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Probleme ohne Katastrophe

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  1. Probleme ohne Katastrophe

    Autor: RacingPhil 22.07.21 - 09:27

    Die Ahrregion in der Eifel ist deutschlandweit ja nicht sehr bekannt...
    Ich habe lange Zeit in der Nähe gewohnt und es gibt dort auch ohne Katastrophenfall Kommunikationsprobleme. Dort trifft das eh schon schlechte deutsche Mobilfunktnetz auf eine ungünstige Topografie und schwach besiedeltes Gebiet. Damit gibt es viele Orte wo, je nach Provider, kein oder nur schlechtes Netz hinkommt. Für Großveranstaltungen am Nürburgring werden immer wieder mobile Behelfsmasten aufgestellt um die Netzabdeckung zu verbessern und zuverlässiger zu machen. Bei Rennveranstaltungen an der Nordschleife ist es immer noch nicht möglich (ohne Heli) die gesamte Runde mit Kameras zu begleiten weil es keine Kommunikationsmöglichkeiten gibt.
    Wie es Flächendeckend um DSL etc. bestellt ist weiß ich nicht sicher, aber ich kenne dort einige Leute die nur eine 1000kBit Leitung haben.

  2. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: mainframe 22.07.21 - 10:15

    Naja, wenn man wollte, könnte man da schon die Probleme angehen. Aber wahrscheinlich will es einfach keiner bezahlen.

  3. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Aldaron 22.07.21 - 10:30

    Ich wohne etwas weiter nördlich, in der Nähe von Erftstadt und kenne aber die Netz-Abdeckung in der Eifel in "normalen" Zeiten nur zu gut.
    An der Steinbachtalsperre z.B. war zumindest bei mir immer komplett kein Netz und auch an anderen Orten in der Eifel.
    Ich weiß, die Menschen hier in der Region haben jetzt ganz andere Sorgen aber ich hoffe, dass der Wiederaufbau der Infrastruktur dann auch insgesamt zu einer Verbesserung führt, was Handy-Netz, Internet etc. angeht (und nicht "nur" einfach der Vor-Katastrophen-Stand wieder hergestellt wird).
    Allerdings wird das dann auch bei einem neuen Stromausfall wieder nichts nützen (wie im Artikel beschrieben), auch wenn überall in der Eifel 5G und Gigabit vorhanden sein sollte, wovon ich aber nicht ausgehen.

  4. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: katze_sonne 22.07.21 - 11:11

    Wow, das klingt mies. Aber in dem Fall also teilweise mal wieder seit Jahren verschleppte Probleme, die einem irgendwann auf die Füße fallen. Kein Cell Broadcast, kaum Sirenen, oder unzureichende Lüftung in Schulklassenräumen. Und noch viele andere Dinge, die einem im Falle der Corona-Krise auf die Füße gefallen sind. Hier ist es doch genau dasselbe. Von Helfern vor Ort liest man auch von Zuständigkeitswirrwar, keiner hat das Zepter in der Hand und koordiniert von oben usw. - klar, im Katastrophenfall macht Föderalismus Sinn, aber nur, wenn die Zuständigkeiten zwischen den Organisationen (THW, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Rotes Kreuz, Katastrophenschutz, ...) geklärt sind und von irgendwem sinnvoll koordiniert werden.

  5. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: katze_sonne 22.07.21 - 11:14

    Aldaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wohne etwas weiter nördlich, in der Nähe von Erftstadt und kenne aber
    > die Netz-Abdeckung in der Eifel in "normalen" Zeiten nur zu gut.
    > An der Steinbachtalsperre z.B. war zumindest bei mir immer komplett kein
    > Netz und auch an anderen Orten in der Eifel.

    Erinnert mich an den Harz. Da hat man vielerorts auch kein Netz, ich bin jedes Mal erschrocken. In Österreich in den Bergen gibt es natürlich auch Orte ohne Empfang, aber lange nicht in dem Ausmaß. Nicht mal am Brocken, dem Touri-Hotspot schlechthin. An der dortigen Okertalsperre auch eher so semi. Immer wieder erschreckend. Natürlich muss da nur ein einziger Funkturm weggespült werden und zack ist nicht mal mehr in den wenigen Empfangsregionen noch Netz vorhanden.

  6. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Mandri 22.07.21 - 12:00

    Meiner Ansicht nach muss ein guter Teil der Leute dort weg. Sie haben sich in einem Gebiet angesiedelt, was nicht mehr sicher - und in Anbetracht der Veränderung des Klimas - auch nicht mehr sicher zu machen ist.

    Wird an Ort und Stelle wieder aufgebaut, ist die nächste "Katastrophe" programmiert.

  7. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Tom29 22.07.21 - 12:19

    Mandri schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Ansicht nach muss ein guter Teil der Leute dort weg. Sie haben sich
    > in einem Gebiet angesiedelt, was nicht mehr sicher - und in Anbetracht der
    > Veränderung des Klimas - auch nicht mehr sicher zu machen ist.
    >
    > Wird an Ort und Stelle wieder aufgebaut, ist die nächste "Katastrophe"
    > programmiert.

    Sehe ich auch so. Der Mensch war schon immer Nomade. Wenn es von den Bedingungen schlecht geworden ist, ist man weitergezogen. So wie es im Rest der Welt auch der Fall ist. Es gibt ja schon heute Klimaflüchtlinge und es werden mehr.
    Ich sehe auch nicht ein, dass für die Sturheit der Menschen dort unnötig Steuergelder verballert werden.

  8. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: RacingPhil 22.07.21 - 13:21

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, das klingt mies. Aber in dem Fall also teilweise mal wieder seit
    > Jahren verschleppte Probleme, die einem irgendwann auf die Füße fallen.
    > Kein Cell Broadcast, kaum Sirenen, oder unzureichende Lüftung in
    > Schulklassenräumen. Und noch viele andere Dinge, die einem im Falle der
    > Corona-Krise auf die Füße gefallen sind. Hier ist es doch genau dasselbe.
    > Von Helfern vor Ort liest man auch von Zuständigkeitswirrwar, keiner hat
    > das Zepter in der Hand und koordiniert von oben usw. - klar, im
    > Katastrophenfall macht Föderalismus Sinn, aber nur, wenn die
    > Zuständigkeiten zwischen den Organisationen (THW, Feuerwehr, Polizei,
    > Bundeswehr, Rotes Kreuz, Katastrophenschutz, ...) geklärt sind und von
    > irgendwem sinnvoll koordiniert werden.

    Die Zuständigkeit vor Ort ist eigentlich ganz gut geklärt. "Chaos" gibt es eigentlich nur wegen Menschen die von außerhalb ins Krisengebiet fahren. Das ist mittlerweile mit Shuttlebussen von größeren Knotenpunkten ganz gut gelöst und die Polizei schafft es so auch einigermaßen wieder Schaulustige von freiwilligen Helfern zu trennen.
    Man muss sich aber natürlich auch die Frage stellen welche Art von Koordination man in solcher Situation von öffentlicher Seite erwarten kann wenn ein halber Landkreis weggespült wurde, da muss man halt manchmal selbst aktiv werden und Entscheidungen treffen

  9. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: RacingPhil 22.07.21 - 13:33

    Tom29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich auch so. Der Mensch war schon immer Nomade. Wenn es von den
    > Bedingungen schlecht geworden ist, ist man weitergezogen. So wie es im Rest
    > der Welt auch der Fall ist. Es gibt ja schon heute Klimaflüchtlinge und es
    > werden mehr.
    > Ich sehe auch nicht ein, dass für die Sturheit der Menschen dort unnötig
    > Steuergelder verballert werden.

    Naaaaja... Mal davon abgesehen dass man durchaus abwägen muss ob man einen gesamten Ort (vermutlich über 5-10 Jahre) wieder aufbaut, ist das eine sehr realitätsfremde Ansicht. Wir leben halt nicht mehr in der Steinzeit wo 'der Mensch' seinen Speer und Pelz genommen hat und weitergezogen ist. Die Zusammenhänge sind doch ein klein wenig komplexer geworden ;)
    Ich weiß ja nicht wie gerne du umgesiedelt werden möchtest... und wohin, in welche wohnsituation, wer wird dein Nachbar, wie groß ist der Garten, womit verdienst du dann dein Geld... (Die Eifel verdient ihr Geld quasi mit Landwirtschaft, Tourismus und dem Nürburgring, alles nur bedingt transportfähig) mir würden tausende Fragen einfallen. Und wie willst du einem 60 Jährigen erklären dass er nochmal von vorne anfangen soll...

  10. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: BeatYa 22.07.21 - 13:55

    RacingPhil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tom29 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sehe ich auch so. Der Mensch war schon immer Nomade. Wenn es von den
    > > Bedingungen schlecht geworden ist, ist man weitergezogen. So wie es im
    > Rest
    > > der Welt auch der Fall ist. Es gibt ja schon heute Klimaflüchtlinge und
    > es
    > > werden mehr.
    > > Ich sehe auch nicht ein, dass für die Sturheit der Menschen dort unnötig
    > > Steuergelder verballert werden.
    >
    > Naaaaja... Mal davon abgesehen dass man durchaus abwägen muss ob man einen
    > gesamten Ort (vermutlich über 5-10 Jahre) wieder aufbaut, ist das eine sehr
    > realitätsfremde Ansicht. Wir leben halt nicht mehr in der Steinzeit wo 'der
    > Mensch' seinen Speer und Pelz genommen hat und weitergezogen ist. Die
    > Zusammenhänge sind doch ein klein wenig komplexer geworden ;)
    > Ich weiß ja nicht wie gerne du umgesiedelt werden möchtest... und wohin, in
    > welche wohnsituation, wer wird dein Nachbar, wie groß ist der Garten, womit
    > verdienst du dann dein Geld... (Die Eifel verdient ihr Geld quasi mit
    > Landwirtschaft, Tourismus und dem Nürburgring, alles nur bedingt
    > transportfähig) mir würden tausende Fragen einfallen. Und wie willst du
    > einem 60 Jährigen erklären dass er nochmal von vorne anfangen soll...

    In Braunkohleabbaugebieten ist der beschriebene Vorgang offensichtlich machbar. Warum nicht auch in den betroffenen Gebieten?

  11. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: mxcd 22.07.21 - 14:19

    Wenn du da aufgewachsen bist und da ein Grundstück hast am Bach, wirst du das sicher anders sehen.
    Unter der Prämisse müsste man auch Köln und Trier aufgeben.

  12. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Mandri 22.07.21 - 14:21

    Das stimmt nicht ganz.
    Wenn überhaupt, betrifft es nur einige, wenige Bereiche der Städte. Passau zeigt, dass man solche Situationen handhaben kann.

  13. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Mandri 22.07.21 - 14:22

    Wenn er vorhat 70 zu werden, wird er kaum drumherum kommen.

  14. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: katze_sonne 22.07.21 - 14:26

    RacingPhil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > katze_sonne schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wow, das klingt mies. Aber in dem Fall also teilweise mal wieder seit
    > > Jahren verschleppte Probleme, die einem irgendwann auf die Füße fallen.
    > > Kein Cell Broadcast, kaum Sirenen, oder unzureichende Lüftung in
    > > Schulklassenräumen. Und noch viele andere Dinge, die einem im Falle der
    > > Corona-Krise auf die Füße gefallen sind. Hier ist es doch genau
    > dasselbe.
    > > Von Helfern vor Ort liest man auch von Zuständigkeitswirrwar, keiner hat
    > > das Zepter in der Hand und koordiniert von oben usw. - klar, im
    > > Katastrophenfall macht Föderalismus Sinn, aber nur, wenn die
    > > Zuständigkeiten zwischen den Organisationen (THW, Feuerwehr, Polizei,
    > > Bundeswehr, Rotes Kreuz, Katastrophenschutz, ...) geklärt sind und von
    > > irgendwem sinnvoll koordiniert werden.
    >
    > Die Zuständigkeit vor Ort ist eigentlich ganz gut geklärt.

    Hab mich hierauf bezogen: https://www.n-tv.de/panorama/In-Altenahr-riecht-es-nach-Tod-article22696322.html

    Vor allem folgende Aussage:

    > Der Einsatz wirkt chaotisch. Es sind zu viele Köpfe, die das Sagen haben oder haben wollen. Es ist unklar, wer gerade wofür zuständig ist. Die Bundeswehr? Die Landes- oder die Bundespolizei? Der Katastrophenschutz? Die Feuerwehr? Das Rote Kreuz? Das THW? Es gibt keine übergeordnete Stelle, die koordinierend wirkt.

    Ähnlich hab ich das auch anderswo schon gelesen. Aber gut, ich bin weit weg und habe keinen Einblick in die Lage vor Ort.

    > Man muss sich aber natürlich auch die Frage stellen welche Art von
    > Koordination man in solcher Situation von öffentlicher Seite erwarten kann
    > wenn ein halber Landkreis weggespült wurde, da muss man halt manchmal
    > selbst aktiv werden und Entscheidungen treffen

    Und genau hier sollte der Föderalismus gerade im Katastrophenschutz sinnvolle vordefinierte Abläufe haben. Bei kleineren Katastrophen braucht es keinen Bund, der involviert ist. Bei riesigen Katastrophen im ganzen Bundesgebiet ist womöglich erstmal jeder auf sich selbst gestellt, wenn eine "Koordinierung von oben" nicht mehr möglich ist (Kommunikation ausgefallen usw.) - da macht es Sinn, dann die Hauptaufgaben des Katastrophenschutzes eher auf Landesebene liegen.

    Aber wenn ein Landkreis weggespült wird, muss halt die nächsthöhere Ebene übernehmen, die "noch steht".

  15. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: chefin 22.07.21 - 15:05

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wow, das klingt mies. Aber in dem Fall also teilweise mal wieder seit
    > Jahren verschleppte Probleme, die einem irgendwann auf die Füße fallen.
    > Kein Cell Broadcast, kaum Sirenen, oder unzureichende Lüftung in
    > Schulklassenräumen. Und noch viele andere Dinge, die einem im Falle der
    > Corona-Krise auf die Füße gefallen sind. Hier ist es doch genau dasselbe.
    > Von Helfern vor Ort liest man auch von Zuständigkeitswirrwar, keiner hat
    > das Zepter in der Hand und koordiniert von oben usw. - klar, im
    > Katastrophenfall macht Föderalismus Sinn, aber nur, wenn die
    > Zuständigkeiten zwischen den Organisationen (THW, Feuerwehr, Polizei,
    > Bundeswehr, Rotes Kreuz, Katastrophenschutz, ...) geklärt sind und von
    > irgendwem sinnvoll koordiniert werden.

    Ja, und angefangen hat das ganze als man ein Hochwasserüberschwemmungsgebiet als Bauland ausgewiesen hat. Mutter Natur hat da nun mal ein klares Veto gesetzt: man baut nicht in Flussauen. Solche Regenfälle sind seit hundert Jahren immer wieder bekannt. Mal hier mal da, USA kennt das haufenweise schon immer. Nun ist es halt mal bei uns, aber nicht erst seit heute oder gestern. Wir hatten auch nach dem Krieg schon genug solcher Fluten. Allerdings waren wir damals weniger Menschen, haben eher in Hochhäusern und Wohnblocks gelebt. Inzwischen ist die Zahl an Menschen in Deutschland gestiegen, nicht sehr viel, von 50 auf 62 Millionen(in der alten BRD ohne die östlichen Gebiete), aber die Zahl der Häuser hat um 50% zugenommen. Weil viele lieber bauen und Eigenheim haben wollen, statt im Dutzend im Wohnblock. Irgendwoher muss das Bauland ja kommen. Also werden eben Flussgebiete bebaut, Dämme gebaut um das Frühjahrshochwasser wegzuhalten, aber für Peaks sind diese Dämme nicht ausgelegt.

    Und all diese Katastrophen sind lange vor Erfindung des Handys schon gewesen. Wir sind aber nun bereits so degeneriert, das wir ohne Handy nicht mehr wissen wie man die Haustüre öffnet und sich in Sicherheit bringt. Wir sollten anfangen, die Natur wieder als das zu sehen was sie ist: eine unbesiegbare Gewalt, der es egal ist, ob wir existieren oder nicht. Vieleicht ist schon ein Brocken mit 200km auf dem Weg zur Erde, braucht nur noch 100 Jahre um uns auszulöschen. Wenn die Natur das will, passiert es. Vieleicht haben wir mit unserem CO2 dazu beigetragen. Aber dieses CO2 war mal früher in der Atmosphäre bevor es durch Pflanzen aufgezehrt wurde und zu Öl und Kohle umgewandelt. Damals waren also ebenfalls gewaltige Überschwemmungen. Haben Spezies ausgelöscht oder zumindest stark dezimiert. Die Natur ist nicht gut oder böse, sie ist einfach da und wir sind bedeutungslos.

    Also statt nun auf unsere Technik zu schwören sollten wir eher mal nachdenken wie wir der Natur ausweichen. Statt sie mit dem Handy zu verscheuchen.

  16. Re: Probleme ohne Katastrophe

    Autor: Kakiss 22.07.21 - 17:33

    RacingPhil schrieb:
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    > Tom29 schrieb:
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    > > Sehe ich auch so. Der Mensch war schon immer Nomade. Wenn es von den
    > > Bedingungen schlecht geworden ist, ist man weitergezogen. So wie es im
    > Rest
    > > der Welt auch der Fall ist. Es gibt ja schon heute Klimaflüchtlinge und
    > es
    > > werden mehr.
    > > Ich sehe auch nicht ein, dass für die Sturheit der Menschen dort unnötig
    > > Steuergelder verballert werden.
    >
    > Naaaaja... Mal davon abgesehen dass man durchaus abwägen muss ob man einen
    > gesamten Ort (vermutlich über 5-10 Jahre) wieder aufbaut, ist das eine sehr
    > realitätsfremde Ansicht. Wir leben halt nicht mehr in der Steinzeit wo 'der
    > Mensch' seinen Speer und Pelz genommen hat und weitergezogen ist. Die
    > Zusammenhänge sind doch ein klein wenig komplexer geworden ;)
    > Ich weiß ja nicht wie gerne du umgesiedelt werden möchtest... und wohin, in
    > welche wohnsituation, wer wird dein Nachbar, wie groß ist der Garten, womit
    > verdienst du dann dein Geld... (Die Eifel verdient ihr Geld quasi mit
    > Landwirtschaft, Tourismus und dem Nürburgring, alles nur bedingt
    > transportfähig) mir würden tausende Fragen einfallen. Und wie willst du
    > einem 60 Jährigen erklären dass er nochmal von vorne anfangen soll...


    Der Mensch war schon immer anpassbar muss es heißen, Nomadentum ist nur eine Anpassung an Gegebenheiten.

    Die Siedlung an Risikoreiche Gebiete hat halt auch immer diverse Vorzüge.
    An Flussgegenden hat es den Fluss als natürliche "Straße", Fisch und kostenlose Energie, sei es als Mühle oder Generator.
    Ich mein, wir siedeln selbst an Vulkanen, weil die Erde sehr fruchtbar ist...

    Unsere Siedlungen an Flüssen haben wir aber in den letzten Jahren stark stupid betrieben, die Begradigung ist ein Fehler.
    Bei so extremen Fluten wie nun kann man an mancher Orts tatsächlich nicht machen, der ein oder andere wäre aber durch natürlichere "Abflüsse" und bessere Dämme verschont geblieben.

    Geiz und Naivität war halt im Spiel.

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