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"komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

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  1. "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: RcRaCk2k 07.08.12 - 11:07

    Haha soooo cool. Die Telekom hat die Sachen "komplett aus eigenen Mitteln finanziert". Die Pressemitteilungen und die Aussagen der Pressestelle sind schon immer genial. Es stimmt ja, dass die Sachen aus eigenen Mitteln finanziert wurden, aber irgendwo müssen die Mittel ja auch hergekommen sein.

    Durch den Ausbau der Kommunen mit "Breitband-DSL" mittels veralteter ADSL2+ Technologie, die durch die Regierung Oberbayern und anderen staatlichen Mittel bezahlt wurden, wurden Tausende EURO in die Kassen der Telekom gespült. Anstatt fortschrittlich gleich VDSL2 in neu zu erschließenden Gegenden zu verbauen, wurden Staatsgelder zum Fenster hinausgeworfen. Mittlerweile hat der Staat das selbst bemerkt und wird in künftigen Projekten die Rahmenbedingungen verschärfen.

    Mal schaun, ab wann die Telekom mit dem Regelausbau von FTTH beginnen wird. Ich hoffe so spät wie möglich, damit sich viele kleine Unternehmen und Organisationen diesen Markt holen können. Alles was aus den Händen der Telekom genommen werden kann, sollte man ihr weg nehmen. Viele kleine regionale Provider müssen her, um ein ein ordentliches Preis- Leistungsverhältnis ermöglichen zu können. Zudem ist Support bei einem regionalem Anbieter oft besser, als bei den großen.

  2. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: ahja 07.08.12 - 11:20

    Ha, Support... Selbst wenn die regionalen 10 mal so guten Support wie die Telekom haben sollten ist 10 x 0 immer noch 0 Support...

    Ich will auch Glasfaser mit 200Mbit/s... Telefon/Entertain gedöns brauche ich nicht. Reines Internet, Rest läuft über Handy.

    So on...

  3. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: Vollstrecker 07.08.12 - 11:31

    Wettbewerb?

    In meiner Region gab es jahrelang knapp 1Mbit von der Telekom, meinen Anschlußvertrag hatte ich bei einem Regionalanbieter. Letztes Jahr hat Vodafone dann neue Leitungen gelegt. Problem: Will ich in den Genuß von mehr als 1Mbit kommen MUSS ich einen neuen Vertrag bei Vodafone machen.

    Das ist für mich kein Wettbewerb, wenn die T-Com ihr Netz freigeben muss, aber andere "private" Anbieter sich eine Monopolstellung aufbauen dürfen. Wenn dann Wettbewerb für alle.

  4. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: RcRaCk2k 07.08.12 - 11:33

    ahja schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 10 x 0 immer noch 0 Support...
    *looool* YMMD

    Aber ernsthaft. Sobald ein Betrieb strukturiert wird und für jeden Mist Tickets eingereicht werden müssen und Eskalations-Stufen definiert sind, dann ist das Unternehmen einfach zu groß um individuell auf Kundenwünsche und Probleme eingehen zu können.

    Das Gleiche hat man auch im Nachbarland "Österreich" feststellen können, als das Unternehmen INODE in UPC übergegangen ist. Der Support wurde deutlich schlechter und auf spezielle Anforderungen ging man nicht mehr ein. Es geht nur noch um das Geschäft mit der Massenware.

  5. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: janpi3 07.08.12 - 11:33

    Vollstrecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wettbewerb?
    >
    > In meiner Region gab es jahrelang knapp 1Mbit von der Telekom, meinen
    > Anschlußvertrag hatte ich bei einem Regionalanbieter. Letztes Jahr hat
    > Vodafone dann neue Leitungen gelegt. Problem: Will ich in den Genuß von
    > mehr als 1Mbit kommen MUSS ich einen neuen Vertrag bei Vodafone machen.
    >
    > Das ist für mich kein Wettbewerb, wenn die T-Com ihr Netz freigeben muss,
    > aber andere "private" Anbieter sich eine Monopolstellung aufbauen dürfen.
    > Wenn dann Wettbewerb für alle.

    Die Telekom muss ihr Netz öffnen, weil es mit Steuermitteln finanziert wurde.
    Gleiches gilt für die Bahn .....

    "Ich bin ein Wutoholic, ich kann nicht leben ohne Wutohol"
    Homer J. Simpson.

  6. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: Anonymer Nutzer 07.08.12 - 11:41

    Die Frage ist ja, warum ein Staatseigentum, also Bürgereigentum an einen Konzern übergeben wird und dieser dann damit Geld verdienen kann.
    Siehe Bahn.
    Das Schienennetz wurde aus Steuermitteln erstellt und gehört in Staatshand.
    Es weiß doch inzwischen jeder, wie Privatunternehmen mit Infrastruktur umgehen.
    Sucht mal im Netz nach U Bahn London.

  7. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: RcRaCk2k 07.08.12 - 11:52

    Der Staat gesteht sich doch bereits selbst ein, dass die Veräußerung von Bahn und Telekommunikation in ein Privatunternehmen Schwachsinn gewesen ist. Man muss aber auch den Hintergrund kennen, warum der Staat das damals gemacht hatte. Er brauchte einfach Geld und sah die perfekte Quelle in der Privatisierung.

    Vielleicht hatten die damals auch schon soweit gedacht, dass durch Privatisierung der Kapitalismus dem Sozialismus eins ausschlagen wird. Aber damals dachten sich die Abgeordneten, dass dann, wenn es zu Problemen diesbezüglich kommen würde, man selbst nicht mehr Abgeordneter sein würde, und sich daher mit diesen Problemen nicht mehr zu beschäftigen brauche - das können dann die Nachfolger machen.

    Das mit VODAFONE ist auch so richtig - meiner Meinung nach. Wer als Privatunternehmen ein Netz aufbaut, der möchte dies auch nur für sich nutzen und nicht zu Billigpreisen den anderen Anbietern überlassen (auch zu finden unter dem Begriff INVESTITIONSSCHUTZ).

    Grundsätzlich sei gesagt, dass die Infrastruktur wieder zurück in die Hände des Bundes muss. Der Bund handelt nach den Grundsätzen des Sozialismus und nicht nach Kapitalismus. Der Bund würde dafür sorgen, dass jeder Haushalt bis 20xx einen eigenen Glasfaser-Anschluss hat. Da der Bund das selbst aber nicht mehr stemmen kann, sind die Kommunen gefragt, den Zeitpunkt für sich zu erkennen und NGN-Netze zu errichten und auf dieser Basis Betreiber zu suchen. Durch den Betreiber kommen die Kosten für den NGN-Ausbau in Form einer Pacht wieder in die Kassen der Kommunen. Und Betreiber würde es zu Hauf geben. VODAFONE, M-NET, VERSATEL, NETCOLOGNE usw. die müssten nur Vermittlungsstellen aufbauen und dann die Glasfaser aufschalten, wie sie es heute schon bei den TALs der Telekom machen. Nur leider haben viele Gemeinden das noch nicht verstanden und werden auch in den nächsten Jahren zu den unterversorgen Gebieten in Deutschland zählen.

    Es besteht ja auch die Möglichkeit, einen Verein zu gründen und zu schaun, dass viele Leute aus der eigenen Ortschaft (inkl. Tiefbauunternehmen, Bauern, Elektriker und Hobbybastler) zusammen helfen, ein eigenes Netz auf Vereinsbasis zu gründen. So wie in Berlin und anderen Orten die FREIFUNKER, nur eben auf Basis der Glasfaser-Technologie.

  8. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: hrogge 07.08.12 - 11:55

    janpi3 schrieb:
    > Die Telekom muss ihr Netz öffnen, weil es mit Steuermitteln finanziert
    > wurde.
    > Gleiches gilt für die Bahn .....

    Naja, um genau zu sein hat die Bundespost ihr Netz komplett aus den überhöhten Telefongebüren bezahlt (gab damals ja keine Alternative).

    Die waren wohl die einzige Behörde die jedes Jahr Geld an den Staat abgegeben hat, nicht umgekehrt.

    Somit ist die Aussage "Netz aus Steuergeldern" nicht ganz richtig.

    Das Netz mußte die Telekom dann öffnen weil sie als Ex-Monopolist zu große Vorteile hatte.

  9. "... möchte dies auch nur für sich nutzen ..."

    Autor: fratze123 07.08.12 - 14:42

    gsm-funktürme müssen auch für andere anbieter zur verfügung gestellt werden, soweit ich weiss.

    kann ja auch nicht sein, dass tausend kabel für ein und dieselbe aufgabe verlegt werden müssen - da bräuchte man die gräben gar nicht mehr zuschaufeln.

  10. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: spezi 07.08.12 - 18:45

    RcRaCk2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Durch den Ausbau der Kommunen mit "Breitband-DSL" mittels veralteter ADSL2+
    > Technologie, die durch die Regierung Oberbayern und anderen staatlichen
    > Mittel bezahlt wurden, wurden Tausende EURO in die Kassen der Telekom
    > gespült.

    In Bayern mussten diese Projekte ausgeschrieben werden, die Vergabe erfolgte an den günstigsten Anbieter, also den, der am wenigsten Subvention wollte (wobei es anscheinend noch einen gewissen Spielraum bei der Bewertung der Technologie gab, also z.B. bei Funkanbindung vs. Glasfaser). Die Telekom hat sicher sehr viele dieser Ausschreibungen gewonnen, aber häufig auch andere (oft lokale) Anbieter. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die ganze Sache der Telekom "Geld in die Kassen gespült" hat, dass sie jetzt für etwas anderes ausgeben können. Die Telekom (und die anderen Anbieter) haben einen Teil ihrer Investitionskosten finanziert bekommen (Subvention eben...).

    Ich hatte mich auch gewundert, dass es Anfangs (so um 2010) etliche Projekte gab, bei denen nur auf 16 Mbit/s ausgebaut wurde. Das scheint mittlerweile kaum noch der Fall zu sein, und die Telekom rüstet mittlerweile auch von 16 Mbit/s auf 50 Mbit/s hoch...

    > Mal schaun, ab wann die Telekom mit dem Regelausbau von FTTH beginnen wird.

    Naja, was heisst "Regelausbau". In diesem Jahr waren es 20 Städte und Gemeinden, die teilweise ausgebaut wurden. Nächstes Jahr sollen meines Wissens weitere dazukommen... Ab wann würdest DU es Regelausbau nennen?

  11. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: spezi 07.08.12 - 18:53

    DY schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist ja, warum ein Staatseigentum, also Bürgereigentum an einen
    > Konzern übergeben wird und dieser dann damit Geld verdienen kann.
    > Siehe Bahn.

    Warum nicht? Mit dieser "Übergabe" ist ja kein Eigentümerwechsel verbunden. Im Falle der Bahn wurde die Behörde "Deutsche Bundesbahn" (und "Deutsche Reichsbahn") aufgelöst, und die Aktiengesellschaft "Deutsche Bahn AG" gegründet, in die das (Anlage-)Vermögen der ehemaligen Behörde eingebracht wurde. Die Deutsche Bahn AG ist bis heute 100% Staatseigentum, also Bürgereigentum, und der Staat streicht auch die Gewinne ein (soweit er sie nicht im Unternehmen belässt).

    Wo siehst Du da das prinzipielle Problem?

    Bei der Telekom ist es ähnlich. Nur dass in diesem Fall der Staat nach der "Übergabe" des Anlagevermögens der ehemaligen Behörde beschlossen hat, einen Teil der Aktien zu verkaufen.

    Womit ich jetzt kein Plädoyer für Privatisierung geben wollte. Ich bin z.B. auch der Meinung, dass das Schienennetz der Bahn in Staatsbesitz bleiben sollte.

  12. Re: "komplett aus eigenen Mitteln finanziert" ...

    Autor: RcRaCk2k 08.08.12 - 11:03

    spezi schrieb:
    > Ab wann würdest DU es Regelausbau nennen?

    Das ist eine wirklich sehr gute Frage. Regelausbau würde ich jetzt so schnell einfach so definieren, dass bei neuen Projekten, wo neue Straßenzüge - nach Ausweisung eines neuen Baugebiets - mittels Telekommunikationsmittel (Kupfer) erschlossen werden auch gleich die "gabocom speedpipes" mit verlegt werden, um das Haus später, wenn die Infrastruktur "Glasfaser" gewachsen ist, FTTH-Enablen zu können.

    3.000m Micro-Ducts kosten 600 EUR. Der Graben ist schon offen, also müssen diese Ducts nur verlegt werden. Das ist alles.

    Und wenn ich sage, ich lege bei jeder Tiefbaumaßnahme, wo die Erschließung von neuen Straßenzügen im Vordergrund steht, gleich Leerrohre mit rein, dann ist das für mich eine Regel für den zukünftigen Ausbau >> Ergo: Der Regelausbau ^^ :P

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