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Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

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  1. Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: Nicwin 28.05.17 - 02:01

    Ich möchte mich mal dafür Aussprechen, dass unsre Politik völlig versagt und es immer und immer schlimmer wird.

    Wieso nehmen wir als Gesellschaft 'hate-speech' nicht ernst?

    Ein als Solcher Kommentar erkannter Beitrag sollte auf der Profilseite für einen Monat in großen lettern prangen und kann nur korrigiert werden - bleibt aber in seiner Reinform stets hinter einem klick lesbar.

    Was würde passieren?

    Und liebe Politik, wenn ich voller Hass und Frust bin, haltet ihr es für Sinnvoll das Sprechen darüber zu kriminalisieren?! Ja? Das ist sicher sehr Hilfreich, die verrückten sperren wir ja auch gerne in so weiche Zellen, dann werden die sicher wieder ganz normal

    Auf der Straße bin ich also anonymer als im Internet, wo Sätze wie fick dich und schlimmeres das Landschaftsbild dominieren und wir sehen je jünger die Menschen desto ausgeprägter.

    Ich bekomme von Tag zu Tag immer mehr den Wunsch dieses Kabinett von Mitbürger-Quälern komplett abzusägen und neu zu erfinden.

    Wir hatten mal eine Idee, das waren Demokratie und Grundgesetze, naja ist schief gelaufen, wer sagt denn das wir sie unbedingt kaputt-gerade-Biegen müssen?

    Ich jedenfalls fühle mich nicht auf einer sehr demokratischen Welt oder Land voller glücklicher Mitmenschen - Zeit das einzusehen ehe es uns übermannt.

    Ein Vorschlag soll ich machen?
    Volksentscheid in letzter Instanz und Strafe für Politiker die Versprechen aufgeben und invertieren, evtl auch Volksentscheid in erster Instanz.

    Sagen wir: Atomausstieg? Ja! Was wir nun daraus gemacht haben - nein! Nochmal + haue für das totalversagen

  2. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: klaus9999 28.05.17 - 02:44

    Nicht nur die Politik versagt..... auch die ganzen Mitläufer, Admins, möchtegern Admins, Forenbetreiber und natürlich die Medien.

    Aber er wird so Enden wie vor 75 Jahren. Später will es wieder keiner gewusst haben oder es kommen Sprüche wie:"Hätte ich nicht zensiert hätte es ein anderer gemacht..."

    Wer keine freie Meinung mehr zulässt muss seinen Laden schliessen....

  3. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: raphaelo00 28.05.17 - 10:09

    Problem ist halt, dass von den Parteien die über 5% kommen man nur AfD oder die Linke wählen kann um eine Veränderung zu erreichen. Ob diese Veränderungen subjektiv gut sind, bleibt jetzt mal dahingestellt. Es ist halt nur so, wenn CDU oder SPD immer mit einer Wiederwahl rechnen könnnen, niemals etwas an ihrem Regierungsverhalten ändern müssen.

    Ich wäre ja als erster Schritt für eine Aufhebung der 5%-Regel. Würde für mehr Diversität und Wahloptionen führen.

  4. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: picaschaf 28.05.17 - 12:36

    Ja, wenn Diversizität das neue Wort für Chaos und die Unfähigkeit zur Regierungsbildung ist, dann hast du Recht.

  5. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: bla 28.05.17 - 13:59

    Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

  6. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: BLi8819 28.05.17 - 14:25

    > Wir hatten mal eine Idee, das waren Demokratie und Grundgesetze, naja ist schief gelaufen,

    Wo ist das schief gelaufen?

    Wir haben noch immer eine stabile Demokratie (solange AfD und Linke im Keller bleiben).
    Und das Grundgesetz gibt es auch.

    Nur weil es nicht so läuft, wie du es gern hättest, ist das nicht gleich schief gelaufen.

  7. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: picaschaf 28.05.17 - 15:33

    Demokratie :D Von welchem Deutschland sprichst du?

  8. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: BLi8819 28.05.17 - 15:55

    Kommentatoren wie dich würde ich gern mal in ein Land schicken, wo es keine Demokratie gibt.

    Aber wahrscheinlich ist für dich Demokratie eine Ochlokratie.

  9. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: divStar 28.05.17 - 16:26

    Man hat in Deutschland freiere Meinungsäußerungsmöglichkeiten als andernorts. Trotzdem haben wir alles andere als eine waschechte Demokratie. Kein Land der Welt (zumindest keines, dessen Politiksystem ich gut kenne) setzt Demokratie so um wie der Begriff definiert ist. Vermutlich läuft es der menschlichen Natur zuwider. Die Schweiz kommt wohl mit am nächsten ran. Wir haben seit ca. einem halben Jahrhundert die CDUSPD am Hals und es hört einfach nicht auf, obwohl deren Politiker ihr mangelhaftes Verständnis von Demokratie fast täglich kund tun, indem sie über grundgesetzfeindliche Gesetze und Vorhaben abstimmen. Das Lustige ist: sie müssen dafür nicht haften - auch nicht für den Schaden, den sie im Land anrichten. Ich halte die AfD auch nicht für die Antwort™. Es ist aber nahezu ausschließlich der Verdienst der Regenten, dass solch eine Partei überhaupt genug Nährboden hat, um zu gedeihen.

    Ich finde es einfach nur unfassbar, dass Politiker im Prinzip für keines ihrer Entscheidungen haftbar gemacht werden können obwohl sie damit vielleicht Millionen von Steuergeldern verbrannt haben. Und dann wäre da noch der Punkt, dass Bürger keine Lobby haben und daher stets Gesetze zu ihren Ungunsten gemacht werden, denn die Steuergelder kriegen die Politiker so oder so - aber für die Geldkoffer müssen sie arbeiten. Oftmals auch gegen ihre eigenen Wähler.

    Demokratie ist etwas Wunderbares wenn sie funktioniert. Bei Menschen wird sie aber zumindest unter den jetzigen "Spielregeln" niemals funktionieren weil Menschen gierig sind und weil die meisten vom Kapitalismus zerfressen sind und sich daher lieber selbst ausgiebig bedienen statt etwas für die Allgemeinheit zu tun.

  10. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: klaus9999 28.05.17 - 19:24

    raphaelo00 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem ist halt, dass von den Parteien die über 5% kommen man nur AfD oder
    > die Linke wählen kann um eine Veränderung zu erreichen. Ob diese
    > Veränderungen subjektiv gut sind, bleibt jetzt mal dahingestellt.

    Tendenziell richtig, aber wir sind längst an einem Punkt angelangt wo das nicht mehr relevant ist.

    Die Medien werden durch den Rundfunkstaatsvertrag geknebelt, sie werden von Seiten der Politik und auch von indoktrinierten "Journalisten" manipuliert.

    In Zukunft werden auch Youtube-Inhalte den Rundfunkstaatsvertrag zugeordnet, siehe den aktuellen Vorstoss der SPD.

    Dann jetzt demnächst die massive Internet-Zensur.

    Aktuell und in Vergangenheit werden und wurden die Wahlen massivst manipuiert siehe NRW. Wer von "unregelmäßigkeiten" spricht wenn in 50 Bezirken systematisch Stimmen von der AFD anderen Parteien zugeschustert werden, gehört vermutlich selbst denen an, die diesen offensichtlich organisierten Wahlbetrug begangen haben.

    Solche News und kommentaew dazu werden dann in ein paar Wochen verschwinden.

    Die Schlussfolgerung was zu tun ist kann jeder selber für sich ziehen.....

  11. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: mnementh 28.05.17 - 19:41

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommentatoren wie dich würde ich gern mal in ein Land schicken, wo es keine
    > Demokratie gibt.
    >
    > Aber wahrscheinlich ist für dich Demokratie eine Ochlokratie.
    Wer mit demokratischen Entscheidungen nicht einverstanden ist, der nennt es Ochlokratie. Ob demokratische Entscheidungen gut oder schlecht sind liegt im Auge des Betrachters. Sind es wirklich demokratische Entscheidungen (also z.B. Volksabstimmung), dann wird die Mehrheit das wohl gut finden.

  12. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: mnementh 28.05.17 - 19:44

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, wenn Diversizität das neue Wort für Chaos und die Unfähigkeit zur
    > Regierungsbildung ist, dann hast du Recht.
    Regierung ist unerheblich. Gesetze werden vom Parlament gemacht, das ist ohne Regierungsbildung handlungsfähig.

  13. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: plutoniumsulfat 28.05.17 - 19:48

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, wenn Diversizität das neue Wort für Chaos und die Unfähigkeit zur
    > Regierungsbildung ist, dann hast du Recht.

    Warum soll das nicht möglich sein? Wenn im September 50% die grauen Panther wählen, wird es da glaube ich nicht viele Probleme geben ;)

  14. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: plutoniumsulfat 28.05.17 - 19:53

    bla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.

    "An allem Unfug, der geschieht, sind nur diejenigen Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

  15. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: BLi8819 28.05.17 - 21:11

    Demokratie ist nicht mit Volksabstimmungen gleichzusetzen. Das ist ein großer Irrtum heutzutage. Ein wichtiger Grundsatz einer Demokratie ist (u.a.) der Schutz von Minderheiten.

    Würde alles per Volksabstimmung entschieden werden, bestünde die Gefahr einer Ochlokratie. Minderheiten würden in solch ein System diskriminiert werden. Sie hätten keine Chance ihre Rechte durchzusetzen, da in so einem System der Minderheitenschutz schwer aufrecht zu erhalten ist.

  16. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: BLi8819 28.05.17 - 21:14

    > Die Schweiz kommt wohl mit am nächsten ran.

    Warum? Nur weil es da ab und an Volksabstimmungen gibt, bei denen komplexe Themen auf einfache Ja/Nein-Wahlen herunter gebrochen werden müssen?

  17. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: mnementh 28.05.17 - 23:42

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Demokratie ist nicht mit Volksabstimmungen gleichzusetzen. Das ist ein
    > großer Irrtum heutzutage. Ein wichtiger Grundsatz einer Demokratie ist
    > (u.a.) der Schutz von Minderheiten.
    >
    > Würde alles per Volksabstimmung entschieden werden, bestünde die Gefahr
    > einer Ochlokratie. Minderheiten würden in solch ein System diskriminiert
    > werden. Sie hätten keine Chance ihre Rechte durchzusetzen, da in so einem
    > System der Minderheitenschutz schwer aufrecht zu erhalten ist.

    Das ist Quark. Ganz knallhart ist Demokratie Volksherrschaft. In den Details der Ausarbeitung können Elemente wie Minderheitenschutz vorkommen, aber per Definition ist das nicht zwingend.

    Demokratie ist einfach gesagt eines von verschiedenen möglichen Systemen um Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen können von einer Einzelperson, von einer priveligierten Gruppe, durch Konsens aller oder durch Mehrheitsentscheidungen getroffen werden. Alle diese Varianten bieten noch einen Haufen Möglichkeiten zur Ausgestaltung im Detail.

    Und etwas als Ochlokratie beschimpfen ist halt einfach Diffamierung wenn einem die Entscheidungen der Mehrheit nicht passen. Was gute oder richtige Entscheidungen sind, ist oft nicht so einfach absehbar. Beispiel Brexit. Ist das nun gut oder schlecht? Ich kann die ökonomischen und gesellschaftlichen Konsequenzen alle gar nicht überblicken, um das wirklich zu entscheiden. Und für wen? Die Briten, die Resteuropäer oder den Rest der Welt? Und für die Reichen in GB oder die Armen? Was sind die Konsequenzen im Einzelnen. Aber wer dagegen ist behauptet mal schnell das sei Ochlokratie. Das macht es sich zu einfach. Wäre die Entscheidung für Bremain gefallen (und es war ja denkbar knapp), könnte man das genauso als Ochlokratie bezeichnen.

    Klar kann eine demokratische Entscheidung menschenverachtend sein. Aber es gibt halt bei demokratischen wie auch bei allen anderen Entscheidungsformen die Möglichkeit große Scheiße zu bauen. Demokratie dient nicht dazu alles richtig zu machen, sondern ist eine Möglichkeit die Entscheidungsfindung zu legitimieren. In meinen Augen ist es ein ganz gefährlicher Pfad demokratische Entscheidungen als populistisch oder ochlokratisch zu diffamieren. So wird die Legitimierung der Demokratie untergraben, und genau das nutzen Putin und Erdogan. Denn wenn wir demokratisch gefundene Entscheidungen erst einmal delegitimieren, weil sie "schlecht" oder "falsch" sind, dann sind die Antidemokraten die Ersten die das nutzen.

  18. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: Niaxa 29.05.17 - 08:32

    In DE kann man nicht wirklich was tun. Generalstreiks sind verboten und Der Einheitsbrei an Parteien, die so existieren, lässt einem auch keine große Wahl bei der Wahl.

  19. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: plutoniumsulfat 29.05.17 - 11:32

    Also bei der letzten Bundestagswahl standen etwas mehr als zwei Dutzend Parteien zur Wahl. Für den Großteil könnte ich jetzt gar nicht sagen, ob sie zum Einheitsbrei dazugehören oder, Gott bewahre, etwas völlig anderes machen.

  20. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu löschen!

    Autor: Palerider 29.05.17 - 12:36

    klaus9999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur die Politik versagt..... auch die ganzen Mitläufer, Admins,
    > möchtegern Admins, Forenbetreiber und natürlich die Medien.
    >

    Genau: alle versagen nur ich nicht.
    Wenn eine Demokratie versagt liegt das an den Hauptverantwortlichen in einer Demokratie: den Bürgern.

    Viele meckern nur rum über 'die Politik/die Politiker' als wäre das ein geschlossenes System. Es mag für viele eine Überraschung sein aber man kann in Parteien eintreten um dort mitzugestalten und auch auch neue Parteien gründen. Unser Parteiensystem umfasst zudem eine große Zahl von Parteien, die kein Schwein kennt. Nur muss man mal seinen Hintern hoch nehmen und sich informieren/engagieren. Wenn das zu wenige tun... ja, dann endet es vielleicht wirklich mal wie vor 75 Jahren.

    Es gibt ein wunderbares Lied von Alligatoah 'Hab ich recht?' - mal nicht nur zu abgehen sondern genau zuhören.

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