1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Google-Cloud: Compute Engine…

Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

  1. Thema

Neues Thema


  1. Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: Schattenwerk 16.05.13 - 09:00

    Ich meine okay, man kann schnell Instanzen hinzufügen oder entfernen - soweit leuchtet es mir ein.

    Wenn ich dann jedoch die Kosten ausrechne, dann komme ich meist auf extrem hohe Preise. Dazu kriege ich dann meist nur 1 CPU Einheit, wie viel das auch immer sein mag.

    Traffic, etc. kommt in der Regel auch noch on top. Ich meine, wenn ich alleine für 1 CPU Einheit und 3.75GB RAM pro Stunde $0.145 bezahle, dann sind es in einem Monat 104.40$

    In dedizierter Hardware bekomme ich für 60 Euro im Monat einen Intel® Core™ i7-920 Quad-Core mit 24GB RAM.

    Doch irgendwie erschließt sich für mich noch nicht der wirtschaftliche Vorteil.

  2. Kommt immer darauf an, was man erreichen möchte.

    Autor: Anonymer Nutzer 16.05.13 - 09:09

    Wenn es um hohe Erreichbarkeit und beinah nahtlose Skalierung geht, dann machen derartige Dienste vielleicht schon Sinn.

    Ansonsten: Als Allheilmittel sollte man nichts, auch nicht die in den Himmel gelobte Cloud, sehen ;)

  3. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: skicu 16.05.13 - 09:18

    Merkwürdige Rechnung. Dein dedizierter Server läuft doch nicht 24/7 unter Volllast - oder?
    Die Preise für die Cloud-CPUs sind ja nicht in "realen Sekunden" sondern in CPU-Sekunden gerechnet. D.h. wenn keiner auf deinen Dienst zugreift, zahlst du auch nichts.

  4. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: elmariachi111 16.05.13 - 09:54

    Und wat machste, wenn deine Billo-Hardware nachts um drei abraucht? Nen schwer entdeckbarer Defekt der HD permanent den Apachen killt? Wenn wegen eines brillanten Artikels Deines Praktikanten der Traffic über einige Tage um 500% steigt? Wenn ein Hacker über dein aus Faulheit nicht korrekt geupdatetes System 90% der CPU seinem Botnetz hinzufügt? Der Speicher auf der HD knapp wird, weil der letzte PHP Freelancer Logs an unerklärliche Stellen ins System schreibt? Dann bezahlst du plötzlich das selbe. Nur dass Du jetzt wirklich siehst wofür. Nämlich für Wartung, Monitoring, Service. Und auch für Strom, Traffic und Infrastruktur. Cloud Services, gerade PaaS wie Heroku, Beanstalk, App Engine sind dafür da, Sorgen und Personalkosten zu reduzieren. Gar nicht die Kosten von sysop-Profis, sondern die von CTOs in 10Mann-Start Ups, die sich gerne mal vom Erfolg überraschen lassen

  5. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: scroogie 16.05.13 - 10:18

    elmariachi: Auf die Compute Engine treffen diese Argumente aber nicht zu. Soweit ich weiß muss man dort selber pflegen.
    skicu: Das wäre mir neu. Soweit ich weiß werden die Instanzen nach Echtzeit abgerechnet, und nicht nach CPU-Zeit.

    An den OP: Ich würde derzeit solche Maschinen auch eher zum Scale-out verwenden. Es hindert Dich ja niemand daran, eine Grundinstanz auf einem root server zu betreiben, und bei hoher Last cloud server zuzuschalten. Die Google Compute Engine ist derzeit ohnehin noch auf echte compute jobs zugeschnitten, würde ich persönlich jedenfalls sagen. Also z.B. ad hoc große Datenanalysen, Rendering jobs, oder Ähnliches. Also Dinge bei denen Du temporär sehr viel Rechenpower benötigst.

  6. dein Dienst boomt innerhalb von wenigen Stunden

    Autor: dabbes 16.05.13 - 10:49

    was macht dann deine 100 $ dedizierte Hardware ?

    Richtig, die geht hemmungslos in die Knie und du verschenkst massiv potentielle Kunden... die garantiert nicht nochmal kommen.

    Was hast du damit gespart? Nichts.

    Wir reden hier von Anwendungen und nicht von kleinen privaten Homepages.
    Selbst große profesionelle Blogs werden schon in Clouds ausgelagert.

  7. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: dabbes 16.05.13 - 10:51

    Wenn dein Onlinedienst die Auswertung von großen Datenmengen beinhaltet, dann brauchst du nunmal eine Cloud im Hintergrund die bei Bedarf einfach skaliert werden kann.
    Dedizierte Rechner bei Hoster XY skalieren nicht einfach so, dynamisch schon garnicht.

  8. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: elmariachi111 16.05.13 - 10:57

    Korrekt, die Compute Engine steht in direkter Konkurrenz zu EC2 und Azure. Für diesen Basisdienst dient zB das Argument von dabbes: einen MapReduce-Cluster kann ich schlecht mit einer Maschine aufsetzen :) Und ein geshardetes MongoDB ReplicaSet auch nicht. Für nen popeliges Blog braucht kein Mensch Heroku, aber für nen innovativen, datengetriebenen Dienst wär man heutzutage schön blöd, wenn man selbst die Maschinen hosted (oder reale Maschinen bezahlt)

  9. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: Schattenwerk 16.05.13 - 11:19

    skicu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Preise für die Cloud-CPUs sind ja nicht in "realen Sekunden" sondern in
    > CPU-Sekunden gerechnet. D.h. wenn keiner auf deinen Dienst zugreift, zahlst
    > du auch nichts.

    Und diese Information vermisste ich bislang. Daher auch meine Frage. Finds daher lustig, dass hier teilweise so klugscheißerisch einem ans Bein gepisst wird :)

    Wäre für mich jedoch noch immer schwer einzuschätzen. Okay, ich weiß nun, dass eine Minute unter 100% CPU Load mit dann dies kostet. Jedoch kann ich mit dieser virtuellen CPU-Einheit nicht so gut rechnen. Wie viel leistet die? Was darf ich mir unter 100% dann vorstellen? Je nach Leistung der Unit, komme ich natürlich unterschiedlich schnell an dieses Limit.

  10. Re: dein Dienst boomt innerhalb von wenigen Stunden

    Autor: Schattenwerk 16.05.13 - 11:22

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir reden hier von Anwendungen und nicht von kleinen privaten Homepages.
    > Selbst große profesionelle Blogs werden schon in Clouds ausgelagert.

    Ich rede von Webseiten international operierender Unternehmen und nicht von kleinen privaten Homepages ;)

  11. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: skicu 16.05.13 - 12:37

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und diese Information vermisste ich bislang. Daher auch meine Frage. Finds
    > daher lustig, dass hier teilweise so klugscheißerisch einem ans Bein
    > gepisst wird :)
    >
    > Wäre für mich jedoch noch immer schwer einzuschätzen. Okay, ich weiß nun,
    > dass eine Minute unter 100% CPU Load mit dann dies kostet. Jedoch kann ich
    > mit dieser virtuellen CPU-Einheit nicht so gut rechnen. Wie viel leistet
    > die? Was darf ich mir unter 100% dann vorstellen? Je nach Leistung der
    > Unit, komme ich natürlich unterschiedlich schnell an dieses Limit.

    Ich glaube, ich muss das wieder relativieren. Habe eben mal auf der Webseite gesucht, aber nichts mit Hinweis auf CPU Time gefunden.
    Wie scroogie schon schrieb, bezieht sich das wohl doch auf echte Zeit.
    Kann das jemand genauer beantworten?

  12. Re: Ich hab den Sinn dieser Cloud-Dienste noch immer nicht so wirklich verstanden

    Autor: elmariachi111 16.05.13 - 12:56

    Also, ich behaupte mal ganz frech: Google AppEngine lässt sich nach realer Laufzeit bezahlen (wenn eine Instanz an ist, bezahlst Du pro Minute, wenn Du sie abschaltest, bezahlst Du nix) Das offizielle Billing Terms-Sheet durchschau ich aber noch nicht so richtig: https://cloud.google.com/pricing/

    Bei Heroku zahlst Du pro Instanz pro Minute.

    Die Zeit, die eine CPU dabei wirklich arbeitet, spielt keine Rolle.

  13. Re: dein Dienst boomt innerhalb von wenigen Stunden

    Autor: Sebbi 16.05.13 - 14:07

    Der Sinn und Preisvorteil solcher Cloudlösungen kommt auch erst wenn du mehrere Instanzen benötigst. Bei nur einem laufenden Server/Instanz kann die dedizierte Lösung oder gar ein virtueller Server günstiger sein. Aber mal ehrlich ... ob jetzt 5, 30 oder 100 Euro im Monat für das Hosting, das dürfte doch so gut wie jedem Unternehmen völlig Schnuppe sein und spielt nur privat eine Rolle? Schließlich ist da die Arbeitszeit kostenlos und man merkt die Hostingkosten ;-)

  14. Re: dein Dienst boomt innerhalb von wenigen Stunden

    Autor: AndiWändi 16.05.13 - 16:24

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ob jetzt 5, 30 oder 100 Euro im Monat für das Hosting, das
    > dürfte doch so gut wie jedem Unternehmen völlig Schnuppe sein und spielt
    > nur privat eine Rolle? Schließlich ist da die Arbeitszeit kostenlos und man
    > merkt die Hostingkosten ;-)

    LACH LACH LACH Du Arbeits nicht in dem Bereich oder ?
    200k für eine Homepage ist kein Problem aber wie das Hosting kostet 60¤ im Monat gibt es das nicht günstiger?
    Ach Wartungen müssen auch durchgeführt werden? Ach die muss ich dann auch noch zahlen? Ja aber doch nur das CMS? Ne den Server auch ?

    Da wird wegen 20Euro hin oder her Stunden verhandelt in denen die 20Euro schon zehn mal an Beratungskosten wieder angefallen sind.

    Ich red hier auch nicht vom Handwerksmeister XYZ um die Ecke sondern wirklich Hosting für Weltunternehmen. Da hab ich schon soviel erlebt, das glaubt einem keiner.

    Bis jetzt hab ich auch noch keine noch so große Firmenwebsite von Europäischen Großunternehmen in der Cloud betreut, alle mit dennen ich bis jetzt immer zu tun habe Hosten alle selbst im eigenen RZ, weil da haben Sie Ihre Finger drauf oder überlassen es wirklich Profihostern mit eigenen Cages und Configs.

    Einzig wenn große TV Kampanien geplant sind oder andere Events (meist mit TV Ausstrahlungen verbunden) wie für 1-2 Tage zusätzlich auf die Cloud ausgeweicht um die Inhouse Resourcen zu schonen, danach zieht das alles wieder zurück.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.05.13 16:26 durch AndiWändi.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Application Manager (w/m/d)
    ING Deutschland, Frankfurt am Main
  2. Testmanager*in IT-Projekte im Mobilitätsreferat (w/m/d)
    Landeshauptstadt München, München
  3. IT-Projektmanager:in in der Softwareentwicklung (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH, Wien, Spittal/Drau, Villach, Stuttgart
  4. Expert Partner & IT-Resource Management (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. basierend auf Verkaufszahlen


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Digitale-Dienste-Gesetz: Regierung bessert bei der Störerhaftung nach
Digitale-Dienste-Gesetz
Regierung bessert bei der Störerhaftung nach

Bei der Umsetzung des DSA in deutsches Recht soll der Schutz vor kostenpflichtigen Abmahnungen nun doch beibehalten bleiben.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Störerhaftung Verbraucherschützer befürchten neue Abmahnwelle bei WLANs

Teil 2 unseres Tutorials: Objekte und Variablen in Powershell
Teil 2 unseres Tutorials
Objekte und Variablen in Powershell

Powershell-Tutorial
In unserer Powershell-Einführung mit Übungsblöcken und Lösungsvideos beschäftigen wir uns dieses Mal mit Objekten und Variablen.
Eine Anleitung von Holger Voges

  1. Mit praktischen Übungen und Videos Powershell für Einsteiger - Teil 1

Stopp der Umweltprämie: Eine schöne Bescherung
Stopp der Umweltprämie
Eine schöne Bescherung

Über Sinn und Unsinn der Umweltprämie für Elektroautos lässt sich streiten. Doch wie wirkt sich der abrupte Stopp auf den Hochlauf der E-Mobilität aus?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Bis auf 6.500 Meter Schweizer Team stellt Höhenrekord für Elektroautos auf
  2. Elektroautos Audi-Chef Döllner will sich mit Verbrennern durchwursteln
  3. Wechselakku Nio schafft mehr als 1.000 km mit 150-kWh-Batterie