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  1. Hier sind die Antworten

    Autor: /mecki78 18.09.19 - 12:40

    > Brauche ich einen Cookie-Banner und was muss drinstehen?

    Am besten man baut die Webseite grundsätzlich mal so, dass sie gar keine Cookies braucht, weil das ist das Beste für alle Beteiligten. Die meisten Webseiten haben überhaupt keinen zwingenden Grund ihren Besuchern gleich mal Cookies auf's Auge drücken zu müssen.

    Wenn es Bereiche gibt, auf die nur angemeldete Nutzer Zugriff haben sollen bzw. wo der Inhalt an den jeweils angemeldeten Nutzer angepasst werden muss, dann macht hier der Einsatz eines User Session Cookies natürlich durchaus Sinn (oft mehr Sinn als URL Manipulationen), aber für den braucht man dann keinen Cookie-Banner, sofern man den Nutzer beim Login nur darauf hinweist, dass nach erfolgreichen Login ein Cookie gesetzt wird. Denn nur darum geht es ja beim Banner: Den Nutzer darüber informieren dass ein Cookie gesetzt wird, wie lange, mit welchen Inhalt und aus welchen Grund. Der Cookie-Banner Text wird also einfach als Beschreibungstext unter das Loginformular gepackt, fertig.

    Wer natürlich meint, er muss alle seine Besucher mit aller Gewalt tracken oder Banner von Webenetzwerken anzeigen, die auf Tracking bestehen, der muss natürlich dem Nutzer so einen Banner zeigen jedes mal wenn er die Seite betritt, außer er weiß, dass der Nutzer so einen Banner bereits zur Kenntnis genommen hat. Ich empfinde das immer als wenig professionell und kann nicht verstehen, warum große Internetkonzerne so etwas machen, wenn es gar nicht nötig ist, denn deren Seiten kann man ohne Login nutzen und dort wird aber auch keine Werbung anzeigt, ergo dient das Cookie nur dem Tracking des Seitenbetreiber und dieses Tracking ist aber komplett unnötig.

    > Wann und wie darf ich fremde Inhalte für meine Website nutzen?

    Wenn ich die Erlaubnis dazu haben. Also wenn der Urheber dieser Inhalte mir die Nutzung erlaubt hat, entweder direkt (ich habe ihn gefragt oder ich habe ihn dafür bezahlt) oder indirekt (das Material wurde unter einer Lizenz veröffentlicht, die mir diese Nutzung gestattet; allerdings ggf. nur unter Einhaltung bestimmter Auflagen, wie z.B. Nennung der Quelle). Daumenregel: Wenn man sich nicht sicher ist, ob man die Erlaubnis hat, dann geht man immer davon aus, dass man sie nicht hat.

    Ausgenommen von dieser Regel sind Zitate, wobei ich aber vorsichtig wäre das Zitatrecht nicht überzustrapazieren: https://dejure.org/gesetze/UrhG/51.html

    > Wann brauche ich AGB?

    Nie. Die Frage muss lauten "Wann will ich eine AGB?" und die Antwort lautet, immer dann, wenn ich Rechtsverträge abschließe und nicht alle Vertragsdetails jedes mal direkt im Vertrag einzeln regeln möchte. Stattdessen schreibe ich dann Allgemeines in die AGB (daher ja auch das A im Namen AGB) und verweise in allen Verträgen auf diese.

    > Und was ist mit der DSGVO?

    Nichts. Was soll denn damit sein? Ist eine EU Richtlinie, die man als Webseiten-Betreiber kennen und beachten sollte. Falls nicht, dann sollte man sich die vielleicht mal etwas zu Gemüte führen.

    In den meisten Fällen kann man die DSGVO getrost ignorieren, mit der Ausnahme der Datenschutzerklärung. Wenn eine Webseite Daten verarbeitet, dann braucht sie eine Datenschutzerklärung. Dort muss stehen welche Daten die Webseite erhebt, wie sie diese Daten speichert, wie lange sie diese Daten speichert und wie sie diese Daten ggf. weiterverarbeitet. Auch muss dort stehen, dass der Nutzer der Speicherung und/oder der Verarbeitung der Daten widersprechen kann, wie er das machen muss und was das dann aber konkret für Konsequenzen für ihn haben wird.

    Wer nicht wirklich groß vor hat gezielt Daten zu verarbeiten, bei dem fallen ggf. dennoch Daten an, ohne dass ihm das so direkt bewusst ist (z.B. das Logging von Seitenabrufen sind anfallende Daten). Hierfür empfiehlt sich der Einsatz eines Datenschutzerklärungsgenerators. Die meisten fahren schon mit einem der folgenden recht gut:

    https://www.mein-datenschutzbeauftragter.de/datenschutzerklaerung-konfigurator/
    https://www.datenschutzexperte.de/datenschutzerklaerung-generator/
    https://www.ratgeberrecht.eu/leistungen/muster-datenschutzerklaerung.html

    Wer hingegen wirklich aktiv Daten erfassen und verarbeiten will, womöglich als Teil eines kommerziellen Angebotes, der sollte sich am besten direkt professionelle Hilfe holen und sich die Datenschutzerklärung von einem Juristen schreiben lassen. Klar kostet das Geld, aber eine Strafzahlung wegen einer fehlerhaften Erklärung kostet garantiert mehr Geld.

    /Mecki

  2. Re: Hier sind die Antworten

    Autor: craik 22.09.19 - 22:01

    Auch wenn es im Zweifel kleinlich wirkt: Die DSGVO ist gerade keine Richtlinie, sondern eine Verordnung ;)

  3. Re: Hier sind die Antworten

    Autor: /mecki78 24.09.19 - 14:05

    craik schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn es im Zweifel kleinlich wirkt: Die DSGVO ist gerade keine
    > Richtlinie, sondern eine Verordnung ;)

    Mein Fehler. Ich dachte die DSGVO wurde in lokales Recht umgesetzt, weil mehrere Gesetze für die DSGVO angepasst wurden und damit wäre sie eine Richtlinie. Tatsächlich aber wurden einige Gesetze nur so angepasst, dass sie nicht im Widerspruch zur DSGVO stehen, weil das sonst verwirrend gewesen wäre, da unsere Gesetze so sagen, aber die DSGVO etwas anderes sagt und damit unsere Gesetze in diesen Punkten automatisch außer Kraft setzt, was aber dem Leser der Gesetze natürlich im ersten Moment nicht klar ist. Tatsächlich war es keine Umsetzung, sondern nur eine Angleichung.

    /Mecki

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