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"Rechtsextrem"

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  1. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 00:55

    Übrigens, wo wir gerade dabei sind: in der Kleinstadt in der ich wohne, läuft ein ehemaliger Nachbar von mir frei rum, der m.W. mittlerweile glühender AfD-Anhänger ist. Den Kontakt habe ich schon viel früher abgebrochen, als sie (seine Freundin und er) mich zu sich nach Hause eingeladen hatten ("Quatschen") und bei meinem Eintreffen schon dabei waren, eine sichtbar betrunkene, jüngere Frau auszukleiden. Sie machte einen eher abweisenden Eindruck, ob sie sich tatsächlich gewehrt hat, kann ich nicht sagen, weil ich gleich geschockt getürmt bin. Keine Ahnung, was sie da genau vorhatten und welche Rolle ich dabei offenbar spielen sollte. Aber vor dem Hintergrund glaube ich die erst vor 2 Jahren an mich gedrungenen Gerüchte, dass der "nette Herr" bereits zweimal wegen Vergewaltigung bei der Polizei angezeigt wurde, nur zu gerne. Eine flüchtige Bekannte von mir kennt eines der angeblichen Opfer persönlich. Wahrscheinlich konnte man ihm nichts eindeutig nachweisen. Vielleicht saß er zwischenzeitlich auch ein, keine Ahnung. Vor 3 Jahren, also noch bevor ich von den Gerüchten wusste, bin ich ihm zufällig im Supermarkt begegnet und
    da quatscht er mich an und meinte sie hätten sich jetzt ein altes Haus mit Bierkeller tief unter der Erde gekauft und ob ich da was wüsste, ob man den mit Solarthermie am Hausdach heizen könne. Lol.

    Es gibt also noch viel mehr "Arppe" und "Biesel" da draussen, nicht nur an der Spitze der AfD, sondern auch unter den zahlreichen Anhängern. Aber immer auf die Flüchtlinge!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.20 01:01 durch Emanuele F..

  2. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: PeterHeat 12.08.20 - 02:56

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird Afghanistan (wider besseren Wissens wohlgemerkt) zum "sicheren
    > Herkunftsland" erklärt, bist du nicht oder nicht mehr "asylberechtigt".
    Das ist flasch, natürlich kann man auch aus einem sicheren Herkunftsland asylberechtigt sein!
    "Auch wenn Antragstellende aus einem sicheren Herkunftsland stammen, unterscheidet sich die persönliche Anhörung nicht von Anhörungen bei anderen Herkunftsländern. Auch die Schutzgewährung ist keinesfalls ausgeschlossen"

    > Daher hadere ich mit dem Begriff! Es wurden viel zu viele Menschen wieder
    > weggeschickt, womöglich sogar in den sicheren Tod, die wir hier eigentlich
    > bestens brauchen können. Aus ihrem neuen Leben gerissen. Nicht selten ohne
    > Vorwarnung und mitten in der Nacht.
    Ohne Vorwarnung ist auch nicht richtig. Mit dem abgelehnten Asylbescheid wird man aufgefordert das Land innerhalb von 30 Tagen freiwillig zu verlassen + die Vorwarnung das man danach zwangsausgeweisen wird. Die Person hat somit mindesten 30 Tage sich darauf einzustellen. Bei einer freiwilligen Ausreise kann der Zeitpunkt auch selbst bestimmt werden, durch Förderprogrammen wie REAG werden alle Kosten übernommen, man bekommt eine Starthilfe und wird durch Reintegration Programme unterstützt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.20 02:58 durch PeterHeat.

  3. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 03:59

    PeterHeat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wird Afghanistan (wider besseren Wissens wohlgemerkt) zum "sicheren
    > > Herkunftsland" erklärt, bist du nicht oder nicht mehr "asylberechtigt".
    > Das ist flasch, natürlich kann man auch aus einem sicheren Herkunftsland
    > asylberechtigt sein!

    Kann, ja. Die gelebte Praxis sieht aber anders aus und nur darum ging es mir.

    > "Auch wenn Antragstellende aus einem sicheren Herkunftsland stammen,
    > unterscheidet sich die persönliche Anhörung nicht von Anhörungen bei
    > anderen Herkunftsländern. Auch die Schutzgewährung ist keinesfalls
    > ausgeschlossen"

    Ist ja in der Theorie alles schön und gut, dass sie nicht ausgeschlossen ist, in der Praxis aber wollte man möglichst viele Flüchtlinge wieder loswerden, um "das Volk" zufriedenzustellen. Offenbar ohne Rücksicht auf Verluste.

    > > Daher hadere ich mit dem Begriff! Es wurden viel zu viele Menschen
    > wieder
    > > weggeschickt, womöglich sogar in den sicheren Tod, die wir hier
    > eigentlich
    > > bestens brauchen können. Aus ihrem neuen Leben gerissen. Nicht selten
    > ohne
    > > Vorwarnung und mitten in der Nacht.

    > Ohne Vorwarnung ist auch nicht richtig. Mit dem abgelehnten Asylbescheid
    > wird man aufgefordert das Land innerhalb von 30 Tagen freiwillig zu
    > verlassen + die Vorwarnung das man danach zwangsausgeweisen wird. Die
    > Person hat somit mindesten 30 Tage sich darauf einzustellen. Bei einer
    > freiwilligen Ausreise kann der Zeitpunkt auch selbst bestimmt werden, durch
    > Förderprogrammen wie REAG werden alle Kosten übernommen, man bekommt eine
    > Starthilfe und wird durch Reintegration Programme unterstützt.

    OK, hier hast du sogar grundsätzlich Recht, aber es lief bereits eine sehr erfolgreiche Petition mit 20.000 Unterschriften für Rahmat Khan (in vergleichbaren Fällen war es ähnlich) und sein Anwalt hatte Widerspruch dagegen eingelegt. Er konnte also eben nicht davon ausgehen, frühmorgens aus dem Bett geklingelt und direkt abgeschoben zu werden. Dass man ihm sogar das Handy abgenommen und verboten hat, seinen Anwalt zu kontaktieren, hat etwas von einem Unrechtsstaat und nicht von einem Land, in dem ich gerne leben möchte.

    Außerdem: er (seinen Fall kenne ich halt am besten) war mehr als schutzbedürftig (bereits zwei Verwandte von al-Qaida ermordet, weil sie für die NATO gearbeitet haben), perfekt integriert und mitten in einem Beschäftigungsverhältnis, niemals etwas zu Schulden kommen lassen. Ob hier und in vielen weiteren Fällen ein Sachbearbeiter unkorrekt gearbeitet hat, vielleicht sogar aus persönlichen Ressentiments gegenüber Flüchtlingen oder ob von ganz oben die "Order" kam, so und so viele Flüchtlinge abzuschieben bzw. ihnen die Schutzwürdigkeit abzuerkennen, spielt am Ende keine Rolle. Hier haben "wir" brutal versagt: menschlich, aber auch logisch und wirtschaftlich.

  4. Re: Die Irrtümer der "etablierten Parteien"

    Autor: HierIstMarco 12.08.20 - 06:33

    Was mich an der Linken (und an ziemlich allen anderen Parteien) stört:

    Flüchtlingspolitik:

    Wenn ein Mensch aus einem Land flieht, weil sein Leben bedroht ist, so ist es selbstverständlich, dass er Schutz finden kann. Er sollte aber auch bereit sein, gewisse Pflichten, die dieser Status mitsich bringt, zu übernehmen, und die Politik sollte dies auch erwarten. Wenn die Alternative der Tod, Folter oder was auch immer ist, wird dieser Mensch dazu gerne bereit sein. Wenn er dies nicht ist, dann wird es in der Heimat nicht so schlimm gewesen sein.
    Zu den mir wichtigen Pflichten zähle ich: Mitarbeit bei der Identitätsfeststellung, Bereitschaft für den Lebensunterhalt Arbeiten zu übernehmen, Aneignung von Sprachkenntnissen für den Alltagsgebrauch, niedrige Ansprüche an Unterkunft und Versorgung.
    Ich denke, dass man das von bedrohten Menschen im Tausch gegen Sicherheit erwarten kann.
    Ich kenne leider aus dem persönlichen Umfeld Flüchtlinge, die nicht bereit sind, diese Pflichten zu tragen - und Gesetz und Regierung lässt dies zu. Stattdessen gibt es eine große Anzahl Ansprüche, die gerne in Anspruch genommen werden.
    Die mir bekannten Dinge, von denen ich die obigen Pflichten abgeleitet habe:
    Antrag in Bayern abgelehnt? Dokumente weg und ein Bundesland weiter nochmal versuchen. Möglichkeit zur Arbeit im in der Heimat gelernten Handwerk? Ablehnung mit fadenscheinigen Gründen, Staat bezahlt Umschulung, die nicht besucht wird. Sprachkenntnisse? Wozu hat man Kinder? Oder man nutzt die Barriere, und versteht nicht, was man tun soll, sondern nur, was man bekommt und darf. Unterkunft? In vielen Unterkünften sind Putzkräfte angestellt, weil die Bewohner selbst nicht bereit dazu sind.

    Wohnraumpolitik:

    Wohnraum ist Mangelware, es wird auf Miethaie gewettert und dann so Dinge wie die Mietpreisbremse gefordert. Oder ein besserer Schutz der Mieter. Oder ein Recht, Mieten bei Corona zu stunden. Oder noch mehr Vermieterpflichten. Es trifft ja eh nur irgendwelche Spekulanten.
    Was untergeht: Nicht nur Wohnungsgesellschaften und Spekulanten sind Vermieter. Es wäre eigentlich auch der Mittelstand.
    Im mittleren Alter wurden Wohnungen vermietet, die als Altersvorsorge dienen sollen, beim älterwerden überschüssiger Wohnraum im eigenen Haus.
    Seit einiger Zeit steht jedoch immer mehr Wohnraum dieser Art leer, in meiner Straße wohnen lauter alte Leute im unteren Stock, und oben sind die Fenster zu.
    Denn: Viele haben schlechte Erfahrungen gemacht. Einen Mietnormaden oder Messie oder gewalttätigen, sowie assozial verhaltenden, Wohnraum ruinierenden kann ein normaler Mensch nicht lange ertragen, aber Kündigungen aus entsprechenden Gründen sind erst nach langem Abmahnverfahren möglich. Und auch dann nur, wenn der Vertrag aus purem Eigeninteresse mit Klauseln gestopft ist, nicht etwa auf Vertrauensbasis nett formuliert ist.
    Also wird der Privatvermieter nicht mehr vermiwten, denn das Risiko verteilt aich nicht auf mehrere Wohnungen wie beim Spekulanten. Und dieser kann leicht eventuelle Räumungsverfahren mit einpreisen.
    Und das nur, weil die Maßnahmen auf einem klassischen Freund(Mieter)-Feind(Vermieter)-Bild beruhen, statt auf Individuen, und Rechte und Pflichten mal wieder ungleich verteilt sind.

    Familienpolitik:

    Auch hier herrscht das Freund(Frau)-Feind(Mann)-Bild und sorgt für eine ungerechte Verteilung der Rechte und Pflichten. Das fängt bei der Vaterschaftsanerkennung an, als Vater gilt der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter zusammen lebende Mann, nicht der echte Vater. Die echte Mutter hat dagegen direkt das Mutterschaftsrecht.
    Sollte der Mann Zweifel an seiner Vaterschaft haben gibt es für ihn erstmal keinen legalen Weg, diese festzustellen, wenn die Mutter nicht zustimmt. Außer vor Gericht. Danach ist die Ehe erstmal in Trümmern.
    Trennungen fallen in den meisten Fällen so aus, dass der Mann Alimente an die Mutter zahlen muss, wenn diese das Kind erziehen will. Er muss den Vollpreis zahlen, selbst wenn er sich zu einem großen Teil ebenfalls kümmert.
    Fällt übrigens so ein gerichtlich angeordneter Vaterschaftstest negativ aus, ändert sich unterhaltsrechtlich für den Vater nichts, außer dass er dem echten Vater eine Rechnung schicken kann, wenn er diesen kennt. Dabei muss die Frau nicht mithelfen, weil sie vor Gericht nicht zu ihren S**ualkontakten befragt werden darf. Als Verursacherin bleibt sie unbehelligt.
    Die Mutter hat also alle Rechte und relativ wenig Pflichten, sowie viel Entscheidungsspielraum. Der Vater hat vor allem die Pflichten, ohne dafür Rechte, etwa das Vaterschaftsrecht zu erwerben.
    Und die größten Opfer sind die Kinder, weil sie ihr Kinderrecht an beiden Eltern durch den deutschen Default "Alleinerziehend" verlieren, sowie zur Verhandlungsmasse und Rachemöglichkeit im Scheidungskrieg werden.

  5. Re: Die Irrtümer der "etablierten Parteien"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 08:30

    Dass die Dinge in der Realität meist ganz anders aussehen, ist dir aber entgangen? Beispiel Geflüchtete: es wird ihnen extrem erschwert, einen Job annehmen zu DÜRFEN. Wusstest du nicht? www.anwalt(PUNKT)org/asylrecht-migrationsrecht/duerfen-fluechtlinge-arbeiten/

    Schutzbedürftig zu sein rettet einen aber nicht vor absurden Sachbearbeiterentscheidungen. Und selbst wenn man dann bereits einem Job mit Arbeitserlaubnis nachgeht, innerhalb kürzester Zeit gutes Deutsch gelernt hat, gut integriert ist, neue Freunde gefunden hat, im örtlichen Fussballverein Fussball spielt, sich nie etwas zu Schulden kommen lässt und im Herkunftsland immer noch enorme Todesgefahr für einen besteht, kann man abgeschoben werden. Einfach so. Aus dem Bett geklingelt und in den nächsten Flieger gesteckt! Selbst dann wenn sich allein in der näheren Umgebung deiner neuen Heimat in Deutschland 20.000(!) Menschen mit einer Unterschrift für dich einsetzen und dein Anwalt Beschwerde einlegt! Leider ist auch das gelebte Realität in Deutschland und beileibe kein Einzelfall. Auch wenn es sicher auch Geflüchtete gibt, die gar nicht arbeiten wollen, das wollen wir mal nicht in Abrede stellen.

  6. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: edison.cannon 12.08.20 - 10:40

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Übrigens, wo wir gerade dabei sind: in der Kleinstadt in der ich wohne,
    > läuft ein ehemaliger Nachbar von mir frei rum, der m.W. mittlerweile
    > glühender AfD-Anhänger ist. Den Kontakt habe ich schon viel früher
    > abgebrochen, als sie (seine Freundin und er) mich zu sich nach Hause
    > eingeladen hatten ("Quatschen") und bei meinem Eintreffen schon dabei
    > waren, eine sichtbar betrunkene, jüngere Frau auszukleiden. Sie machte
    > einen eher abweisenden Eindruck, ob sie sich tatsächlich gewehrt hat, kann
    > ich nicht sagen, weil ich gleich geschockt getürmt bin. Keine Ahnung, was
    > sie da genau vorhatten und welche Rolle ich dabei offenbar spielen sollte.
    > Aber vor dem Hintergrund glaube ich die erst vor 2 Jahren an mich
    > gedrungenen Gerüchte, dass der "nette Herr" bereits zweimal wegen
    > Vergewaltigung bei der Polizei angezeigt wurde, nur zu gerne. Eine
    > flüchtige Bekannte von mir kennt eines der angeblichen Opfer persönlich.
    > Wahrscheinlich konnte man ihm nichts eindeutig nachweisen. Vielleicht saß
    > er zwischenzeitlich auch ein, keine Ahnung. Vor 3 Jahren, also noch bevor
    > ich von den Gerüchten wusste, bin ich ihm zufällig im Supermarkt begegnet
    > und
    > da quatscht er mich an und meinte sie hätten sich jetzt ein altes Haus mit
    > Bierkeller tief unter der Erde gekauft und ob ich da was wüsste, ob man den
    > mit Solarthermie am Hausdach heizen könne. Lol.
    >
    > Es gibt also noch viel mehr "Arppe" und "Biesel" da draussen, nicht nur an
    > der Spitze der AfD, sondern auch unter den zahlreichen Anhängern. Aber
    > immer auf die Flüchtlinge!

    Es ist schon eine seltsame Masche, mutmaßliche Vergewaltiger mit mutmaßlichen AfD-Anhängern in Zusammenhang zu bringen. Würde sich Deine Einstellung ändern, wenn es ein Antif'ler wäre, oder ein Moslem? Das eine hat mit dem anderen erst mal nichts zu tun.

    Aber vom Versuch der Diffamierung mal ganz abgesehen: in dieser Situation hattest Du also den Eindruck einer anstehenden Vergewaltigung, bzw eines Mißbrauches unter Drogen. Zusätzlich noch unterfüttert mit einschlägigen Gerüchten, die Deine Befürchtung verstärkten. Jedenfalls so sehr, daß Du die Flucht ergriffen hattest, was man ja meist nur tut wenn man um sein Wohlergehen fürchtet.

    Was allerdings aus Deinem Beitrag nicht hervorging: Hast Du auch reagiert? Soll heissen, hast Du die Polizei gerufen? Deine Situationsbeschreibung drängt eine solche Reaktion eigentlich auf. Oder hast Du die junge Frau ihm überlassen weil (oder damit?) Du selbst flüchten konntest? Selbst wenn alles einvernehmlich war, wüßte er dann wenigstens daß Leute auch hingucken; alleine das kann eine zukünftige Vergewaltigung verhindern.

    Ist das nicht, was jeder predigt: "Hingucken statt wegschauen"? Dein "Lol" am Ende legt nahe, daß Du das alles jedoch mit Humor siehst. Wird das die junge Frau auch so sehen, wenn Sie tatsächlich mißbraucht wurde?

  7. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 12.08.20 - 11:22

    Gerade auf Dlf Nova ein Interview mit einer sehr engagierten, zum Islam konvertierten Flüchtlingshelferin gehört:

    https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/fuenf-jahre-wir-schaffen-das-was-wir-in-fuenf-jahren-nicht-geschafft-haben

    Sie spricht mir aus der Seele. Ist sie jetzt auch eine Rassistin?

  8. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 12.08.20 - 11:26

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und bei meinem Eintreffen schon dabei
    > waren, eine sichtbar betrunkene, jüngere Frau auszukleiden. Sie machte
    > einen eher abweisenden Eindruck, ob sie sich tatsächlich gewehrt hat, kann
    > ich nicht sagen, weil ich gleich geschockt getürmt bin.

    Und Du hast nichts getan, Du hast die junge Frau ihrem Schicksal überlassen? Das ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern sogar wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar!

  9. Re: Die Irrtümer der "etablierten Parteien"

    Autor: HierIstMarco 12.08.20 - 11:38

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass die Dinge in der Realität meist ganz anders aussehen, ist dir aber
    > entgangen? Beispiel Geflüchtete: es wird ihnen extrem erschwert, einen Job
    > annehmen zu DÜRFEN. Wusstest du nicht?

    Doch, tatsächlich wusste ich das. Der Thread ist leider schon etwas länger und Golem ist da nicht so übersichtlich, aber mein Beitrag ist eine Antwort auf etwas janz weit oben. Ich habe mich dort als Parteilos bezeichnet.

    Da bin ich auch voll bei dir, das ist keine gute Regelung. Hier kenne ich ebenfalls einen entsprechenden Fall, ein arbeitstüchtiger Flüchtling, den der Meister gerne weiter gehabt hätte, aber nicht durfte.

    Wie gesagt, es gibt beides, ich kenne beides, und so fühle ich mich von keiner Partei vertreten. Die einen fordern den Arbeitsmarktzugang und ander durchaus notwendige Dinge, lösen dabei aber gleich für die ganze Gruppe die Kopplung von Rechten und Pflichten auf. Die anderen fordern die abgeschafften Pflichten ein, schießen im Gruppendenken aber ebenfalls übers Ziel hinaus. Keines der Pakete ist für mich wählbar.

    Die Grenzlinie zwischen den beiden Paketen liegt aktuell zwischen CDU/CSU und AfD. Deswegen habe ich mich oben für die AfD eingesetzt, weil bei so harten Kanten nur der gute Kompromiss das einzig wahre sein kann (solange die 5%-Hürde alle anderen Parteien aussperrt, die vielleicht in der Mitte liegen).

    Meine Hoffnung ist, wenn beide Seiten auf ihre Maximalforderungen verzichten müssen, dass das Ergebnis endlich sinnvolles Asylrecht ist.

    PS: An dieser Stelle ist es angebracht, allen noch-diskutierenden zu danken für die schöne, sachliche Art, die sich inzwischen in dem Thread ergeben hat. Es freut mich, mit euch zu diskutieren, denn ich nehme davon sehr viel mit!

  10. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 12.08.20 - 11:39

    Und nochmals meine Frage, was hat es damit zu tun, dass wir im Zuge der Flüchtlingskrise unkontrolliert massenweise Straftäter ins Land gelassen haben auch deutsche Straftäter gibt?

    Und ich betone es extra noch mal, damit es auch der letzte versteht: Wenn ich schreibe, wir haben massenweise Straftäter ins Land gelassen, dann hat das nichts mit deren Religion, Hautfarbe oder Herkunft zu tun. Es heißt auch nicht, dass alle oder die Mehrheit der Flüchtlinge Straftäter wären. Es heißt nur, dass auf Grund der mangelhaften oder gar fehlenden Kontrollen, viele Menschen die bereits zuvor in einem anderen (EU) Land straffällig geworden sind und gesucht wurden einreisen konnten. Es sagt nichts darüber aus, ob die Menschen mit ihren jeweiligen Hautfarbe, Religion, Herkunft öfter oder seltener straffälig geworden sind.

    Das ist doch Whataboutism pur! Das eine hat mit den anderen überhaupt, aber auch gar nichts zu tun!

  11. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: HierIstMarco 12.08.20 - 11:51

    An dieser Stelle muss ich Emanuela etwas in Schutz nehmen. Die Reaktion war sicher gefühlsgeleitet und sie wird sich ebenfalls bereits viele Vorwürfe gemacht haben.

    Dabei ist Nicht-Helfen ziemlich weit verbreitet, wenn die Situation schwierig oder unangenehm ist kneifen sehr sehr viele.

    Ein Beispiel aus meinem Leben: In einer deutschen Großstadt am Hauptbahnhof liegt an einer belebten Kreuzung ein Mann auf dem Boden, in seinen eigenen Fäkalien, schwach atmend.

    Die Fußgängerampel nebendran schaltet immer wieder, die leute halten an, gucken kurz und gehen dann weiter. Sehr sehr viele.

    Ich habe gedacht, ich muss helfen, war aber zu feige. Zu feige, selbst etwas zu tun, und lange Zeit bin ich um die Stelle herumgeschlichen, weil ich selbst zum Hilfe-holen zu feige war. Überfordert mit der Situation.

    Bis ich dann zur Bahnhofspolizei gegangen bin. Binnen Minuten wurde der Mann daraufhin gefunden, stabilisiert, und weggebracht.

    Es lässt sich immer so schön in der Theorie schreiben und denken, dass man besonders moralisch handeln wird, die Situationen selbst zeigen hier besonders einem selbst, dass die Realität eine andere ist.

  12. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: LRM 12.08.20 - 12:06

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An dieser Stelle muss ich Emanuela etwas in Schutz nehmen. Die Reaktion war
    > sicher gefühlsgeleitet und sie wird sich ebenfalls bereits viele Vorwürfe
    > gemacht haben.
    >
    > Dabei ist Nicht-Helfen ziemlich weit verbreitet, wenn die Situation
    > schwierig oder unangenehm ist kneifen sehr sehr viele.
    >
    > Ein Beispiel aus meinem Leben: In einer deutschen Großstadt am Hauptbahnhof
    > liegt an einer belebten Kreuzung ein Mann auf dem Boden, in seinen eigenen
    > Fäkalien, schwach atmend.
    >
    > Die Fußgängerampel nebendran schaltet immer wieder, die leute halten an,
    > gucken kurz und gehen dann weiter. Sehr sehr viele.
    >
    > Ich habe gedacht, ich muss helfen, war aber zu feige. Zu feige, selbst
    > etwas zu tun, und lange Zeit bin ich um die Stelle herumgeschlichen, weil
    > ich selbst zum Hilfe-holen zu feige war. Überfordert mit der Situation.
    >
    > Bis ich dann zur Bahnhofspolizei gegangen bin. Binnen Minuten wurde der
    > Mann daraufhin gefunden, stabilisiert, und weggebracht.
    >
    > Es lässt sich immer so schön in der Theorie schreiben und denken, dass man
    > besonders moralisch handeln wird, die Situationen selbst zeigen hier
    > besonders einem selbst, dass die Realität eine andere ist.

    Ich bin der Gegenteilige schlag von Mensch.

    Ich habe sehr viel ehrenamtlich gearbeitet und tue das noch immer.

    Ich war öfter vor Gericht als Zeuge weil ich nicht wegsehe.

    Aber diese Meinungsdiktatur hier verurteile ich aufs schärfste.

  13. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 12:36

    Ich glaube es hakt. Ich diffamiere ganz bestimmt nicht, es ist ein reales Beispiel aus der Praxis und sollte eigentlich genau das Gegenteil aufzeigen: dass man eben nicht von einem auf alle schließen kann. Dass aber die AfDler in Summe selbst ganz gewiss nicht besser sind, als die von ihnen vielbeschimpften Flüchtlinge! Oder wahrscheinlich jede andere Bevölkerungsgruppe, wobei das Frauenbild innerhalb der AfD schon ziemlich eindeutig ist!

    Und: hätte ich etwas Handfestes gegen ihn in der Hand gehabt, hätte ich ihn auch angezeigt! Und ja, vielleicht habe ich beim allerersten Aufeinandertreffen ganz am Anfang nicht entschieden genug gehandelt, war jedoch zu dem Zeitpunkt selbst nur etwa halb so alt wie sie und wahrscheinlich einfach noch nicht resolut genug.

    Und wenn ich darüber "lache", dass er einen Erdkeller mit Solarthermie heizen will, was genau hat das dann mit etwaigen Opfern von ihm zu tun? Die Masche, mit der er und seine Freundin sich offenbar an junge Mädels "ranmachen" sind übrigens Fotoshootings. Aber mehr als hier in meiner Heimat vor ihm warnen kann ich auch nicht, wenn ich selbst nichts Eindeutiges gegen ihn in der Hand habe und wenn scheinbar noch nicht einmal zwei Anzeigen wegen Vergewaltigung dazu geführt haben, dass er für längere Zeit weggesperrt wird.

  14. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 12:43

    edison.cannon schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------- > Zusätzlich noch unterfüttert mit einschlägigen
    > Gerüchten, die Deine Befürchtung verstärkten.

    Eben nicht. Ist das Absicht, dass du zeitliche Zuordnung und Kontext absichtlich manipulierst? Von den Gerüchten hatte ich wie gesagt erst viele Jahre später erfahren, sogar noch nach dem Aufeinandertreffen im Supermarkt. Stand alles so in meinem Kommentar. Oder glaubst du, dass ich sonst auch nur in die Nähe seiner Wohnung gegangen wäre, geschweige denn eine Einladung angenommen hätte!?

  15. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Emanuele F. 12.08.20 - 12:52

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emanuele F. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und bei meinem Eintreffen schon dabei
    > > waren, eine sichtbar betrunkene, jüngere Frau auszukleiden. Sie machte
    > > einen eher abweisenden Eindruck, ob sie sich tatsächlich gewehrt hat,
    > kann
    > > ich nicht sagen, weil ich gleich geschockt getürmt bin.
    >
    > Und Du hast nichts getan, Du hast die junge Frau ihrem Schicksal
    > überlassen? Das ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern sogar wegen
    > unterlassener Hilfeleistung strafbar!

    Siehe obige Kommentare. Ich konnte das damals nicht richtig einordnen und kannte diese Leute kaum, ausser dass ich einmal zusammen mit ihnen Beach-Volleyball gespielt hatte und ich wusste, dass sie 2 Häuser weiter wohnen. Wahrscheinlich hätte ich trotzdem beherzter agieren sollen und die Frau direkt ansprechen sollen, ob ales in Ordnung ist. Aber ich wollte nur noch raus aus dieser Wohnung. Das Gesamtbild ergab sich für mich erst viel später, als mir aufgefallen ist, dass sie im Internet (damals Lokalisten) intensiv nach jungen Frauen als Fotomodels gesucht haben (ohne brauchbare Fotos im Portfolio zu haben), als dann nochmals ein paar Jahre später die Sache mit dem unterirdischen Bierkeller mir doch ein wenig gruselig vorkam und als nochmal etwa 3 Jahre darauf Gerüchte an mich drangen, er sei bereits 2x wegen Vergewaltigung angezeigt worden. Nicht andersrum! Vielleicht war das bei meinem ersten Aufeinandertreffen (außer einmal Beachvolleyball im Freibad spielen) tatsächlich auch bereits eine Vergewaltigung. Auf die Idee bin ich damals aber (leider) nicht gekommen. Ich dachte nur: "WTF, die laden mich zum Quatschen ein und dann sowas!"...

  16. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 12.08.20 - 12:55

    HierIstMarco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An dieser Stelle muss ich Emanuela etwas in Schutz nehmen. Die Reaktion war
    > sicher gefühlsgeleitet und sie wird sich ebenfalls bereits viele Vorwürfe
    > gemacht haben.
    >
    > Dabei ist Nicht-Helfen ziemlich weit verbreitet, wenn die Situation
    > schwierig oder unangenehm ist kneifen sehr sehr viele.
    >
    > Ein Beispiel aus meinem Leben: In einer deutschen Großstadt am Hauptbahnhof
    > liegt an einer belebten Kreuzung ein Mann auf dem Boden, in seinen eigenen
    > Fäkalien, schwach atmend.
    >
    > Die Fußgängerampel nebendran schaltet immer wieder, die leute halten an,
    > gucken kurz und gehen dann weiter. Sehr sehr viele.
    >
    > Ich habe gedacht, ich muss helfen, war aber zu feige. Zu feige, selbst
    > etwas zu tun, und lange Zeit bin ich um die Stelle herumgeschlichen, weil
    > ich selbst zum Hilfe-holen zu feige war. Überfordert mit der Situation.
    >
    > Bis ich dann zur Bahnhofspolizei gegangen bin. Binnen Minuten wurde der
    > Mann daraufhin gefunden, stabilisiert, und weggebracht.
    >
    > Es lässt sich immer so schön in der Theorie schreiben und denken, dass man
    > besonders moralisch handeln wird, die Situationen selbst zeigen hier
    > besonders einem selbst, dass die Realität eine andere ist.

    Zu helfen, bedeutet ja noch lange nicht sich selbst als starker/r Mann/Frau aufzuspielen. Zu helfen reicht auch schon, so wie du es getan hast, Hilfe zu holen. Seien es Freunde, Familie oder Ordnungskräfte.

    Dem Mädchen dass in Wiesbaden vergewaltigt und verscharrt wurde, hatte bedauerlicherweise trotz Hilferuf keiner ihrer Freunde geholfen. Wer weiß, sie könnte vielleicht heute noch leben.

  17. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: LRM 12.08.20 - 12:59

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HierIstMarco schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > An dieser Stelle muss ich Emanuela etwas in Schutz nehmen. Die Reaktion
    > war
    > > sicher gefühlsgeleitet und sie wird sich ebenfalls bereits viele
    > Vorwürfe
    > > gemacht haben.
    > >
    > > Dabei ist Nicht-Helfen ziemlich weit verbreitet, wenn die Situation
    > > schwierig oder unangenehm ist kneifen sehr sehr viele.
    > >
    > > Ein Beispiel aus meinem Leben: In einer deutschen Großstadt am
    > Hauptbahnhof
    > > liegt an einer belebten Kreuzung ein Mann auf dem Boden, in seinen
    > eigenen
    > > Fäkalien, schwach atmend.
    > >
    > > Die Fußgängerampel nebendran schaltet immer wieder, die leute halten an,
    > > gucken kurz und gehen dann weiter. Sehr sehr viele.
    > >
    > > Ich habe gedacht, ich muss helfen, war aber zu feige. Zu feige, selbst
    > > etwas zu tun, und lange Zeit bin ich um die Stelle herumgeschlichen,
    > weil
    > > ich selbst zum Hilfe-holen zu feige war. Überfordert mit der Situation.
    > >
    > > Bis ich dann zur Bahnhofspolizei gegangen bin. Binnen Minuten wurde der
    > > Mann daraufhin gefunden, stabilisiert, und weggebracht.
    > >
    > > Es lässt sich immer so schön in der Theorie schreiben und denken, dass
    > man
    > > besonders moralisch handeln wird, die Situationen selbst zeigen hier
    > > besonders einem selbst, dass die Realität eine andere ist.
    >
    > Zu helfen, bedeutet ja noch lange nicht sich selbst als starker/r Mann/Frau
    > aufzuspielen. Zu helfen reicht auch schon, so wie du es getan hast, Hilfe
    > zu holen. Seien es Freunde, Familie oder Ordnungskräfte.
    >
    > Dem Mädchen dass in Wiesbaden vergewaltigt und verscharrt wurde, hatte
    > bedauerlicherweise trotz Hilferuf keiner ihrer Freunde geholfen. Wer weiß,
    > sie könnte vielleicht heute noch leben.

    Oftmals heißt es genau das.

    In kleinen Städtchen kennt man sich. Jemanden zu helfen kann auch bedeuten sich gegen andere stellen zu müssen. Und gerade wenn man sich kennt hat man vielleicht sogar Repressalien zu erwarten.

    Als Schwacher Mensch sieht man dann doch lieber weg.

  18. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 12.08.20 - 21:46

    Emanuele F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Für diese Zahl musst du wirklich Belege bringen, dass "(Zehn)tausende"
    > "gut integrierte Menschen" abgeschoben werden. Von den gerade mal 20.000
    > abgeschobenen im Jahr sind 40% ohnehin Straftäter - und wir reden hier
    > nicht über Schwarzfahren. Ach ja, das Begehen von Straftaten hat für mich
    > mit Integration nichts zu tun."
    >
    > Also sind 60% davon (nach anderen Quellen 2/3) unbescholtene Bürger bzw.
    > Geflüchtete.
    >
    > Von 20.000 PRO JAHR?
    > Dann stimmt Zehntausende ja!

    Das jemand nicht Kriminell ist, heißt noch lange nicht dass er auch gut integriert ist!

    > Wird Afghanistan (wider besseren Wissens wohlgemerkt) zum "sicheren
    > Herkunftsland" erklärt,

    Afghanistan stand noch zur Diskussion eines sicheren Herkunftslandes. Zuletzt wurde über Länder wie Tunesien und Marokko entschieden, wie gesagt, Länder in denen viele in den Urlaub fliegen. Und dennoch wurde der Vorschlag vom Bundesrat abgelehnt obwohl mehr als 97% der Asylanträge aus diesen Ländern abgelehnt werden.

    > bist du nicht oder nicht mehr "asylberechtigt".

    Dass das völliger Quatsch ist wurde ja bereits geklärt.

    > Daher hadere ich mit dem Begriff! Es wurden viel zu viele Menschen wieder
    > weggeschickt, womöglich sogar in den sicheren Tod, die wir hier eigentlich
    > bestens brauchen können. Aus ihrem neuen Leben gerissen. Nicht selten ohne
    > Vorwarnung und mitten in der Nacht. Rahmat Khan, meinem ehemaligen
    > Arbeitskollegen (er hatte fast perfekt deutsch gelernt in gerade einmal
    > zwei Jahren) haben sie um 5 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt, ihm das
    > Handy weggenommen und ihm verboten, seinen Anwalt anzurufen. Noch am selben
    > Tag haben sie ihn in den Flieger nach Afghanistan geschickt. 20.000
    > Menschen alleine in meiner Region haben eine Petition unterschrieben, ihn
    > wieder zurückzuholen. Interessiert hat das keine alte Sau. Und so wie
    > Rahmat ging es vielen anderen. Er wollte nicht in Afghanistan bleiben,
    > wollte weiterreisen, er hatte Angst. Zwei seiner Familienangehörigen wurden
    > berejts von der al-Qaida ermordet. Mittlerweile habe ich kein Lebenszeichen
    > mehr von ihm.
    >
    > Ja, Afghanistan ist vielleicht nicht das Abschiebeland Nr. 1, aber es ist
    > schlicht unwahr, dass nur in Länder abgeschoben wird, in denen kein Krieg
    > (mehr) herrscht.
    >
    > de.statista(PUNKT)com/infografik/19150/abschiebungen-nach-afghanistan/
    >
    > Und wir sprechen hier (zumindest in der Mehrheit) NICHT von Straftätern.
    >
    > Und ja, auf der andere Seite zum Teil auch Menschen ins Land gelassen, die
    > es nicht verdient haben oder die eine ernsthafte Gefahr darstellen. Und von
    > denen man es oft vorher hätte wissen können. Die Frage ist nur: wie
    > schwierig und aufwendig ist die Kontrolle in der Realität wirklich, haben
    > wir dafür überhaupt genug Personal? Zu wie viel % kann ausgeschlossen
    > werden, dir Falschen ins Land zu lassen? 95%? 99?

    Das Problem ist, das hatte ich schon mehrfach angesprochen, dass Merkel die Einladung ausgesprochen hat und somit die Massenbewegung erst ausgelöst hat. Die Flüchtlinge kamen übrigens in den meisten Fällen nicht aus ihren Herkunftsländern sondern bereits aus sicheren Drittstaaten. Nach Budapest hätte man klar machen müssen, dass das es eine einmalige humanitäre Ausnahmesitution war. Hätte Orban keinen Zaun gebaut hätten wir heute 10 Mio. Flüchtlinge und völliges Chaos im Land. Und Merkels Despoten-Deal war kein Deut besser, eher noch schlimmer. Die Grenzen hätte man kontrollieren können, die Pläne lagen laut Roman auf dem Tisch. Es hate nur das "go" gefehlt. Aber Merkel fürchtete sich um schlechte Bilder und ihren Ruf.

    Mit den Milliarden die wir hier für gerade mal 1,6 Mio. Flüchtlinge ausgegeben, hätte man vor Ort das Vielfache an Flüchtlingen versorgen können und zu einem Wiederaufbau der Länder beigetragen können. Und es wäre auch den Menschen geholfen gewesen, die die lange Reise nicht auf sich nehmen konnten, weil sie krank oder alt sind oder es sich schlicht einfach nicht leisten können. Man hätte Tausende vor dem gefährlichen Weg übers Mittelmeer und in LKWS bewahrt.

    Träume weiter davon, dass wir mit den Teddybären werfen und dem Aufnahmen der jungen und starken Männer eine humanitäre Leistung geglückt ist, während die Frauen, Kinder, Armen und Kranken - sprich die wirklich Schutzbedürftigen nun unter noch schlimmeren Bedingungen in elenden Lagern vegetieren müssen. Das ist alles andere als humanitär!

  19. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: smonkey 15.08.20 - 11:55

    Selbst De Maziere, der damaligen Innenminister und neben Merkel maßgeblich mitverantwortlich für das Desaster, sprach die Woche bei Maischbergee von einem "Kontrollverlust". Auch sprach er von Problemen bei den Abschiebungen, auch von Strafttätern, und sprach von einem großen Anteil an Straftätern.

    Ist er jetzt auch Rassist? Oder können wir uns endlich mal etwas differenzierter über das Thema unterhalten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.20 11:56 durch smonkey.

  20. Re: "Rechtsextrem"

    Autor: Lanski 20.08.20 - 09:52

    Flobee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomate.salat.inc schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Flobee schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wikipedia und die Meinung eines "Forschers" ohne akademischen Titel.
    > Das
    > > > sind keine Quellen, nur Meinungen. Bitte nächster Versuch.
    > >
    > > 1. Warum braucht es einen akademischen Titel um jemanden etwas zu
    > glauben?
    > >
    > > 2. Setz dich erstmal mit dem genannten auseinander. Der
    > Wikipedia-Artikel
    > > stützt seine Aussagen auf 503 weitere Quellen.
    >
    > Oa, 503. Na die können sich ja nicht irren. Lol.

    Spaß daran Zeit anderer zu verschwenden? Irgendwie ist es typisch, alles zu diskreditieren was einem eventuell das Weltbild beschädigen könnte.
    Wenn du es offensichtlich nicht wissen willst, dann halt dich doch einfach raus. :P



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.08.20 10:05 durch Lanski.

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