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Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

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  1. Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: Blade 12.03.18 - 16:09

    Wie wäre es, wenn man sämtliche Beführworter der Atomkraft (wie beispielsweise den Authoren Frank Wunderlich-Pfeiffer) nach Fukushima umsiedelt? Laut der Japanischen Regierung ist die Strahlung ja total ungefährlich und noch kein Mensch daran gestorben. Also alles total ungefährlich.

    Mal ernsthaft:

    Es ist einfach unverantworlich nach solchen Unfällen immernoch zu behaupten, dass die Technik sicher sei und nur der Mensch das Problem. Wir haben nur eine Erde, und die sollten wir nicht radioaktiv kontaminieren. Sei es durch Unfälle oder einfach nur Atommüll.

    Auch wird der Mensch immer ein Problem sein. Selbst die beste Technik nichts nützt, wenn aus Kostengründen Kompromisse eingegangen werden. Und das wird immer der Fall sein, da der Mensch ein von Gier getriebenes Wesen ist. Auch in Deutschland gibt es Korruption und menschliches Versagen. Kein Gesetz kann uns jemals davor schützen.

    Mittlerweile gibt es auch weit bessere Alternativen, um auf der Erde Energie zu erzeugen. Wo Atomkraft ggf. noch sinnvoll ist, ist die Raumfahrt.

  2. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: flauschi123 13.03.18 - 02:54

    Blade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man sämtliche Beführworter der Atomkraft (wie
    > beispielsweise den Authoren Frank Wunderlich-Pfeiffer) nach Fukushima
    > umsiedelt? Laut der Japanischen Regierung ist die Strahlung ja total
    > ungefährlich und noch kein Mensch daran gestorben. Also alles total
    > ungefährlich.
    >
    > Mal ernsthaft:
    >
    > Es ist einfach unverantworlich nach solchen Unfällen immernoch zu
    > behaupten, dass die Technik sicher sei und nur der Mensch das Problem. Wir
    > haben nur eine Erde, und die sollten wir nicht radioaktiv kontaminieren.
    > Sei es durch Unfälle oder einfach nur Atommüll.
    >
    > Auch wird der Mensch immer ein Problem sein. Selbst die beste Technik
    > nichts nützt, wenn aus Kostengründen Kompromisse eingegangen werden. Und
    > das wird immer der Fall sein, da der Mensch ein von Gier getriebenes Wesen
    > ist. Auch in Deutschland gibt es Korruption und menschliches Versagen. Kein
    > Gesetz kann uns jemals davor schützen.
    >
    > Mittlerweile gibt es auch weit bessere Alternativen, um auf der Erde
    > Energie zu erzeugen. Wo Atomkraft ggf. noch sinnvoll ist, ist die
    > Raumfahrt.

    Was ist wohl schlimmer - die paar qkm, die durch AKWs verseucht wurden oder die globale Klimakatastrophe?

    Wenn man was Besserers schnell zur Verfuegung hat, ja, dann sollte man AKWs abschaltet - aber zuerst sollten alle Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz.

    BTW ...
    http://i.imgur.com/gjdGb2u.jpg



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.18 02:55 durch flauschi123.

  3. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 08:26

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie wäre es, wenn man sämtliche Beführworter der Atomkraft (wie
    > > beispielsweise den Authoren Frank Wunderlich-Pfeiffer) nach Fukushima
    > > umsiedelt? Laut der Japanischen Regierung ist die Strahlung ja total
    > > ungefährlich und noch kein Mensch daran gestorben. Also alles total
    > > ungefährlich.
    > >
    > > Mal ernsthaft:
    > >
    > > Es ist einfach unverantworlich nach solchen Unfällen immernoch zu
    > > behaupten, dass die Technik sicher sei und nur der Mensch das Problem.
    > Wir
    > > haben nur eine Erde, und die sollten wir nicht radioaktiv kontaminieren.
    > > Sei es durch Unfälle oder einfach nur Atommüll.
    > >
    > > Auch wird der Mensch immer ein Problem sein. Selbst die beste Technik
    > > nichts nützt, wenn aus Kostengründen Kompromisse eingegangen werden. Und
    > > das wird immer der Fall sein, da der Mensch ein von Gier getriebenes
    > Wesen
    > > ist. Auch in Deutschland gibt es Korruption und menschliches Versagen.
    > Kein
    > > Gesetz kann uns jemals davor schützen.
    > >
    > > Mittlerweile gibt es auch weit bessere Alternativen, um auf der Erde
    > > Energie zu erzeugen. Wo Atomkraft ggf. noch sinnvoll ist, ist die
    > > Raumfahrt.
    >
    > Was ist wohl schlimmer - die paar qkm, die durch AKWs verseucht wurden oder
    > die globale Klimakatastrophe?
    >
    > Wenn man was Besserers schnell zur Verfuegung hat, ja, dann sollte man AKWs
    > abschaltet - aber zuerst sollten alle Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz.
    >
    > BTW ...
    > i.imgur.com

    Darüber kann man sich streiten und eigentlich auch irrelevant, wenn eine 100%ige Versorgung über Erneuerbare Energien machbar wäre - und dies sogar unter Nutzung ausreichender Speicherkapazitäten (Power2Gas) günstiger als Atomkraft jemals war und sein wird...

  4. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: rptrlol 13.03.18 - 09:06

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > flauschi123 schrieb:
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    > -----
    > > Blade schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wie wäre es, wenn man sämtliche Beführworter der Atomkraft (wie
    > > > beispielsweise den Authoren Frank Wunderlich-Pfeiffer) nach Fukushima
    > > > umsiedelt? Laut der Japanischen Regierung ist die Strahlung ja total
    > > > ungefährlich und noch kein Mensch daran gestorben. Also alles total
    > > > ungefährlich.
    > > >
    > > > Mal ernsthaft:
    > > >
    > > > Es ist einfach unverantworlich nach solchen Unfällen immernoch zu
    > > > behaupten, dass die Technik sicher sei und nur der Mensch das Problem.
    > > Wir
    > > > haben nur eine Erde, und die sollten wir nicht radioaktiv
    > kontaminieren.
    > > > Sei es durch Unfälle oder einfach nur Atommüll.
    > > >
    > > > Auch wird der Mensch immer ein Problem sein. Selbst die beste Technik
    > > > nichts nützt, wenn aus Kostengründen Kompromisse eingegangen werden.
    > Und
    > > > das wird immer der Fall sein, da der Mensch ein von Gier getriebenes
    > > Wesen
    > > > ist. Auch in Deutschland gibt es Korruption und menschliches Versagen.
    > > Kein
    > > > Gesetz kann uns jemals davor schützen.
    > > >
    > > > Mittlerweile gibt es auch weit bessere Alternativen, um auf der Erde
    > > > Energie zu erzeugen. Wo Atomkraft ggf. noch sinnvoll ist, ist die
    > > > Raumfahrt.
    > >
    > > Was ist wohl schlimmer - die paar qkm, die durch AKWs verseucht wurden
    > oder
    > > die globale Klimakatastrophe?
    > >
    > > Wenn man was Besserers schnell zur Verfuegung hat, ja, dann sollte man
    > AKWs
    > > abschaltet - aber zuerst sollten alle Kohle- und Gaskraftwerke vom Netz.
    > >
    > > BTW ...
    > > i.imgur.com
    >
    > Darüber kann man sich streiten und eigentlich auch irrelevant, wenn eine
    > 100%ige Versorgung über Erneuerbare Energien machbar wäre - und dies sogar
    > unter Nutzung ausreichender Speicherkapazitäten (Power2Gas) günstiger als
    > Atomkraft jemals war und sein wird...

    Der Konjunktiv 2 ist hier leider, hoffentlich noch, richtig angewended.

    Bei Atomkraft geht es um Übergangslösung bis eine andere Möglichkeit der stabilen (!) Grundlastversorgung funktioniert.

  5. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 09:28

    rptrlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemio84 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Darüber kann man sich streiten und eigentlich auch irrelevant, wenn eine
    > > 100%ige Versorgung über Erneuerbare Energien machbar wäre - und dies
    > sogar
    > > unter Nutzung ausreichender Speicherkapazitäten (Power2Gas) günstiger
    > als
    > > Atomkraft jemals war und sein wird...
    >
    > Der Konjunktiv 2 ist hier leider, hoffentlich noch, richtig angewended.
    >
    > Bei Atomkraft geht es um Übergangslösung bis eine andere Möglichkeit der
    > stabilen (!) Grundlastversorgung funktioniert.

    Hä - "leider, hoffentlich noch"!? Was möchtest du damit sagen?

    100% Erneuerbare funktioniert grundsätzlich schon längst stabil. Siehe unter anderem Norwegen. Ob jetzt Wasserkraft oder Power2Gas nimmt sich nichts. Aber schau dir doch an, welche Prioritäten die Politik setzt. Photovoltaik wurde in Deutschland 2014 durch die "Sonnensteuer" auf eigenverbrauchten Solarstrom quasi der Todesstoß versetzt, Windkraft darf in Bayern quasi nicht mehr gebaut werden. Vor allem um der kränkelnden Atomkraft Schützenhilfe zu leisten - als wäre es nicht genug, dass bereits für die horrenden "externen Kosten" der Steuerzahler aufkommen muss.

  6. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: rptrlol 13.03.18 - 11:58

    > Hä - "leider, hoffentlich noch"!? Was möchtest du damit sagen?
    Das war etwas umständlich formuliert.
    Ich bin da deiner Meinung, das Ziel sind regenerative Energien sinnvoll auszubauen, dass diese auch die Grundlast stabil stemmen können.
    Dass diese dazu aktuell in der Lage sind, kann ich leider aktuell noch nicht sehen, aber da scheinst du besser informiert zu sein.

    Bei der Diskussion um Atomstrom geht es mir, und anscheinend auch dem 2ten Poster, nicht um die Abwägung zwischen regenerativen Energien und Atomstrom. Hier ist die Antwort eindeutig.
    Aber in der Übergangszeit Kohlekraftwerke hochzufahren um Atomstrom abschalten zu können finde ich aufgrund des Klimawandels die falsche Herangehensweise.

  7. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 12:19

    rptrlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Hä - "leider, hoffentlich noch"!? Was möchtest du damit sagen?
    > Das war etwas umständlich formuliert.
    > Ich bin da deiner Meinung, das Ziel sind regenerative Energien sinnvoll
    > auszubauen, dass diese auch die Grundlast stabil stemmen können.
    > Dass diese dazu aktuell in der Lage sind, kann ich leider aktuell noch
    > nicht sehen, aber da scheinst du besser informiert zu sein.
    >
    > Bei der Diskussion um Atomstrom geht es mir, und anscheinend auch dem 2ten
    > Poster, nicht um die Abwägung zwischen regenerativen Energien und
    > Atomstrom. Hier ist die Antwort eindeutig.
    > Aber in der Übergangszeit Kohlekraftwerke hochzufahren um Atomstrom
    > abschalten zu können finde ich aufgrund des Klimawandels die falsche
    > Herangehensweise.

    Verkürzen wir es: die CDU/CSU hängt historisch am Tropf der Atomindustrie, die SPD an dem der Kohleindustrie. Beide zusammen in einer Großen Koalition haben den Ausbau der Erneuerbaren Energien dermaßen gebremst, dass Deutschland vom einstigen Vorreiter mittlerweile sogar innerhalb Europas einen der allerletzten Plätze einnimmt. Hinzu kommt, dass Energieversorger und Netzbetreiber nicht in der Hinsicht an einem Strang ziehen, die volkswirtschaftlich günstigste Lösung zu realisieren, sondern jeder das tut, womit er am meisten Geld verdient: und das tut der Netzbetreiber nun einmal für den Bau und Unterhalt von neuen Netzen und Stromtrassen, während der Energieversorger lieber große Windparks vor allem im Norden baut und wiederrum keine Kosten für die Durchleitung in den Süden berappen muss: der Dumme ist, wie so oft der Steuerzahler. Es gab erste Ansätze einer (dezentralen) Energiewende von unten, die aber nicht zuletzt durch die "Sonnensteuer" eben im Ansatz erstickt wurden.

    Bist du der Meinung, Erneuerbare Energien könnten bislang technisch und/oder wirtschaftlich attraktiv (günstiger als Kernkraft jedenfalls) keine "Grundlast" bzw. den gesamten Strombedarf bereitstellen? Dann liegst du damit falsch. Es wäre nur deutlich mehr Ausbau (insbesondere auch bei Power2Gas) erforderlich, anstatt jedes Jahr einen weiteren Schritt zurückzugehen - ausgerechnet jetzt wo Erneuerbare Energien so günstig sind (während man sie in den Anfangsjahren - ok, unter rot-grün - sogar massiv gefördert hat).

    Kohleverstromung finde ich ebenfalls scheisse - seien es jetzt die Riesen Löcher in der Erde, die Umweltverschmutzung oder der CO² Ausstoss und der daraus resultierende Klimawandel. Es fällt mir sehr schwer, zwei unnötige Übel gegeneinander aufzuwiegen - aber in letzter Instanz halte ich ein Festhalten an Kernkraft für noch schädlicher und insbesondere gefährlicher.

  8. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 12:32

    Apropos: ich habe es hier jetzt bestimmt schon einmal gesagt... wäre die Welt nicht so zerstritten, würde es sogar reichen Hauptstromtrassen (Unterseekabel etc.) einmal um die Erde zu legen. Irgendwo scheint schließlich immer gerade die Sonne und lokale Wetterbedingungen würden verschwimmen. Aber warum auch einfach, wenn es kompliziert(er) geht? ;-)

  9. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 12:34

    Deutschland müsste dabei anteilsmäßig etwa so viel Photovoltaik-Fläche bereitstellen, wie es Dachflächen gibt. Problemlos machbar. Also mal rein theoretisch angenommen, es gäbe nicht auch noch Wind- und Wasserkraft...

  10. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: twothe 13.03.18 - 15:21

    Schauen wir doch kurz mal in die Energieversorgungs-Übersicht: https://www.electricitymap.org/?page=country&solar=false&remote=true&wind=false&countryCode=DE

    Da sieht man, dass bereits rund 33% - 50% der Versorgung aus erneuerbaren Energien stammt, aber nur ~10% aus Atomkraftwerken. Da die Kraftwerke alle nicht auf voller Leistung arbeiten, könnte man also problemlos alle Atomkraftwerke sofort abschalten, ohne das es zu einem Versorgungsengpass käme. Weitere rund 1/3 kommen aus Kohlekraftwerken.

    Mit anderen Worten: würde man die aktuelle Anzahl an Wind- und Wasserkraftwerken verdoppeln, bräuchte man die Kohlekraftwerke nur für Spitzenlasten, verdreifacht man die Anzahl, bräuchte man gar keine anderen Kraftwerke mehr. Da die Technik offensichtlich vorhanden ist, gibt es aktuell nur einen einzigen Grund warum das nicht getan wird: es ist den Betreibern zu teuer.

    Überspitzt ausgedrückt heißt das: der einzige Grund warum Deutschland nicht vollständig aus erneuerbaren Energien versorgt wird, ist weil uns das Geld wichtiger ist als die Umwelt.

  11. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: Eheran 13.03.18 - 15:23

    >100% Erneuerbare funktioniert grundsätzlich schon längst stabil. Siehe unter anderem Norwegen.
    Alternativ vielleicht Island?
    Woher sollen alle anderen Länder derartige Mengen Wasserkraft (in D praktisch schon 100% ausgebaut) oder Erdwärme bekommen? Wind und Solarenergie sind das jedenfalls nicht, die dort die Versorgung ermöglichen, da diese eben massiv schwanken.

  12. Re: Atomlobbyisten nach Fukushima umsiedeln

    Autor: osolemio84 13.03.18 - 16:46

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit anderen Worten: würde man die aktuelle Anzahl an Wind- und
    > Wasserkraftwerken verdoppeln, bräuchte man die Kohlekraftwerke nur für
    > Spitzenlasten

    Die gesamte in Deutschland installierte Windkraftleistung ließe sich bei aktuellen System-Preisen bereits mit dem was für die neuen Stromtrassen veranschlagt ist (20+ Milliarden Euro), in etwa verdoppeln. Wäre Windkraft aber von vornherein verteilter bzw. dezentraler installiert worden, statt insbesondere in großen Windparks fast ausschließlich im Norden, würden wir gar keine neuen Stromtrassen benötigen.

    > Da die Technik offensichtlich vorhanden ist, gibt es
    > aktuell nur einen einzigen Grund warum das nicht getan wird: es ist den
    > Betreibern zu teuer.
    >
    > Überspitzt ausgedrückt heißt das: der einzige Grund warum Deutschland nicht
    > vollständig aus erneuerbaren Energien versorgt wird, ist weil uns das Geld
    > wichtiger ist als die Umwelt.

    Stimmt auch nicht oder zumindest nicht mehr. Klar, Kohleverstromung ist weiterhin sehr billig, zumindest wenn man die (Folge-)Schäden durch die Umweltverschmutzung, den Klimawandel und die Löcher in der Landschaft mal unberücksichtigt lässt, aber sowohl Wind- als auch Photovoltaik sind sehr nah dran:

    https://www.pv-magazine.de/2018/02/21/sternstunde-der-photovoltaik-auf-augenhoehe-mit-wind-und-kohlestrom/

    Atomstrom hat dagegen preislich keine Chance mehr, die oft angegebenen 4 Cent/kWh sind vollkommen weltfremd und allenfalls Betriebskosten, noch nicht einmal der (in Deutschland aus Steuergeldern finanzierte) Bau der Atomkraftwerke fließt dort ein, geschweige denn ausreichend(!) hohe Rücklagen für den früher oder später erforderlichen Rückbau von Atomkraftwerken und die zwangsläufig erforderliche Lagerung von Atommüll.

    Neu gebaute Atomkraftwerke wie Hinkley Point in England bekommen beispielsweise 11 Cent/kWh garantierte Einspeisevergütung (wohlgemerkt egal ob tatsächlich abgenommen oder nicht, denn eine teilweise Überproduktion gibt es auch bei Atomkraft) und das über stolze 35 Jahre und auch dort ohne die Einpreisung von Folgekosten wie eben die Atommüll-Lagerung...

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