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Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

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  1. Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: NeoChronos 08.09.20 - 08:51

    Oder wie ist der letzte Absatz zu verstehen?

  2. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: John2k 08.09.20 - 09:01

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder wie ist der letzte Absatz zu verstehen?

    Ja, sie verbrauchen Strom, aber die Verluste entfallen, da es Supraleiter sind. Offenbar wird mehr eingespart, als benötigt.

    Und als positiven Effekt kann mehr Energie übertragen werden.

  3. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Conqi 08.09.20 - 09:04

    Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung kommt bisher nur bei einigen sehr großen Leitungen, insbesondere unter Wasser, zum Einsatz. Dort scheint das Supraleiter-Kabel rein vom Verlust her tatsächlich nicht mithalten zu können.
    Gegenüber den meisten konventionellen Leitungen (ab einer gewissen Größe) ist diese Lösung aber überlegen.

  4. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: NeoChronos 08.09.20 - 09:08

    also ich verstehe es so, dass der Supraleiter 25kW pro Kilometer braucht, die HGÜ's aber nur 15 bis 20 kW pro Kilometer.

    Ich sehe den Vorteil noch nicht?

  5. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Captain 08.09.20 - 09:10

    Conqi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung kommt bisher nur bei einigen sehr
    > großen Leitungen, insbesondere unter Wasser, zum Einsatz. Dort scheint das
    > Supraleiter-Kabel rein vom Verlust her tatsächlich nicht mithalten zu
    > können.
    > Gegenüber den meisten konventionellen Leitungen (ab einer gewissen Größe)
    > ist diese Lösung aber überlegen.

    Ob nun Gleich- oder Wechselstrom, du hast massive Verluste durch den Widerstand der Kupferleitung, da würde sich selbst der Einsatz bei Seekabeln rentieren...

  6. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Conqi 08.09.20 - 09:13

    Offensichtlich würde es sich (noch) nicht lohnen. Genau das steht ja im Artikel.
    > Meist wird man sich bei der Fernübertragung für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung
    > (HGÜ) entscheiden. Deren Verluste liegen bei Kupferkabeln verglichen mit der Supraleitung pro
    > Kilometer um fünf bis zehn Kilowatt niedriger.

  7. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Sharra 08.09.20 - 09:14

    Bei einer Verbindung Europa-USA vielleicht, ansonsten... eher nicht.
    Und so eine Verbindung will niemand.

  8. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Captain 08.09.20 - 09:16

    Du steckst in die 12 km grob gerechnet 2,6 Mio KWh an Kühlung rein, hast aber trotzdem eine Ersparnis von 8 Mio KWh-...

  9. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: schnedan 08.09.20 - 09:17

    HGÜ ist halt einfach noch aufwendiger, benötigt mehr Platz etc... z.B. nicht geeignet um in einem Windrad mal eben intern zu verkabeln... oder ein Industriegebiet an ein Umspannwerk an zu schließen oder 50 Schnellladesäulen an der Raststädte zu verbinden.

    Diese Technik könnte das aber ggf. bieten.

  10. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Hoh6Xo 08.09.20 - 09:19

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder wie ist der letzte Absatz zu verstehen?

    Der letzte Absatz vergleicht - anders als der Rest des Artikels - die neuen Hochtemperatur-Supraleiter (HTSL) mit der Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ). Wenn man viel Platz zur Verfügung hat (für die Erdkabel oder unter dem Meer) und große Leistung über große Strecken übertragen will ist HGÜ das Verfahren der Wahl und ist dann HGÜ mit Kupferkabeln etwas effizienter als HTSL.

    Der Artikel vergleicht hauptsächlich aber HTSL mit der Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung (DHÜ). Davon gibt es Mittelspannungsnetze (10-30kV), Übertragungsnetze (110kV) und Transportnetze (230-765kV). Und für die ersten beiden genannten Netze wäre HTSL laut dem Artikel eine sehr effiziente Alternative. Die Verluste bei DHÜ sind eben deutlich größer als bei HGÜ.

    Was ich mich aber frage: Abgesehen von der energetischen Bilanz bei der Übertragung: Wie sieht es mit der Total Cost of Ownership (TCO) aus? Speziell: wie zuverlässig ist die neue Technik, wenn durch ein dünnes Kabel andauern Stickstoff fließen muss. Wie viel bricht die Leistung ein, wenn es ein Leck gäbe. Braucht der Netzanbieter zusätzliche Manpower zur Wartung, etc.

  11. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: NeoChronos 08.09.20 - 09:20

    Also ist das Kabel eher für kürzere Strecken interessant?

  12. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Kupferfanatiker 08.09.20 - 09:22

    Abwärme ist immer Scheiße und begrenzt die Stromtragfähigkeit bei allen Leitungstypen.
    Wenn man weniger Abwärme hat kann man bei gleichem Platz mehr Strom übertragen und
    das ist eigentlich immer geil.

    Selbst bei Freilandleitung ist das so und die stören dann auch noch die ganzen Aluhutträger.

    d.h. Supraleitung ist dann geil wenn man viel Strom auf geringem Platz unterbringen will. z.b. in der Stadt oder in Bayer wo man nicht in die Luft kann.

  13. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Kupferfanatiker 08.09.20 - 09:24

    Unter Wasser hat man aber ganz sicher eine andere Kühlung als als frei an der Luft oder
    irgendwo in der Erden.

    Das kann man nicht vergleichen.

  14. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: M.P. 08.09.20 - 09:25

    > HGÜ ist halt einfach noch aufwendiger, benötigt mehr Platz etc...

    den flüssigen Stickstoff für die Kühling des Supraleiters bringt das Christkind regelmäßig vorbei?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.20 09:26 durch M.P..

  15. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Kupferfanatiker 08.09.20 - 09:28

    Qualitätsprobleme an der Leitung tritt man an der Hersteller der Leitung ab.
    Und ein Leck wäre ein Qualitätsproblem. Das hat keinen Einfluss auf die TCO

  16. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: GangnamStyle 08.09.20 - 09:34

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also ich verstehe es so, dass der Supraleiter 25kW pro Kilometer braucht,
    > die HGÜ's aber nur 15 bis 20 kW pro Kilometer.
    >
    > Ich sehe den Vorteil noch nicht?

    Der Vorteil liegt darin, dass in besonder dicht besiedelten Gebieten keine HGÜs verlegt werden können. Da kommt die im Artikel erwähnte Lösung in Betracht, weil die Lösung wenig Raum beansprucht und die vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann.

  17. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Conqi 08.09.20 - 09:43

    Ob das nun der Hersteller direkt in sein Angebot einpreist oder es hinterher oben drauf kommt, ändert am Ende auch nicht viel.

  18. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: Allandor 08.09.20 - 09:51

    GangnamStyle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeoChronos schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > also ich verstehe es so, dass der Supraleiter 25kW pro Kilometer
    > braucht,
    > > die HGÜ's aber nur 15 bis 20 kW pro Kilometer.
    > >
    > > Ich sehe den Vorteil noch nicht?
    >
    > Der Vorteil liegt darin, dass in besonder dicht besiedelten Gebieten keine
    > HGÜs verlegt werden können. Da kommt die im Artikel erwähnte Lösung in
    > Betracht, weil die Lösung wenig Raum beansprucht und die vorhandene
    > Infrastruktur genutzt werden kann.

    Und fällt die Kühlung aus ....

    besonders weil bei so etwas essentiellen wie Strom sollte es immer einen Backup-Plan geben. Sprich, wenn die Kühlung ausfällt müssen die Kabel es trotzdem aushalten die Benötigte Energie zu transportieren. Muss also ausreichend Dimensioniert und Hitzebeständig sein und darf nicht reißen, wenn es doch mal heißer wird und dann wieder abkühlt.

    Fragt sich wo da der Mittelweg ist, zwischen gesparter Energie und nötiger Energie.
    Auch hier gilt, je komplizierter desto Aufwändiger ist es am Ende.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.20 09:54 durch Allandor.

  19. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: fanreisender 08.09.20 - 10:01

    Der Artikel ist leider sehr unsauber recherchiert. Nicht nur was das etwas zu laute Hochjubeln der Firma betrifft.
    Die aktuell eingesetzten HTS arbeiten eben leider nicht beim Siedepunkt flüssigen Stickstoffs. Dann wäre die Welt relativ einfach. Flüssiger Stickstoff ist weitestgehend Abfallprodukt der Herstellung von Flüssigsauerstoff. Deshalb liegt der Großhandelspreis von flüssigem Stickstoff etwa bei 10 Cent pro Liter Flüssigstickstoff. Einfach in eine dicke "Thermoskanne" neben dem Kabel füllen und gut.

    Das wäre schön.

    Tatsächlich muss man bei etwa 70K (so um die 5 bis 10K unterhalb der Siedetemperatur des Flüssigstickstoffs arbeiten). Das läuft über Verdampfungskühlung und ist so weit kein Geheimnis. leider aber eben etwas aufwendig und auch störanfällig. Die aktive Kühlung des Stickstoffs draf ja nicht ausfallen.

  20. Re: Also eigentlich brauchen die Kabel mehr Strom als vorher?

    Autor: schnedan 08.09.20 - 10:02

    liest sich so... d.h. ja nicht das es nicht auch für etliche KM taugt: HGÜ macht wohl erst so ab 100km aufwärts Sinn. Zumindest so kenn ich es.

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