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Die Mär vom Fachkräftemangel

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  1. Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: CSCmdr 02.03.20 - 10:45

    Da ich in naher Zukunft in meine ländliche Heimat zurückkehren möchte, habe ich spaßeshalber mal auf diversen Stellenseiten nach Jobs für mich geschaut (Java-Entwickler). Im Umkreis von 30km gab es genau eine passende ausgeschriebene Stelle + 2 die Embedded-Entwickler suchen. Meistens spucken solche Seiten aber nur Stellen aus, die mindest 1-1,5h Fahrzeit entfernt liegen. Oder meinen, ich solle doch gleich nach München oder Berlin ziehen...

    Fazit: Wenn man für eine Stelle als Software-Entwickler zwingend in einen Großstadt-Moloch ziehen muss, kann der Mangel gar nicht so groß sein...

  2. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: AntonZietz 02.03.20 - 11:14

    In Berlin und München (deine Beispiele) gibt es genügend Stellenangebote (für Java-Entwickler), die als "remote" ausgeschrieben sind.

  3. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: Michael H. 02.03.20 - 13:28

    Also wir haben jetzt knapp 3 Jahre lang gesucht und uns letztes Jahr entschieden, dass wir selbst ausbilden... da es schneller geht. Dazu haben wir jetzt zum 02.03.20 endlich mal einen weiteren Mitarbeiter... wir hatten davor schon 4-5 in der Pipeline über die Jahre verteilt, die auch mal nen Arbeitsvertrag unterschrieben hatten, dann aber doch wieder weg waren, da sie nicht so das gelbe vom Ei waren. Fehlen würden allerdings immer noch 2-3 Mitarbeiter.

  4. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: CSCmdr 02.03.20 - 13:40

    Zum "remote" arbeiten kann ich auch bei meinem jetzigen Unternehmen bleiben (was ich wahrscheinlich eh tue). Ich wollte mit diesem Beispiel nur mal aufzeigen, dass dieser vermeintliche "Mangel" eigentlich gar nicht existiert.

    @Michael H.: Habt ihr die Stelle online ausgeschrieben? Könnt ihr auch normalsterbliche ITler gebrauchen oder sucht ihr auch nach diesen ominösen "IT-Experten"?

  5. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: Hallonator 02.03.20 - 16:05

    CSCmdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum "remote" arbeiten kann ich auch bei meinem jetzigen Unternehmen bleiben
    > (was ich wahrscheinlich eh tue). Ich wollte mit diesem Beispiel nur mal
    > aufzeigen, dass dieser vermeintliche "Mangel" eigentlich gar nicht
    > existiert.

    Dass man in ländlichen Gebieten, in denen vermutlich eh kaum Wirtschaft ist, kaum Softwareentwickler benötigt, klingt irgendwie offensichtlich.

  6. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: CSCmdr 02.03.20 - 16:34

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > CSCmdr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Zum "remote" arbeiten kann ich auch bei meinem jetzigen Unternehmen
    > bleiben
    > > (was ich wahrscheinlich eh tue). Ich wollte mit diesem Beispiel nur mal
    > > aufzeigen, dass dieser vermeintliche "Mangel" eigentlich gar nicht
    > > existiert.
    >
    > Dass man in ländlichen Gebieten, in denen vermutlich eh kaum Wirtschaft
    > ist, kaum Softwareentwickler benötigt, klingt irgendwie offensichtlich.

    Nur komisch, dass die "kaum Wirtschaft" fast alles andere händeringend sucht...

  7. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: Hallonator 02.03.20 - 17:26

    CSCmdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > komisch, dass die "kaum Wirtschaft" fast alles andere händeringend
    > sucht...

    Findest du?

    Mir fallen bei sehr vielen Betrieben mehr Gründe ein, warum man auf dem Land gründen sollte.

  8. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: CSCmdr 03.03.20 - 06:10

    Hallonator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > CSCmdr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > komisch, dass die "kaum Wirtschaft" fast alles andere händeringend
    > > sucht...
    >
    > Findest du?
    >
    > Mir fallen bei sehr vielen Betrieben mehr Gründe ein, warum man auf dem
    > Land gründen sollte.

    Mir auch. Bessere Lebensqualität zum Beispiel.
    Desweiteren fällt mir kein Grund ein, warum man Softwareentwicklung nicht auf dem Land betreiben sollte. (Eine gute Internetverbindung vorausgesetzt.)

  9. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: Hallonator 03.03.20 - 09:46

    CSCmdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallonator schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > CSCmdr schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > komisch, dass die "kaum Wirtschaft" fast alles andere händeringend
    > > > sucht...
    > >
    > > Findest du?
    > >
    > > Mir fallen bei sehr vielen Betrieben mehr Gründe ein, warum man auf dem
    > > Land gründen sollte.
    >
    > Mir auch. Bessere Lebensqualität zum Beispiel.
    > Desweiteren fällt mir kein Grund ein, warum man Softwareentwicklung nicht
    > auf dem Land betreiben sollte. (Eine gute Internetverbindung
    > vorausgesetzt.)

    - Schlechtes Angebot an Arbeitskräften (Man sucht ja meist Akademiker und geht dann in die Nähe der Unis)
    - Unternehmen anderer Branchen, die z.B. nen OnlineShop hochziehen wollen, werden wohl eher in der Nähe bleiben
    - Bei speziellerer Software ist auf dem Land wohl nie Kundennähe gegeben (Anders als bei Handwerkern, Pflegern, Steuerberatern, Bäckern, ...)
    - Wenig Bürogebäude, die ein schnelles Wachstum hergeben würden

    Die letzten beiden Unternehmen, bei denen ich gearbeitet habe, wurden von Angestellten anderer Unternehmen gegründet. Die haben sich bei der Gründung nicht die Mühe gemacht den Standort zu wechseln. Also ebenfalls Stadt.

  10. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: jimbokork 04.03.20 - 01:17

    warum sollte jemand der nine to nine oder noch flexibler schaffen/verfügbar sein soll (es ist doch immer irgendwo cruchtime) aufs land ziehen wollen?

  11. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: Anonymer Nutzer 05.03.20 - 07:21

    Vielleicht sollte man erstmal abstecken, was mit "Land" gemeint ist. Sprechen wir vom 50 Mann Dorf im tiefsten Allgäu oder ist schon die 2000-15.000 Gemeinde/Stadt, wo es viel Grün, kein Kino, kein Schwimmbad etc. gibt (dafür aber eine hohe Versorgung mit Ärzten, Kindergärten, etc.), schon "auf dem Land"?

    Bei letzteren gibt es nämlich oft eine sehr hohe Lebensqualität die durchaus für ITler mit Familie sehr attraktiv ist. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Und es gibt hier z. B. in meiner Umgebung, NRW, sehr grosse Deutsche Softwarehersteller. Also nicht quantativ viele Stellen, wo irgendwelche Agenturen oder Industrieunter ehmen eine handvoll Entwickler beschäftigen, sondern wo wirklich mit Software Geld verdient wird und eigene Produkte teilweise mit 200 Entwicklern gebaut wird.

    Und die Unternehmen hier wissen dass sie sich um die Fachkräfte im Umkreis bemühen müssen. Deshalb gibt es hier Software Unternehmen die einen eigenen Campus gebaut haben wo du bspw. neben einer Kantine auch ein Fitness Studio und eine Kita für Mitarbeiter gibt. Es gibt kaum Unternehmen in der Stadt, die das bieten, stattdessen verheizt man lieber schnell mal Personal - ist ja genug da und die nächsten von der Uni stehen schon parat.

    Bezüglich Bürogebäude muss ich daher klar widersprechen. Wer ein gesundes langfristiges Wachstum anstrebt, der baut sich die "auf dem Land" einfach selbst. Und das geht dank der Beziehungen zur Politik, die solche finanzstarken Unternehmen in eher kleineren Gemeinden nun mal haben, dann oft auch sehr schnell. Und nicht zu vergessen: da kann man sich dann wirklich schöne und Bedarfsgerechte Bürokomplexe bauen. Schnelles Wachstum in der Stadt heisst doch: die Leute werden erst zusammen geferecht, bis es nicht mehr geht, dann werden irgendwo in irgendwelchen Nachbargebäuden oder Technologiezentren Büros angemietet. Arbeitsplätze ohne Seele!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.20 07:25 durch nweeiqr.

  12. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: minnime 05.03.20 - 09:42

    2000 bis 15000? Das würde auch ich als Land bezeichnen. Zumindest bei 2000 Einwohnern hat man keine eigenständigen Kommunen, sondern eher irgendwelche Samtgemeinden. Dummerweise werden nicht selten noch Mittelstädte mit 20000 bis 50000 Einwohnern als Land tituliert. Das sind aber Größen in denen sich wirklich sehr angenehm leben lässt, da dann auch schon eine gewisse Infrastruktur vorliegt.

  13. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: bananaking 06.03.20 - 08:49

    [++]

  14. Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

    Autor: CSCmdr 10.03.20 - 07:14

    jimbokork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum sollte jemand der nine to nine oder noch flexibler schaffen/verfügbar
    > sein soll (es ist doch immer irgendwo cruchtime) aufs land ziehen wollen?

    Damit man das ganz einfach flexibel und in Ruhe von zu Hause aus erledigen kann anstatt noch einmal zusätzlich 3h pro Tag im Stau zu stehen.

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