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Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

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  1. Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: He Knows 01.10.14 - 13:13

    Soweit ich das beurteilen kann spielen Kinder, weil es ihnen Spaß macht. Dies tun sie also vollkommen unabhängig von der Schule.

    Selbstverständlich ist das keine neue Entwicklung, denn während früher eben Brettspiele (Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Monopoly, usw.) gespielt wurden, werden heute (auch) Computerspiele gespielt.

    Inwiefern man das also in der Schule behandeln sollte erschließt sich mir nicht ganz. Dort gehören eigentlich eher jene Themen, die die Kinder NICHT sowieso freiwillig behandeln - Mathe, Deutsch, Chemie, Biologie, Erdkunde, etc. pp.

  2. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: The_Soap92 01.10.14 - 13:19

    He Knows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich das beurteilen kann spielen Kinder, weil es ihnen Spaß macht.
    > Dies tun sie also vollkommen unabhängig von der Schule.
    >
    > Selbstverständlich ist das keine neue Entwicklung, denn während früher eben
    > Brettspiele (Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Monopoly, usw.) gespielt
    > wurden, werden heute (auch) Computerspiele gespielt.
    >
    > Inwiefern man das also in der Schule behandeln sollte erschließt sich mir
    > nicht ganz. Dort gehören eigentlich eher jene Themen, die die Kinder NICHT
    > sowieso freiwillig behandeln - Mathe, Deutsch, Chemie, Biologie, Erdkunde,
    > etc. pp.

    Abgesehen davon dass ich aus meiner persönlichen Erfahrun weiss, dass die meisten Schulthemen kaum jemandem etwas bringen (die eine Hälfte vergisst es eh, und 90 % der anderen Hälfte hat kein Interesse daran) ist es wichtig den Kindern einen guten Umgang mit Videospielen beizubringen. Z.b. hab ich bis ich 17 war, kein Spiel ausserhalb meiner Altersklasse gespielt (ausser Alarmstufe Rot, da haben wir aber auch gemerkt, was es mit mir anstellt und es gelassen). Mit 17 hab ich dann zum ersten Mal ein ab 18 Spiel gespielt. Als ich 16 war hab ich San Andreas gezockt und bei mir hat sich die ganze Gangster-Thematik auf mich übertragen und ich fühlte mich ein paar Wochen so als ob das Reallife nchts anderes als GTA wäre. Es war strange :) Auf jeden Fall sollte man Kindern und Jugendlichen beibringen, was Videospiele können, warum Altersfreigaben Sinn machen (Prey hat mich sogar als 18-jähriger verstört) und wie sie einen positiv oder negativ beeinflussen können.

  3. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: tibrob 01.10.14 - 13:33

    Wenn Videospiele einen mit 18 Jahren "verstören", hat man in der Kindheit irgendwo die falsche Abzweigung genommen.

    Es sind Spiele ... mehr nicht. Wenn man das nicht mit der Realität auseinanderhalten kann, sollte man auf Spiele verzichten.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  4. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: Lemo 01.10.14 - 13:41

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Videospiele einen mit 18 Jahren "verstören", hat man in der Kindheit
    > irgendwo die falsche Abzweigung genommen.
    >
    > Es sind Spiele ... mehr nicht. Wenn man das nicht mit der Realität
    > auseinanderhalten kann, sollte man auf Spiele verzichten.

    Richtig, es gibt in er Schule ja auch keinen Unterricht zu Spielfilmen oder Büchern. Man liest lediglich Bücher die interessant für die Zeitgeschichte waren oder schaut Sachfilme und teilweise auch mal lustige Filme.

    Aber nur zum Spaß mal was spielen? Weiß ich nicht.

  5. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: The_Soap92 01.10.14 - 13:42

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Videospiele einen mit 18 Jahren "verstören", hat man in der Kindheit
    > irgendwo die falsche Abzweigung genommen.
    >
    > Es sind Spiele ... mehr nicht. Wenn man das nicht mit der Realität
    > auseinanderhalten kann, sollte man auf Spiele verzichten.

    Es ging um Prey. Nicht um Videospiele allgmein. Du denkst also dass man am besten mit 12 schon Dead Space und Co. sielen sollte, damit man abgehärtet ist?
    Die Szene in Prey war so: Du bist auf dem Alien-Raumschiff, läufst da rum, tötest en paar Aliens, alles noch im normalen Bereich. Dann triffst du auf einen Raum, der durch eine Glaswand verschlossen ist. Drinnen sind zwei Kinder die offensichtlich vor irgendwas Angst haben. Eine Art Geistwesen/Anomalie tritt auf. Eine Stimme sagt: "Interessant. Diese Phänomene treten erst auf, seit er (der Spieler) da ist." Das Phänomen tötet eines der Kinder indem er es auf eine Metallstange aufspiesst. Dann rennt das andere Kind zu einer Tür und Hämmert verzweifelt dagegen bis es vom Phänomen in zwei Stücke gerissen wird.
    Sag mir jetzt, das sei nicht verstörend.

    Ausserdem: Natürlich kann ich das mit der Realität auseinanderhalten, aber wenn im Spiel eine Person die mir naheliegt stirbt, ist es wie im Film: Ich empfinde Trauer, Wut, etc... Genauso bei allem was sonst so passiert. Aber ja, haste Recht, Empathie und Emotionsfähigkeit sind völlig falsch und man hat als Kind was falsch gemacht, wenn man noch Gefühle empfindet.

  6. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: tibrob 01.10.14 - 13:48

    Das habe ich nicht gesagt. Sicher gibt es Spiele härterer Machart als Dead Space, wie das von dir angesprochene Prey, aber für mich waren Spiele schon immer nur "Spiele" ... wenn dort jemand gestorben ist bzw. getötet wurde, war es mir relativ schnuppe - nicht weil ich kalt und emotionslos bin, sondern weil es eben nur Spiele sind.

    Einzig und allein Alyx Vance hätte ich vermisst, wenn die draufgegangen wäre ...

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  7. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: The_Soap92 01.10.14 - 14:12

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das habe ich nicht gesagt. Sicher gibt es Spiele härterer Machart als Dead
    > Space, wie das von dir angesprochene Prey, aber für mich waren Spiele schon
    > immer nur "Spiele" ... wenn dort jemand gestorben ist bzw. getötet wurde,
    > war es mir relativ schnuppe - nicht weil ich kalt und emotionslos bin,
    > sondern weil es eben nur Spiele sind.

    Naja "nur" Spiele... Da lässt sich sicherlich stundenlang drüber streiten. Aber es hat nichts mit Realitätsverzerrung zu tun, wenn man Mitgefühl für Chractere empfindet oder Gewaltszenen jemanden verstören. Silent Hill 2 verfolgt mich heute noch (und da war ich nur im Apartement unterwegs, keine Gegner mehr da, Riesenangst, vor lauter Angst nicht mehr fähig das blöde Rätsel zu lösen).

  8. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: tibrob 01.10.14 - 14:24

    The_Soap92 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja "nur" Spiele... Da lässt sich sicherlich stundenlang drüber streiten.
    > Aber es hat nichts mit Realitätsverzerrung zu tun, wenn man Mitgefühl für
    > Chractere empfindet oder Gewaltszenen jemanden verstören. Silent Hill 2
    > verfolgt mich heute noch (und da war ich nur im Apartement unterwegs, keine
    > Gegner mehr da, Riesenangst, vor lauter Angst nicht mehr fähig das blöde
    > Rätsel zu lösen).

    Ich bin den mit Klassikern aufgewachsen, sprich: Duke Nukem, Blood, Shadow Warrior und Quake. Später mit der PS1 dann ebenfalls die Silent Hill Reihe. Die "Angst" war vergleichbar mit der eines Films (Hellraiser 1, ...) - sobald das Spiel beendet war, war's auch schon wieder vorbei damit. Keine ängstlichen Nachwirkungen, keine Alpträume - nichts.

    Ich bin trotzdem der Meinung, dass man Spiele auch nur als das ansehen sollte, was sie sind: Spiele - mehr nicht. Bei Gewaltszenen war es mehr die Art und Weise, wie jemand dramatisch des Lebens beraubt wurde - verstörend war's aber sicher nicht. Der letzte Speicherstand ist mit einem Mausklick erreichbar und - oh Wunder - der eben Verstorbene ist wieder da.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  9. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: dEEkAy 01.10.14 - 14:28

    He Knows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich das beurteilen kann spielen Kinder, weil es ihnen Spaß macht.
    > Dies tun sie also vollkommen unabhängig von der Schule.
    >
    > Selbstverständlich ist das keine neue Entwicklung, denn während früher eben
    > Brettspiele (Mensch ärgere dich nicht, Mühle, Monopoly, usw.) gespielt
    > wurden, werden heute (auch) Computerspiele gespielt.
    >
    > Inwiefern man das also in der Schule behandeln sollte erschließt sich mir
    > nicht ganz. Dort gehören eigentlich eher jene Themen, die die Kinder NICHT
    > sowieso freiwillig behandeln - Mathe, Deutsch, Chemie, Biologie, Erdkunde,
    > etc. pp.


    Ich denke es geht bei so einem Fach nicht ums lernen wie man einen Shooter z.b. spielt sondern was ist der Unterschied von einer Egosicht zu einer 3rd Person Sicht. Wie wirkt sich diese kleine Änderung auf das Gameplay aus. Wie sieht es mit verschiedenen Arten der Kameraführung bei Videos aus. Wie fördert ein Strategiespiel das taktische Denken eines Kindes etc.

  10. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: The_Soap92 01.10.14 - 14:29

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > The_Soap92 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja "nur" Spiele... Da lässt sich sicherlich stundenlang drüber
    > streiten.
    > > Aber es hat nichts mit Realitätsverzerrung zu tun, wenn man Mitgefühl
    > für
    > > Chractere empfindet oder Gewaltszenen jemanden verstören. Silent Hill 2
    > > verfolgt mich heute noch (und da war ich nur im Apartement unterwegs,
    > keine
    > > Gegner mehr da, Riesenangst, vor lauter Angst nicht mehr fähig das blöde
    > > Rätsel zu lösen).
    >
    > Ich bin den mit Klassikern aufgewachsen, sprich: Duke Nukem, Blood, Shadow
    > Warrior und Quake. Später mit der PS1 dann ebenfalls die Silent Hill Reihe.
    > Die "Angst" war vergleichbar mit der eines Films (Hellraiser 1, ...) -
    > sobald das Spiel beendet war, war's auch schon wieder vorbei damit. Keine
    > ängstlichen Nachwirkungen, keine Alpträume - nichts.
    >
    > Ich bin trotzdem der Meinung, dass man Spiele auch nur als das ansehen
    > sollte, was sie sind: Spiele - mehr nicht.

    Du schliesst gerade die ganze Zeit von dich auf andere. Mein Kumpel lässt sich auch von nichts erschrecken und liebt ekelhafte Dinge (wie Nekromorphs, Zerg, etc.). Mich hat es verstört, und ich bin auch froh drüber, dass Spiele ihre Wirkung über mich entfalten können. Hat nichts mit Realitätsverzerrung zu tun. Ich hoffe du verstehst das endlich.

    >Bei Gewaltszenen war es mehr die
    > Art und Weise, wie jemand dramatisch des Lebens beraubt wurde - verstörend
    > war's aber sicher nicht.

    Ach, Kopf abreissen, Blut aus dem Hals strömend, Gliedmassen zerstückeln und ekelhafte Pflatsch-Geräusche dazu verbunden mit abartigen Schreien... Nicht verstörend, genau.

    > Der letzte Speicherstand ist mit einem Mausklick
    > erreichbar und - oh Wunder - der eben Verstorbene ist wieder da.

    Ehm ja. Du siehst warum das nicht qualifiert ist oder?

  11. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: Bouncy 01.10.14 - 14:38

    He Knows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich das beurteilen kann spielen Kinder, weil es ihnen Spaß macht.
    Du grenzt das Wort "Spiel" aber viel zu sehr ein, es beschreibt als Computerspiel nicht mehr nur einen reinen Zeitvertreib, sondern eine neue Erzählform, eine neue Dimension komplexer Geschichtenerzählung und nicht simples Figurenrücken. Und den Umgang damit - "Umgang", nicht das "spielen" - sollte man imho schon lernen, sonst funktioniert es nicht so, wie es vorgesehen war. Kinder fangen das Lesen ja auch nicht mit Krieg & Frieden an...
    > Dies tun sie also vollkommen unabhängig von der Schule.
    Ja kann funktionieren. So wie manch ein Universalgenie sich sein Wissen auch außerhalb der Schule angeeignet hat. Aber man könnte Bildung auch etwas forcieren...
    > Inwiefern man das also in der Schule behandeln sollte erschließt sich mir
    > nicht ganz. Dort gehören eigentlich eher jene Themen, die die Kinder NICHT
    > sowieso freiwillig behandeln - Mathe, Deutsch, Chemie, Biologie, Erdkunde,
    > etc. pp.
    Na also der Logik nach wäre Sport für ein fußballspielendes Kind das völlig falsche Fach - den Absatz solltest du mal ganz schnell nochmal überdenken... ;)

  12. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: igor37 01.10.14 - 14:40

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Videospiele einen mit 18 Jahren "verstören", hat man in der Kindheit
    > irgendwo die falsche Abzweigung genommen.

    Dann sieh dir mal den Red Band Trailer von MGS V an und sag mir das kann keinen Erwachsenen verstören. Nur weil jemand empfindlicher gegenüber gewissen Dingen reagiert heißt das lange nicht dass diese Person abnormal ist.
    Ich selbst hatte bei manchen Szenen in Spielen auch ein flaues Gefühl, und das finde ich normaler als das Gegenteil. Ich habe zumindest ziemliche Probleme mit Folterszenen und ähnlichem, und ich bin mir sicher dass es anderen auch so geht die nicht die "falsche Abzweigung genommen" haben.

    Spiele oder Filme mit guter Story kann ich jedenfalls nicht so wie du als "nur ein Spiel" sehen, sondern fühle da gern mit Charakteren etc. mit - was ja auch beabsichtigt ist von Buchautoren, Filmproduzenten, Spieleentwicklern, Theaterstücken, ...
    Das ist mMn auch eine Voraussetzung dafür es in voller Bandbreite mitbekommen zu können. Ich bin jedenfalls lieber kurz mal verstört als bei einer schlimmen Szene zu denken "meh, die Grastextur sieht aber schwammig aus".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.14 14:46 durch igor37.

  13. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: Wander 01.10.14 - 14:49

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das habe ich nicht gesagt. Sicher gibt es Spiele härterer Machart als Dead
    > Space, wie das von dir angesprochene Prey, aber für mich waren Spiele schon
    > immer nur "Spiele" ... wenn dort jemand gestorben ist bzw. getötet wurde,
    > war es mir relativ schnuppe - nicht weil ich kalt und emotionslos bin,
    > sondern weil es eben nur Spiele sind.

    Es gibt aber eben auch Menschen die Spiele aus anderen Motivationen heraus spielen als du. Ich möchte gerade, dass mich ein Roman, Film oder Spiel emotional berührt, ich mit den Charakteren mitfiebere, mich freue wenn ihnen Gutes widerfährt und deren Leid mir nahe geht. Ich meine sonst könnte man sich doch jegliche Form von anspruchsvoller Geschichtenerzählung und Charakterzeichnung sparen wenn es dem Publikum sowieso egal ist was passiert.

    > Einzig und allein Alyx Vance hätte ich vermisst, wenn die draufgegangen
    > wäre ...

    Und ich freue mich jedesmal wenn ein Spiel, Film, Buch, ... so etwas bei mir schafft.

  14. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: tibrob 01.10.14 - 15:22

    The_Soap92 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du schliesst gerade die ganze Zeit von dich auf andere. Mein Kumpel lässt
    > sich auch von nichts erschrecken und liebt ekelhafte Dinge (wie
    > Nekromorphs, Zerg, etc.). Mich hat es verstört, und ich bin auch froh
    > drüber, dass Spiele ihre Wirkung über mich entfalten können. Hat nichts mit
    > Realitätsverzerrung zu tun. Ich hoffe du verstehst das endlich.

    Du beharrst ebenfalls darauf, dass es verstörend ist, was für viele eben nicht zustimmen muss.

    > Ach, Kopf abreissen, Blut aus dem Hals strömend, Gliedmassen zerstückeln
    > und ekelhafte Pflatsch-Geräusche dazu verbunden mit abartigen Schreien...
    > Nicht verstörend, genau.

    Es ist ein Spiel - virtuell - keine echten Personen/Menschen/Monster/Dinge. Warum sollte das verstörend sein, wenn ein paar Polygone irgendwo auseinanderfallen?

    > > Der letzte Speicherstand ist mit einem Mausklick
    > > erreichbar und - oh Wunder - der eben Verstorbene ist wieder da.
    >
    > Ehm ja. Du siehst warum das nicht qualifiert ist oder?

    Noch einmal: es ist ein Spiel, nicht die Realität und zwangsläufig kann ich mit dem Spiel neu anfangen (z.B. Speicherstand laden), wenn ich das möchte. Wenn man Spiel mit Realität vermischt, sollte man sich ein andere Freizeitbeschäftigung suchen.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

  15. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: Gizeh 01.10.14 - 15:41

    Auch wenn ich persönlich (fast) nicht betroffen bin, kann ich doch nachvollziehen, das man diverse Empfindungen mit Büchern/Filmen/Videospielen entwickeln kann.
    z.B. Trauer, wenn ein sympathischer Character stirbt.

    Das hat nichts damit zu tun, ob man es von der Realität unterscheiden kann oder nicht.

    Als Beispiel würde mir die Szene aus I Am Legend einfallen, wo der Hund stirbt.

    Die geht sogar mir, als ziemlich Empathie-befreitem Menschen nahe, obwohl mir sehr bewusst ist, das es fiktiv ist.
    Ob das eine unterbewusste Assoziation zu meinen Haustieren oder evtl. sogar Verwandten auslöst, keine Ahnung, könnte aber eine Erklärung sein.

    Fiktive Gewaltszenen jeglicher Art hingegen lassen mich völlig kalt.
    Eine OP im TV kann ich mir je nach Art aber kaum ansehen, ohne eine Gänsehaut zu bekommen und mich unwohl zu fühlen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.14 15:49 durch Gizeh.

  16. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: The_Soap92 01.10.14 - 15:44

    tibrob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > The_Soap92 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du schliesst gerade die ganze Zeit von dich auf andere. Mein Kumpel
    > lässt
    > > sich auch von nichts erschrecken und liebt ekelhafte Dinge (wie
    > > Nekromorphs, Zerg, etc.). Mich hat es verstört, und ich bin auch froh
    > > drüber, dass Spiele ihre Wirkung über mich entfalten können. Hat nichts
    > mit
    > > Realitätsverzerrung zu tun. Ich hoffe du verstehst das endlich.
    >
    > Du beharrst ebenfalls darauf, dass es verstörend ist, was für viele eben
    > nicht zustimmen muss.

    Wer betreibt nun Realitätsverzerrung? Ich habe gesagt MICH hat es verstört. Nicht dass es generell für alle verstörend ist. MICH hat es verstört, und du sagst mir: Das kann gar nicht sein, das ist doch nicht verstörend, ist ja nur ein Spiel.

    > > Ach, Kopf abreissen, Blut aus dem Hals strömend, Gliedmassen zerstückeln
    > > und ekelhafte Pflatsch-Geräusche dazu verbunden mit abartigen
    > Schreien...
    > > Nicht verstörend, genau.
    >
    > Es ist ein Spiel - virtuell - keine echten Personen/Menschen/Monster/Dinge.
    > Warum sollte das verstörend sein, wenn ein paar Polygone irgendwo
    > auseinanderfallen?

    Weil es nicht einfach nur ein paar Polygone sind? Weil es aussieht als ob es echte Menschen etc. sind? Weil ich mich mit Characteren in Videospielen identifiziere? Aber haste recht, du bist auf gar keinen Fall Emotionslos...
    >
    > > > Der letzte Speicherstand ist mit einem Mausklick
    > > > erreichbar und - oh Wunder - der eben Verstorbene ist wieder da.
    > >
    > > Ehm ja. Du siehst warum das nicht qualifiert ist oder?
    >
    > Noch einmal: es ist ein Spiel, nicht die Realität und zwangsläufig kann ich
    > mit dem Spiel neu anfangen (z.B. Speicherstand laden), wenn ich das möchte.
    > Wenn man Spiel mit Realität vermischt, sollte man sich ein andere
    > Freizeitbeschäftigung suchen.

    Ich vermische das Spiel nicht mit der Realität. Langsam glaube ich ich rede hier mit einem Idioten! Schaust du dir ne Serie an, denkst, ach das sind ja nur virtuelle Figuren, mir doch egal was denen passiert und langweilst dich dann nicht? Man ist doch gespannt was als Nächstes passiert, trauert um Sean Beans Rolle und so weiter. Ansonsten würde man das doch gar nicht anschauen wollen. Aber im Spiel darf ich mich nicht auf die Handlung einlassen, das ist ja mit Realität vermischen und ich sollte lieber den ganzen Tag Party machen und Alkohol saufen, weil das dann eine bessere Freizeitbeschäftigung wäre!

  17. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: igor37 01.10.14 - 16:21

    He Knows schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Inwiefern man das also in der Schule behandeln sollte erschließt sich mir
    > nicht ganz. Dort gehören eigentlich eher jene Themen, die die Kinder NICHT
    > sowieso freiwillig behandeln - Mathe, Deutsch, Chemie, Biologie, Erdkunde,
    > etc. pp.

    Du hast glaube ich nicht begriffen worum es in einer Schule geht. Die soll Kindern etwas beibringen, und das geht zu 90% nur wenn die Kinder auch Spaß haben dabei. Trocken Stoff vorzulesen ist nicht nur für Erwachsene langweilig und kontraproduktiv.
    Im Idealfall sollte das Schulsystem den Wissensdrang der Kinder unterstützen und befriedigen, derzeit geschieht leider das exakte Gegenteil: Falsche Meinungen und Spaß werden im Keim erstickt, am Ende zählen die Noten, nicht das Wissen oder die Erfahrung der Schüler selbst. Wenn Computerspiele daran etwas ändern können - und Schule negativ ändern geht heutzutage kaum noch - dann kann man das nur begrüßen. Da werden dann ja nicht Egoshooter behandelt sondern einfach Spiele die Kreativität fördern, Abwechslung zum Schulalltag bieten, Themen interaktiv näherbringen etc. Da gibt es so viel Potenzial, nur fürchte ich dass es noch sehr lange dauern wird bis das die Verantwortlichen begriffen haben.

    Wenn ich 100% kompetente Lehrer gehabt hätte in meiner Schulzeit würde ich in Englisch klingen wie ein echter Engländer, hätte vermutlich in der Freizeit noch weitere 2 Sprachen gelernt und wäre ein begeisterter Fan aller Naturwissenschaften. In der Realität aber hatten wir in Englisch einmal einen Alkoholiker mit Alzheimer, danach einen Lehrer der sich wichtig vorkam aber uns noch weniger beibrachte als der Alkoholiker davor, einen Lehrer in Mathe bei dem nur 4 Leute von 30 pro Schularbeit eine positive Note bekamen und der Fragen mit "Seht auf Wikipedia nach" beantwortete und es schaffte, einen regelrechten Hass aufs Fach zu entwickeln. Das waren übrigens nur ein paar von vielen Beispielen allein aus meiner Schulzeit, von anderen habe ich auch schon so einiges gehört.

    Ich wette, bei Overhead-Projektoren haben sich damals auch viele gewehrt weil es ja zu viel ablenkt, und man hat sowieso schon eine Tafel, und...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.14 16:27 durch igor37.

  18. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: Gizeh 01.10.14 - 16:34

    Dieser neumoderne Kram wie Smartboards erst.

    Habe bis jetzt erst einen Lehrer gesehen, der das Ding bedienen konnte.

  19. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: ZuWortMelder 01.10.14 - 16:36

    > Ich denke es geht bei so einem Fach nicht ums lernen wie man einen Shooter
    > z.b. spielt sondern was ist der Unterschied von einer Egosicht zu einer 3rd
    > Person Sicht. Wie wirkt sich diese kleine Änderung auf das Gameplay aus.
    > Wie sieht es mit verschiedenen Arten der Kameraführung bei Videos aus. Wie
    > fördert ein Strategiespiel das taktische Denken eines Kindes etc.


    Wobei das dann eher in die Berufsausbildung für angehende Game-Disgner (oder wie auch immer man das nennt;) gehört.

  20. Re: Muss man das Spielen heutzutage denn erst lernen?

    Autor: igor37 01.10.14 - 18:08

    Gizeh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieser neumoderne Kram wie Smartboards erst.
    >
    > Habe bis jetzt erst einen Lehrer gesehen, der das Ding bedienen konnte.

    Smartboards sehe ich irgendwie als eine Erfindung zwischen ein paar Technologien die niemand so richtig braucht oder haben will. Normale Beamer werden hingegen immer öfter verwendet.

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