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Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

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  1. Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: tKahner 21.10.14 - 08:54

    Wenn beide Begriffe im Alltagsbereich schon mangels Wortalternativen als synonym genommen werden, so sind das juristisch schon zwei verschiedene Dinge, die es daher zu unterscheiden gilt. Denn letztlich ist es eben immer ein juristisches Problem!

    Grob vereinfacht kann man sagen, dass das Copyright an einer Sache veräußerlich ist, das Urheberrecht aber immer beim Schöpfer bleibt.

    In der Praxis kann das so weit gehen, dass ein Fotograf in D einem Kunden verbieten kann, das vom Kunden bezahlte Foto auf der Kunden Web-Seite zu verwenden, wenn das Bild als Passbild gemacht und erstanden wurde.
    Oder auch die Verwendung privat gemachter und überlassener Fotos im geschäftlichen Umfeld.

    Das Urheberrecht in Deutschland geht wesentlich weiter und schützt den Schöpfer wesentlich stärker als das Copyright US-amerikanischer Couleur.
    Manche werden sich noch erinnern, dass die Schöpferin der Apple-Werbung (Geräte auf schwarzen Silhouetten aber auch der des Nike-Logos mit Minimalbeträgen honoriert worden sind.
    Wenn das auch in D wahrscheinlich so vorgekommen wäre, so hätte man es hier am vertraglich verhindern können. In den USA geht das nicht.

  2. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: Schnarchnase 21.10.14 - 09:49

    Es geht nicht um das Urheberrecht (denn daran hat die USA kein Interesse, die Urheber sollen nicht gestärkt werden), sondern um Verwertungsrechte (was in etwa dem Copyright entspricht).

  3. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: tKahner 21.10.14 - 10:02

    Das ist ja genau was ich sage.
    auch in meinem Beispiel mit dem Fotografen geht es um die nachträgliche Verwertung der schöpferischen Leistung. Der Kunde/Verwerter ist nach dem Urheberrecht eben nicht in der Lage, das schöpferische Gut ausschließlich nach seinem Gutdünken zu verwenden.

  4. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: John2k 21.10.14 - 10:13

    tKahner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ja genau was ich sage.
    > auch in meinem Beispiel mit dem Fotografen geht es um die nachträgliche
    > Verwertung der schöpferischen Leistung. Der Kunde/Verwerter ist nach dem
    > Urheberrecht eben nicht in der Lage, das schöpferische Gut ausschließlich
    > nach seinem Gutdünken zu verwenden.

    Natürlich könnte er, aber der Fotograf fordert dafür entsprechend mehr Geld ein. Man könnte natürlich auch eine Leinwand kaufen, Kamera mit 100mm Objektiv und dann selbst ein Foto schießen.

  5. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: tKahner 21.10.14 - 10:29

    @john2k:
    klar könnte er, hat er aber nicht.
    Und so einfach ist knipsen jetzt auch nicht, wenn's was g'scheites werden soll. Es gibt schon gravierende Unterschiede zwischen mittels Geo-Dreieck und Zirkel selbst gebastelten Firmen-Logos und professionell erstellten.

    Es geht um die schöpferische Leistung ganz allgemein. Das Foto war nur ein Beispiel. Das gilt natürlich auch für Buchideen, Musikstücke/Riff, Grafiken, Gemälde, Texte oder was auch immer.

    Das Urheberrecht schützt den Urheber einer Leistung - egal an welcher Stelle einer verschachtelten Verwertungskette. Das wollen die USA aber nicht! Das Copyright sieht vor, dass die schöpferische Leistung und damit die vollständige Verwertbarkeit auf den Käufer übergeht.

  6. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: Eve666 21.10.14 - 10:39

    Ein durchschnittliches Smartphone sollte für ein Passbild völlig reichen wir wollen unseren biometriegeilen Überwachungsfetischisten ja nicht merh Daten geben als auch nur unbedingt nötig.

    Ich sehe bei einem Passbild eh nicht die nötige Schöpfungshöhe die nötig ist damit unser Urheberrecht überhaupt greift. Von daher ist das ganze äußerst zweifelhaft. Bei einem professionellen Portrait kann das schnell ganz anders aussehen aber bei einem Passbild seh ich schwarz für den Urheber.

  7. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: John2k 21.10.14 - 10:43

    Eve666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe bei einem Passbild eh nicht die nötige Schöpfungshöhe die nötig
    > ist damit unser Urheberrecht überhaupt greift. Von daher ist das ganze
    > äußerst zweifelhaft. Bei einem professionellen Portrait kann das schnell
    > ganz anders aussehen aber bei einem Passbild seh ich schwarz für den
    > Urheber.

    Egal was du selbst schaffst, bist du der Urheber von. Auch wenn es nur drei Pixel sind, darf kein anderer dein persönliches Werk ohne Genehmigung weiterverwenden. Du kannst aber keinen dran hindern ein anderes Bild von einigen Pixeln zu kreieren. Das wäre dann die Schöpfungshöhe. Aber bei einem Passbild, auch wenn es nur vom Smartphone erstellt wird, bleibt der Fotograf stets der Urheber, mal abgesehen davon, dass ein Passbild keine Interese Fremder hervorrufen wird.

  8. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: Eve666 21.10.14 - 11:38

    UrhG§ 2 (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.

    Das drücken des Auslösers stellt noch lange keine geistige Schöpfung dar. Man wird dadurch zwar undwiederruflich zum Urheber ohne Frage, aber ein Schutz des Werkes leitet sich dadurch nicht ab.

  9. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: John2k 21.10.14 - 11:56

    Eve666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > UrhG§ 2 (2) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige
    > Schöpfungen.
    >
    > Das drücken des Auslösers stellt noch lange keine geistige Schöpfung dar.
    > Man wird dadurch zwar undwiederruflich zum Urheber ohne Frage, aber ein
    > Schutz des Werkes leitet sich dadurch nicht ab.

    Den Schutz eines Werkes hast du immer. Nur kannst du nicht verlangen, weil du ein Passfoto geschossen hast, dass es kein anderer mehr darf, ohne an dich Lizenzen zu bezahlen. Auch darf es niemand ohne deine Genehmigung vervielfältigen. Sonst dürfte ja kein Fotograf seine Fotos verkauft bekommen, da diese ja jemand einfach abfotografieren und selbst weiterverkaufen kann.

  10. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: Eve666 21.10.14 - 13:44

    Noch mal... google mal "Schöpfungshöhe" im deutschen Urheberrecht. Nur weil man den Auslöser einer Kamera betätigt hat handelt es sich noch lange nicht um ein Werk im Sinne des Urheberrechtes. Selbst wenn man eine Szene filmt muss es sich noch nicht um eine schützenswerte Schöpfung handeln.

    Es gibt eine Hürde und das nicht ohne Grund den alles was diese Hürde nicht erreicht gilt als gemeinfrei. Das bedeutet der das der Photograph das Passbild immernoch verkaufen kann aber er kann absolut garnichts dagegen tun wenn der Käufer das massenhaft vervielfältigt oder verändert oder was auch immer damit anstellt.

    Falls der Photograph aber ein Portrait macht und das Bild einen individuellen Charakter bekommt (Komposition, Farbgestaltung, Lichtwirkung etc.) dann könnte die Schöpfungshöhe erreicht sein und es handelt sich um ein Werk im Sinne des Urheberrechtes. So etwas wird immer im Einzelfall entschieden. Aufgrund des fehlens dieses indivuellen Charakters kann ein biometrisches Passbild niemals Urheberrechtlich geschützt sein.

  11. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: Captain 21.10.14 - 20:07

    Ich frage mich immer wieder, warum die Rechte beim Fotografen liegen, wenn ich ihm den Auftrag gebe ein Bild von mir zu machen...

  12. Re: Copyright oder Urheberrecht - Was denn nun?

    Autor: John2k 22.10.14 - 07:04

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich immer wieder, warum die Rechte beim Fotografen liegen, wenn
    > ich ihm den Auftrag gebe ein Bild von mir zu machen...

    Weil der Fotograf derjenige ist, der auf den Knopf drückt. Die Rechte liegen immer bei dem, der das Foto/Schriftstück etc... erstellt. Ihr könnt natürlich vorher aushandeln, dass ich eine Genehmigung bekommt, die Bilder weiterzuverwenden und dass der Fotograf auf jegliche Ansprüche verzichtet (Bleibt aber trotzdem Urheber).

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