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Besitz sollte wieder in den Vordergrund rücken,...

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  1. Besitz sollte wieder in den Vordergrund rücken,...

    Autor: markoxyz 08.08.22 - 14:30

    Ich wäre für eine Alternative bei der man Musik wieder besitzt. Die Vorzüge einer CD mit neuen, modernen Möglichkeiten kombiniert. Wir bräuchten keine Streaming Anbieter nach Spotify Konzept, sondern eine Zweiteilung. Auf der einen Seite müsste es Cloud-Streaming-Anbieter mit Marktplätzen geben. Also ein sicherer Cloudspeicher von dem aus man seine Musik flexibel streamen kann. Zum Marktplatz komme ich dann gleich. Auf der anderen Seite müsste es dann Onlineshops für digitale Musik in hochwertigen Formaten geben die mit vorgenannten Clouddiensten kooperieren und verknüpft sind. Wenn ich nun also ein Musikstück in einem Shop gekauft habe, für sagen wir mal für 0,99¤, wird es auf meinen Cloud-Speicher übertragen wo all meine Musik aus beliebigen Shops liegt und zusammenläuft. Die Shops könnten von den Labels oder deren Verbänden betrieben werden. So könnten sie die Musik auch gleich als original zertifizieren. Nun kommt der nächste Schritt: Die Marktplätze. Denn in diesem Schritt müsste man nun genau wie bei gebrauchten CD usw. auch die Möglichkeit haben die gekaufte digitale Musik weiter zu verkaufen wenn man sie nicht mehr hören will. So würden über die Zeit die Preise für Musik auch die Nachfrage nach dieser Musik widerspiegeln und je älter und unbeliebter Musik wird, desto günstiger wird sie automatisch. Bei einem Verkauf löscht der Cloud Anbieter die Musik dann beim Verkäufer und überträgt sie zum Käufer. Dabei wird das Zertifikat geprüft. Handelt es sich um selbst hochgeladene Musik besitzt diese kein Zertifikat und kann nicht verkauft werden. Der Betreiber erhält eine kleine Provision von z.B. 1% und finanziert optimalerweise so gleich den Kompletten Dienst, dass für Kunden keine Monatlichen Gebühren mehr anfallen.
    Zusatzangebote, sowohl Werbefinanziert als auch kostenpflichtig könnten sehr flexibel angebunden werden. Wie z.B. Radiosender oder klassische Streamingangebote, Podcasts,... .

    Das wäre so meine Vision. Sicher, klingt vielleicht erst mal kompliziert und nicht so einfach wie einfach seine 10¤ im Monat abzudrücken und laufen zu lassen. Aber so viel komplizierter wäre es im Endeffekt gar nicht, wenn es gut umgesetzt wird und es würden so viele Probleme gelöst werden. Aber letztlich bräuchte es für so etwas ein großes Umdenken und einen gewissen Aufwand sowie einige Kooperationen zwischen verschiedenen Parteien und Marktakteuren die gleichzeitig ihren Beitrag leisten müssen. Also quasi unmöglich, weil es etwas ist was fast nur im ganzen funktionieren kann und nicht mit einer kleinen Idee und einem Innovativen Anbieter anfangen kann, wie so vieles, um den herum sich dann der Markt entwickelt.

    Abgesehen davon, sehr lustig solche Artikel auf einer Seite zu lesen, die selbst Inhalte hinter einer Paywall versteckt "Mehr lesen mit Golem Plus".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.08.22 14:32 durch markoxyz.

  2. Re: Besitz sollte wieder in den Vordergrund rücken,...

    Autor: Prof.Dau 08.08.22 - 16:36

    Du kauft keine Musikfiles, die dir gehören. War noch nie so. Nur ein Album gehört dir.
    Du erwirbst auch nur das Recht, die Musik selbst zu hören. Beschäftige dich mal mit der GEMA - für mich die reinste Mafia.

    Wenn du Musik auf einer Hochzeit oder Feier spielen willst, wo Gäste erscheinen, die keine Freunde sind, müsstest du Gebühren für das abspielen der Musik bezahlen.

    Des selbe gilt auch für gekaufte Alben.

    Das ganze System erinnert an Gangs, Mafia und Drückerkolonnen. Es geht hier absolut nicht um die Künstler noch um die Hörer, es geht wirklich nur um Gewinnmaximierung mit dem geringsten Aufwand.

    Jede "gekaufte" Musikdatei, die du kopierst musst du bei der Gema neu lizensieren lassn - gegen Gebühr. Wozu? Geld für die Gangster.

    Frag mal Clubbetreiber, DJ,s, Bar Besitzer usw.

    Deshalb war es auch richtig dass YT endlich mal gleich behandelt wurde mit der EU Gesetzesänderung. Konnte ja nicht sein, dass der Laden sich davon ausnehmen konnte mit der Argumentation, YT sei nicht in der Verantwortung für die Inhalte und Lizensverletzungen seiner user.

    Für mich gehört das ganze Lizenssystem abgeschafft.

    Royality Free Music ist hier der korrekte Ansatz. Und wie ein andere bereits schrieb: es liegt an den Künstlern, die dieses System am laufen halten, indem sie sich an die Gangs wenden und diese um Schutz bitten.

  3. Re: Besitz sollte wieder in den Vordergrund rücken,...

    Autor: Azzuro 09.08.22 - 09:46

    > Du kauft keine Musikfiles, die dir gehören. War noch nie so. Nur ein Album
    > gehört dir.
    Ich wüsste nicht warum das bei einer Datei anders sein sollte als bei einer Plastikscheibe.

    (EDIT: OK, vielleicht ist es so: Eine CD kann ich einfach abgeben, oder verkaufen. Wenn ich eine Dateio dagegen abgebe, dann ist das immer eine Verfielfältigung, selbst dann wenn ich die DAtei bei mir anschließend lösche)

    > Beschäftige dich
    > mal mit der GEMA - für mich die reinste Mafia.
    Bei der GEMA ist so manches zu kritisieren, aber oft ist die Kritik auch unberechtigt, weil es die falschen trifft. Vielen ist nicht ganz klar, wie streng das deutsche Urheberrecht ist. Die GEMA setzt das dann nur um, und ist verpflichtet genau das zu tun.

    > Wenn du Musik auf einer Hochzeit oder Feier spielen willst, wo Gäste
    > erscheinen, die keine Freunde sind, müsstest du Gebühren für das abspielen
    > der Musik bezahlen.
    Ja. So will es das Gesetz. Wenn die GEMA GEld für etwas verlangt, was sie nicht darf, dann kannst du gern dagegen klagen. Die GEMA kann auch nicht einfach ein Auge zudrücken, denn letztlich hat sie von Ihren Mitgliedern den AUftrag, dafür zu sorgen, dass diese dann vergütet werden, wenn es das Urheberrecht vorsieht.

    > Das ganze System erinnert an Gangs, Mafia und Drückerkolonnen. Es geht hier
    > absolut nicht um die Künstler noch um die Hörer, es geht wirklich nur um
    > Gewinnmaximierung mit dem geringsten Aufwand.
    Die GEMA vertritt übrigens auch nicht die Künstler, sondern die Urheber. VIelen scheint die Unterschied in den Rechten an der konkreten Tonaufnahme (Plattenlabel, Künstler, GVL) und Urheberrechten am Werk (Komponisten/Texter, Verlage, GEMA) nicht ganz klar zu sein. DAher weiß ich auch nicht ganz wer für dich die Mafia ist und wer das Opfer.

    - Ein Veranstalter eines KOnzerts zahlt an die GEMA, damit die Komponisten der gespielten Songs vergütet werden (während er unabhängig davon der Band eine Gage zahlt)
    - spotify zahlt an die GEMA; damit die Komponisten der gestreamten Songs vergütet werden (während es unabhängig davon an die Plattenlabels/Rechteinhaber der eigentlichen gestreamten Tonaufnahme zahlt)
    - PLattenlabels zahlen an die GEMA wenn sie PLatten pressen, damit die Komponisten der Songs vergütet werden
    - nehme wir einen Song gibt es auf drei Versionen auf YOutube
    a) Das offizielle Musikvideo ist auf dem offiziellen Kanal des Plattenlabels
    b) ich habe das Lied von einer CD gerippt und auf meinem Kanal hochgeladen
    c) ich schnappe mir meine GItarre und singe selbst eine Coverversion ein und lade die hoch

    Für das Plattenlabel ist nur (b) ein Problem und eine "illegale Raubkopie". Nicht aber (c).

    Aus sicht der GEMA dagegen ist alles drei das gleiche. Und bei der Diskussion damals, als VIdeos wegen der GEMA gesperrt wurden, ging es darum, dass nicht klar war, ob nun YOutube oder der Kanalinhaber derjenige ist, der veröffenlicht und somit zahlen muss.


    > Jede "gekaufte" Musikdatei, die du kopierst musst du bei der Gema neu
    > lizensieren lassn - gegen Gebühr. Wozu?
    Wegen §15 UrhG.

    (1) Der Urheber hat das ausschließliche Recht, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten; das Recht umfaßt insbesondere 1. das Vervielfältigungsrecht (§ 16), (...)

    Nur der Urheber selbst darf ein Werk vervielfältigen, sonst niemand. Es sei denn du vergütest ihn dafür.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.22 10:02 durch Azzuro.

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