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Schade ums Steuergeld

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  1. Schade ums Steuergeld

    Autor: AynRandHatteRecht 10.06.21 - 19:08

    Das Glasfasernetz wurde mit Gewinnen der SWM aufgebaut, das an den Münchner Stadthaushalt hätte abgeführt werden sollen. Dann wurde 20 Jahre teilweise desaströs über M-Net das Netz bespielt und erweitert, Höhepunkt war die Beinahepleite vor einigen Jahren und angeblich über 50mio ¤ Konventionalstrafe, die die kommunalen Gesellschafter aufbringen mussten.

    Jetzt also schnappt sich die Telekom die günstige Grundlage und überbaut es dann selbst, wo die Anmietung zu teuer wird.

    Besser hätte es die Deutsche Telekom nicht machen können. Privatisiert aber weiter großzügig subventioniert - vermutlich unabsichtlich - durch Provinzfürsten mit zu großen Glasfaser-Träumen.

    Andere Städte haben das vor 15 Jahren erkannt und oftmals billigst an Versatel verkauft, heute 1&1. So kommen ausgerechnet die Konzerne zu leistungsfähigen LWL-Netzen, die wenig geleistet haben.

  2. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: TodesBrote 10.06.21 - 20:08

    Einfach nochmal lesen. Die Telekom baut dort aus wo noch kein FTTH von Mnet liegt. Darüber hinaus setzen die Telekom und Mnet auf Bitstream Zugänge. Im allgemeinen bedeutet das feste Preise unabhängig vom spezifischen Gebiet.

    Kann man aber alles nachlesen.

    Und das der Ausbau subventioniert wird, darüber kann man sich jetzt echt nicht beschweren. Klar wäre es toll wenn das nicht notwendig wäre, ist es aber vielerorts nunmal. Deutschland hat leider echt heftige Preise für den Tiefbau, das weiß jeder der selber schonmal derartige Aufträge ausgeschrieben hat.

    Alles soll immer besser und perfekter und fehlerloser werden aber dabei bloß nicht teurer, am besten gleichzeitig billiger. Ganz so einfach ist das nicht.

    Deutschland: Brücke gesperrt weil baufällig, Reparatur nicht möglich wegen Denkmalschutz. Ein Hoch auf unsere Vorschriften.

  3. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: AynRandHatteRecht 10.06.21 - 20:18

    TodesBrote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einfach nochmal lesen. Die Telekom baut dort aus wo noch kein FTTH von Mnet
    > liegt.

    Einfach nochmal die Primärquelle lesen und die Grundlagen unseres Wirtschaftssystems verstehen:

    1. Die Telekom baut in München ein eigenes Netz für 500 Mio Euro
    2. Telekom mietet partiell von M-Net an
    3. Telekom hat kein Interesse Geld zu verlieren weil sie höheren Ansprüchen des Kapitalmarktes genügen muss. Deshalb wird sie sich auf Gebiete fokussieren, wo mit wenig Investitionen viel Umsatz und damit Ertrag generiert werden kann. Also im Kerngebiet der Stadt. Und damit ist auch klar, dass sie nur so lange M-Net-Netze nutzen werden, wie es wirtschaftlich darstellbar ist.

    Meine Prognosen:

    Variante 1: M-Net wird in 3-5 Jahren an die Telekom veräussert werden - als ganzes oder das Münchner Geschäft abgetrennt. Das LWL-Netz wird weiter bei der SWM bleiben.

    Variante 2: Telekom überbaut mit LWL, Vodafone weiter mit Koax und M-Net wird B2C abwickeln.

  4. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: spezi 10.06.21 - 21:22

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TodesBrote schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Einfach nochmal lesen. Die Telekom baut dort aus wo noch kein FTTH von
    > Mnet
    > > liegt.
    >
    > Einfach nochmal die Primärquelle lesen und die Grundlagen unseres
    > Wirtschaftssystems verstehen:

    Auch in der Primärquelle steht, dass es sich um einen ergänzenden Ausbau zum SWM/M-Net Netz handelt.

    Alternativ: vielleicht ist ja dieses Zitat bei Teltarif klarer:

    "Jeder Münchner und jede Münch­nerin sollte die Möglich­keit haben, einen Glas­faser­anschluss bei der Telekom zu bekommen. Dazu bauen wir jetzt im Eigen­ausbau die Bereiche aus, in denen bislang kein Zugang zum Glas­faser­netz besteht. In den anderen Berei­chen koope­rieren wir mit dem Anbieter M-net, der heute schon über ein weit verzweigtes Glas­faser­netz in der Stadt verfügt. So bauen wir gemeinsam München schnell, überall und für alle aus. Und so kann jeder Haus­halt im gesamten Stadt­gebiet Telekom-Produkte nutzen“

    https://www.teltarif.de/muenchen-netzausbau-telekom-m-net-kooperation/news/84766.html

  5. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: AynRandHatteRecht 10.06.21 - 22:47

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > TodesBrote schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Einfach nochmal lesen. Die Telekom baut dort aus wo noch kein FTTH von
    > > Mnet
    > > > liegt.
    > >
    > > Einfach nochmal die Primärquelle lesen und die Grundlagen unseres
    > > Wirtschaftssystems verstehen:
    >
    > Auch in der Primärquelle steht, dass es sich um einen ergänzenden Ausbau
    > zum SWM/M-Net Netz handelt.

    "Die Deutsche Telekom investiert massiv in Münchens Digitalinfrastruktur. Bis 2030 will das Bonner Unternehmen in der bayrischen Landeshauptstadt 500 Millionen Euro für den Bau eines eigenen Glasfasernetzes sowie für den Ausbau des Mobilfunkstandards 5G aufwenden."

    "eines eigenen Glasfasernetzes"

    Ansonsten siehe meinen Kommentar zum betriebswirtschaftlichen Aspekt.

  6. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: spezi 10.06.21 - 23:24

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "Die Deutsche Telekom investiert massiv in Münchens Digitalinfrastruktur.
    > Bis 2030 will das Bonner Unternehmen in der bayrischen Landeshauptstadt 500
    > Millionen Euro für den Bau eines eigenen Glasfasernetzes sowie für den
    > Ausbau des Mobilfunkstandards 5G aufwenden."
    >
    > "eines eigenen Glasfasernetzes"

    Es wird ein eigenes Glasfasernetz, unabhängig davon ob es in bisher unerschlossenen Stadtteilen oder in bereits per FTTB/H erschlossenen Stadtteilen gebaut wird. Um welchen Fall es sich hier handelt macht der von mir zitierte Text recht deutlich.

    > Ansonsten siehe meinen Kommentar zum betriebswirtschaftlichen Aspekt.

    Es gibt noch genug Städte (auch Großstädte) in denen die Telekom Geld in den FTTH-Ausbau investieren kann (und muss, insbesondere in Konkurrenz zu den Kabelnetzen). Geld dann vorrangig dort zu investieren wo man Kunden auch über den Einkauf von Vorleistungen versorgen kann macht dann gerade betriebswirtschaftlich keinen Sinn, sofern die Konditionen stimmen.

  7. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: AynRandHatteRecht 10.06.21 - 23:31

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > "Die Deutsche Telekom investiert massiv in Münchens
    > Digitalinfrastruktur.
    > > Bis 2030 will das Bonner Unternehmen in der bayrischen Landeshauptstadt
    > 500
    > > Millionen Euro für den Bau eines eigenen Glasfasernetzes sowie für den
    > > Ausbau des Mobilfunkstandards 5G aufwenden."
    > >
    > > "eines eigenen Glasfasernetzes"
    >
    > Es wird ein eigenes Glasfasernetz, unabhängig davon ob es in bisher
    > unerschlossenen Stadtteilen oder in bereits per FTTB/H erschlossenen
    > Stadtteilen gebaut wird. Um welchen Fall es sich hier handelt macht der von
    > mir zitierte Text recht deutlich.


    Nein, eben nicht. Die Aussage des Scheitern von M-Net weiter unten hat mit dem Ausbau nichts zu tun. Warum sollte die Telekom dort investieren, wo es sich schon für M-Net nicht gelohnt hat?

    Telekom hat innerhalb der erweiterten Innenstadt auch jedes Mehrfamilienhaus in Maximal 300m zu nem VDSL DSLAM. Die werden sich die Kostenstruktur nicht durch Anmietung von M-Net dauerhaft versauen sondern sich die Rosinen picken und dann selbst selektiv bauen.

    Druck dir meine Kommentare aus und schau in 4 Jahren drauf.

  8. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: /mecki78 10.06.21 - 23:34

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Die Deutsche Telekom investiert massiv in Münchens Digitalinfrastruktur.
    > Bis 2030 will das Bonner Unternehmen in der bayrischen Landeshauptstadt 500
    > Millionen Euro für den Bau eines eigenen Glasfasernetzes sowie für den
    > Ausbau des Mobilfunkstandards 5G aufwenden."
    >
    > "eines eigenen Glasfasernetzes"

    Genau, und zwar dort, wo es aktuell noch keines von M-net gibt. Dort wo es eines gibt, mieten sie das von M-net an. Steht doch im Artikel! Nirgendwo steht, dass die Telekom dort ein Glasfasernetz baut, wo das von M-net existiert. Genauer gesagt steht eigentlich überall das genaue Gegenteil davon. Also hör auf hier herum zu phantasieren oder belege deine Spinnerei, weil bisher hast du nichts belegt und nur Quellen gepostet, die im Einklang mit dem stehen, was auch der Artikel schreibt.

    Ach ja und nichts Steuergelder. Die SWM sind seit ewigen Zeiten ein GmbH. Sie gehörte mit zu den ersten Stadtwerken in Deutschland, die man privatisiert hat, das war 1998(!), und seit sie eine GmbH geworden ist, sind kein Steuergelder mehr in die SWM geflossen. Natürlich stehen der Stadt München als einziger Gesellschafter dieser GmbH theoretisch deren Gewinne zu, aber zum einen muss eine GmbH keine Gewinne an ihre Gesellschafter ausschütten (das ist optional) und zum anderen hat das auch dann nichts mit Steuergeldern zu tun.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.21 23:41 durch /mecki78.

  9. Re: Schade ums Steuergeld

    Autor: spezi 10.06.21 - 23:41

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein, eben nicht. Die Aussage des Scheitern von M-Net weiter unten hat mit
    > dem Ausbau nichts zu tun. Warum sollte die Telekom dort investieren, wo es
    > sich schon für M-Net nicht gelohnt hat?

    Die Telekom baut auch eigenwirtschaftlich FTTH in so hippen Metropolen wie Alsleben, Lamspringe, Bernburg, Ilsenburg und Wolmirstedt aus.
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Glasfaserausbau/Glasfaser-fuer-Alsleben/ba-p/5183669
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Glasfaserausbau/Glasfaser-fuer-Lamspringe/ba-p/5151026
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Glasfaserausbau/Glasfaserausbau-Bernburg/ba-p/5148596
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Glasfaserausbau/Glasfaser-fuer-Ilsenburg/ba-p/5136661
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Glasfaserausbau/Glasfaserausbau-Wolmirstedt/ba-p/5132414

    Da sind die Randgebiete von München garantiert nicht uninteressanter.

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