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Keine Notwendigkeit für Experten

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  1. Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: MikeMan 01.10.14 - 12:13

    Wenn die Kinder doch schon Experten für Videospiele sind, wie es diese kleine Polemik so schön postuliert, warum gehören diese dann in den Unterricht? Dorthin gehören meiner Auffassung nach Dinge, die die Kinder NOCH NICHT kennen, oder in denen sie zumindest noch keine Experten sind.

    Nirgends sonst käme man auf die Idee, Schuluunterricht für einen Experten in dessen Spezialgebiet zu fordern.

  2. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: xSynth 01.10.14 - 12:20

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Kinder doch schon Experten für Videospiele sind, wie es diese
    > kleine Polemik so schön postuliert, warum gehören diese dann in den
    > Unterricht? Dorthin gehören meiner Auffassung nach Dinge, die die Kinder
    > NOCH NICHT kennen, oder in denen sie zumindest noch keine Experten sind.
    >
    > Nirgends sonst käme man auf die Idee, Schuluunterricht für einen Experten
    > in dessen Spezialgebiet zu fordern.

    Ein "Experte" weiß trotzdem nie alles über sein Fachgebiet; Diskussionen über Themen, in denen es viele dieser "Experten" gibt, könnten ebenfalls sehr interessant werden - solche Diskussionen können auch im Unterricht behandelt werden.

    Ich fände es besser, würde man "später" nur das lernen müssen, was man für sein Vorhaben gebrauchen könnte. Man muss ja nicht wissen, was man später machen will, trotzdem ist einem ja schon "vorher klar", welche Fächer einem liegen und Spaß machen.
    Dass es dennoch "Grundfächer" gibt, die auf jeden Fall gelehrt werden (müssen), wird dabei nicht ausgeschlossen.

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu

  3. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: redwolf 01.10.14 - 12:47

    Wie willst du Motivation aufrecht erhalten, wenn du Schülern Dinge beibringst, zu denen sie keinen Zugang haben, was sie nicht interessiert, oder was sie nie brauchen werden? Da bleibt dann wohl nur noch Notendruck als Motivation übrig.
    Deine Kritik geht am Objekt verloren. Denn es geht nicht darum Videospielen zu lernen, sondern Lernen anhand von Videospielen.

  4. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: garrisson 01.10.14 - 12:59

    Kinder brauchen keine Videospiele um zu lernen. Damit zerstört man nur ihre Fantasie, man macht besser Anschauungsunterricht in der Natur(nein, ich bin kein Verfechter der Walddorfschule) oder normale Spiele mit den anderen Kindern, bei denen soziale Interaktion stattfindet. Ich find es durchaus positiv, wenn neue Medien in den Unterricht eingebaut werden, aber Videospiele sind wirklich das letzte, an das ich gedacht hätte.

  5. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: grorg 01.10.14 - 13:07

    garrisson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder normale Spiele mit den anderen Kindern, bei denen soziale Interaktion stattfindet. Multiplayer?

    Deine Ansichten sind nett, gehen aber an der Realität vorbei.

  6. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: xSynth 01.10.14 - 13:09

    garrisson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Videospiele sind wirklich das letzte, an das ich gedacht hätte.

    Minecraft wäre da ein sehr gutes Beispiel, weswegen Videospiele im Unterricht u.U. sehr lehrreich sowie hilfreich wären ;)

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu

  7. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: redwolf 01.10.14 - 18:19

    http://minecraft.gamepedia.com/Minecraft_in_education

  8. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: redwolf 01.10.14 - 18:27

    Life immitates art

    Fakt ist doch, dass sich mit direkterer Kommunikation und direkterem Zugriff auf Informationen einige Paradigmen ändern. So muss man nicht zwangsweise etwas wissen, wohl aber einfache Heuristik benutzen können um an entsprechende Informationen zu gelangen. Es heute mehr um Kommunikation und sich zu helfen wissen, anstatt darum Wissen anzuhäufen. Das kann man sicher kritisieren, der entscheidene Vorteil ist aber, dass es praxisnäher ist.
    Ein Beispiel aus der Mathematik: Wer hat heutzutage nicht allzeit einen Taschenrechner dabei? Warum muss man also wie bisher jeden einzelnen Teilschritt auf dem Papier erledigen?

  9. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: tibrob 01.10.14 - 18:29

    garrisson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kinder brauchen keine Videospiele um zu lernen. Damit zerstört man nur ihre
    > Fantasie, man macht besser Anschauungsunterricht in der Natur(nein, ich bin
    > kein Verfechter der Walddorfschule) oder normale Spiele mit den anderen
    > Kindern, bei denen soziale Interaktion stattfindet. Ich find es durchaus
    > positiv, wenn neue Medien in den Unterricht eingebaut werden, aber
    > Videospiele sind wirklich das letzte, an das ich gedacht hätte.

    +1

    Etliche Generationen haben die Kinder die Schulzeit überlebt - ohne Computerspiele. Es wurde das gelernt, was der Lehrer gesagt hat - auch wenn's sterbenslangweilig war und niemanden interessiert hat. Sind die heutigen Kinder einfach zu blöd, um zu lernen und müssen mit Computerspielen "angefüttert" werden, weil das Lernen ansonsten keinen Spaß macht?

    PS:
    Wir hatten zu meiner Schulzeit schrottige 386er und 486er ... da war sowieso nichts mit Games.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  10. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: redwolf 01.10.14 - 18:33

    Wozu überhaupt IT Unterricht an 386ern wir benutzen ja seit Urzeiten Schieferntafeln?!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.14 18:33 durch redwolf.

  11. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: tibrob 01.10.14 - 18:38

    redwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Life immitates art
    >
    > Fakt ist doch, dass sich mit direkterer Kommunikation und direkterem
    > Zugriff auf Informationen einige Paradigmen ändern. So muss man nicht
    > zwangsweise etwas wissen, wohl aber einfache Heuristik benutzen können um
    > an entsprechende Informationen zu gelangen. Es heute mehr um Kommunikation
    > und sich zu helfen wissen, anstatt darum Wissen anzuhäufen. Das kann man
    > sicher kritisieren, der entscheidene Vorteil ist aber, dass es praxisnäher
    > ist.

    Was ist, wenn kein Internet verfügbar ist? Außerdem merkt man bei einem Gespräch ganz deutlich, wenn ein Mensch 0% Allgemeinwissen hat und damit FÜR MICH dumm wie brot ist - Intelligenz hin oder her. Nein, Danke.

    > Ein Beispiel aus der Mathematik: Wer hat heutzutage nicht allzeit einen
    > Taschenrechner dabei? Warum muss man also wie bisher jeden einzelnen
    > Teilschritt auf dem Papier erledigen?

    Weil man Mathematik verstehen soll. Der Taschenrechner liefert dir das Ergebnis - nicht den Rechenweg. Fällt der Taschenrechner aus, war's das.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  12. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: tibrob 01.10.14 - 18:42

    Schrottig im Sinne von: nicht für Games brauchbar, war aber halb so wild, gab ja sowieso nicht so viele gute Games zu damaliger Zeit. Für alles andere waren die Dinger inkl. Windows for Workgroups 3.1 ganz ok - obwohl wir meistens unter DOS im Texteditor "gearbeitet" haben (Maschinenschreiben).

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  13. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: theonlyone 01.10.14 - 21:05

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redwolf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Life immitates art
    > >
    > > Fakt ist doch, dass sich mit direkterer Kommunikation und direkterem
    > > Zugriff auf Informationen einige Paradigmen ändern. So muss man nicht
    > > zwangsweise etwas wissen, wohl aber einfache Heuristik benutzen können
    > um
    > > an entsprechende Informationen zu gelangen. Es heute mehr um
    > Kommunikation
    > > und sich zu helfen wissen, anstatt darum Wissen anzuhäufen. Das kann man
    > > sicher kritisieren, der entscheidene Vorteil ist aber, dass es
    > praxisnäher
    > > ist.
    >
    > Was ist, wenn kein Internet verfügbar ist? Außerdem merkt man bei einem
    > Gespräch ganz deutlich, wenn ein Mensch 0% Allgemeinwissen hat und damit
    > FÜR MICH dumm wie brot ist - Intelligenz hin oder her. Nein, Danke.
    >
    > > Ein Beispiel aus der Mathematik: Wer hat heutzutage nicht allzeit einen
    > > Taschenrechner dabei? Warum muss man also wie bisher jeden einzelnen
    > > Teilschritt auf dem Papier erledigen?
    >
    > Weil man Mathematik verstehen soll. Der Taschenrechner liefert dir das
    > Ergebnis - nicht den Rechenweg. Fällt der Taschenrechner aus, war's das.

    Wie oft in deinem Leben ist ein Taschenrechner den bitte "ausgefallen" ?

    Also bei mir noch nie ...

    Die Teile haben ja auch gerne mal "Solar" Energie etc. pp.

    Achja und in jedem Smartphone ist ein Taschenrechner, das hat auch jeder immer dabei.

    Von daher ist das Rechnen mit einem Taschenrechner schon viel viel realistischer als das im Kopf auf Papier zu machen.


    Unabhängig davon hast du natürlich recht, man sollte schon verstehen was man tut und nicht nur knöpfe drücken in der "Hoffnung" das es funktioniert.

    Aber das lässt sich mehr oder weniger lösen in dem die Taschenrechner eben die Rechenwege und alles drum herum anzeigen.

    Bei MatLab und co. ist das ja der Fall, das schon eine ganz andere Art "Mathematik" als auf dem Papier zu rechnen.
    *Bei mir z.B. war das verstehen nie das Problem, aber man hat sich eben doch einfach mal verrechnet, passiert bei einem Programm nicht und man kann viel sicherer seinen Fehler sehen // auf dem Papier bist du ja verloren, wenn du "irgendwo" einen fehler gemacht hast.

    Von daher, Grundschule auf jeden Fall im Kopf rechnen, das sind Dinge die braucht man im normalen Leben ständig, allein schon beim Einkaufen, Geld herausgeben etc. pp.
    Aber alles was danach kommt ? Da wären Taschenrechner oder gleich richtige Mathe Programme schon DEUTLICH sinnvoller.

  14. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: He Knows 02.10.14 - 10:08

    Warum wird die Diskussion bei Mathematik immer auf einen Taschenrechner reduziert? ^^

    Dieser ist natürlich ein angenehmes Hilfsmittel, aber er trägt absolut nichts zum Verständnis der Sachverhalte bei. Wie um alles in der Welt soll ich durch einen Taschenrechner die Integralrechnung verstehen, oder Differenzialgleichungen, usw. Jetzt kommt natürlich gleich wieder das Totschlag-Argument: "Das brauche ich im späteren Leben ja alles gar nicht". Fakt ist jedoch, niemand kann im Alter von 6 bis 16 Jahren wissen, was er später im Leben alles mal gebrauchen kann (oder gibt's hier Hellseher unter uns). Aus diesem Grund nennt sich das auch allgemeinbildende Schule; jeder Schüler bekommt aus allen Fachrichtungen ein gewisses Basiswissen vermittelt, um nicht dumm durch's Leben laufen zu müssen.
    Da die Aufnahmefähigkeit für neues Wissen mit steigendem Alter stetig abnimmt, ist es doch absolut sinnvoll, soviel wie möglich schon in diesem Zeitrahmen unter den noch günstigsten Bedingungen zu lernen.

    Würde man sich Argumentationen nach weniger Allgemeinbildung an Schulen und Schwerpunkten eher bei "Kommunikation" oder dem Wissen darum, wie man an Informationen gelangt anschließen und sich ihrer Konsequenzen unterwerfen, bestünde die Schule nur noch daraus, den Umgang mit Google zu lernen und das war's. Schließlich kann man durch dieses Mittel an alle relevanten Informationen gelangen. Also wieso überhaupt noch in der Schule herumsitzen wenn ich mit 8 doch schon produktiv sein kann? Willkommen Kinderarbeit!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.14 10:11 durch He Knows.

  15. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: plutoniumsulfat 02.10.14 - 10:44

    seit wann gehört Integralrechnung zur Allgemeinbildung? :D

  16. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: xSynth 02.10.14 - 11:32

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > seit wann gehört Integralrechnung zur Allgemeinbildung? :D

    Das liegt doch bei jedem selbst, was er als "wissenswert" bzw. "von jedem wissend" betrachtet.

    Ich z.B. wurde mal schief angeschaut (in der 9./10. oder so damals), weil ich nicht wusste, was Au Pair (Aupair oder wie auch immer) ist.
    Und wieso? Weil mich solch ein Austausch nicht interessierte und ich diesen Begriff nie im Zusammenhang mit "Schüleraustausch" sah.
    Das Interessante dabei war, dass "man sowas schon wissen sollte" - solch eine Aussage würde ich zu gerne mit "man sollte schon wissen, dass ein GameBoy, DS, 3DS nicht 'Nintendo' genannt wird". Aber dann ... oh man :o

    Ich schrieb schon einmal: Wer all das Allgemeinwissen hätte, wie jeder es sich vorstellt, was man wissen sollte, dann wäre man mehr als "nur" ein Hawking.

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu

  17. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: plutoniumsulfat 02.10.14 - 11:45

    stimmt, so gesehen...

    ich würde es in diese Richtung definieren:

    Allgemeinwissen ist das, was ein Großteil der Menschen weiß und was man immer mal gebrauchen kann, bzw. das man es einordnen können sollte.

  18. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: xSynth 02.10.14 - 12:00

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stimmt, so gesehen...
    >
    > ich würde es in diese Richtung definieren:
    >
    > Allgemeinwissen ist das, was ein Großteil der Menschen weiß und was man
    > immer mal gebrauchen kann, bzw. das man es einordnen können sollte.

    Allgemeinwissen sollte aber nur das sein, was man wirklich GEBRAUCHEN kann.

    Ich würde sehr gerne wissen, wieso ausgerechnet ICH z.B. wissen sollte, DASS es eine Mauer gab und diese gefallen ist. Läge mein Interesse dort, so würde ich das natürlich "gebrauchen", aber eben für mich oder für einige anregende Diskussionen - aber was dann?

    Wer einen gesunden Menschenverstand hegt und pflegt, der käme nie auf die Idee, so etwas ebenfalls wieder machen zu wollen. (viele meinen, man sollte wissen, was damals nicht ganz funktionierte, damit man es später nicht wieder macht/versucht)

    Der Geschichtsunterricht hat mich schon damals angekotzt ... ständig nur Deutschland hier und Hitler da ... :o

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.14 12:01 durch xSynth.

  19. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: He Knows 02.10.14 - 12:18

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > seit wann gehört Integralrechnung zur Allgemeinbildung? :D

    Dies sollte nur ein Beispiel darstellen, warum ein Taschenrechner nicht den Mathematikunterricht ersetzen kann. :-)

    Zur Allgemeinbildung im weitesten Sinn würde ich die Integralrechnung nicht zählen, obwohl sie für die allgemeinen Hochschulreife vorausgesetzt wird. Geht man also von heutigen Anmeldezahlen an Gymnasien aus, so sollte mit Beendigung des 18. Lebensjahres die Hälfte der Menschen hierzulande die Integralrechnung beherrschen, was sie nach deiner späteren Definition ("Allgemeinwissen ist das, was ein Großteil der Menschen weiß") wiederum zur Allgemeinbildung erheben würde :-)

    Übrigens sollte man die Allgemeinbildung (oder das Allgemeinwissen, wie du schreibst) nicht zu sehr auf das Nötigste beschränken. Man lernt in der Schule eben aus gutem Grund nicht nur das, was man "immer mal" gebrauchen kann, sondern weitaus mehr - falls man es eben doch mal benötigt.

    Und seien wir mal ehrlich - warum sollte sich unser Wissen nur auf das Mittelmaß beschränken? Ich wäre damit nicht glücklich, in einer Runde (mit Freunden oder auch Fremden) nur dumm herum zu sitzen und nicht mitreden zu können, weil ich mal wieder nichts zu einem Thema zu sagen habe...


    xSynth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde sehr gerne wissen, wieso ausgerechnet ICH z.B. wissen sollte,
    > DASS es eine Mauer gab und diese gefallen ist. Läge mein Interesse dort, so
    > würde ich das natürlich "gebrauchen", aber eben für mich oder für einige
    > anregende Diskussionen - aber was dann?
    >
    > Wer einen gesunden Menschenverstand hegt und pflegt, der käme nie auf die
    > Idee, so etwas ebenfalls wieder machen zu wollen. (viele meinen, man sollte
    > wissen, was damals nicht ganz funktionierte, damit man es später nicht
    > wieder macht/versucht)

    Diese Aussage zeugt davon, dass du die damalige Situation in keinster Weise begriffen hast und disqualifiziert dich für weitere Kommentare zu diesem Thema, so leid mir das tut.
    Hier wäre etwas mehr Allgemeinbildung also wohl doch angebracht :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.14 12:24 durch He Knows.

  20. Re: Keine Notwendigkeit für Experten

    Autor: xSynth 02.10.14 - 12:25

    He Knows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > seit wann gehört Integralrechnung zur Allgemeinbildung? :D
    >
    > Dies sollte nur ein Beispiel darstellen, warum ein Taschenrechner nicht den
    > Mathematikunterricht ersetzen kann. :-)
    >
    > Zur Allgemeinbildung im weitesten Sinn würde ich die Integralrechnung nicht
    > zählen, obwohl sie für die allgemeinen Hochschulreife vorausgesetzt wird.
    > Geht man also von heutigen Anmeldezahlen an Gymnasien aus, so sollte mit
    > Beendigung des 18. Lebensjahres die Hälfte der Menschen hierzulande die
    > Integralrechnung Beherrschen, was sie nach deiner späteren Definition
    > ("Allgemeinwissen ist das, was ein Großteil der Menschen weiß") wiederum
    > zur Allgemeinbildung erheben würde :-)
    >
    > Übrigens sollte man die Allgemeinbildung (oder das Allgemeinwissen, wie du
    > schreibst) nicht zu sehr auf das Nötigste beschränken. Man lernt in der
    > Schule eben aus gutem Grund nicht nur das, was man "immer mal" gebrauchen
    > kann, sondern weitaus mehr - falls man es eben doch mal benötigt.

    Man "lernt" es und vergisst den größten Teil - wenn man weiß, wo man es findet, braucht man es nicht lernen.
    Allgemeines sollte immer beigebracht werden, der Rest sollte jeder selbst entscheiden - interessiere ich mich für Physik und verabscheue Chemie, kann ich das erst kurz vor Ende "entscheiden" - trotzdem muss man noch einen Großteil an für einen selbst unnützen Dingen lernen, bis man endlich aus der Schule ist.

    > Und seien wir mal ehrlich - warum sollte sich unser Wissen nur auf das
    > Mittelmaß beschränken? Ich wäre damit nicht glücklich, in einer Runde (mit
    > Freunden oder auch Fremden) nur dumm herum zu sitzen und nicht mitreden zu
    > können, weil ich mal wieder nichts zu einem Thema zu sagen habe...

    Das Wissen beschränkt sich auf das, was wir wissen wollen oder auch zum Teil wissen "mussten". Ich weiß über Themen eher Bescheid, die mich interessieren (Programmierung) - davon aber auch nicht unbedingt immer fachspezifische Bezeichnungen (ist auch nicht derart wichtig) - andere wissen eher, was gerade in der Politik los ist oder eben, was damals so alles in Deutschland passierte und wieso.

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