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Mein größtes Bedenken

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  1. Mein größtes Bedenken

    Autor: trinkhorn 14.10.19 - 11:22

    Mein größtes Bedenken, wenn mir Leute von ihren tollen Smart Home Lösungen erzählen ist, neben Sicherheit, immer die Zuverlässigkeit. Ein Haus baut man normalerweise, um noch mindestens eine weitere Generation genutzt zu werden. Wenn nun das ganze Haus auf Software angewiesen ist, muss ich auch davon ausgehen können, dass die Software auch in 50-60 Jahren noch gewartet ist, und es kompatible Eingabegeräte gibt. Wenn ich mit Technik der 90er ein Smart Home gebaut hätte, würde ich mich heute ganz schön ärgern, wenn ich nur konnektivität zu einem alten DOS-Rechner herstellen kann, auf den ich Daten per Diskette von einem anderen Rechner übertrage, auf dem ich evtl. Internetanschluss habe. Wer weiß, ob ein Smartphone in 20 Jahren noch kompatibel mit State of the Art Technik ist. Ein Rolladengurt, eine Türklinke, ein Schloss und ein Thermostat sind mit der Hand steuerbar, und wenn kaputt durch generische Teile ersetzbar. Ob das auch bei einem voll integrierten digitalen System in der Zukunft so funktioniert?

  2. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: mainframe 14.10.19 - 11:36

    In der Industrie, haben wir alle 10 Jahre die Steuerungen rausgeworfen und neue eingebaut.

    Warum nicht auch im Smarthome :-)

    Ich hab alles so ausgelegt, dass man ohne Probleme auch wieder auf klassische Eltako Schaltungen gehen könnte.
    Früher hab ich alles selbst gebaut und auch meine Module gebaut. Das wird mittlerweile weniger, da sich langsam endlich Standards breit machen, die auch bezahlbar sind.

    Ich erfülle mir damit einen Traum. Dauert aber immernoch an, da es einfach viel zeitlicher Aufwand ist. Aber es ist auch ein Hobby. Und meine Frau kommt meistens damit klar :-)

  3. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: trinkhorn 14.10.19 - 11:40

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Industrie, haben wir alle 10 Jahre die Steuerungen rausgeworfen und
    > neue eingebaut.
    >
    > Warum nicht auch im Smarthome :-)
    >
    > Ich hab alles so ausgelegt, dass man ohne Probleme auch wieder auf
    > klassische Eltako Schaltungen gehen könnte.
    > Früher hab ich alles selbst gebaut und auch meine Module gebaut. Das wird
    > mittlerweile weniger, da sich langsam endlich Standards breit machen, die
    > auch bezahlbar sind.
    >
    > Ich erfülle mir damit einen Traum. Dauert aber immernoch an, da es einfach
    > viel zeitlicher Aufwand ist. Aber es ist auch ein Hobby. Und meine Frau
    > kommt meistens damit klar :-)

    Naja, kann man so machen. Aber welcher nicht-Nerd (sorry, falls du dich nicht als Nerd siehst) würde sich das antun? Allein die Kosten und Umstände alle 10 Jahre die Steuerung auszubauen, evtl auch Leitungen etc. zu ändern/tauschen/wechseln... Wäre wie wenn ich alle 10 Jahre die Isolierung komplett neu machen müsste, weil die alte nicht mehr hilft, statt sie nur evtl zu ergänzen weil es inzwischen effizienteres gibt.

  4. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: mainframe 14.10.19 - 11:58

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Naja, kann man so machen. Aber welcher nicht-Nerd (sorry, falls du dich
    > nicht als Nerd siehst) würde sich das antun? Allein die Kosten und Umstände
    > alle 10 Jahre die Steuerung auszubauen, evtl auch Leitungen etc. zu
    > ändern/tauschen/wechseln... Wäre wie wenn ich alle 10 Jahre die Isolierung
    > komplett neu machen müsste, weil die alte nicht mehr hilft, statt sie nur
    > evtl zu ergänzen weil es inzwischen effizienteres gibt.

    Da ich smarthome schon seit mehr als 20 Jahren betreibe, kann man glaube ich schon von Nerd sprechen.

    Aber DU hast mich nicht ganz verstanden. Ich meinte, Du musst nur die Steuerung tauschen. Die Leitungen die im Haus liegen musst DU nicht anpacken. Nur im Verteiler die Logig austauschen.

    Zu Deinem Beispiel mit der Isoloierung... Nein Du musst nicht die Isolierung tauschen, aber alle 10-20 Jahre mal streichen.

  5. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: trinkhorn 14.10.19 - 12:04

    mainframe schrieb:
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    > trinkhorn schrieb:
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    >
    > > Naja, kann man so machen. Aber welcher nicht-Nerd (sorry, falls du dich
    > > nicht als Nerd siehst) würde sich das antun? Allein die Kosten und
    > Umstände
    > > alle 10 Jahre die Steuerung auszubauen, evtl auch Leitungen etc. zu
    > > ändern/tauschen/wechseln... Wäre wie wenn ich alle 10 Jahre die
    > Isolierung
    > > komplett neu machen müsste, weil die alte nicht mehr hilft, statt sie
    > nur
    > > evtl zu ergänzen weil es inzwischen effizienteres gibt.
    >
    > Da ich smarthome schon seit mehr als 20 Jahren betreibe, kann man glaube
    > ich schon von Nerd sprechen.
    >
    > Aber DU hast mich nicht ganz verstanden. Ich meinte, Du musst nur die
    > Steuerung tauschen. Die Leitungen die im Haus liegen musst DU nicht
    > anpacken. Nur im Verteiler die Logig austauschen.
    >
    > Zu Deinem Beispiel mit der Isoloierung... Nein Du musst nicht die
    > Isolierung tauschen, aber alle 10-20 Jahre mal streichen.

    Da gehst du aber davon aus, dass in 10, 20, 30 Jahren noch eine Steuerung Verfügbar ist die sich, auch als Nicht-Nerd mit dem "smarten" Garagentor/Dachfenster/Rolladenmotor/etc. von 2019 koppeln lässt, oder du musst eben auch diese Hardware austauschen. Die Verkabelung kann (wahrscheinlich) die gleiche bleiben, also immerhin muss man da nichts aufstemmen -wahrscheinlich.

  6. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: hit2k4 14.10.19 - 12:09

    Beim Neubau würde ich weitestgehend auf KNX setzen, verkabelt. Es gibt Wenig, dass dagegen spricht. Alles andere lässt sich über Module integrieren. Natürlich ist das nicht günstig und erfordert Zeit zum Parametrieren.

  7. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: mainframe 14.10.19 - 12:15

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da gehst du aber davon aus, dass in 10, 20, 30 Jahren noch eine Steuerung
    > Verfügbar ist die sich, auch als Nicht-Nerd mit dem "smarten"
    > Garagentor/Dachfenster/Rolladenmotor/etc. von 2019 koppeln lässt, oder du
    > musst eben auch diese Hardware austauschen. Die Verkabelung kann
    > (wahrscheinlich) die gleiche bleiben, also immerhin muss man da nichts
    > aufstemmen -wahrscheinlich.

    Nein, Du musst nur darauf achten, dass Du nicht geschlossene Systeme kaufst. Ich hab z.B. keine smarten Rolläden und auch kein smartes Garagentor. Sondern einfach normale Rolladenmotore drin und ein garagentor, dass mit einem Taster auf und zu geht.
    Das smarte kommt dann in der Steuerung. 2 Relais die den Rolladenmotor ansteuern und ein Relais + 2 Endschalter fürs Garangetor. Hier verbaue ich immer Industriestandard. Ich bin Fan von einer Zentralen Steuerung, auch wenn der Nachteil ist, dass dann garnichtsmehr geht. Aber verteilte Steuerungen werden mir schnell zu unübersichtlich.

  8. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: Vögelchen 14.10.19 - 13:23

    Das einzige Problem der Zuverlässigkeit habe ich dort, wo ich Batterien verwende. Also bei den Heizungsreglern muss man eben die Batteriewarnung beachten, die man sich auch per eMail schicken lassen kann. Ansonsten läuft alles, was am Strom hängt, wahlweise per LAN oder Klaut oder VPN.
    Und wenn es aus irgendwelchen Gründen geändert werden soll, wird halt Opensource geflasht.

    Ja, die alten, mechanischen Regler waren zuverlässiger, weil man keine Batterien gebraucht hat. Kaputt gehen oder klemmen konnten sie aber schon.
    Dafür konnte man sie aber nicht absenken und rechtzeitig wieder heizen, wenn man abwesend war. Und das offene Fenster hatte eine knallheiße Heizung zur Folge. Und von der Ferne kontrollieren, ob alle wichtigen Geräte aus sind, war auch nicht drin, genauso wenig wie sicherheitshalber automatisiert mittags das Licht oder irgendwelche Geräte oder Akkulader ausschalten.

  9. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: trinkhorn 14.10.19 - 13:31

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige Problem der Zuverlässigkeit habe ich dort, wo ich Batterien
    > verwende. Also bei den Heizungsreglern muss man eben die Batteriewarnung
    > beachten, die man sich auch per eMail schicken lassen kann. Ansonsten läuft
    > alles, was am Strom hängt, wahlweise per LAN oder Klaut oder VPN.
    > Und wenn es aus irgendwelchen Gründen geändert werden soll, wird halt
    > Opensource geflasht.
    >
    > Ja, die alten, mechanischen Regler waren zuverlässiger, weil man keine
    > Batterien gebraucht hat. Kaputt gehen oder klemmen konnten sie aber schon.
    > Dafür konnte man sie aber nicht absenken und rechtzeitig wieder heizen,
    > wenn man abwesend war. Und das offene Fenster hatte eine knallheiße Heizung
    > zur Folge. Und von der Ferne kontrollieren, ob alle wichtigen Geräte aus
    > sind, war auch nicht drin, genauso wenig wie sicherheitshalber
    > automatisiert mittags das Licht oder irgendwelche Geräte oder Akkulader
    > ausschalten.

    Klar, Smarthome ist toll solange es funktioniert! Das wollte ich auf keinen Fall in Frage stellen. Als nicht-experte in diesen Dingen ("wird halt Opensource geflasht") habe ich aber evtl auf die Dauer ein Problem, wenn nicht mehr alles so einfach funktioniert, weil irgendein Dienst nicht mehr mit dem anderen redet. Das Heizungsthermostat ist mit meiner Hand aber immer Kompatibel. (Und klemmen könnte bei einem elektrischen Aktor, (besonders wenn der über nicht-original-software am laufen gehalten wird) doofer ausgehen, als wenn ich ihn nur mit der Hand bediene...)

  10. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: Prüfbitsachverständiger 14.10.19 - 18:20

    trinkhorn schrieb:
    > Da gehst du aber davon aus, dass in 10, 20, 30 Jahren noch eine Steuerung
    > Verfügbar ist die sich, auch als Nicht-Nerd mit dem "smarten"
    > Garagentor/Dachfenster/Rolladenmotor/etc. von 2019 koppeln lässt, oder du
    > musst eben auch diese Hardware austauschen. Die Verkabelung kann
    > (wahrscheinlich) die gleiche bleiben, also immerhin muss man da nichts
    > aufstemmen -wahrscheinlich.

    Warum nicht nach x Generationen die Hardware/Firmware/Software aktualisieren, die dann noch mit der ursprünglichen Variante kompatibel ist? Dann hat man den Stress in 20 Jahren nicht mehr, dafür irgendwie was basteln zu müssen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.19 18:21 durch Prüfbitsachverständiger.

  11. Re: Mein größtes Bedenken

    Autor: trinkhorn 15.10.19 - 08:25

    Prüfbitsachverständiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > trinkhorn schrieb:
    > > Da gehst du aber davon aus, dass in 10, 20, 30 Jahren noch eine
    > Steuerung
    > > Verfügbar ist die sich, auch als Nicht-Nerd mit dem "smarten"
    > > Garagentor/Dachfenster/Rolladenmotor/etc. von 2019 koppeln lässt, oder
    > du
    > > musst eben auch diese Hardware austauschen. Die Verkabelung kann
    > > (wahrscheinlich) die gleiche bleiben, also immerhin muss man da nichts
    > > aufstemmen -wahrscheinlich.
    >
    > Warum nicht nach x Generationen die Hardware/Firmware/Software
    > aktualisieren, die dann noch mit der ursprünglichen Variante kompatibel
    > ist? Dann hat man den Stress in 20 Jahren nicht mehr, dafür irgendwie was
    > basteln zu müssen?

    Hardware aktualisieren macht bei festeingebauten Dingen im Haus wenig Spaß (Teuer, Zeitintensiv, und tapezieren muss ich dann auch direkt neu, wenn ich ans Fenster musste), und Soft-/Firmware.... Woher weiß ich, dass die Firmen die 2019 meine Smart Home Komponenten herstellen (oder vielleicht gar selber installieren) in x Generationen noch existieren, bzw. dieses Produkt pflegen?
    Mainframe hat da (denke ich) schon den richtigen Ansatz: Keine Smart Home Dinge kaufen, sondern nur elektrische, die evtl zusätzlich einen Status abgeben, oder zusätzliche Sensoren, und diese dann über eine zusätzliche (smarte) Steuerung ansteuern.

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