Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Gesetz gegen Hasskommentare: Breiter…

definiere Hasskommentare

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. definiere Hasskommentare

    Autor: nicoledos 11.04.17 - 14:25

    Der ganze Müll von aus den extremen Lagern aller Seiten nervt. Es wäre schön, wenn ein Gesetzt dies einbremsen würde und die Verantwortlichen für die Hetze bestraft werden.

    Nur ist die Frage, wo zieht man eine Grenze. Wer bestimmt, welche News ein Fake ist. Selbst die 100% wahre Fakten lassen sich mit der passenden Formulierung verdrehen.

    Wie man von aktuellen Führungspersönlichkeiten wie Trump, Putin, Erdogan und Merkel weiß, hängt die Wahrheit (oder was dafür gehalten wird) und was was sonst akzeptierte osts sind stark von der aktuellen politischen Führung ab. Man begibt sich auf ein Level autoritärer Staaten, die ihrerseits gerne Netz sauber halten wollen.

  2. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: Lapje 11.04.17 - 14:29

    Eigentlich einfach: Alles, was anderen schadet. Natürlich kann ich sagen, dass ich mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden bin, oder auch das ich sie gut finde. Aber sobald zu Gewalt gegen etwas aufgerufen wird oder andere beleidigt werden, ist die Grenze eben überschritten.

    Ganz ehrlich: Ich frage mich manchmal wirklich was daran so schwer ist...

  3. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: nicoledos 11.04.17 - 14:35

    Es gibt Personen, die haben eine sehr geringe Beleidigungsschwelle, die rasten schon beim kleinsten Gegenwind aus. Gelegentlich kommen die auch mal an führende Positionen in Saaten. Solche Gesetze können dann sehr schlecht für die Meinungsfreiheit sein.

    Ein solches Gesetz muss man mehrfach gegen Missbrauch schützen, sonst gehen diese Schnellschüsse nach hinten los.

  4. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: Tantalus 11.04.17 - 14:42

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] oder
    > andere beleidigt werden, ist die Grenze eben überschritten.
    >
    > Ganz ehrlich: Ich frage mich manchmal wirklich was daran so schwer ist...

    Tja, genau DA liegt das Problem. Beleidigung ist nämlich nicht immer eindeutig. Wenn ich z.B. schreibe "hängt den Lapie am nächsten Baum auf" ist der Fall klar. Aber was, wenn ich schreibe "Der Lapje ist strunzendoof und schreibt nur hirnlosen Stuss". Ist das eine Beleidigung oder nicht? Und würdest Du riskiren, 5 Mio Strafe zahlen zu müssen, weil es VIELLEICHT irgendein Richter als Beleidigung ansehen könnte? Was ist mit Aussagen wie "Schickt alle Flüchtlinge wieder nach Hause"? Ist das Hetze, oder fällt das noch unter freie Meinungsäusserung? Immerhin wird nicht eindeutig zu einer Straftat aufgerufen.

    Edit: Auch der Auskunftsanspruch ohne Richtervorbehalt ist mehr als kritisch. Willst Du, dass ich Deine kompletten Realdaten (Name, Anschrift etc) bekomme, nur weil ich mich durch einen Kommentar von Dir angepisst fühle?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.17 14:44 durch Tantalus.

  5. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: ChevalAlazan 11.04.17 - 14:48

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz ehrlich: Ich frage mich manchmal wirklich was daran so schwer ist...

    "Einem anderem schadet"... subjektiv, objektiv, rein wirtschaftlich, gesellschaftlich, nachhaltig?

    Wenn Volker Pispers sagt "Das hat auch mit Religion nichts zu tun, egal ob Christ oder Islamist - ein Arschloch ist ein Arschloch" ist das jetzt Sperrwürdig oder nicht, weil Pispers das beruflich macht?

    Sieh dir doch nur mal an wohin das "Recht auf Vergessen" geführt hat - du findest keine Suchergebnisse zu Unternehmen oder Politikern mehr, die nicht bereinigt sind. Yandex und Baidu machen dir dann klar, dass diese "Suchziele" ihre schmutzigen Geschäfte und Betrügereien und Lügen bei Google mal eben haben löschen lassen.

    Nach einer "eingehenden Prüfung" natürlich, also zwei Sekunden hat ein Algorithmus drüber geschaut.

    Und was ist mit den Briten, denen die Einreise in die USA verboten wurde, weil sie "wie bomb that city" getweetet hatten, ein umgangssprachlicher Ausspruch für "Die Gegend unsicher machen" und normal in GB, aber ein Grund zur Terroreinstufung in den USA.

    "Wir machen die Stadt platt" - Ausruf eines Partygängers führt also demnächst auch hier in Deutschland zu Zensuren um die Meinungsfreiheit zu schützen. Das nennt man dann wohl Neusprech...

  6. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: Teebecher 11.04.17 - 17:24

    nicoledos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie man von aktuellen Führungspersönlichkeiten wie Trump, Putin, Erdogan
    > und Merkel weiß, hängt die Wahrheit (oder was dafür gehalten wird) und was
    Merkel?
    Führen durch "Aussitzen"?

  7. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: chefin 12.04.17 - 07:46

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich einfach: Alles, was anderen schadet. Natürlich kann ich sagen,
    > dass ich mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden bin, oder auch das
    > ich sie gut finde. Aber sobald zu Gewalt gegen etwas aufgerufen wird oder
    > andere beleidigt werden, ist die Grenze eben überschritten.
    >
    > Ganz ehrlich: Ich frage mich manchmal wirklich was daran so schwer ist...

    Dann frage ich dich:

    Ist das Aufstellen eines Schildes mit 5kmh Speedlimit vor dem Asylantenheim und ein Zusatz: Die Bewohner wollen schlafen nun Löschfähig oder nicht...bzw ein Bild einer solchen Aktion die tatsächlich stattgefunden hat.

    Wo siehst du da Hass? oder Gewalt? Ich sehe da Fürsorge. Allerdings der Richter hat es durchaus verstanden das hier die Grenze zwischen Satire und Rassismus überschritten war.

    Wenn DEINE Welt wirklich so schwarz weiss ist wie du sie siehst, bist du ein glücklicher Mensch. Den dann ist deine Welt ganz einfach zu begreifen. Aber die reale Welt ist es nicht. Die Sprache kennt viele Formen, die über Assoziationen gute Dinge ins negative verkehrt. So wie ich zwar dir umsonst eine Ausbildung schenken kann, aber wenn deine Erziehung umsonst war, ist das doch eher negativ.

    Man kann mit Sprache hervorragend spielen. Vorallem wenn man sich Inhalte der vorherigen Postings zunutze macht.

    Das würde schon reichen, wenn ich jetzt schreibe das nur hirnlose Vollpfosten solche Jobs machen werden, da sie bestimmt nicht viel zahlen werden und intelligente Menschen an niveauvolle Jobs stellen.

    Und in 2 Std, wenn einige Kritiken gekommen sind, greif ich mir einen der Kritiker und erkläre, er wäre in meinen Auge geradezu geboren für diesen Job.

    Es ist einfach ein Unding, was der Maas sich da vorstellt. So funktioniert die Welt nunmal nicht. Den wir sind fast alle KEINE Politiker die jedes Wort vorher im stillen Kämmerchen durchgehen mit Beratern bevor sie den Mund aufmachen. Manche denken sogar erst nach dem reden. Auch das halte ich eher für Meinungsfreiheit als für Löschbar. Menschen haben nunmal Emotionen. Gerade Politiker bauen schliesslich genau darauf ihr Wahlprogramm auf. Auf ein gutes Feeling, nicht auf Fakten.

    Und selbst die hauen manchmal voll daneben

    http://www.lachschon.de/item/71513-SPDWahlplakat/

    Dieses Plakat ist kein Fake, es war einige Tage so aufgestellt. Bis jemand dem Abgeordneten erklärt was man da eigentlich sehen könnte. Sowas in Facebook würde 100% eine Löschaufforderung bekommen. Aber da es sich um Fakten handelt und man durchaus daraus einiges über den Abgeordneten erkennen kann (immerhin hat er das Plakat wohl genehmigt, wenn nicht, dann schlampt er aber gewaltig), sollte es eben NICHT gelöscht werden. Jedenfalls ist jemand der so ein Plakat aufstellen lässt wohl nur ein Quotenheini, der sich seine Altersvorsorge verdienen will.

    So funktioniert es einfach nicht.

    HERR MAAS

    Denken sie mal nach, sie sind aus der SPD, dieses Plakat stammt von einem SPD-Kandidaten. Mit Löschen starten sie Richtung Orwell 1984, Fakten umschreiben oder unterdrücken. Und ein Posting, das den SPD-Fraktionschef Frank Sauerzweig so komprimmitiert kurz vor der Wahl wäre sicherlich ein guter Grund dafür. Erstmal löschen lassen, das Verfahren dauert bestimmt Wochen oder Monate um das rückgängig zu machen, dann aber ist die Wahl rum. Und genau das wollen wir nicht.

    Löschen ja, aber immer mit Richtervorbehalt. Spezielle Gerichte schaffen, die sich ausschliesslich damit beschäftigen. So das hier keine Überlastung und kein Durchwinken stattfindet. Internet ist bekanntlich Bundesweit, das kann man also völlig von der Region unabhängig machen. Kostet Geld, aber wäre wenigstens gut angelegt. besser als in irgendwelchen obskuren Genderforschungsprojekten.

  8. Re: definiere Hasskommentare

    Autor: divStar 16.04.17 - 14:08

    @chefin: der Zug mit Orwell 1984 ist längst abgefahren. NSA und Konsorten weltweit haben gezeigt, dass lückenlose Generalüberwachung möglich ist, stattfindet und durchaus auch mal zur Wirtschaftsspionage oder sonstigen Sachen eingesetzt wird oder zumindest werden kann.

    Tatsächlich gibt es Beleidigungen, Verunglimpfungen und dergleichen, die sehr offensichtlich sind. Das ist aber zur Zeit keine rechtsfreie Zone - war es nie (in Deutschland). Bei Drohungen und dergleichen kann, ja muss die Polizei / KriPo eingeschaltet werden. Ich dachte es heißt immer "unschuldig bis das Gegenteil bewiesen ist". Das sollte auch für öffentliche oder auch nicht öffentliche, anonyme wie nicht-anonyme Aussagen gelten. Wenn also ein Richter beschließt, dass ein Poster ein Verbrechen begangen hat, DANN erst sollte man den Beitrag "deaktivieren", ein Verfahren anstreben usw. Wenn das Verfahren Erfolg hatte, wird der Beitrag gelöscht; hatte es das nicht, hat es eine gehörige Wiedergutmachung seitens des Staates zu geben und der Beitrag wieder freigeschaltet werden.

    Das ist aber den Herrschaften mit Sicherheit zu kompliziert, nicht populistisch genug und es wäre ja nichts neues. Die Regierung heutzutage kann nur noch Gesetze hervorbringen, die die Qualität des Leistungsschutzrechts haben: unausgegoren, unnütz, ungerecht. Das wird dieses Gesetz ebenfalls sein.

    Was dann kommt, ist, dass ganze Foren deaktiviert werden weil eine 5+ Millionen Schadensersatzforderung große Firmen geschweige denn Individuen ruinieren kann. Ist so etwas gerecht? Und vor allem: bringt es etwas?
    Kein Stück. Dann werden halt Foren im Ausland gehostet - notfalls in der Ukraine, in Russland oder einem anderen Land, welches über keine derlei bekloppten Gesetze verfügt. Problem ist dann allerdings, dass sich andere Gruppierungen, die tatsächlich übles im Sinn haben (könnten), sich so dem Staat entziehen. Ist das wünschenswert? Ich glaube nicht.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Bosch Software Innovations GmbH, Waiblingen
  2. Stadt Esslingen am Neckar, Esslingen am Neckar
  3. Daimler AG, Böblingen
  4. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verschiedene Standorte

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 2,99€
  2. 499,99€
  3. 19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  2. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe
  3. Connect 2017 Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

  1. Deutsche Telekom: Weitere 39.000 Haushalte bekommen heute Vectoring
    Deutsche Telekom
    Weitere 39.000 Haushalte bekommen heute Vectoring

    Jahresendspurt beim Vectoring-Ausbau der Deutschen Telekom. Am 27. Dezember folgt eine weitere Welle der FTTC-Inbetriebnahme.

  2. Musikerkennungsdienst: Apple erwirbt Shazam
    Musikerkennungsdienst
    Apple erwirbt Shazam

    Apple hat den Musikerkennungsdienst Shazam übernommen. Dabei handelt es sich um die wichtigste Übernahme im Entertainmentbereich seit dem Apple-Kauf der Kopfhörerfirma Beats für 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014. Wie viel Shazam gekostet hat, wurde nicht mitgeteilt.

  3. FTTH: EWE senkt die Preise für seine Glasfaserzugänge
    FTTH
    EWE senkt die Preise für seine Glasfaserzugänge

    Egal ob 25, 75, 150 oder 300 MBit/s, im ersten Jahr kostet alles nun das Gleiche bei EWE-Tel. Der Preis für den neuen Gigabitzugang bleibt bei "noch eher verhaltener Nachfrage" unverändert. Doch auch hier steigt das Interesse langsam.


  1. 19:10

  2. 18:55

  3. 17:21

  4. 15:57

  5. 15:20

  6. 15:00

  7. 14:46

  8. 13:30