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Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

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  1. Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

    Autor: AynRandHatteRecht 24.09.20 - 11:35

    Die Stadtwerke München (SWM) haben Milliarden in ein Glasfasernetz investiert und in alle Häuser des erweiterten Stadtzentrums gelegt - um ihre Smart Meter anzubinden. Da sich kein TK-Betreiber fand, der darüber etwas machen wollte, wurde gleichzeitig eine 100%ige Tochterfirma gegründet (M-Net).

    Und so werden auch dieses Jahr wieder Häuser angeschlossen, aber die Endkunden haben nichts davon: M-Net stellt DSLAM in den Keller und bindet die Wohnungen über vorhandene Kupferkabel an. Es gibt keine Initiative/Angebote an Eigentümer/WEG-Versammlungen, um auch wirklich FTTH zu realisieren.

    Die per VDSL/g.fast angebotene Bandbreiten liegen bei 150/50 und sind lächerlich gegenüber Gigabit-Kabel, das Vodafone stadtweit in ziemlich guter Qualität ausgerollt hat (bin selbst dort Kunde).

    Einzig ein paar Vorzeige-Wohnanlagen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wurden wohl in-house mit LWL erschlossen.

    Die Stadtwerke sind eine 100% kommunale Gesellschaft, jeder in die LWL-Eskapaden investierter Euro wäre ansonsten dem Stadthaushalt zugeführt worden. Hier wurden also Steuergelder in Milliardenhöhe verbrannt.

    Und weil das nicht reichte, hat M-Net exandiert und weitere kommunale Netze gekauft oder bauen lassen und manchmal auch nicht: Eine hohe Vertragsstrafe zwang die Stadt München und die (mittlerweile) anderen kommunalen Gesellschafter erst 2019 zu einer Neukapitalisierung - man spricht von 100 mio Euro - um die Pleite zu verhindern.

    Gigabit gibt es hier in München, innerhalb des Rings, bis heute nicht per Glasfaser.

    Gesendet aus meinem Heimbüro 2.5m über dem Übergaberaum, wo das LWL terminiert wird.

  2. Re: Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

    Autor: Faksimile 25.09.20 - 14:32

    Hält Dich jemand davon ab, eine Bridge dort zu installieren und das Signal per LAN-Kabel zu Dir zu führen?

    Schlechte Bauweise, weil keine vernünftigen Leerrohre verwendet wurden? Frag den Bauherren warum er das so gemacht hat.

  3. Re: Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

    Autor: AynRandHatteRecht 25.09.20 - 15:13

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hält Dich jemand davon ab, eine Bridge dort zu installieren und das Signal
    > per LAN-Kabel zu Dir zu führen?
    >
    > Schlechte Bauweise, weil keine vernünftigen Leerrohre verwendet wurden?
    > Frag den Bauherren warum er das so gemacht hat.

    Fast kein Haus in der Innenstadt hat Leerrohre die für einen FTTH-Ausbau geeignet wären. Selbst die 15 Jahre alten Häuser haben es nicht. Wir reden hier von dichter Stadtbebauung und 15-20 Parteien pro Haus, gerne auch Wohnanlagen zusammengefasst.

    Es gibt auch keinerlei Grund für Vermieter/Eigentümer einen Ausbau anzustossen. Es gibt genügend Mieter und die Kosten kann man nicht umlegen. Selbst hier wohnende Eigentümer sind machtlos in der WEG-Versammlung.

    Und natürlich darf man nicht irgendwo im Gemeinschaftseigentum seine Geräte aufstellen. Schon eine Wallbox fürs Auto ist ein Drama.

  4. Re: Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

    Autor: Faksimile 25.09.20 - 19:16

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Faksimile schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hält Dich jemand davon ab, eine Bridge dort zu installieren und das
    > Signal
    > > per LAN-Kabel zu Dir zu führen?
    > >
    > > Schlechte Bauweise, weil keine vernünftigen Leerrohre verwendet wurden?
    > > Frag den Bauherren warum er das so gemacht hat.
    >
    Geiz? Keine Ahnung? Falsche Beratung?

    > Fast kein Haus in der Innenstadt hat Leerrohre die für einen FTTH-Ausbau
    > geeignet wären. Selbst die 15 Jahre alten Häuser haben es nicht. Wir reden
    > hier von dichter Stadtbebauung und 15-20 Parteien pro Haus, gerne auch
    > Wohnanlagen zusammengefasst.
    >
    Wenn die Erbauer explizit auf die Anwendung der anerkannten Regeln der Technik, insbesondere der DIN schriftlich verzichtet haben, sind sie selber Schuld.
    Diese sind übrigens auch bei Renovierungen verbindlich.

    Nach DIN 18015-1 müssen Kabel und Leitungen für Empfangs- und Verteilanlagen auswechselbar, d.h. in Rohren, Kanälen oder Schächten verlegt werden.

    > Es gibt auch keinerlei Grund für Vermieter/Eigentümer einen Ausbau
    > anzustossen. Es gibt genügend Mieter und die Kosten kann man nicht umlegen.
    > Selbst hier wohnende Eigentümer sind machtlos in der WEG-Versammlung.
    >
    Noch ... Bis die erste Klage gewonnen wird, weil der Bauherr die Nichteinhaltung der o.g. DIN verschwiegen hat und dadurch eine nachträgliche Installation von GF oder LAN-Kabel unmöglich gemacht hat.

    > Und natürlich darf man nicht irgendwo im Gemeinschaftseigentum seine Geräte
    > aufstellen. Schon eine Wallbox fürs Auto ist ein Drama.

  5. Re: Steuergeldverschwendung gibt es in Städten auch: München

    Autor: AynRandHatteRecht 25.09.20 - 19:37

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > > Fast kein Haus in der Innenstadt hat Leerrohre die für einen FTTH-Ausbau
    > > geeignet wären. Selbst die 15 Jahre alten Häuser haben es nicht. Wir
    > reden
    > > hier von dichter Stadtbebauung und 15-20 Parteien pro Haus, gerne auch
    > > Wohnanlagen zusammengefasst.
    > >
    > Wenn die Erbauer explizit auf die Anwendung der anerkannten Regeln der
    > Technik, insbesondere der DIN schriftlich verzichtet haben, sind sie selber
    > Schuld.
    > Diese sind übrigens auch bei Renovierungen verbindlich.
    >
    > Nach DIN 18015-1 müssen Kabel und Leitungen für Empfangs- und
    > Verteilanlagen auswechselbar, d.h. in Rohren, Kanälen oder Schächten
    > verlegt werden.

    Hier wurde gepfuscht wie sau, die Anlage hier ist 30 Jahre alt. Jede Wohnung gehört einem anderen privaten Eigentümer und 90% sind vermietet. Jede Korrektur des Pfusches muss über von den Eigentümern aufgebracht werden. Die werden in der Mehrheit einen Teufel tun und jeden Versuch - ob von Mietern oder selbsbewohnenden Eigentümer gnadenlos abbügeln. Wem es nicht passt, kann ja woanders hinziehen (ja, so ist das hier in München).


    > > Es gibt auch keinerlei Grund für Vermieter/Eigentümer einen Ausbau
    > > anzustossen. Es gibt genügend Mieter und die Kosten kann man nicht
    > umlegen.
    > > Selbst hier wohnende Eigentümer sind machtlos in der WEG-Versammlung.
    > >
    > Noch ... Bis die erste Klage gewonnen wird, weil der Bauherr die
    > Nichteinhaltung der o.g. DIN verschwiegen hat und dadurch eine
    > nachträgliche Installation von GF oder LAN-Kabel unmöglich gemacht hat.

    Die überwiegende Bausubstanz in erweiterten Innenstadtlagen ist älter als 25 Jahre. Solche Mängel sind schon bei der Bauabnahme nicht aufgefallen oder sie wurden erfüllt, aber so, dass sie nutzlos sind. Man müsste Kupfer und Koax rausziehen um LWL einzuziehen und ob die Biegungen das hergeben… sicher nicht.

    Wäre es anders und hätte ich LWL im Haus, würde ich bei M-Net auch per Glasfaser nicht die Bandbreite bekommen, die mir Vodafone im Downstream per Koax liefert. Mehr als 600/200 gibt es bei FTTH nicht.

    Die Absicht von M-Net bzw der SWM war es nie, das schnellste und beste Angebot zu machen sondern als erster in den Kellern zu sein und ein neues Monopol zu schaffen. Immerhin haben sie das Stromversorger-Monopol verloren. Und obwohl es nicht gelang, bemühen sie sich nicht einmal mit DOCSIS/Koax mitzuhalten. Milliarden Steuergeld verbrannt für nichts. Es gab auch keinerlei politische Konsequenzen weil die überwiegende Mehrheit der Bürger und Politiker keine Ahnung davon hat und "Glasfaser ist geil" brüllt ohne Hirn und Verstand.

    Grüße



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.20 19:40 durch AynRandHatteRecht.

  6. Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: senf.dazu 26.09.20 - 11:54

    Ich denke das Problem haben viele wenn nicht alle FTTB Bauer.

    Die Kabelbauer haben dafür schon lange eine Lösung. Und sind genau deswegen (?) erfolgreich. Sie bieten dem Hauseigentümer eine Komplettlösung an - sie machen den Inhouse Ausbau und den nachfolgenden Service kostenlos bzw. im Rahmen des Nebenkostenprivilegs. Der Hauseigentümer (bzw. Wohnungsbaugesellschaft) muß sich um nix kümmern.

    Deutsche Glasfaser (reines FTTH bislang) hat gerade davon gelernt. Sie haben eine Kooperation mit einem Partner gestartet der den Innenausbau macht. Für Kunden und Hauseigentümer kostenlos inkl. Leerrohre. Sprich der Hauseigentümer muß sich um nix kümmern außer einer Unterschrift. Das ganze erklärtermaßen damit DG nicht mehr wie bislang nur auf dem Land (meist EFH), sondern auch in größeren Städten ausbauen kann. (Hintergrund ist sicherlich auch der Investorwechsel bei DG - vormals standen 1.5 Mrd jetzt 7 Mrd zur Verfügung - da muß man dann schon mal über zusätzliche Ausbaumöglichkeiten/Geschäftsmodelle nachdenken ..)

    Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon. Da bei MFH die Tiefbaukosten/Haushalt aber deutlich preiswerter ausfallen als bei EFH kann man das sicher auch gut machen ohne die Kosten je Anschluß hochzutreiben. Da ist M-Net wohl auf halbem Wege stehen geblieben - wegen Einfallslosigkeit ?

    Ist aber nix was man nicht nachholen könnte. Muß M-Net aber die Investmittel die man gegenüber EFH so schön gespart hat jetzt doch noch nachlegen .. das ist im Nachhinein immer ein wenig schwieriger (teurer, Geld versickert halt leicht). Aber damit ist M-Net nicht allein . Bei uns hat der FTTC Ausbauer (HTP) auch blöd geguckt als 5..10J später DG FTTH ausgebaut hat ("wir hätten doch auch nur später" "die Kunden sind treulos"). Der Telekom wird's mit Supervectoring nicht anders gehn ..



    11 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.20 12:12 durch senf.dazu.

  7. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: Telecom-Mitarbeiter 26.09.20 - 14:20

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kabelbauer haben dafür schon lange eine Lösung. Und sind genau deswegen
    > (?) erfolgreich. Sie bieten dem Hauseigentümer eine Komplettlösung an - sie
    > machen den Inhouse Ausbau und den nachfolgenden Service kostenlos bzw. im
    > Rahmen des Nebenkostenprivilegs.
    Das Nebenkostenprivileg gibt es ja offiziell auch nur für den Fernsehempfang (obwohl Vodafone damit selbstverständlich auch den Internetanschluss querfinanziert). Fraglich, ob es auch für FTTH mit optionalem IPTV gilt.
    Aber ohnehin gibt es ja mittlerweile Bemühungen das ganz abzuschaffen, wobei Kritiker ja schon behaupten, dass damit glücklicherweise den Hartz-4-Empfängern und Co der notwendige Fernsehempfang "solidarisch" vergünstigt wird, also hat sogar der Staat ein Interesse an den Zwangsnebenkosten...


    > Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon. Da bei MFH die
    > Tiefbaukosten/Haushalt aber deutlich preiswerter ausfallen als bei EFH kann
    > man das sicher auch gut machen ohne die Kosten je Anschluß hochzutreiben.
    Naja die Tiefbaukosten für den Hausanschluss sollen ja bei ca 1.500¤ liegen, da wird die Inhouse-Verkabelung in Bestandsgebäuden deutlich teurer zu Buche schlagen!

    > Da ist M-Net wohl auf halbem Wege stehen geblieben - wegen
    > Einfallslosigkeit ?
    Ja, und die Monopolsituation in München. Es ist ja nicht nur so, dass man den Ausbau zu FTTH nicht weiter voran treibt, bei den meisten Häusern ist ja gar FTTB mit normalem VDSL, ganz ohne Vectoring usw. stehen geblieben.
    Man hätte vor ein paar Jahren mit einem Ausbauversprechen ohne weiteres vor der Telekom den Zuschlag für die exklusive Nutzung bekommen können....

    > Geld versickert halt leicht). Aber damit ist M-Net nicht allein . Bei uns
    > hat der FTTC Ausbauer (HTP) auch blöd geguckt als 5..10J später DG FTTH
    > ausgebaut hat ("wir hätten doch auch nur später" "die Kunden sind
    > treulos"). Der Telekom wird's mit Supervectoring nicht anders gehn ..
    Teilweise hat aber HTP auch mit der DG zusammen ausgebaut, sodass die für FTTC verlegten Glasfaser einfach weiter genutzt wurden. Wie es die Telekom ja auch vorhat.

    Das Problem der HTP war einfach, dass man wie Mnet auf der VDSL Technik von vor fast 15 Jahren stehen geblieben ist und nicht die KVZ (wie es die Telekom gemacht hat) nach und nach auf (Super) Vectoring ausgebaut hat.
    Ein Kunde der 250 MBit bekommt, wird viel unwahrscheinlicher einen Vorvertrag bei der DG unterschreiben, als jemand, bei dem mal gerade so 50 MBit ankommen...

    Aber das Problem haben ja viele andere regionale Anbieter auch, dass sie trotz bester Voraussetzungen auf 50 MBit hängen geblieben sind. :(

  8. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: Faksimile 26.09.20 - 16:02

    Nicht unbedingt. Es gibt Gegenden, da bietet die Telekom SVVDSL an und trotzdem hat die DG die Quote geschafft. Da mag die Zukunftsfähigkeit des GF Anschlusses oder die erhöhte Upload Rate oder auch beides, neben der Potentialfreiheit und dem damit verbundenen Überspannungsschutz auf der Telekommunikationsseite argumentativ gezogen haben ...

  9. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: senf.dazu 26.09.20 - 17:15

    Telecom-Mitarbeiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Kabelbauer haben dafür schon lange eine Lösung. Und sind genau
    > deswegen
    > > (?) erfolgreich. Sie bieten dem Hauseigentümer eine Komplettlösung an -
    > sie
    > > machen den Inhouse Ausbau und den nachfolgenden Service kostenlos bzw.
    > im
    > > Rahmen des Nebenkostenprivilegs.
    > Das Nebenkostenprivileg gibt es ja offiziell auch nur für den
    > Fernsehempfang (obwohl Vodafone damit selbstverständlich auch den
    > Internetanschluss querfinanziert). Fraglich, ob es auch für FTTH mit
    > optionalem IPTV gilt.
    > Aber ohnehin gibt es ja mittlerweile Bemühungen das ganz abzuschaffen,
    > wobei Kritiker ja schon behaupten, dass damit glücklicherweise den
    > Hartz-4-Empfängern und Co der notwendige Fernsehempfang "solidarisch"
    > vergünstigt wird, also hat sogar der Staat ein Interesse an den
    > Zwangsnebenkosten...
    >

    Ich denke nicht das das Nebenkostenprivileg noch zeitgemäß ist - aber eine Zeitlang oder vielleicht auch nur für Altverträge wird's uns wohl erhalten bleiben. Andernfalls gäbe es durchaus auch LNBs für Satschüsseln die gleich IP oder mit Konverter unterm Dach abliefern - damit könnte man jede Internet Hausverkabelung beschicken wenn man unbedingt wollte.

    >
    > > Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon. Da bei MFH die
    > > Tiefbaukosten/Haushalt aber deutlich preiswerter ausfallen als bei EFH
    > kann
    > > man das sicher auch gut machen ohne die Kosten je Anschluß
    > hochzutreiben.
    > Naja die Tiefbaukosten für den Hausanschluss sollen ja bei ca 1.500¤
    > liegen, da wird die Inhouse-Verkabelung in Bestandsgebäuden deutlich teurer
    > zu Buche schlagen!

    Jetzt mal die Rechnung in richtig - DG verlegt bislang hauptsächlich EFH (auf dem Land sind Boden und Baupreise günstiger als in der Stadt) jedes z.B. mit durchschnittlichen Anschlußkosten von 1500¤ (bei 40% Quote). Für ein MFH mit z.B. 10 Wohnungen fällt dieser Tiefbau aber nicht 10x sondern im Wesentlichen 1x an. Also bleiben dabei 13500¤ Investkosten übrig. Für die kann man wohl locker ein Glasfaserkabel in jede Wohnung und dort jeweils eine Dose und wenn man unbedingt will auch einen NT anklemmen.


    >
    > > Da ist M-Net wohl auf halbem Wege stehen geblieben - wegen
    > > Einfallslosigkeit ?
    > Ja, und die Monopolsituation in München. Es ist ja nicht nur so, dass man
    > den Ausbau zu FTTH nicht weiter voran treibt, bei den meisten Häusern ist
    > ja gar FTTB mit normalem VDSL, ganz ohne Vectoring usw. stehen geblieben.
    > Man hätte vor ein paar Jahren mit einem Ausbauversprechen ohne weiteres vor
    > der Telekom den Zuschlag für die exklusive Nutzung bekommen können....
    >
    > > Geld versickert halt leicht). Aber damit ist M-Net nicht allein . Bei
    > uns
    > > hat der FTTC Ausbauer (HTP) auch blöd geguckt als 5..10J später DG FTTH
    > > ausgebaut hat ("wir hätten doch auch nur später" "die Kunden sind
    > > treulos"). Der Telekom wird's mit Supervectoring nicht anders gehn ..
    > Teilweise hat aber HTP auch mit der DG zusammen ausgebaut, sodass die für
    > FTTC verlegten Glasfaser einfach weiter genutzt wurden. Wie es die Telekom
    > ja auch vorhat.
    >
    > Das Problem der HTP war einfach, dass man wie Mnet auf der VDSL Technik von
    > vor fast 15 Jahren stehen geblieben ist und nicht die KVZ (wie es die
    > Telekom gemacht hat) nach und nach auf (Super) Vectoring ausgebaut hat.
    > Ein Kunde der 250 MBit bekommt, wird viel unwahrscheinlicher einen
    > Vorvertrag bei der DG unterschreiben, als jemand, bei dem mal gerade so 50
    > MBit ankommen...

    Die haben das Drama vielleicht kommen sehen oder selbst angefangen über Glasfaser nachzudenken - nachdem sie die 5km Dorfzuleitung für das FTTC ja schon gemacht hatten.

    >
    > Aber das Problem haben ja viele andere regionale Anbieter auch, dass sie
    > trotz bester Voraussetzungen auf 50 MBit hängen geblieben sind. :(

    Die ziehen aber auch alle kein Geld aus den TALs - das kriegt ja die Telekom. Da sind die Investmittel knapp gesät. Für die Telekom hat sich das Supervektoring ja vor allem auch deswegen gelohnt weil sie damit reihenweise die TAL Mieter aus dem Geschäft drängen konnten (Superverktoring kann nur einer spielen) und jetzt teurere Bitstromvorleistungen verkaufen können. (VATM.de - Marktstudie 2019 - S.12 Abb.8 - über die Jahre sind alternative ANB im Sinkflug, Telekom Resale steigt).

    Ich glaube nicht das Telekom viele von seinen 250M Anschlüssen verkauft .. und bei sagen wir mal 10% Takeup Quote - ist die Wahrscheinlichkeit auf einen etwa gleich teuren Glasfaseranschluß umzusteigen der aber deutlich schneller ist insbesondere was den Upload angeht dann gar nicht mehr so unwahrscheinlich. Ich glaub nicht das DG wegen Supervektoring wirklich ein Quotenproblem hat.

    Telekom 100/50M 45¤ mtl, DG 300/150M 45¤. Telekom 250/50M 55¤, DG 400/200M 50¤. - warum bitte sollte man da nicht wechseln wenn man den Anschluß kostenlos kriegt ? Man braucht nicht mal nen neuen Router wie bei SVDSL - ich verwend nach wie vor meine uralte Fritzbox 7390 wie vorher schon bei DSL50 - weil DG (ärgerlicherweise) keine passive Dose sondern einen aktiven NT mit 1GbE Anschluß zur Fritzbox an die Wand schraubt.



    8 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.20 17:34 durch senf.dazu.

  10. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: AynRandHatteRecht 26.09.20 - 17:37

    HL komm Leipzig hatte meines Wissens auch den LWL-Ausbau auf Liegenschaften beschränkt, deren Eigentümer gleich einen 10 Jahres Kabel-TV-over-Fibre abgeschlossen haben. Um zwei Monopole pro Gebäude zu erlangen: TV und Access/Voice.

  11. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: Faksimile 27.09.20 - 13:04

    Auf die DG warte ich auch. Schnieffff. :-(

  12. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: Faksimile 27.09.20 - 13:06

    Das ist aber einzig das Problem der Leipziger ... Es ist nicht wirklich toll, solch eine Abhängigkeit zu schaffen. Man überzeugt durch Leistung, nicht durch Knebelung ...

  13. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: AynRandHatteRecht 27.09.20 - 19:04

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist aber einzig das Problem der Leipziger ... Es ist nicht wirklich
    > toll, solch eine Abhängigkeit zu schaffen. Man überzeugt durch Leistung,
    > nicht durch Knebelung ...

    Viele andere Stadtwerke machen das aber genauso. Das Nebenkostenprivileg + die 10 Jahresbindung sind nunmal die Kriterien.

    Und man muss ehrlicherweise auch sagen, dass es vielleicht 1-2 Stadtwerke-Glasfaser-Angebote gibt, die nicht unverschämt sind. Viele bieten nicht mal die Downstream-Bandbreiten von Vodafone Kabel, sind beim Upstream ebenso knausrig - und das Spass soll dann 99¤ im Monat kosten. Gibt es Kritik, wir ein 1000/250 Flagship-Produkt für 120¤ angeboten das natürlich auch niemand bucht zu dem Preis.

    Jedem muss aber klar sein, dass städtische Glasfaser-Angebote mit Steuergeld bezahlt werden, weil der komplette Jahresüberschuss eines Stadtwerkes an die Gemeindekasse fällt und dort gemäß der politischen Lage verwendet wird - und zwar mit allen Transparenzpflichten.

    Stadtwerke sind - wie Sparkassen - quasi die "Deutsche Bahn AG" einer Kommune. Als GmbH (Stadtwerke) aufgestellt, mit dem OB als Aufsichtsrat und das war es dann schon mit. Transparenz.

    Braucht der Bürgermeister Kohle für irgend etwas, was im Stadtrat nicht mehrheitsfähig ist oder nicht Aufgabe der Stadt ist, machen es die Stadtwerke. Ob öffentliches Wifi an ein paar Touri-Attraktionen für 300.000¤ - kein Problem, Stadtwerke machen es (in München).

    Ich kenne das aus erster Hand auch von einer viel kleineren Stadt in RLP und aus zweiter Hand aus einer badischen Großstadt. Es läuft überall so. Von "Gemeinwohl" ist man da meilenweit entfernt.

  14. Re: Meckern hilft nicht - Komplettlösungen schon.

    Autor: Faksimile 28.09.20 - 08:50

    Ja schon. Aber dann dürfen sich die städtischen Anbieter auch nicht über die geringe Takeuprate beschweren. Das Angebot sollte schon marktgerecht sein.

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