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Bestehendes Leitungsnetz

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  1. Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: bombinho 14.09.16 - 20:07

    Ich frage mich gerade, wieviele Milliarden die Telekom pro Jahr in die Erhaltung und Wartung des bestehenden Kupfernetzes investiert, exclusive des Verlegens von neuen Kupferkabeln um (V)DSL zum Kunden zu bringen. Immerhin stehen schlappe 9 Mrd. Euro Anschlussgebuehren pro Jahr zur Verfuegung. Hat da jemand Zahlen?

  2. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: wHiTeCaP 14.09.16 - 22:56

    Erhaltung und Wartung? Ehm, genau Null Euro. Da wird nur geflickt.

    Gut okay, einige Druckmuffen bzw. die angeschlossenen Kompressoren benötigen Strom. Aber mit Wartung im Kupfernetz ist nicht viel. Da wird im Störungsfall lieber ein Flickstück gesetzt. Scheiß drauf, ob der Kunde dann 10dB höhere Dämpfung oder gar nen beschissenen SNR hat, weil irgendwas falsch geflickt wurde.
    Leitung physikalisch okay, dann dreht man halt die Bandbreite runter. Der Kunde hat eh "bis zu" bestellt.

  3. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: burzum 14.09.16 - 23:20

    wHiTeCaP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erhaltung und Wartung? Ehm, genau Null Euro. Da wird nur geflickt.

    Ich mag die Telekom ja auch nicht, aber würdest du für diesen FUD wenigstens seriöse Belege liefern? Ansonsten tue ich das mal als Bullshit ab.

    Das Leitungsnetz sollte IMHO der Allgemeinheit gehören und Unterhalt und Ausbau von *allen* Konzernen gemäß eines Schlüssels anteilig finanziert werden. Zum Beispiel über X Prozent vom Gewinn oder Kapital. Das kann nach größe der Betriebe ja ruhige ansteigen, aber bitte ohne Decklung wie die Einkommenssteuer.

    So würden alle Konzerne am Unterhalt und Ausbau beteiligt. Einziger Nachteil wäre das hier der Staat dafür verantwortlich wäre und der kann wie wir alle wissen nur lahmarschig und verschwenderisch. Aber immerhin könnte die Telekom dann nicht mehr die Konkurenz ausbooten.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  4. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: DrWatson 14.09.16 - 23:28

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Leitungsnetz sollte IMHO der Allgemeinheit gehören

    Was soll das heißen 'der Allgemeinheit gehören'?

    Gehören dann jedem ein paar hundert Meter Kupferleitung? Darf ich meinen Teil dann verkaufen?

    Oder meinst du mit 'der Allgemeinheit' den Bund? Wer wäre dann zuständig? Alexander Dobrindt? Sigmar Gabriel?

  5. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: TrollNo1 15.09.16 - 08:05

    Das Grundwasser gehört auch der Allgemeinheit, hast du dir da auch schon überlegt, wieviel dir da gehört?

    Früher "gehörten" die Leitungen der Post, die war staatlich. Also "gehörte" das auch allen, oder?

    Die Privatisierung der ganzen Infrastruktur war nicht unbedingt förderlich.

  6. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: mrgenie 15.09.16 - 08:52

    Ich habe keine Zahlen, aber wirkliche Reparaturkosten in Mrd ausgedruckt eher 0 Mrd EUR.

    Aber sicherlich werden hier und dort fuer Wartungsarbeiten am Kabel mal 1000-5000EUR ausgegeben.

    In den Jahren das ich lebe, habe ich aber noch nie erlebt, dass irgendwo ein Kupferkabel repariert, ersetzt oder neuverlegt werden musste. Das wird aber bestimmt mal vorkommen, aber da ich das noch nie gesehen habe trotz 50-80km die Woche auf der Strasse laufen und 1000-1500km die Woche mit dem PKW fahren vermute ich kommt die Summe nicht auf eine Zahl die in Mrd ausgedrueckt mehr als eine 0 darstellen wuerde.

    Aber, es ist ja nicht nur Wartung des Kabels! Ich vermute Verwaltung der Kunden bzw. des Kundenbestands kostet unmengen an Geld.

    Irgendwo ist eine Stoerung, meistens vom Kunden verursacht, der dann anruft und das kostet der Telekom am Verwaltung, Telefonmitarbeiter, e-Mailverkehr, usw. locker 100EUR pro Kunde (Gebaude, Heizung, Finanzabteilung, Mitarbeiterverwaltung, Mitarbeiterkosten, Sozialabgaben, Steuern, usw.)

    Wenn im Schnitt ein Kunde einmal im Jahr etwas zu bemaengeln hat, macht das schnell auf 20 Million Kunden 2 Mrd EUR.

    Auch die Kupferleitungen selber sind hardwaremaessig nicht das einzige. DIe ganze Kaestchen am Strassenrand, Blitzeinschlaege, Stromstoerungen, Server, Relaystations, usw. .. Die Kabel stecken ja auch wieder in aktive Geraete die alle 5-10 Jahre ersetzt werden.

    Ich weiss nun nicht was das alles kostet, aber da kann ich mir auf Deutschland hochgerechnet schon einen Milliardenbetrag vorstellen.


    Sicherlich kommen da noch weitere Kosten hinzu.

  7. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: bofhl 15.09.16 - 09:08

    Ich bezweifle mal stark, dass in den ganzen Kästen auf den Straßen auch nur eine Kupferleitung für die Datenanbindung genutzt wird!
    Und die wenigsten Kupferkabel lagen "einfach so" im Boden vergraben - und in Röhren kann man sehr einfach die alten Kupferkabel durch Glasfaserleitungen ersetzen.

  8. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: RipClaw 15.09.16 - 10:06

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bezweifle mal stark, dass in den ganzen Kästen auf den Straßen auch nur
    > eine Kupferleitung für die Datenanbindung genutzt wird!

    Wenn die Kästen noch nicht für VDSL aufgerüstet sind dann geht da ein Bündel an Kupferleitungen rein.

    > Und die wenigsten Kupferkabel lagen "einfach so" im Boden vergraben - und
    > in Röhren kann man sehr einfach die alten Kupferkabel durch
    > Glasfaserleitungen ersetzen.

    Nur werden die nicht ersetzt. Man schließt die Glasfaser zusätzlich an. Die Kupferleitungen bleiben vor allem wegen der ganzen Telefoniegeschichten immer noch liegen.

    Sobald alles auf VoIP umgestellt ist könnten sie aber vermutlich tatsächlich entfernt werden aber das lohnt sich nur für den Wert des Kupfers nicht. Also lässt man sie einfach in der Erde.

  9. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: DrWatson 15.09.16 - 23:55

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Grundwasser gehört auch der Allgemeinheit, hast du dir da auch schon
    > überlegt, wieviel dir da gehört?

    Wenn einem etwas gehört, dann darf man auch darüber verfügen oder nicht?

    > Früher "gehörten" die Leitungen der Post, die war staatlich. Also "gehörte"
    > das auch allen, oder?

    Eben nicht. Dur durftest nicht mal die Postdose in deinem Haus anfassen, weil sie dir nicht gehörte, sondern der Post und das Telefon war auch nur gemietet.

    > Die Privatisierung der ganzen Infrastruktur war nicht unbedingt förderlich.

    Das weißt du doch gar nicht. Vorher hatten wir einen Monopolisten, der sich den Preis ausdenken konnte und dir vorgeschrieben hat, welches Modem du benutzen darfst und welches Telefon.

  10. Re: Bestehendes Leitungsnetz

    Autor: Ovaron 19.09.16 - 06:14

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sobald alles auf VoIP umgestellt ist könnten sie aber vermutlich
    > tatsächlich entfernt werden

    Sollte man meinen. Tatsächlich hat Telekom aber öffentlich verkündet das Opa Karl und Oma Liesschen von der IP-Umstellung in der Regel nichts mitbekommen sollen weil ihr SinglePlay Anschluß (der hieß früher mal "Analoganschluß", Raider heißt ja nun auch Twix) in der Vermittlungsstelle umgeschaltet wird ohne das sie etwas damit zu tun haben werden.

    Dafür müssen dann die alten Hauptkabel hin zum neuen DSLAM noch drin bleiben. Maximal solange bis OK und OL dereinst ihre neue komfortable Einraumwohnung in Eiche Rustikal im Souterrain beziehen.

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