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Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

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  1. Re: Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

    Autor: Nightdive 29.12.18 - 02:57

    Shismar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bitte? Natürlich hat die Telekom Glasfaser aktiv bekämpft. Bzw. sich
    > geweigert entsprechende Infrastruktur einzurichten. Das kann sich ein
    > kleiner Krauter leisten, aber nicht unser ehemaliger Monopolist.
    >
    > Leider hat die Politik in diesem Fall vollkommen versagt. Die Telekom ist
    > reguliert, die kann sich nur erlauben, was die Bundesregierung ihr
    > durchgehen lässt.

    Die Aussage ist doch schachhsinnig
    Die Telekom hat Vektoring als sinnvollste Strategie zum Geld verdienen gehabt.
    Die Telekom ist im Bereich Glasfaser nicht reguliert und als privates Unternehmen kann es strategisch so handeln wie sie es wünscht. Der Staat ist Minderheitsaktionär bei der Telekom und deswegen hat die Bundesregierung zum Glück nur beschränkten Einfluss.

  2. Re: Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

    Autor: 1337Falloutboy 29.12.18 - 06:31

    946ben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom hat mit Vectoring nicht aktiv gegen Glasfaser gekämpft.
    > Vectoring war in der Strategie der Telekom immer nur eine Zwischenlösung,
    > mit der man staatlich gefördert die Ziele an flächendeckende akzeptable
    > Bandbreiten vergleichsweise schnell umsetzen konnte. Da diese Förderungen
    > nun weggefallen sind, ist es für die Telekom nicht mehr wirtschaftlich,
    > weiter auf die Zwischenlösung zu setzen, sondern direkt das finale Produkt,
    > also FTTH umzusetzen. Dafür wird die Telekom aber ganz dann ab dem nächsten
    > Jahr auch ganz deutlich die Zeit einfordern. Denn dieser Ausbau wird
    > deutlich länger dauern, als es ein flächendeckender Vectoring Ausbau hätte.
    > Der Telekom kann das reichlich egal sein. Aber die Bundesregierung kann
    > sich ihre zeitlichen Ziele damit abschminken. Und der einfache Bürger auf
    > dem Land, der heute mit seinen 2 Mbit/s auskommen muss, kann sich darauf
    > einstellen dass sich das in den nächsten 5 Jahren ganz sicher nicht ändern
    > wird.


    "Die Technologie ist hier wichtiger als das Ergebnis" - Dirk Wössner, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH.​​​​​
    https://www.golem.de/news/bilanzpressekonferenz-telekom-bestaetigt-super-vectoring-fuer-dieses-jahr-1802-132923.html

    "Die Korruption zu besiegen ist die wahre Herausforderung der Hoffnung"

  3. Re: Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

    Autor: Vinnie 29.12.18 - 07:05

    Ich denke das Ranting gegen die Telekom, woran auch ich mich beteiligt habe, kann man damit beenden.

    Letztendlich hat die freie Marktwirtschaft gesiegt. Telekom dachte sehr lange mit Vectoring und Hybrid kommt man wohl noch eine Weile vorwaerts.

    Doch mit glasfaserfirmen die Lokal operieren oder auch in Cooperation mit Buergerinitiative oder auch grosse Investmentfirmen aus NL (Deutsche Glasfaser) kam erheblich Druck auf die Telekom.

    Sie, die Telekom, hat vermutlich gedacht:' das will doch keiner und auf dem Land bringt das eh nichts, zumindest nicht so viel, dass wir abgedankte Politiker aus CDU, CSU, SPD hunderte Millionen auf die Privatkonten als Gewinne auszahlen koennen"

    Doch es erwies sich anders. Viele Doerfer beteiligten sich an Glasfaser. Ganz Landstriche verlor die Telekom. Obwohl am Anfang 40% das Minimum war, in der Regel nach nur 24 Monate waren ueber 90% der Kunden der Telekom weg und zur Glasfaserkonkurrenz gewechselt.

    Ausser die 10% die meinten:"Brauche ich nicht" wie meine Nachbarin damals. Die mir sagte:"Bei uns im Amt kann ich den ganzen Tag im Internet ich kann Zeitung lesen als Beamte und bei Zalando und Amazon bestellen und alle Foren online durchstoebern und das alles ueber das Netz der Kommune als Beamtin"

    Ja, wenn das so ist..

    Fakt ist, die meisten Menschen in Deutschland muessen arbeiten und Steuern zahlen bei der Arbeit! Und die wollen schon schnelles Internet. Und da wurde es der Telekom vermute ich mal sehr warm am Hintern, dass zumindest in unserer Region Haus nach Haus, Strasse nach Strasse, Dorf nach dorf, Kommune nach Kommune zur glasfaser wechselte.

    So hat die freie Marktwirtschaft es gerichtet und nun ist die Telekom wieder voll dabei!

    Also brauchen wir nicht zu meckern was vor 2 oder 10 Jahren war.

    Der Wettbewerb ist eroeffnet worden durch DG und andere lokale Anbieter so wie Vereine und die Telekom hat sich lange nicht getraut aus der Defensive zu kommen aber jetzt hat sie die Handschuhe aufgegriffen und den Kampf mit den Wettberwerbern akzeptiert!

    Das ist doch gut! Also jetzt nach vorne blicken :)

    Jetzt brauchen wir eine globale Vernetzung wo alle Menschen weltweit UNZENSURIERT mit einander Kommunizieren koennen, Erfahrungen austauschen koennen, die Sozialisten, die Nationalisten, die Faschisten und die Rassisten.

    Wichtig ist mit einander zu kommunizieren und illegale rechtswidrige von Hass erfuellte Methoden wie Zensur abzuschaffen und Firmen, Medien und Redaktionen wo gerne zensuriert wird vor Gericht zu bringen damit wir ein freies Internet bekommen und erhalten!

  4. Re: Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

    Autor: Paule 30.12.18 - 13:43

    Vinnie schrieb:
    ------------------------------------------------------
    > Doch es erwies sich anders. Viele Doerfer beteiligten sich an Glasfaser.
    > Ganz Landstriche verlor die Telekom. Obwohl am Anfang 40% das Minimum war,
    > in der Regel nach nur 24 Monate waren ueber 90% der Kunden der Telekom weg
    > und zur Glasfaserkonkurrenz gewechselt.

    Auch Du hast die Strategie der Telekom nicht verstanden, auch wenn du genau das schreibst, was die Strategie belegt.

    "viele Dörfer" sagt da schon viel.

    Denn während wenige hunderttausend Haushalte durch Wettbewerber auf dem Land mit zukunftsträchtigem FTTH versorgt wurden, hat die Telekom im gleichen Zeitraum etliche Millionen Haushalte in den wirtschaftlich viel interessanteren Ballungsgebieten und Kleinstädten mit VDSL/Vectoring für den aktuell tatsächlich vorhandenen Bedarf versorgt.

    Der Telekom war bestimmt von Anfang an klar, dass der technologische Umbruch hin zu Glasfaser massive Kundenverluste bedeuten wird, wenn andere Netzbetreiber die Glasfaser ausbauen. Es ging nun darum möglichst viele Kunden zu halten.

    Man hätte sich ab ~2017 direkt mit FTTH am Ausbauwettbewerb beteiligen können. Aber damit hätte man bis heute wohl nur 2-4 Millionen Haushalte ausgebaut und in den anderen Bereichen hätten sich Wettbewerber mit FTTH breitmachen können.

    Stattdessen hat man auf Vectoring gesetzt und erreicht nun "26 Millionen" Haushalte mit mindestens Vectoring100 (aktuelle Zahl aus anderem Teltarif Artikel). Diese Bereiche sind für andere Anbieter für einen FTTH Ausbau derzeit uninteressant geworden und die Telekom kann dort nun in Ruhe mit dem eigenen FTTH Ausbau je nach Bedarf anfangen.

    Für den Kunden war diese Entscheidung nicht nur von Nachteil, sondern eigentlich sogar doppelt von Vorteil.
    Denn wenn ab 2017 nur noch FTTH ausgebaut worden wäre, ....

    .... dann hätten zum einen etliche Millionen Haushalte noch etliche weitere Jahre auf eine Geschwindigkeitserhöhung ihrer Anschlüsse warten müssen, da mangels Ressourcen im Vergleich zu Vectoring viel weniger FTTH Anschlüsse pro Jahr gebaut werden können.

    .... und zum anderen hätten gerade die ländlichen Gegenden, die nun besonders flott an FTTH kommen, am längsten warten müssen. Denn wenn kein Vectoring als "FTTH Verhinderer" in den Städten gebaut worden wäre, dann hätten sich die Wettbewerber natürlich auf die profitableren Städte konzentriert, statt Dörfer zu versorgen.

    .......
    Als Fazit kann man sagen:
    Ja, Vectoring hat den FTTH Gesamtausbau verzögert.
    Aber gleichzeitig wird dadurch der ländliche Bereich viel schneller mit FTTH ausgebaut und auch die Versorgung etlicher Millionen von Haushalten hat sich deutlich schneller verbessert, als wenn man nur noch FTTH ausgebaut hätte.

  5. Re: Dass ihr das immer noch nicht verstanden habt...

    Autor: Faksimile 30.12.18 - 18:47

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vinnie schrieb:
    > ------------------------------------------------------
    > > Doch es erwies sich anders. Viele Doerfer beteiligten sich an Glasfaser.
    > > Ganz Landstriche verlor die Telekom. Obwohl am Anfang 40% das Minimum
    > war,
    > > in der Regel nach nur 24 Monate waren ueber 90% der Kunden der Telekom
    > weg
    > > und zur Glasfaserkonkurrenz gewechselt.
    >
    > Auch Du hast die Strategie der Telekom nicht verstanden, auch wenn du genau
    > das schreibst, was die Strategie belegt.
    >
    > "viele Dörfer" sagt da schon viel.
    >
    > Denn während wenige hunderttausend Haushalte durch Wettbewerber auf dem
    > Land mit zukunftsträchtigem FTTH versorgt wurden, hat die Telekom im
    > gleichen Zeitraum etliche Millionen Haushalte in den wirtschaftlich viel
    > interessanteren Ballungsgebieten und Kleinstädten mit VDSL/Vectoring für
    > den aktuell tatsächlich vorhandenen Bedarf versorgt.
    >
    Die Schwierigkeiten im städtischen Ausbau von FTTH sind für alle Teilnehmer fast gleich.
    Die derzeitigen Wettbewerber lernen aber durch ihre Ausbautätigkeit in der Fläche schnell die Probleme und Schwierigkeiten kennen. Die Unterschiede nacher sind im Grunde "nur noch" die differierende Faserzahl und ggf die unterschiedlichen Speedpipes für größere MFH zu berücksichtigen.
    Ich befürchte für die Telekom, da haben die Wettbewerber eher noch Vor- als Nachteile. Insbesondere, wenn es in der Gegend schon eine gute Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Verwaltung und dem ausbauenden Provider gibt.

    > Der Telekom war bestimmt von Anfang an klar, dass der technologische
    > Umbruch hin zu Glasfaser massive Kundenverluste bedeuten wird, wenn andere
    > Netzbetreiber die Glasfaser ausbauen. Es ging nun darum möglichst viele
    > Kunden zu halten.
    >
    > Man hätte sich ab ~2017 direkt mit FTTH am Ausbauwettbewerb beteiligen
    > können. Aber damit hätte man bis heute wohl nur 2-4 Millionen Haushalte
    > ausgebaut und in den anderen Bereichen hätten sich Wettbewerber mit FTTH
    > breitmachen können.
    >
    > Stattdessen hat man auf Vectoring gesetzt und erreicht nun "26 Millionen"
    > Haushalte mit mindestens Vectoring100 (aktuelle Zahl aus anderem Teltarif
    > Artikel). Diese Bereiche sind für andere Anbieter für einen FTTH Ausbau
    > derzeit uninteressant geworden und die Telekom kann dort nun in Ruhe mit
    > dem eigenen FTTH Ausbau je nach Bedarf anfangen.
    >
    > Für den Kunden war diese Entscheidung nicht nur von Nachteil, sondern
    > eigentlich sogar doppelt von Vorteil.
    > Denn wenn ab 2017 nur noch FTTH ausgebaut worden wäre, ....
    >
    > .... dann hätten zum einen etliche Millionen Haushalte noch etliche weitere
    > Jahre auf eine Geschwindigkeitserhöhung ihrer Anschlüsse warten müssen, da
    > mangels Ressourcen im Vergleich zu Vectoring viel weniger FTTH Anschlüsse
    > pro Jahr gebaut werden können.
    >
    > .... und zum anderen hätten gerade die ländlichen Gegenden, die nun
    > besonders flott an FTTH kommen, am längsten warten müssen. Denn wenn kein
    > Vectoring als "FTTH Verhinderer" in den Städten gebaut worden wäre, dann
    > hätten sich die Wettbewerber natürlich auf die profitableren Städte
    > konzentriert, statt Dörfer zu versorgen.
    >
    > .......
    > Als Fazit kann man sagen:
    > Ja, Vectoring hat den FTTH Gesamtausbau verzögert.
    > Aber gleichzeitig wird dadurch der ländliche Bereich viel schneller mit
    > FTTH ausgebaut und auch die Versorgung etlicher Millionen von Haushalten
    > hat sich deutlich schneller verbessert, als wenn man nur noch FTTH
    > ausgebaut hätte.

    Und immer öfter wird/wurde FTTC im ländlichen Raum ausgebaut und trotzdem haben die Kunden FTTH in der Vorvermarktung gebucht. Ob die Telekom diese Investitionen wieder hereinbekommt? ...

    Wie sich das "später" im eher städtischen Bereich darstellt, weiß auch noch niemand ...

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