige Geraete duerften langsam den Markt verlassen und ansonsten hat man ja offensichtlich auch kein Problem damit, Vectoring aufzuschalten und den Kunden die Frage des neuen Modems/Routers zu ueberlassen. Auch, oder besonders wenn diese nicht den Tarif gewechselt haben und z.B. noch VDSL 50 oder kleiner nutzen.

    Lange Rede, kurzer Sinn, es gibt einen Grund, dass nur 51% an der neuen Infrastruktur haengen.
    Und das hat zur Folge, wenn es nicht gar der Hauptgrund ist, dass eben nicht knapp 25 Millionen Ports (20Mio @ 80%) in Linecards zur Zeit ungenutzt sind sondern schlicht und ergreifend gar nicht existieren, nebst der noetigen Vectoringrechner.

    Entweder hat man das Geld nicht oder aber der Ausbau ist nicht annaehernd dort, wo es die schoenen grossen Zahlen verorten sollen. Wobei letzteres ein Fakt ist und mangels Informationen nur ueber das Ausmasz spekuliert werden kann.

    Nun ist die Frage, sollte sich ein Anleger freuen, dass Gelder nicht fuer noetige und unnoetige Anschluesse verschwendet werden und damit fuer Ausschuettungen zur Verfuegung stehen, oder sollte er sich Sorgen machen, dass das Unternehmen in dem er Geld angelegt hat, etwas von 30 Millionen Anschluessen erzaehlt, von denen aber entweder nur 10,5 Millionen existieren oder aber 20 Millionen ungenutzt Vermoegen verschlungen haben?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.12.18 01:15 durch bombinho.

  9. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: LinuxMcBook 18.12.18 - 04:34

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wichtig ist, dass die Kunden nicht mehr an so schmalbrüstigen
    > DSL-Anschlüssen hängen, dass sie einen Glasfaser-Ausbau herbeisehnen.
    > Wenn sie erstmal mit Vectoring VDSL versorgt sind, sind sie sicherlich die
    > nächste Zeit zufrieden. Im Umkehrschluss ist das Gebiet für
    > Glasfaserprojekte "verbrannt"...

    Deine Argumentation, dass ein schnellerer DSL-Anschluss schlechter sei, als ein langsamerer kannst du auch nur Leuten verkaufen, die ohnehin DOCSIS im Haus liegen haben.

    Wer wirklich langsames Internet hat, der interessiert sich nicht, über welche Technik die 100 oder 250 MBit ins Haus kommen, für den ist nur wichtig, dass das Internet endlich schnell genug für jedes Anwendungsszenario ist.

    Dieser Fetisch für die Leitungstechnologie ist nur im Golem-Forum und anderen spezielleren Gemeinden zu finden ;)

  10. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: serra.avatar 18.12.18 - 06:41

    für Vectoring muss zumindest schonmal FTTC liegen was auch Glasfaserausbau ist ... das nachher in FTTB/FTTH zu wandeln ist nen Katzensprung ... meistens wir das sogar beim FTTC Ausbau dem Hauseigentümern gleich angeboten ... nehmen nur weniger als 1 % an!

    _________________________________________________________________
    Gott vergibt, ich nicht!

  11. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: M.P. 18.12.18 - 06:54

    Es ging mir nicht um die technische Seite des Problems, sondern darum, zu erklären, warum die Telekom trotz vielleicht recht niedriger Quote von abgeschlossenen Verträgen, die die durch den Ausbau mögliche erhöhte Datenrate ausnutzen zufrieden sein kann...

    Die Technologie des Netzkonkurrenten wird der Telekom auch egal sein - Hauptsache sie beerdigen ihre Pläne in den jetzt mit Vectoring erschlossenen Gebieten ...

  12. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: M.P. 18.12.18 - 07:01

    Das C in FTTC - "Curb" heißt "Bordsteinkante". Darunter wird aber in der Regel der Punkt verstanden, von dem man auf kürzestem Wege mit nicht-Glasfaser-Kabel in das anzuschließende Haus kommt. Eine Glasfaser zu einem womöglich 200 ... 400 Meter entfernten MSAN-Gehäuse als FTTC zu bezeichnen halte ich für beschönigend ...

  13. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: spezi 18.12.18 - 12:58

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dass man aus den Zahlen immerhin schliessen kann, dass die Kunden nicht
    > umgestellt worden sind, da kann man schwerlich zweifeln.

    Wie so häufig versuchst Du umständlich und langatmig Aussagen zu begründen, an denen von vorne herein niemand hier gezweifelt hat. Das die 32 Mio HH "homes passed" sind, also Haushalte die im Versorgungsgebiet liegen, aber nicht unbedingt an dieses (FTTC-)Netz angeschlossen sind, wurde hier schon von Anfang an gesagt. Auch die Telekom weißt ja in ihren Ausbaumeldungen immer darauf hin, dass man aktiv werden muss um davon zu profitieren. Sprich, man muss einen VDSL-Tarif buchen.

    Portmangel gibt es sicher andauernd in irgendwelchen MFG. Wieviel Prozent der MFG davon im Schnitt betroffen sind weiß ich nicht, aber ich denke nicht, dass es ein großer Prozentsatz ist. Aber wenn Du meinst, dass ein Grossteil der 49% die noch ADSL nutzen dies nur tun, weil sie aus Portmangel kein VDSL buchen können, dann steht ja Deiner Meinung nach einem weiteren soliden Wachstum der FTTx-Kundenzahlen nichts im Wege. Denn wenn es soviel unbefriedigte Nachfrage nach VDSL-Anschlüssen aufgrund von Portmangel gibt, dann kann die Telekom noch etliche Quartale die Zuwachsraten hoch halten, alleine durch Nachrüsten von Linecards.

    Und damit genug Zeit verschwendet in diesem Thread.

  14. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: Faksimile 18.12.18 - 13:16

    Mag sein, dass die Unwissenden sicht nicht für die Technik interessieren, aber das sind dann wohl auch die Leute, die Benziner mit Diesel betanken und umgehrt, die nicht wissen, wo der Motor eines Kfz ist, geschweige denn, wie er funktioniert ... Also diejenigen, denen jegliche Art von Technik ein Rätsel ist.

  15. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: LinuxMcBook 18.12.18 - 19:24

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mag sein, dass die Unwissenden sicht nicht für die Technik interessieren,
    > aber das sind dann wohl auch die Leute, die Benziner mit Diesel betanken
    > und umgehrt, die nicht wissen, wo der Motor eines Kfz ist, geschweige denn,
    > wie er funktioniert ... Also diejenigen, denen jegliche Art von Technik ein
    > Rätsel ist.

    Wenn du jetzt bitte auch noch schreiben würdest, wie das Wissen um die Technik die das Internet ins Haus bringt, die Nutzung des Internets beeinflusst?

  16. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: LinuxMcBook 18.12.18 - 19:28

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging mir nicht um die technische Seite des Problems, sondern darum, zu
    > erklären, warum die Telekom trotz vielleicht recht niedriger Quote von
    > abgeschlossenen Verträgen, die die durch den Ausbau mögliche erhöhte
    > Datenrate ausnutzen zufrieden sein kann...

    > Die Technologie des Netzkonkurrenten wird der Telekom auch egal sein -
    > Hauptsache sie beerdigen ihre Pläne in den jetzt mit Vectoring
    > erschlossenen Gebieten ...

    Wenn man schon nicht mal mit Vectoring deiner Meinung nach eine zufriedenstellende Anzahl an Verträgen mit hoher Geschwindigkeit erreicht, weil 50% anscheinend auch ADSL reicht, wie würdest du der Telekom begründen, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, jetzt sofort FTTH auszubauen? ;)

  17. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: M.P. 18.12.18 - 19:47

    Der Bandbreitenbedarf kennt in den letzten Jahren nur eine Richtung: Aufwärts.
    Und wenn man das nächste Betriebssystem und Office-Paket nur noch Mieten kann und nach Nutzung abgerechnet wird, wird der Bandbreitenhunger noch ansteigen. Für die nächsten 5 ... 10 Jahre werden wohl VDSL-basierte Lösungen und DOCSIS aber sicherlich noch ausreichen.
    Dann ist aber wahrscheinlich für Kupfer das Ende der Fahnenstange erreicht, weil die Rechenleistung für das Signalprocessing-Voodoo noch weiterer Evolutionsstufen von Vectoring nicht mehr in Kunden-Routern realisierbar ist... Moores Gesetz ist ja auch am Ende der Fahnenstange angelangt ... vom Energieverbrauch, den das Ganze dann auch Kosten würde einmal ganz abgesehen.

    Daneben habe ich persönlich auch gar nichts gegen Vectoring - bringt es doch die Glasfaser immerhin ein ganzes Stück näher an die Haushalte ... und die MSANs sind durch die Glasfaser rückseitig deutlich performanter angebunden, als die DSLAMs mit ATM Anbindung in der Vermittlungsstelle, die sie ggfs. ersetzen ...

  18. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: Faksimile 18.12.18 - 20:34

    So wie es dem Fahrzeugführer eines Rad-Kraftfahrzeugs mit hoher Motorleistung eher in in die Lage versetzt, längere Strecken in absehbar kurzer Zeit zurück zu legen, als es wohl ein Mofafahrer mit ungetuntem Fahrzeug kann.

  19. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: bombinho 19.12.18 - 00:21

    Ich fuerchte, du hattest das irgendwie nicht richtig gelesen.
    Die Aussage ist nicht, dass Portmangel besteht sondern dass Mangel an ausgebauten MFGs besteht. Da diese favorisiert dort aufgebaut werden, wo dank Konkurrenz nur wenige Ports ohnehin benoetigt werden.

  20. Re: Ob man das Vermarkten kann ist uninteressant

    Autor: bombinho 19.12.18 - 01:00

    ... und damit in Konsequenz dort fehlen, wo es keine Alternativen gibt.

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