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Standard Fehler Personifizierung
Autor: Finder Follow 15.04.10 - 10:42
Das ist aber ein Fehler.
Weil man implizit unterstellt, das alles was der Twitterer sagt, relevant ist.
Es geht nicht um die Person sonderen deren Themenbezogene Teilmenge.
Bei Wikipedia wollen die den gleichen Fehler machen.
Wenn jemand weiss, wie man verwahrloste Katzenbabies aufpäppelt und voll die Tricks dafür hat, sind seine Hunde-Artikel vielleicht völlig falsch.
Der Papst kennt die interne Logik der katholischen Kirche. Alle seine Wikipedia-Artikel dazu wären also vermutlich mit die besten. Aber alle seine Artikel über Evangelen oder Orthodoxe oder Moslems braucht man gar nicht erst freizuschalten.
Das ist der amerikanische Fehler: Die Personen-Fixierung, die sich im Anführertum zeigt und auch in UK sichtbar ist: Mehrheits-Wahl. Anmeldung zur Wahl. Anführer-Tum. Man folgt seinem Präsidenten in den Tod, wie einem Stammes/Clan-Häuptling oder dem lokalen Burg-Grafen (Black Adder. SCNR).
Wahre Demokratie hingegen wäre dezentral ohne einen Anführer sondern mit Projektbezogenen Spezialisten.
Zurück zum Thema: Mainstream-blogger haben sicher verschiedene Blogs für verschiedene Themen. Kleine Blogger hingegen nicht. Obwohl sie bestimmte Infos haben, die man gerne hätte ("samba-freak der time-maschine auf samba portieren will" oder was auch immer) aber 50-90% seiner Postings oder Tweets egal sind.
Daran sollte Google arbeiten: Themenbasierte Clusterbildung von Tweets. Das mit der personalisierung für Groupies und Anführer-Hörige Hierarchisten usw. ist typisch amerikanistisch, aber würde ich nachrangig implementieren.
Wenn ich bei Google in der Websuche etwas suche, sind die Personen Google ja auch egal. "Suchen sie Webseiten, die auch von dieser Media-Agentur geschrieben wurden ?" "Suchen sie Reuters-Artikel, die auch von diesem Reuters-Mitarbeiter geschrieben wurden ?" "Suchen sie Analysen, die auch von diesem Analysten geschrieben wurden ?"
Wohl eher nicht. Ich suche dann doch wohl etwas zum selben Thema aus anderem Blickwinkel bzw. mit anderen Quellen.
Personalitismus ist natürlich in USA wichtig. Aber es ist nicht der wahre Kern solch einer Suche.
Was ich bei google-Reader übrigens nicht mag, ist, das man ähnliche Blogs/RSS-Feeds angezeigt kriegt, diese aber nur pauschal abonnieren oder wegwerfen kann. Einen "jetzt nicht"-Button gibt es nicht. Oder eine Map (wie eine Mindmap) wo man die Feeds und die Ähnlichkeit zu abonnierten Feeds sieht, gibt es auch nicht.
Für Tweets wäre das interessant. Lässt sich google sicher bald patentieren. "Graphisches Ähnlichkeits-Darstellungs-patent für Tweets und Feeds"... . -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: KlugSch3ißer 15.04.10 - 10:45
Wer soll das alles lesen?
Finder Follow schrieb:
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> Das ist aber ein Fehler.
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> Weil man implizit unterstellt, das alles was der Twitterer sagt, relevant
> ist.
> Es geht nicht um die Person sonderen deren Themenbezogene Teilmenge.
>
> Bei Wikipedia wollen die den gleichen Fehler machen.
>
> Wenn jemand weiss, wie man verwahrloste Katzenbabies aufpäppelt und voll
> die Tricks dafür hat, sind seine Hunde-Artikel vielleicht völlig falsch.
> Der Papst kennt die interne Logik der katholischen Kirche. Alle seine
> Wikipedia-Artikel dazu wären also vermutlich mit die besten. Aber alle
> seine Artikel über Evangelen oder Orthodoxe oder Moslems braucht man gar
> nicht erst freizuschalten.
>
> Das ist der amerikanische Fehler: Die Personen-Fixierung, die sich im
> Anführertum zeigt und auch in UK sichtbar ist: Mehrheits-Wahl. Anmeldung
> zur Wahl. Anführer-Tum. Man folgt seinem Präsidenten in den Tod, wie einem
> Stammes/Clan-Häuptling oder dem lokalen Burg-Grafen (Black Adder. SCNR).
> Wahre Demokratie hingegen wäre dezentral ohne einen Anführer sondern mit
> Projektbezogenen Spezialisten.
>
> Zurück zum Thema: Mainstream-blogger haben sicher verschiedene Blogs für
> verschiedene Themen. Kleine Blogger hingegen nicht. Obwohl sie bestimmte
> Infos haben, die man gerne hätte ("samba-freak der time-maschine auf samba
> portieren will" oder was auch immer) aber 50-90% seiner Postings oder
> Tweets egal sind.
>
> Daran sollte Google arbeiten: Themenbasierte Clusterbildung von Tweets. Das
> mit der personalisierung für Groupies und Anführer-Hörige Hierarchisten
> usw. ist typisch amerikanistisch, aber würde ich nachrangig
> implementieren.
>
> Wenn ich bei Google in der Websuche etwas suche, sind die Personen Google
> ja auch egal. "Suchen sie Webseiten, die auch von dieser Media-Agentur
> geschrieben wurden ?" "Suchen sie Reuters-Artikel, die auch von diesem
> Reuters-Mitarbeiter geschrieben wurden ?" "Suchen sie Analysen, die auch
> von diesem Analysten geschrieben wurden ?"
>
> Wohl eher nicht. Ich suche dann doch wohl etwas zum selben Thema aus
> anderem Blickwinkel bzw. mit anderen Quellen.
>
> Personalitismus ist natürlich in USA wichtig. Aber es ist nicht der wahre
> Kern solch einer Suche.
>
> Was ich bei google-Reader übrigens nicht mag, ist, das man ähnliche
> Blogs/RSS-Feeds angezeigt kriegt, diese aber nur pauschal abonnieren oder
> wegwerfen kann. Einen "jetzt nicht"-Button gibt es nicht. Oder eine Map
> (wie eine Mindmap) wo man die Feeds und die Ähnlichkeit zu abonnierten
> Feeds sieht, gibt es auch nicht.
>
> Für Tweets wäre das interessant. Lässt sich google sicher bald patentieren.
> "Graphisches Ähnlichkeits-Darstellungs-patent für Tweets und Feeds"... . -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: irgendwerxxx 15.04.10 - 10:59
Icch habs gelesen. War ja wenigstens mal ein sinnvoller Post.
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Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: forscher-MIT 15.04.10 - 11:03
Lies mal bei Wikipedia.de, wieso TOFUtum unbeliebt ist. Und vorher, was TOFU ist, und wieso Du es besser nicht machst.
Typisch TOFU: Sich über andere beschweren, aber selber nicht besser sein.
Das ist wie Rechtschreib-Stalinisten mit Tippfehlern. -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: Goool 15.04.10 - 11:15
KlugSch3ißer schrieb:
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> Wer soll das alles lesen?
>
Eine vernünftige Meinung lässt sich nun mal meistens nicht in einem Satz unterbringen. Da geht die Aussage, in der Regel, verloren.
Wer das Lesen erst noch lernen muss hat damit natürlich ein Problem. Wieso bist Du eigentlich nicht in der Schule? -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: phoo 15.04.10 - 11:18
Goool schrieb:
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> KlugSch3ißer schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Wer soll das alles lesen?
> >
>
> Eine vernünftige Meinung lässt sich nun mal meistens nicht in einem Satz
> unterbringen. Da geht die Aussage, in der Regel, verloren.
> Wer das Lesen erst noch lernen muss hat damit natürlich ein Problem. Wieso
> bist Du eigentlich nicht in der Schule?
Also ich war in der Schule. Vielleicht fällt es mir deswegen so schwer, die Überschrift zu verstehen. Heißt das nun "Standard-Fehler Personifizierung", "Standard Fehler-Personifizierung", oder "Standard-Fehler-Personifizierung"?
Infolgedessen habe ich auch den Post nicht gelesen. Der Autor könnte gut bei unserer regionalen (anzeigenfinanizierten) Presse arbeiten. -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: Hazamel 15.04.10 - 11:49
Zumindest scheint die regionale, anzeigenfinanzierte Presse genau Ihre Kragenweite zu sein, wenn Sie bereits an einem fehlenden Bindestrich, welcher sich sogar nach dem Ausschlussverfahren Ihrer drei genannten Möglichkeiten, zwei davon sind nämlich sinnbefreit, ganz leicht, gedanklich, setzen lässt, wenn Sie schon nach der Überschrift aufgeben, und den aussagekräftigeren, und durchaus lesenswerten Post, dann gleich vollkommen vernachlässigen.
Vielleicht ist die große Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben und dem, angeblich, meinungsbildenenden, Inhalt eher Ihrem Horizont angepasst. Dort sind die Überschriften nämlich korrekt und der Inhalt zumeist zu vernachlässigen.
Aber auch diese werden Sie sicher nicht lesen. Denn auch dort, wie fast in der gesamten (Print-)Medienlandschaft, wird über Anzeigen finanziert.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.10 11:50 durch Hazamel. -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: phoo 15.04.10 - 12:08
Hazamel schrieb:
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> Zumindest scheint die regionale, anzeigenfinanzierte Presse genau Ihre
> Kragenweite zu sein, wenn Sie bereits an einem fehlenden Bindestrich,
> welcher sich sogar nach dem Ausschlussverfahren Ihrer drei genannten
> Möglichkeiten, zwei davon sind nämlich sinnbefreit, ganz leicht,[...]
* Standard Fehler-Personifizierung: Ein Standard namens "Fehler-Personifizierung"
* Standard-Fehler Personifizierung: Die Personifizierung ist ein standardmäßiger Fehler
* Standard-Fehler-Personifizierung: Man weiß es nicht genau. Ein Umgangswort (dass mir nicht bekannt ist)
Am meisten Sinn würde für mich der zweite Punkt machen. Grundsätzlich falsch in Hinsicht auf die deutsche Sprache sind alle drei nicht.
> Vielleicht ist die große Boulevardzeitung mit den vier Buchstaben und dem,
> angeblich, meinungsbildenenden, Inhalt eher Ihrem Horizont angepasst.
Danke, aber eine Zeitung, deren Inhalt ich schon am Vorabend erahnen kann, und deren Meinung sich hauptsächlich an der diese konsumierenden Bevölkerung orientiert, ist dann doch nichts für mich.
> Dort sind die Überschriften nämlich korrekt
Ist das so? Inhaltlich oder syntaktisch?
> Aber auch diese werden Sie sicher nicht lesen. Denn auch dort, wie fast in
> der gesamten (Print-)Medienlandschaft, wird über Anzeigen finanziert.
Oh, das habe ich in der Tat nicht präzise formuliert. Ich meinte natürlich die hiesige Presse, welche sich exklusiv aus Anzeigen finanziert. Mein Fehler.
P.S.: Wer ernsthaft in den Golem-Forum ernsthafte Posts macht, ist selbst Schuld. Reine Zeitverschwendung. Hier hängen doch nur Zeittotschläger wie du und ich 'rum :D -
Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: Franky242 15.04.10 - 12:33
Richtig, sehr gute Argumentation schlüssig dargelegt. Wäre in der Tat eine gute Vorgehensweise anstelle des Personen-Kults!
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Re: Standard Fehler Personifizierung
Autor: Finder Follow 15.04.10 - 13:42
Schau mal "The Ophrah-Effect" auf CNBC oder halt irgendwo im ÖR vermutlich.
Die Leute der Sub-Levels Prekateriats usw. finden das gut. Nachrichtensprecher der USA kriegen Millionen-Gehälter.
Bestimmte Leute habens halt nötig, Personen zu folgen. Aber das sollte halt nur eine Option sein.
Themen-Basiertes Tagging o.ä. wäre genau so wichtig.
Und wer Olivier Pocher anklickt, will halt Sandy-Mayer-Wölden finden und darüber dann Boris Becker und Herzegova und Barbara-Becker und seine aktuelle Frau.
Aber das ist halt nur eine Strukturierung.
Daher "anstelle personen-kult" halt "zusätzlich zum Personenkult".
Weil man den Personenkult für Primitivlinge halt braucht.
Wenn ich auf einem Stadtfest bin, will ich ja nicht den Geliebten des Bürgermeistern followen, sondern alle kewlen Events realtime auf meinem Iphone mitbekommen. Wenn also 300 m weiter ein Kleinkünstler auftritt, will ich das sehen und sofort hin "laufen".
Themenbasierung ist also wichtig.
Weil viele Menschen mehr als ein Thema sind und über mehr als ein Thema bloggern/twittern.
@sonstwen: Hier gibts gute Postings, allerdings zu wenige weil man dafür schlau sein müsste. Die Pisas allerdings fangen gerne Hass-Diskussionen mit den viel zu wenigen guten Postern hier an. Daher bleiben die meisten guten Poster nach einer Weile leider weg.
Bei einem Wildrasen setzen sich meist 1-2 "Unkräuter" durch und gewinnen die Oberhand. Daher mäht man dann doch und hat einen normalo-rasen. Auch wenn Wildrasen einem eigentlich lieber wäre.
Und hier setzen sich halt die Hate-Fanbois durch. Unterstützt von PISAs, die mit 4-Wort-Sätzen schon überfordert sind.
Allerdings werden "ich bin ein PISA und will abgabefähige Postings lesen"-Postings seit kurzem doch oft deutlich bekämpft. Das war vor einem Jahr noch nicht so.
Ich hätte nie gedacht, das Anti-PISAs doch mal den Mund aufmachen oder sogar hier mitlesen.
Mit "Lern erst mal Lesen bevor Du hier Dein ungewaschenes Maul aufreisst. Du PISA-Opfer lass Dich erst mal behandeln."-Postings hätte ich nie gerechnet.



