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Gegenposition?

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  1. Gegenposition?

    Autor: dakira 20.09.15 - 14:19

    Kriegen wir hier nur die Pressemitteilung des Börsenvereins, oder auch eine Analyse dazu?

    Ich will nicht sagen, dass sie nicht Recht haben. Vielleicht wehren sie sich aber auch nur gegen modernere und vielleicht einträglichere Geschäftsmodelle.

    Die GEMA will bis heute von Youtube Geld / View. Google verdient aber nicht pro View sondern durch Werbung. In anderen Ländern kann man schon sehr gut auf Youtube Geld verdienen kann, in dem der eigene Conent identifiziert wird und man an den Werbeeinnahmen beteiligt wird. Ist man in Deutschland GEMA-Mitglied, hat man die Möglichkeit nicht.

    Die GEMA argumentiert auch, dass hier Inhalte deutscher Künstler existenzbedrohend verramscht werden.

    Von daher würde mich hier die andere Seite auch mal interessieren.

  2. Re: Gegenposition?

    Autor: Spiritogre 20.09.15 - 14:30

    Die deutschen Verlage und Verwertungsgesellschaften sind gut darin andere anzuklagen und versuchen Geld abzugreifen, wo es nur geht. Das ist halt einfacher und bequemer als selbst Angebote zu schaffen, womöglich noch faire die sich am Markt orientieren und konkurrenzfähig sein müssen. GEMA, Verlage und Buchhandel sind gut darin ihre Sonderstellungen gegen einen freien Markt zu verteidigen, man denke nur an die Buchpreisbindung. In allen anderen Wirtschaftsbereichen wäre das eine illegale Kartellbildung, bei Büchern ist es Gesetz, um die Preise von Büchern abnorm hoch zu halten.

  3. Re: Gegenposition?

    Autor: Nasreddin 20.09.15 - 18:39

    Zum Thema Buchpreisbindung:
    Man schaue in die Schweiz, in der sie abgeschafft wurde: Man wünscht sie sich zurück.

    Bei Büchern ist das halt so eine Sache. Man bekommt ja keine Sachhe sondern was zählt ist der Inhalt. Und nicht alle Bücher haben eine Millionenauflage. Damit man also einigermaßen kalkulieren kann, lässt sich der Preis festsetzen. Ein Preiskampf wäre für das "Wissen" verheerend. Und 3000¤ Bücher kann auch keiner wollen.

    Apple z.B. kann mit seiner Marktmacht für seine Geräte auch eine art Preisbindung festsetzen. Da regt sich keiner drüber auf.

    Die Buchpreisbindung halte ich für eine sinnvolle Sache. (Heißt aber nicht, dass ich alles was die Verlage machen gut finde.)

  4. Re: Gegenposition?

    Autor: Blackburn 20.09.15 - 19:06

    Nasreddin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Büchern ist das halt so eine Sache. Man bekommt ja keine Sachhe sondern
    > was zählt ist der Inhalt. Und nicht alle Bücher haben eine
    > Millionenauflage. Damit man also einigermaßen kalkulieren kann, lässt sich
    > der Preis festsetzen. Ein Preiskampf wäre für das "Wissen" verheerend. Und
    > 3000¤ Bücher kann auch keiner wollen.

    Die Buchpreisbindung ist nicht dafür da, unrentable Bücher rentabel zu machen. Die Buchpreisbindung besagt einfach nur, dass ein Buch überall gleich viel kosten muss. Egal ob im kleinen Buchladen um die Ecke oder bei Amazon. Damit gibt es praktisch keinen Preiskampf zwischen den Buchhändlern. Kleine Händler, die sich keine Dumpingpreise leisten können, werden auf diese Art geschützt.

    Den Büchern selbst hilft das überhaupt nicht. Für Bücher die wegen zu geringer Absatzerwartung gar nicht erst gedruckt werden, oder Bücher die extrem teuer sind weil die wenigen Käufer einen übermäßig hohen Anteil an den Druckkosten wieder einspielen müssen, profitieren von der Buchpreisbindung keinen Millimeter.

    Es ist ein großes Missverständnis, dass die Buchpreisbindung den Büchern helfen würde. Sie hilft BuchHÄNDLERN und sonst niemandem. In Zeiten ohne Internet, eBooks und Versandhändlern hat das indirekt auch der Verbreitung von Büchern geholfen, weil Buchhandlungen am Leben erhalten wurden.
    Heutzutage ist es nur noch Anachronismus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.15 19:15 durch Blackburn.

  5. Re: Gegenposition?

    Autor: Sharra 21.09.15 - 00:13

    Buchpreisbindung ist für das Buch quatsch.
    Die Bindung ist für die Händler gut, das wars auch schon.
    Für den Autor bringt es gar nichts.
    Wenn sein Buch scheiße ist, und nicht in den Top-Listen auftaucht, verkauft es sich auch nicht. Umso weniger, wenn das Ding dann zwangsweise 10¤ im Laden kostet. Die Händler bleiben dann auf der Ware sitzen. Für 5¤ hätten es vielleicht ein paar Leute einfach mitgenommen.

    Und die Buchpreisbindung auf E-Books ist der größte Müll, den sie sich haben einfallen lassen. Sie könnten Millionen verkaufen, wenn die Dinger 3-4¤ das Stück kosten würden. Aber wenn man die Wahl hat, zwischen einem E-Book für 24¤ und dem gleichen Buch auf Papier, kauft man sich, wenn überhaupt, das Papierbuch. Das DARF man wenigstens weiterverkaufen.

  6. Re: Gegenposition?

    Autor: Doedelf 21.09.15 - 10:51

    Zumal nicht vergessen werden darf das die Eigenvermarktung der Autoren und damit auch das Angebot an "Stoff" massiv zugenommen hat.

    Wenn nunmal jeder ohne Probleme sein zeug selbst verlegen kann - ala 1-2-3 "meins" dann gibt es nunmal viel mehr aber die Kaufkraft steigt deshalb ja nicht.

    D.h. das die Verleger weniger abbekommen liegt auch daran das der Kuchen kleiner wird.

    Erinnert immer an das Geheule der Musikindustrie, während gleichzeitig noch der Klingelton über Jamba verhökert wird "wahhh die leute kaufen weniger"...

  7. Re: Gegenposition?

    Autor: Dwalinn 21.09.15 - 10:56

    Der Kuchen wird nicht kleiner nur stücken werden kleiner geschnitten

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