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Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: gaym0r 06.03.17 - 18:12
1 Mio Anschlüsse in den nächsten 10 Jahren (wie es andere FTTH Anbieter planen) ist zu wenig. Dann lieber die Telekom-Lösung.
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Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: M.P. 06.03.17 - 18:30
Tja da muss man erstmal genügend solvente Kundschaft finden...
Wenn alle Kunden aus Geldgründen nicht die teureren Tarife mit nur über Glasfaser realisierbaren Bandbreiten buchen, sondern preisgünstige mit DSL vergleichbarer Bandbreite, wird sich ein Ausbau ohne Subventionen nicht rechnen...
Ich denke, manche Glasfaser-Tarife niedriger Bandbreite sind nicht kostendeckend. Bei niedrigen Bandbreiten wird der Preis von der DSL-Konkurrenz diktiert. -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: Ovaron 06.03.17 - 18:53
M.P. schrieb:
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> Tja da muss man erstmal genügend solvente Kundschaft finden...
Die 3500 Euro für den Hausanschluß zahlt.
Oder das Geld vorstrecken. Was aber die Stadtkasse erheblich belastet und ein erhebliches Risiko beinhaltet wenn zum Beispiel das Angebot in Verruf gerät weil nicht einmal die angebundenen Firmen die versprochene Leistung ausschöpfen können (Stichwort 10 Gbit im Backbone für 1000 Kunden und Strohhalm-Peering mit 1 Gbit) -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: zampata 06.03.17 - 19:08
M.P. schrieb:
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> Ich denke, manche Glasfaser-Tarife niedriger Bandbreite sind nicht
> kostendeckend. Bei niedrigen Bandbreiten wird der Preis von der
> DSL-Konkurrenz diktiert.
Warum? Bei einem DSL Neuanschluss auf Drahtbasis musst du deine Investitionen dann in ~5 Jahren abschreiben während der Glasfaseranschluss in ~15 Jahren abgeschrieben wird. -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: M.P. 06.03.17 - 20:11
Bei den meisten potentiellen Kunden konkurriert die neu verlegte Glasfaser mit einer bereits bis ins Haus gelegten Telefonleitung.
Wenn dann nur 1/10 der potentiellen Kunden bereit sind, von DSL mit dörflichen 2 MBit/s zu Glasfaser zu wechseln, rechnen sich die Investitionen nicht... -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: gaym0r 06.03.17 - 22:13
M.P. schrieb:
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> Tja da muss man erstmal genügend solvente Kundschaft finden...
> Wenn alle Kunden aus Geldgründen nicht die teureren Tarife .....
Dann sollte man erkennen dass der großteil der Leute keine symmetrische gbit/s leitung braucht. -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: M.P. 07.03.17 - 06:51
Ich denke, in den Familien wird es schon Diskussionen darüber geben, was man "braucht" - eine Art Generationenkonflikt. Und einer, der auch vom Füllstand der Haushaltskasse diktiert wird ...
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Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: chefin 07.03.17 - 07:07
M.P. schrieb:
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> Ich denke, in den Familien wird es schon Diskussionen darüber geben, was
> man "braucht" - eine Art Generationenkonflikt. Und einer, der auch vom
> Füllstand der Haushaltskasse diktiert wird ...
Aber Familien denken eben auch wirtschaftlich.
Wann wird den der Nachwuchs große Bandbreiten brauchen?
Mit 9 Jahren? definitiv nein. Er weis noch nicht was Bandbreite ist und fordert es nicht. Seine Youtubefilme haben keine 4K Auflösungen, meist noch nicht mal HD720. Ich sehe was MEIN 9 Jähriger schaut und wir sind ein Technologiehaushalt. Wir haben mehr PCs als Personen, dazu NAS, mehrere Backuplaufwerke und JEDER ein Smartphone.
Mit 12 Jahren? Ja, da dürfte der Bedarf anfangen. Allerdings überschneidet er sich wenig mit dem elterlichen Bedarf. Junior geht pennen, wenn die Eltern die Bandbreite brauchen.
Mit 14 Jahren? Definitiv, hier dürften die Diskussionen einen netten Höhepunkt erreichen.
Mit 18 Jahren? Da besorgt er sich seinen eigenen Anschluss.
Wir reden also von 4-5 Jahren Bedarf im Haushalt. Damit schreibt man keine Glasfaser ab, schon garnicht wenn der Haushalt viel Geld zuschiessen muss. Und wenn die Kinder aus dem Haus sind, sinkt der TV-Konsum. Eltern sind 18 Jahre lang eingeschränkt was abendliche Freizeitaktivitäten angeht. Weil man mit Kinder völlig anders planen muss. Der TV-Konsum wird hoch sein. Sind die Kinder aus dem Haus, hat man Lust auf alles andere als TV. Selbst das TV-Gerät wird wohl nicht mehr aktualisiert, sondern was da ist wird genutzt. Kein UHD vorhanden, dann kauft man auch keines. Die Generation 30-40 Jahre ist Hauptkunde bei Hightech, danach wandert diese Kundschaft nach und nach ab zu realem Entertainment. Vor 30 hat man das Geld selten.
So läuft es im Schnitt. Und nur der Durchschnitt ist interessant. Die 10-15% die anders sind, reichen nicht um Glasfaser flächendeckend anzubieten. Wobei die 15% die anders sind immerhin ja 6 Millionen Haushalten entsprechen. Also nicht wirklich selten sind, aber zu selten für solch ein Projekt. -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: M.P. 07.03.17 - 08:26
chefin schrieb:
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>
> Mit 14 Jahren? Definitiv, hier dürften die Diskussionen einen netten
> Höhepunkt erreichen.
>
In dieser Phase sind wir gerade ;-)
Aber mit den 100/5 von Unitymedia ist er derzeit zufrieden. Eher stört ihn DSLite, weil das wohl für das Playstation Network nicht optimal ist. Aber da hat es sich aus dem Netz ein Kochrezept geholt, was wohl die schlimmsten Nebenwirkungen beseitigt hat.
Zu den maximal16/1 der Telekom will er aber trotz DSLite nicht zurück... -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: gaym0r 07.03.17 - 08:35
M.P. schrieb:
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> Ich denke, in den Familien wird es schon Diskussionen darüber geben, was
> man "braucht" - eine Art Generationenkonflikt. Und einer, der auch vom
> Füllstand der Haushaltskasse diktiert wird ...
Achja, ich vergas die Familien, die acht 4k streams gleichzeitig gucken während Papa 243 TB urlaubsbilder in die Cloud lädt. :-) -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: |=H 07.03.17 - 09:02
Wenn du aber keine NAS und etliche Backuplaufwerke betreiben möchtest, sondern das in die Cloud auslagerst, sieht das wieder anders aus. Oder von außerhalb auf deine Daten, Bilder, Videos zugreifen möchtest, dann benötigst du entsprechenden Upload und der wird nur bei VDSL2(+) oder Glasfaser geboten.
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Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: mainframe 07.03.17 - 09:17
Ich denke, wenn man nur noch einen Glasfaseranschluss für alles hat wird er auch verbreiteter.
Es werden alle paar Jahrzente die Wasser/gas/Stromleitungen erneuert. Bei dieser Option sollte dann auch gleich eine Glasfaser mit verlegt werden... oder zumindest das Leerrohr.
Wenn man das konsequent machen würde, wären wir schon viel weiter. In meinem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin wurde innerhalb der letzten 12 Jahre 3 mal die Fußgängerwege aufgerissen... Erst Gas... dann strom... Dann Abwasser+ Frischwasser... Wir haben damals schon dem Bürgermeister gesagt er soll bitte dafür sorgen, dass Leerrohr mitgelegt wird... NIX passiert. Neues Wohngebiet... Baubegin 2015... Kupfer.. kein Leerrohr.
Das ist das schlimme... Man denkt nicht ein paar Monate in die Zukunft. Und von Zusammenarbeit der verschiedenen Firmen ganz zu schweigen! Hier gibt es sooo viel Einsparpotential, wenn man das Zusammen planen würde. -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: Ovaron 07.03.17 - 21:18
mainframe schrieb:
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> Wir haben damals schon dem Bürgermeister gesagt
> er soll bitte dafür sorgen, dass Leerrohr mitgelegt wird... NIX passiert.
> Neues Wohngebiet... Baubegin 2015... Kupfer.. kein Leerrohr.
Das scheint dann wohl dem Willen der Mehrheit entsprochen zu haben, anderenfalls wäre er kein Bürgermeister mehr. Man überlege sich er hätte die ungeheure Frechheit besessen das Schwimmbad zu schließen - sein Abgang wäre mit Mopsgeschwindigkeit vonstatten gegangen.
> Das ist das schlimme...
Das die Mehrheit das sagen hat? Ja, Schlimm schlimm... -
Re: Die Frage ist wie schnell der Ausbau läuft!
Autor: Dwalinn 10.03.17 - 15:53
Ich glaube was du da beschreibst meinte Chefin mit ihren 10-15%
Jetzt mal ehrlich wer nutzt schon ausgiebig Cloud? Höchstens von Fotos die auch nicht unbedingt sofort geteilt werden müssen



