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Klimawandel und Klimabilanz

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  1. Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: pk_erchner 14.03.18 - 10:06

    das Thema stammt auch von ihm

    kann mir jemand mal erklären wie eine promovierte Physikerin und ehemals Klimakanzlerin so haltungslos oder pro-fossil Industrie schwenken kann?

    ja, es hängen viele Arbeitsplätze und Gewinn am Premium Fossil Monster KFZ....

    aber Arbeitsplätze hängen auch in EV (Electric Vehicle) Industrie und der regenerativen Energie.

    Trump mal rausgenommen ... (yehaaa... Fracking und texanisches Öl)

    Wieso setzt sich hier Verstand nicht durch?

    Geld ist stärker als Verstand?

  2. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Port80 14.03.18 - 10:37

    Ja.

    Und wann gab es denn die "Klimakanzlerin"?

  3. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: pk_erchner 14.03.18 - 10:54

    Port80 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja.
    >
    > Und wann gab es denn die "Klimakanzlerin"?

    aus wikipedia

    Zwischenzeitlich erwarb sich Merkel in den Jahren 2006/07 den Ruf als „Klimakanzlerin“, dank ihres Engagements für Klimaziele auf europäischer und internationaler Ebene, während der Stellenwert der Klimapolitik seither wieder sank. So nahm sie etwa beim UN-Klimagipfel in New York im September 2014 nicht mehr teil und besuchte stattdessen eine Tagung des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Auch klimapolitische Initiativen sind noch nicht konkret geplant

  4. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Lapje 14.03.18 - 11:28

    Und was hat das jetzt bitte mit dem Artikel zu tun?

  5. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Dwalinn 14.03.18 - 12:47

    Hawking hat vor dem Klimawandel gewarnt und vorgeschlagen das wir auf andere Planeten übersiedeln sollten.... das reicht doch als Vorlage fürs Merkel bashing

  6. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 14.03.18 - 13:39

    Zwei Physiker. Einer ist sich treu geblieben, einer hat sich an Politik und Lobbyismus verraten.

  7. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: cuthbert34 14.03.18 - 16:38

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zwei Physiker. Einer ist sich treu geblieben, einer hat sich an Politik und
    > Lobbyismus verraten.

    So ein Quatsch. Zwischen der theoretischen Physik und dem Leben einer Realpolitikerin tun sich halt schon ein paar Abgründe als Grenzen auf. Das hat doch nichts mit Verrat zu tun.

    Es reicht doch schon Opposition und Regierung zu vergleichen. Als Opposition kann ich vieles fordern, aber gleichzeitig ist es in Regierungsverantwortung nicht durchsetzbar. Ist einfach so.

  8. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 14.03.18 - 18:41

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zwei Physiker. Einer ist sich treu geblieben, einer hat sich an Politik
    > und
    > > Lobbyismus verraten.
    >
    > So ein Quatsch. Zwischen der theoretischen Physik und dem Leben einer
    > Realpolitikerin tun sich halt schon ein paar Abgründe als Grenzen auf. Das
    > hat doch nichts mit Verrat zu tun.
    >
    > Es reicht doch schon Opposition und Regierung zu vergleichen. Als
    > Opposition kann ich vieles fordern, aber gleichzeitig ist es in
    > Regierungsverantwortung nicht durchsetzbar. Ist einfach so.

    Hat auch keiner behauptet, dass es als Kanzler einfacher sei für unser Klima zu kämpfen, und Verrat nicht im Sinne davon, den Klimawandel zu relativieren, sondern in der von ihr geduldeten Diskriminierung und Ausbremsung der Bürger als Energieproduzenten, den eigentlichen Erfindern und stärksten Protagonisten der Energiewende. Verrat auch in der rechtlichen wie finanziellen Priorisierung und Förderung der klassischen Industrie als Vollzieher der Energiewende, sowie der Inkaufnahme und das sich Taub stellen gegenüber den unverändert CO2 intensiven Energieproduktionmethoden, welche die Industrie auch in den kommenden Jahrzehnten genauso beibehalten will.

    Nach außen die physikalischen Notwendigkeiten der Zukunft Predigen, während man die selben intern sabotiert. "Klimakanzlerin", "Endkarbonisierung" sind ja kaum mehr als ein paar makabere Worthülsen. Die Groko, Arm in Arm mit der Lobby und mit Gabriel als ne Art Bluthund, jedes Fenster verriegelnd und jeden Pfad platt walzend, der den Bürgern und dem Mittelstand mehr Teilnahme und Mitspracherecht an unserer Energieproduktion ermöglichen könnte. Der Vorwurf lautet also, das Gegenteil von dem zu tun, was man predigt.

  9. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: sav 14.03.18 - 19:08

    Zum Schluss ist halt doch der Wähler verantwortlich für die Politik die gemacht wird und dieser sieht aktuell - aus welchen Gründen auch immer - halt eben keine so große Priorität im Klimaschutz, schon gar nicht wenn dieser ihn irgendwie beschränkt.
    Teilweise sind die gleichen Leute für eine saubere Luft, für Regenerative Energie, für Umweltschutz usw. und gehen dann doch auf die Straße wenn der Windpark bei denen in der Nähe gebaut wird oder eine Trasse in der Nachbarschaft entstehen soll.
    Ähnliches beim Diesel-Skandal. Dass die Fahrzeuge tatsächlich dreckig sind, dürfte den meisten völlig egal sein. Das der Wert des eigenen Autos gesunken ist, dass sie ggf. mit dem Ding nicht mehr in die Stadt fahren dürfen sind die Themen die die Leute interessieren. Oder Leute die im Bioladen einkaufen und dann die Produkte in Ihren tonnenschweren und völlig übermotorisierten SVUs keine 2 km Heim fahren.
    Dazu natürlich die ganzen Lobby-Verbände die bei jedem Einschnitt sofort den Verlust von Arbeitsplätzen propagieren und dem beschränkten Planungshorizont - in 4 Jahren ist ja schließlich schon die nächste Wahl und bis dahin müssen sämtliche negativen Entscheidungen vergessen sein bzw. schon Ihre Wirkung zeigen, weil sonst wird man ja nicht wiedergewählt.
    Und zum Schluss die neue Empörungskultur, die gefühlt jeder Person die in der Öffentlichkeit steht die Menschlichkeit raubt und besonders Politiker immer mehr zu Sprechzombies verkommen lässt, die nur noch vorgefertigte und von x Beratern geprüfte Worthülsen von sich geben lassen, nur um nicht bei einer Gruppe anzuecken und einen Shirtstorm und den Xten-#Gate loszutreten.
    Das ist halt alles keine Grundlage für Visionäres (ob richtiges oder falsches ist egal) handeln.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.18 19:12 durch sav.

  10. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 14.03.18 - 20:33

    >Zum Schluss ist halt doch der Wähler verantwortlich für die Politik die gemacht wird...

    Ja ja, da waren einmal Genossenschaften, die sich zum Bau von Windrädern zusammengetan haben, in ihren eigenen Ortschaften, super erfolgreich, vom Staat gecancelt. Da waren einmal die Bürger Sonnenenegie Anlagen, vom Staat gefördert, super erfolgreich. Nun muss man selbst für das Ernten des Sonnenscheins für den eigenen Strombedarf eine Steuer abgeben, man muss ein Jurastudium abgeschlossen haben um sich durch das Genehmigungsverfahren zu arbeiten. Unternehmen, die auf ihren Dachflächen Strom produzieren und den Überschuss ans Netz abgeben wollen, können das nicht mehr. Die müssen sich zur Nutzung ihrer eigene Dachfläche einem Wettbewerb gegen Andere stellen.

    Und jetzt sollen sich die Windräder vor den Ortschaften der Wähler für die Taschen fremden Investoren drehen, die Dächer der Mittelstandsunternehmen von Konzernen gekapert werden und die Wähler mit "Licht ausmachen ", mit "Müll trennen " und mit "im Winter mehr Kleidung anziehen um die Temperatur zwei Grad zu drücken ", abgespeist werden, und das alles schön überwacht mit dem Smart Meter.

    Rate mal wenn ich für das Einbremsen der und das Desinteresse an den Erneuerbaren verantwortlich mache.

  11. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: FreierLukas 14.03.18 - 22:59

    Elekrtrofahrzeuge und Solarmodule sind keine Industrie die in Deutschland signifikant für Arbeitspätze sorgen kann. Elektrogeräte sind nicht die Deutsche Paradedisziplin, genauso wenig wie Software. In China programmiert man in der Grundschule Roboter was bedeutet dass Investitionen in diesen Bereich extrem riskant und letztendlich verschwendet sind. Deuschland muss in Technologie investieren für die man jede Menge Hirnschmalz und Know How braucht was man nicht so ohne weiteres kopieren kann.

    Mehr und mehr Politiker erkennen aktuell das Potenzial der Kohle für die Zukunft, sprechen aber nicht offen darüber weil man keine unnötigen Stimuli in die Wirtschaft geben will.

    Wozu braucht man Kohle? Nunja, in naher Zukunft wird man Kohlefaser, Graphene und Kohlenstoff-Nanoröhren in Masse produzieren. Kohle eignet sich zumindest potenziell als Rohstoff um diese günstig herzustellen.

    Was hat das mit Kohlekraftwerken zu tun? Wenn man aus der Kohlekraft aussteigt, überlebt der Kohleabbau nicht. Das bedeutet in Zukunft wenn die Nachfrage nach Kohle in anderen Bereichen steigt, führt das dazu dass man Hierzulande nicht mit zB. Abbaugebieten wie China mithalten kann da man natürlich erst wieder in Minen investieren müsste.

    Dazu kommt Solaranlagen bauen sich nicht von selbst. Grade die Produktion von Zellen ist extrem Energieaufwendig und wenn man Kraftwerke abschaltet verzögert sich der Umstieg. Mehr Kohlekraft und ein schnellerer Umstieg gleichen sich auf lange Sicht CO2-technisch aus. Das heißt also man muss Kohle noch ca. 8-10 Jahre über die Runden bringen bis sich andere Märkte für Kohle ergeben.

    Das ist natürlich teilweise Spekulation aber es gibt einen haufen interessanter Artikel zum Thema.

    [compositesmanufacturingmagazine.com]

    [www.sciencedirect.com]

    [www.youtube.com]


    Soviel zum Thema Physikerin.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.18 23:12 durch FreierLukas.

  12. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: mfeldt 15.03.18 - 08:36

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Elekrtrofahrzeuge und Solarmodule sind keine Industrie die in Deutschland
    > signifikant für Arbeitspätze sorgen kann. Elektrogeräte sind nicht die
    > Deutsche Paradedisziplin, genauso wenig wie Software. In China programmiert
    > man in der Grundschule Roboter was bedeutet dass Investitionen in diesen
    > Bereich extrem riskant und letztendlich verschwendet sind. Deuschland muss
    > in Technologie investieren für die man jede Menge Hirnschmalz und Know How
    > braucht was man nicht so ohne weiteres kopieren kann.
    >
    > Mehr und mehr Politiker erkennen aktuell das Potenzial der Kohle für die
    > Zukunft, sprechen aber nicht offen darüber weil man keine unnötigen Stimuli
    > in die Wirtschaft geben will.
    >
    > Wozu braucht man Kohle? Nunja, in naher Zukunft wird man Kohlefaser,
    > Graphene und Kohlenstoff-Nanoröhren in Masse produzieren. Kohle eignet sich
    > zumindest potenziell als Rohstoff um diese günstig herzustellen.
    >
    > Was hat das mit Kohlekraftwerken zu tun? Wenn man aus der Kohlekraft
    > aussteigt, überlebt der Kohleabbau nicht. Das bedeutet in Zukunft wenn die
    > Nachfrage nach Kohle in anderen Bereichen steigt, führt das dazu dass man
    > Hierzulande nicht mit zB. Abbaugebieten wie China mithalten kann da man
    > natürlich erst wieder in Minen investieren müsste.
    >
    > Dazu kommt Solaranlagen bauen sich nicht von selbst. Grade die Produktion
    > von Zellen ist extrem Energieaufwendig und wenn man Kraftwerke abschaltet
    > verzögert sich der Umstieg. Mehr Kohlekraft und ein schnellerer Umstieg
    > gleichen sich auf lange Sicht CO2-technisch aus. Das heißt also man muss
    > Kohle noch ca. 8-10 Jahre über die Runden bringen bis sich andere Märkte
    > für Kohle ergeben.
    >
    > Das ist natürlich teilweise Spekulation aber es gibt einen haufen
    > interessanter Artikel zum Thema.
    >
    > compositesmanufacturingmagazine.com
    >
    > www.sciencedirect.com
    >
    > www.youtube.com
    >
    > Soviel zum Thema Physikerin.

    Das ist jetzt aber 'ne wilde Kette die an jedem Glied weit mehr als ein Fragezeichen aufweist.... Kohle als Rohstoff für Kohlefaser? Eher nicht!

    https://www.r-g.de/wiki/Kohlefasern_(Carbon)

    """
    Elementarer, reiner Kohlenstoff, kommt in der Natur in Form von Graphit oder Diamant vor, ist unlöslich und unschmelzbar und scheidet daher als Rohstoff zur Kohlefaser Produktion aus.

    Kohlenstofffasern entstehen durch Pyrolyse (Verkokung) nicht schmelzbarer Kohlenstoff-Polymerfäden. Das technisch bedeutsamste Verfahren ist das Verkoken von Polyacrylnitril.
    """

    Soviel zum Thema Forist.

  13. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 15.03.18 - 10:05

    In Deutschland hat man verlernt Waschmaschinen zu bauen und schmeißt auch gleich die Autoindustrie hin? Nannoröhrchenförderung im heimischen Braunkohletagebau und in 8 bis 9 Jahren das Runterfahren aller Kohlekraftwerke?

    Dabei kann es sich nur um die eine Sache handeln, wir haben Besuch, es muss sich jemand ins Nachbaruniversum verirrt haben! Und auch darauf hat uns Stephen Hawking bereits aufmerksam gemacht in seinen Werken, ist also alles halb so wild. Hawkings Lehre folgend begegnen wir nicht viel mehr als den ersten Anzeichen einer kleinen, durch Hawkings Ableben angestoßenen kosmologischen Verzerrung.

    Also erst mal durchatmen, viel dramatischer wäre es gekommen hätte uns ein Großvaterparadoxon überrollt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.18 10:13 durch Ach.

  14. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Dwalinn 15.03.18 - 10:05

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Zum Schluss ist halt doch der Wähler verantwortlich für die Politik die
    > gemacht wird...
    >
    > Ja ja, da waren einmal Genossenschaften, die sich zum Bau von Windrädern
    > zusammengetan haben, in ihren eigenen Ortschaften, super erfolgreich, vom
    > Staat gecancelt.
    Da du hier nicht mehr Informationen gibst kann man nur mutmaßen warum das nicht geklappt hat. Vll sollte der Windpark mitten in ein Brutgebiet gebaut werden oder es haben sich doch noch zu viele Bewohner dagegen gewehrt?

    > Da waren einmal die Bürger Sonnenenegie Anlagen, vom Staat
    > gefördert, super erfolgreich.
    Ja und mit der Förderung ist man runtergegangen.... warum auch nicht? Das wäre verdammt teuer geworden, die Einspeisevergütung ist ja immer noch ziemlich hoch.

    > Nun muss man selbst für das Ernten des
    > Sonnenscheins für den eigenen Strombedarf eine Steuer abgeben,
    Nur wenn man eine so große Anlage aufs Dach setzt das das Eindeutig einen Gewerblichen Hintergrund hat.

    > man muss ein
    > Jurastudium abgeschlossen haben um sich durch das Genehmigungsverfahren zu
    > arbeiten.
    Ist das in Deutschland nicht immer so? Daher gibt es ja firmen die sich um sowas kümmern.

    > Unternehmen, die auf ihren Dachflächen Strom produzieren und den
    > Überschuss ans Netz abgeben wollen, können das nicht mehr. Die müssen sich
    > zur Nutzung ihrer eigene Dachfläche einem Wettbewerb gegen Andere stellen.
    Soweit ich weiß gilt das nur wenn sie die Einspeisevergütung wollen (ab einer bestimmten Größe der Anlage.)

    > Und jetzt sollen sich die Windräder vor den Ortschaften der Wähler für die
    > Taschen fremden Investoren drehen, die Dächer der Mittelstandsunternehmen
    > von Konzernen gekapert werden und die Wähler mit "Licht ausmachen ", mit
    > "Müll trennen " und mit "im Winter mehr Kleidung anziehen um die Temperatur
    > zwei Grad zu drücken ", abgespeist werden, und das alles schön überwacht
    > mit dem Smart Meter.
    >
    > Rate mal wenn ich für das Einbremsen der und das Desinteresse an den
    > Erneuerbaren verantwortlich mache.

  15. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 15.03.18 - 11:29

    >Da du hier nicht mehr Informationen gibst kann man nur mutmaßen warum das nicht geklappt hat. Vll sollte der Windpark mitten in ein Brutgebiet gebaut werden oder es haben sich doch noch zu viele Bewohner dagegen gewehrt?
    Es geht um keinen Einzelfall, es geht um das Genossenschaftsmodell an sich. Örtlich haben sich quer über die Republik Genossenschaften gebildet, in denen sich die Bürger, die Städte und Gemeinden Windanlagen in ihre eigenen Landschaften gestellt haben und selber davon profitieren. Dieses Modell ist wesentlicher Bestandteil des unglaublichen Erfolgs der Windkraft, und genau dieses Modell hat die Regierung mit dem Ausschreibungsmodell zerstört. Genossenschaften können sich das geldliche und zeitliche Risiko nicht leisten, bei einer Ausschreibung leer auszugehen. Das können nur große (Kapital-)Gesellschaften, die das Risiko statistisch ausgleichen. Bis auf eine Ausnahme, bei der eine Genossenschaft die Vorarbeit bereits geleistet hatte, gingen in Folge alle Ausschreibungen an Fremdbetreiber, welche jetzt die Landschaft der Bürger okkupieren. Da haben die Bürger dann wirklich keinen Bock drauf, und deshalb ist die Windkraft seit der Ausschreibung komplett ins stocken geraten, wirklich komplett ins stocken. Oder RWE könnte sich Windkraftstandorte sichern, um die Windkraft dann aber schleifen zu lassen und weiter ihre Kohlekraftwerke zu fahren, oder, oder, oder, Bisherige Beispiele aus anderen Ländern haben ja schon vor Jahren klar gezeigt, dass Ausschreibungen für WK an Land ein Rohrkrepierer ist, und das wusste auch die Regierung.

    >Ja und mit der Förderung ist man runtergegangen.... warum auch nicht? Das wäre verdammt teuer geworden, die Einspeisevergütung ist ja immer noch ziemlich hoch.
    Sie könnten die Förderung sogar komplett streichen und einfach den Börsenwert durchreichen. Tun sie aber nicht.

    >Nur wenn man eine so große Anlage aufs Dach setzt das das Eindeutig einen Gewerblichen Hintergrund hat.
    Nope, 6kw(ca.10qm) ist die Grenze, sobald wer auch immer diese überschreitet, soll er bitte für das von ihm selber genutzte Licht von der Sonne einen steuerlichen Obolus überreichen.

    >Ist das in Deutschland nicht immer so?
    Was ist denn das für ein Argument? Haben wir in Deutschland nicht schon immer Kohlekraftwerke und Verbrennerautos? Versauen wir unser Klima also richtig. Hab ich nicht schon 20Kg Übergewicht? Fress ich mich jetzt richtig voll.
    >Daher gibt es ja firmen die sich um sowas kümmern.
    Daher gibt es ja Ärzte die sich um die Herzinfakte kümmern.

    Nein, es war natürlich überhaupt nicht so, wurde aber mit jeder Reform des EEG immer weiter verkomplizierter. Die Regierung hat eine regelrechte Panik davor, dass der Bürger auch nur an einer Stelle zum Konkurrenten der Energieindustrie wird, genau so reagiert die Regierung in ihrer Gesetzgebung, bei Strom und Wärme, völlig egal. Dafür hat die Regierung aber in regelrecht makaberer Weise in 2017 eine neue Eigenstromverordnung verfasst, die es Betrieben ermöglicht, kohle- öl- und gasbetriebene Eigenstromanlagen steuerlich abzusetzen. Ist das nicht ein ganz toller Fortschritt für die Erneuerbaren?

    >Soweit ich weiß gilt das nur wenn sie die Einspeisevergütung wollen (ab einer bestimmten Größe der Anlage.)
    Du stellst die falsche Frage. Warum bitte soll jemand auf seinem eigenen Dach keine von ihm betriebene Photovoltaikanlage(im Rahmen der Sicherheitsbestimmungen natürlich aber) so wie er es gerne möchte betreiben, und den von ihm produzierten Strom an der Börse anbieten dürfen? Warum soll sich da jemand anderes über sein Dach hermachen dürfen, einfach indem er den Besitzer des Dachs in einem Angebot preislich unterbietet? Warum besorgt sich dieser Fremde nicht sein eigenes Dach auf dem er sich austoben kann?

  16. Re: Klimawandel und Klimabilanz

    Autor: Ach 15.03.18 - 13:19

    Ups, kleiner Fehler! Ab 0,6KW(ca 10m² Fotovoltaikfläche), nicht erst ab 6KW, wird bei einem ins Netz integriertem System eine Eigenstromabgabe erhoben. Wobei der EuGH der Regierung verboten hatte die Umlage schon ab 100Watt zu erheben, was sie eigentlich vor hatte.

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