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  4. Gesetz: Bundesrat lässt Routerfreiheit passieren

Routerfreiheit = Modemfreiheit?

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  1. Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 19:39

    "Internetprovider können mit dem neuen Gesetz in Zukunft ihren Kunden nicht mehr vorschreiben, welches Endgerät sie an ihrem Internetzugang anschließen dürfen."

    Aus Sicht eines Kabelkunden: Bedeutet das, ich könnte mir ein Modem besorgen und Kabel Deutschland wäre dazu verpflichet die MAC Adresse frei zu schalten?

    Oder bedeutet das: Modem von Kabel Deutschland und ich kann mir (wie bisher auch) einen Router meiner Wahl anschließen (+ sie müssen jetzt VoIP Zugangsdaten rausrücken)?

    Eigenes Modem wäre schön und gut, aber dann gibts sicherlich massiv Probleme mit Rückkanal Störern - und das wünsche ich keinem Anbieter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.15 19:41 durch lixxbox.

  2. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: Jasmin26 27.11.15 - 19:48

    Der Netzabschluss endet an der "Dose" . Danach kannst du frei wählen .

  3. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: Hotohori 27.11.15 - 19:51

    Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen den Routerzwang gegen einen Modemzwang zu tauschen, weil eigentlich sind es doch Hauptsächlich die Router Funktionen weswegen die Nutzer andere Router benutzen wollen, die besser für sie passen.

    Die Bedenken, die hier die Betreiber äußern, sind jedenfalls nicht so leicht von der Hand zu weisen, das könnte für viele Nutzer noch eine böse Überraschung werden.

  4. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 19:54

    Ok, krass. Dann könnte ich mir nächstes Jahr eine Fritzbox Cable ohne Abo besorgen und die müssten die mir freischalten. Dann wird nur sicherlich der Support gestrichen.

    Dennoch finde ich die Begrifflichkeit "Routerfreiheit" seltsam. Für mich sind Router und Modems zwei unterschiedliche paar Schuhe.

  5. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: TheMasterMaind 27.11.15 - 19:56

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, krass. Dann könnte ich mir nächstes Jahr eine Fritzbox Cable ohne Abo
    > besorgen und die müssten die mir freischalten. Dann wird nur sicherlich der
    > Support gestrichen.
    >
    > Dennoch finde ich die Begrifflichkeit "Routerfreiheit" seltsam. Für mich
    > sind Router und Modems zwei unterschiedliche paar Schuhe.

    Ja einige scheinen bei den Begriffen nicht genau zu differenzieren - was aber fatal ist. Und ja das solltest du dann machen können.

  6. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: BenjaminWagner 27.11.15 - 19:59

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, krass. Dann könnte ich mir nächstes Jahr eine Fritzbox Cable ohne Abo
    > besorgen und die müssten die mir freischalten. Dann wird nur sicherlich der
    > Support gestrichen.

    Welche Support?

    "Kein Internet? Ja, das liegt wahrscheinlich an Apple und Google, deren Server sind oft überlastet... Ja, das liegt wohl an der Box, setzen Sie diese zurück und warten Sie mal ab... Ja, da haben Sie sicher den falschen Browser genutzt, deshalb kommt die Box nicht ins internet."

    > Dennoch finde ich die Begrifflichkeit "Routerfreiheit" seltsam. Für mich
    > sind Router und Modems zwei unterschiedliche paar Schuhe.

    Theoretisch schon, praktisch kenne ich keinen modernen Router mehr ohne Modem.

  7. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: HubertHans 27.11.15 - 20:01

    BenjaminWagner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > lixxbox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ok, krass. Dann könnte ich mir nächstes Jahr eine Fritzbox Cable ohne
    > Abo
    > > besorgen und die müssten die mir freischalten. Dann wird nur sicherlich
    > der
    > > Support gestrichen.
    >
    > Welche Support?
    >
    > "Kein Internet? Ja, das liegt wahrscheinlich an Apple und Google, deren
    > Server sind oft überlastet... Ja, das liegt wohl an der Box, setzen Sie
    > diese zurück und warten Sie mal ab... Ja, da haben Sie sicher den falschen
    > Browser genutzt, deshalb kommt die Box nicht ins internet."
    >
    > > Dennoch finde ich die Begrifflichkeit "Routerfreiheit" seltsam. Für mich
    > > sind Router und Modems zwei unterschiedliche paar Schuhe.
    >
    > Theoretisch schon, praktisch kenne ich keinen modernen Router mehr ohne
    > Modem.

    Gibt es genuegend. Du wirst eher kein Modem finden, welches ohne Routing-Funktionalitaet auf dem Markt ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.15 20:02 durch HubertHans.

  8. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 20:23

    Wikipedia sagt:
    Datenanschlüsse haben in der Regel ein Modem (meist ein DSL-Modem oder Kabelmodem) als Netzabschluss;

    https://de.wikipedia.org/wiki/Netzabschluss

    Das wäre ja dann widersprüchlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.15 20:24 durch lixxbox.

  9. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: TheMasterMaind 27.11.15 - 20:28

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wikipedia sagt:
    > Datenanschlüsse haben in der Regel ein Modem (meist ein DSL-Modem oder
    > Kabelmodem) als Netzabschluss;
    >
    > de.wikipedia.org
    >
    > Das wäre ja dann widersprüchlich.


    Ob es nun ein Modem und dahinter ein Router oder ein Router mit Modemfunktionalität ist, ist egal.
    Den meisten passt es nicht zwangsweise solch ein "Router-Modem-Gerät" zu haben welches auch noch meist sehr schlecht ist. Vielen wäre wahrscheinlich schon geholfen, wenn sie nur ein Zwangsmodem bekommen würden welches den Traffic nur durchleitet und hinter diesem der User sich sein Lieblingsgerät stöpseln kann.
    Dieses würde auch viele "Pr

  10. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: TheMasterMaind 27.11.15 - 20:29

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wikipedia sagt:
    > Datenanschlüsse haben in der Regel ein Modem (meist ein DSL-Modem oder
    > Kabelmodem) als Netzabschluss;
    >
    > de.wikipedia.org
    >
    > Das wäre ja dann widersprüchlich.


    Ob es nun ein Modem und dahinter ein Router oder ein Router mit Modemfunktionalität ist, ist egal.
    Den meisten passt es nicht zwangsweise solch ein "Router-Modem-Gerät" zu haben welches auch noch meist sehr schlecht ist. Vielen wäre wahrscheinlich schon geholfen, wenn sie nur ein Zwangsmodem bekommen würden welches den Traffic nur durchleitet und hinter diesem der User sich sein Lieblingsgerät stöpseln kann.
    Dieses würde auch viele "Probleme" der NBs lösen.

    Aber so kann man nun alles entscheiden was hinter Dose hängt.
    Stichwort: Toaster...

  11. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: tingelchen 27.11.15 - 20:35

    Richtig. Router ohne Modem gibt es wie Sand am Meer. Aber ein Modem (ob DSL oder Kabel) zu finden, ist schwer. Insbesondere reine DSL Modems gibt es praktisch gar nicht mehr. Da muss man sich dann immer einen ganzen Router holen und diesen in den Passthrough Mode schalten.

  12. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 20:36

    Das ist mir schon klar, dass es vielen darum geht nur ihren eigenen Router an das Modem anschließen zu können. Bei Kabel Deutschland (bzw. Vodafone) geht das ja auch ohne Probleme (bis auf die VoIP Daten).

    Der Artikel ließt sich so als könne jeder sein Modem anschließen, Jasmin26 begründet das mit Netzabschluss = Dose; alles hinter dem Netzabschluss kann der Kunde entscheiden. Gemäß Wiki ist der Netzabschluss das Modem; demnach könnte der Kunde nur den Router tauschen, aber nicht das Kabelmodem.

    Irgendwie nicht ganz klar. Vermutlich sollte man nächstes Jahr abwarten und wird dann sehn was sache ist.

  13. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: TheMasterMaind 27.11.15 - 20:44

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist mir schon klar, dass es vielen darum geht nur ihren eigenen Router
    > an das Modem anschließen zu können. Bei Kabel Deutschland (bzw. Vodafone)
    > geht das ja auch ohne Probleme (bis auf die VoIP Daten).
    >
    > Der Artikel ließt sich so als könne jeder sein Modem anschließen, Jasmin26
    > begründet das mit Netzabschluss = Dose; alles hinter dem Netzabschluss kann
    > der Kunde entscheiden. Gemäß Wiki ist der Netzabschluss das Modem; demnach
    > könnte der Kunde nur den Router tauschen, aber nicht das Kabelmodem.
    >
    > Irgendwie nicht ganz klar. Vermutlich sollte man nächstes Jahr abwarten und
    > wird dann sehn was sache ist.


    Der Netzabschluss ist für mich aber die Dose. Der Netzbetreiber entscheidet dann welches Gerät dahinter sitzt. Ist es ein Router mit Modemfunktion was dir nicht gefällt (so z.b. das TC7200 was ja voll kacke sein soll) hast du mehr oder weniger pech gehabt. Hast du dagegen nur ein Kabelmodem (so z.b. Cisco epc3208) welches den IP-Verkehr nur duchleitet, dann kannst du deinen Lieblingsrouter dahinter anschließen. Aber so ein reines Modem haben die wenigsten (ich habs durch eine Leitungsstörung bekommen). Und in 6 Monaten bist du wohl frei in der Auswahl was immer du auch dahinter hängen möchtest.

  14. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: tingelchen 27.11.15 - 20:52

    Negativ. Da wird lediglich noch ein letztes mal dick aufgetragen. Evtl. kann man ja noch was reißen. Garantierte Bandbreite.... wenn ich das schon lese oO

    Die aktuellen Modems und/oder Modemrouter sind allesamt Schrott. Die frei im Handel erhältlichen können daher nicht schlechter sein als dass, was jetzt schon da rum gammelt. Wichtig ist nur, das sich die Hersteller an den Standard halten.

    Wenn das dazu führt das die Cluster kleiner werden, damit nicht so viele Kunden von einem wütenden Modem belästigt werden, dann ist das nur zum Gunsten des Kunden.

    Beim Kauf der Modems wird man sicherlich Aufkleber wie: Unitymedia Support und co. finden. Damit der normale Käufer auf einen Blick sehen kann... jup das Ding funktioniert mit meinem Anschluss.

    Ich für meinen Teil hoffe das man mit diesem Gesetz evtl. mal wieder ordentliche Modems bekommt. Die Modemrouter gehen mir allesamt auf die nerven und einen ganzen Modemrouter zu kaufen, nur um ihn im Passthrought Mode laufen zu lassen ist komplett Sinn befreit.

  15. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 20:55

    Ok, habe im Gesetzentwurf nachgelesen. Dort ist die Rede vom >passiven< Netzabschlußpunkt. Bedeutet, der Netzbetreiber darf nur passive
    Bauelemente verbauen, die keine Verstärkerwirkung zeigen.

    Nach der Definition dürfte der Betreiber nichtmal einen Verstärker im Keller anbringen, was beim Kabel eigentlich immer der Fall ist. Also wäre der Netzabschlusspunkt nach meinem Verständnis nicht die Dose in der Wohnung, sondern der Hausübergabepunkt im Keller oder auf dem Dachboden.

    Na dann gute Nacht...

  16. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: Gokux 27.11.15 - 20:59

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus Sicht eines Kabelkunden: Bedeutet das, ich könnte mir ein Modem
    > besorgen und Kabel Deutschland wäre dazu verpflichet die MAC Adresse frei
    > zu schalten?
    Wenn im Gesetzestext wirklich sowas steht wie "dem Teilnehmer in Textform, unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu stellen", dann muss ein Kabelanbieter eigentlich gar nichts machen. Bei Kabel muss ja der Provider schliesslich sowohl Mac als auch Zertifikat des Endgeräts bei sich freigeben. Er kann einem Kunden bestenfalls die SIP Daten geben.

    Vlt. gibts bald nur noch Kabeldosen mit eingebautem Modem um dem Gesetz gerecht zu werden :P.

  17. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: HubertHans 27.11.15 - 21:02

    Gokux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > lixxbox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aus Sicht eines Kabelkunden: Bedeutet das, ich könnte mir ein Modem
    > > besorgen und Kabel Deutschland wäre dazu verpflichet die MAC Adresse
    > frei
    > > zu schalten?
    > Wenn im Gesetzestext wirklich sowas steht wie "dem Teilnehmer in Textform,
    > unaufgefordert und kostenfrei bei Vertragsschluss zur Verfügung zu
    > stellen", dann muss ein Kabelanbieter eigentlich gar nichts machen. Bei
    > Kabel muss ja der Provider schliesslich sowohl Mac als auch Zertifikat des
    > Endgeräts bei sich freigeben. Er kann einem Kunden bestenfalls die SIP
    > Daten geben.
    >
    > Vlt. gibts bald nur noch Kabeldosen mit eingebautem Modem um dem Gesetz
    > gerecht zu werden :P.

    Ich eher, das die Provider ihre Deals mit AVM & Co gefaehrdet sehen.

  18. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: mario2323 27.11.15 - 21:22

    > lixxbox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > Vlt. gibts bald nur noch Kabeldosen mit eingebautem Modem um dem Gesetz
    > gerecht zu werden :P.


    Im Gesetzentwurf wird von einen passiven Netzabschlusspunkt gesprochen.
    Das kann schon ansich kein am Strom hängendes Gerät sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.15 21:23 durch mario2323.

  19. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: lixxbox 27.11.15 - 21:26

    Ja, hatte ich vor ca. 30 Min etwas weiter oben geschrieben.
    Im Gesetzentwurf steht aber auch seltsamerweise nicht drin, dass die Anbieter verpflichtet sind die MAC Adresse frei zu schalten. Sie müssen nur Daten rausgeben.
    Demnach hat der Kunde das Recht anzuschließen was er will, funktioniert dann aber nicht, weil nicht freigeschaltet, oder wie?

  20. Re: Routerfreiheit = Modemfreiheit?

    Autor: Schnarchnase 27.11.15 - 22:11

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach der Definition dürfte der Betreiber nichtmal einen Verstärker im
    > Keller anbringen, was beim Kabel eigentlich immer der Fall ist. Also wäre
    > der Netzabschlusspunkt nach meinem Verständnis nicht die Dose in der
    > Wohnung, sondern der Hausübergabepunkt im Keller oder auf dem Dachboden.

    Ich denke es geht um den Übergabepunkt an den Endkunden und finde gut, dass dieser als passiv definiert wurde.

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