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Horror
Autor: mxcd 08.01.23 - 09:54
Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder machen.
https://xkcd.com/2056/ -
Re: Horror
Autor: frostbitten king 08.01.23 - 10:30
Keine Ahnung. Es gibt einfach (ja Objektivität is schwer hier) gute Horrorfilme.
Fand die ganzen Ring Filme gut (sowohl die japanischen als auch die Ami Versionen). Grudge (same jap / Ami), Drag me to hell und Insidious waren sehr gut.
Silent hill (sollte man die Spiele gespielt haben, dann versteht man es besser).
Paar koreanische honorable mentions wie A tale of two sisters, Into the mirror (da gibt's sogar davon eine Ami Version).
Oder wenns lustig sein soll: Cabin in the woods (wobei man davor bissl mit der horror pop Kultur vertraut sein sollte, und für eine Szene die man pausieren muß mit h.p. Lovecraft), sonst ist der Film imho nur halb so lustig.
Und ja mit so "Horror" wie saw und hostel fang ich nix an.
Vielleicht ist das dein Problem mit horror. Was ich verstehen kann. -
Re: Horror
Autor: Strandratte 08.01.23 - 10:59
früher hab ich die auch nie geschaut, heute schon. oft sind diese filme kreativer als normale movies.
Mandy; a dark song; happy death day; it follows; ich seh ich seh; hatching; hereditary; drag me to hell
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.23 11:12 durch Strandratte. -
Rätsel
Autor: demon driver 08.01.23 - 11:51
mxcd schrieb:
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> Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> machen.
Das ist gar kein so großes Rätsel. Es ist halt eine Form des Eskapismus, wie ihn der Spielfilm an sich ohnehin bedient. In der Spielart Horror kommt als besonderer eskapistischer Effekt hinzu, dass vor dem inszenierten, enormen Schrecken des fiktiven Werks der alltägliche Schrecken des realen Lebens zumindest für eine kurze Zeit umso erträglicher wirkt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.23 11:51 durch demon driver. -
Re: Horror
Autor: frostbitten king 08.01.23 - 12:58
Haha Mandy. Der war sehr eigen. Hab den beim slash Film Vienna (nein is kein horror / slasher festival - eigentlich schreibt man es /-Film Vienna) gesehen.
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Re: Horror
Autor: mnementh 08.01.23 - 13:40
mxcd schrieb:
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> Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> machen.
>
Filme oder Unterhaltung im Allgemeinen bieten Dir die Möglichkeit Gefühle zu durchleben, ohne Sicherheit und Komfort aufzugeben. Das trifft auf alle Genres zu. Zum Beispiel eine Romantic Comedy lässt Dich den Gefühlsturm zwischen Liebe und der Gefahr sich zum Affen zu machen durchleben, ohne dass Dein Lebenspartner sauer wird oder Du Dich zum Affen machst. Mit Horrofilmen, Geisterbahnen oder Achterbahnen kannst Du Dich Deinen Ängsten stellen, ohne konkret in Gefahr zu sein. -
Re: Horror
Autor: Z101 08.01.23 - 15:20
mxcd schrieb:
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> Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> machen.
>
> xkcd.com
Horror/Gruselgeschichten sind vermutlich die älteste Form der Erzählung.
Angst wird von manchen Menschen seltsamerweise als grundweg negatives Gefühl wahrgenommen und sie setzen sich nie damit auseinander. Dabei ist es halt einfach nur eine Emotion wie jede andere auch, die genauso wichtig ist für das Überleben vermutlich sogar wichtiger, als Freude oder Liebe. -
Re: Horror
Autor: t76 08.01.23 - 20:03
mxcd schrieb:
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> Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> machen.
>
> xkcd.com
Nicht gerade sein bester Strip. Unter dem Stichwort "recreational fear" findet man als Interessierter ein paar Erklärungsansätze. -
Re: Rätsel
Autor: decaflon 08.01.23 - 21:23
demon driver schrieb:
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> mxcd schrieb:
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> > Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> > machen.
>
> Das ist gar kein so großes Rätsel. Es ist halt eine Form des Eskapismus,
> wie ihn der Spielfilm an sich ohnehin bedient. In der Spielart Horror kommt
> als besonderer eskapistischer Effekt hinzu, dass vor dem inszenierten,
> enormen Schrecken des fiktiven Werks der alltägliche Schrecken des realen
> Lebens zumindest für eine kurze Zeit umso erträglicher wirkt.
Naja, diese Erklärung ist etwas dünn. Erstens trifft das auf Filme, Musik und Videospiele generell zu, wie Du ja schon schreibst. Zum anderen ist es das Gegenteil von Eskapismus, wenn man sich - wodurch auch immer - die Realität erträglicher macht. -
Re: Rätsel
Autor: mnementh 08.01.23 - 21:33
decaflon schrieb:
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> demon driver schrieb:
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> > mxcd schrieb:
> >
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> > > Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> > > machen.
> >
> > Das ist gar kein so großes Rätsel. Es ist halt eine Form des Eskapismus,
> > wie ihn der Spielfilm an sich ohnehin bedient. In der Spielart Horror
> kommt
> > als besonderer eskapistischer Effekt hinzu, dass vor dem inszenierten,
> > enormen Schrecken des fiktiven Werks der alltägliche Schrecken des
> realen
> > Lebens zumindest für eine kurze Zeit umso erträglicher wirkt.
>
> Naja, diese Erklärung ist etwas dünn. Erstens trifft das auf Filme, Musik
> und Videospiele generell zu, wie Du ja schon schreibst. Zum anderen ist es
> das Gegenteil von Eskapismus, wenn man sich - wodurch auch immer - die
> Realität erträglicher macht.
Hmm, da definieren manche aber Eskapismus anders:
> Nach diesem „Escape-Konzept“ von Katz und Foulke werden so durch alltäglich erlebte gesellschaftliche Rollenausübungen erzeugte Spannungen abgebaut.
> [...]
> Mit dem Wunsch, diese Spannungen abzubauen, verwenden Menschen Medienangebote, die als Kompensation dienen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Eskapismus -
Re: Horror
Autor: der_wahre_hannes 09.01.23 - 09:01
Geschmäcker sind halt verschieden. Ich kann z.B. mit Musikfilmen oder seichten Komödien nichts anfangen. Dennoch gibt es Leute, die sowas ganz gerne gucken.
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Re: Horror
Autor: frostbitten king 09.01.23 - 09:21
der_wahre_hannes schrieb:
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> Geschmäcker sind halt verschieden. Ich kann z.B. mit Musikfilmen oder
> seichten Komödien nichts anfangen. Dennoch gibt es Leute, die sowas ganz
> gerne gucken.
Oder High-school musical. *shudder*.
Aber gibt ausnahmen. The pick of destiny (jack black /tenacious d) war scho sehr cool. -
Re: Horror
Autor: sven-hh 09.01.23 - 09:23
Hmmm, die Frage ist relativ elementar.... der nervenkitzel.
Adrenalin, Endorphine und co werden freigesetzt wenn die Story gut ist, man sich erschreckt.
Man liebt, grade in unserem recht tristen Alltag, sich zu gruseln...das schaudern, die Gänsehaut wenn man nach dem Film durch den dunklen Flur muss oder plötzlich meint da ein Geräusch zu hören und hey, was is das für ein Schatten da in der Ecke, war der schon immer da?
Allerdings gehört auch Gore inzwischen zum Horror-Genre (warum auch immer), das ist häufig für Leute es immer härter brauchen, immer brutaler oder einfach ne bankkauflehre wegen Papa machen mussten, aber eigentlich lieber Metzger geworden wären (SCHERZ, sry Gore kann selbst ich nicht nachvollziehen) -
Re: Rätsel
Autor: demon driver 09.01.23 - 10:48
decaflon schrieb:
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> demon driver schrieb:
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> > mxcd schrieb:
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> > > Es wird mir ewig ein Rätsel sein, weshalb Leute Horrorfilme mögen oder
> > > machen.
> >
> > Das ist gar kein so großes Rätsel. Es ist halt eine Form des Eskapismus,
> > wie ihn der Spielfilm an sich ohnehin bedient. In der Spielart Horror
> kommt
> > als besonderer eskapistischer Effekt hinzu, dass vor dem inszenierten,
> > enormen Schrecken des fiktiven Werks der alltägliche Schrecken des realen
> > Lebens zumindest für eine kurze Zeit umso erträglicher wirkt.
>
> Naja, diese Erklärung ist etwas dünn. Erstens trifft das auf Filme, Musik
> und Videospiele generell zu, wie Du ja schon schreibst. Zum anderen ist es
> das Gegenteil von Eskapismus, wenn man sich - wodurch auch immer - die
> Realität erträglicher macht.
Wieso Gegenteil? Eskapismus ist ja doch die (temporäre) imaginative Flucht aus der Realität, um sich mit der nicht (ständig) beschäftigen zu müssen und sie so erträglicher zu machen. -
Re: Rätsel
Autor: Kakiss 10.01.23 - 10:55
demon driver schrieb:
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> Wieso Gegenteil? Eskapismus ist ja doch die (temporäre) imaginative Flucht
> aus der Realität, um sich mit der nicht (ständig) beschäftigen zu müssen
> und sie so erträglicher zu machen.
Ich finde das Wort erträglicher hier falsch, man kann auch vollkommen zufrieden mit dem Leben sein und einfach was anderes erleben/sehen wollen :)
Der Spieltrieb hat sich bei uns eben um einiges verselbstständigt, wo er einst auf spielerische Weise imaginär auf etliche Situationen vorbereiten sollte (auch unlogische, hier helfen vor allem Träume), so ist er nun einfach zum reinen Spaß da.
Die hormonelle Belohnung und die Durchführung sind eben weit entfernt vom ursprünglichen Nutzen.
Dass es da verschiedene Geschmäcker gibt ist irrelevant, alles der gleiche Hintergrund.
Analogie: Lass dem einen seine Pizza mit Salami und anderen ihre Pizza mit Thunfisch, niemanden sein Essen verbieten oder eine andere Sorte aufzwingen. -
Re: Rätsel
Autor: demon driver 10.01.23 - 12:32
Kakiss schrieb:
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> demon driver schrieb:
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> >
> > Wieso Gegenteil? Eskapismus ist ja doch die (temporäre) imaginative Flucht
> > aus der Realität, um sich mit der nicht (ständig) beschäftigen zu müssen
> > und sie so erträglicher zu machen.
>
> Ich finde das Wort erträglicher hier falsch, man kann auch vollkommen
> zufrieden mit dem Leben sein und einfach was anderes erleben/sehen wollen
> :)
Zweifellos, das ist richtig. Eskapismus kann es auch ohne die genannte Intention geben.
In dem Fall könnte eine Intention des Eskapismus sein, sich beim Konsum fiktionalen Materials nicht (oder nicht immer) mit den tatsächlichen Problemen dieser Welt beschäftigen zu wollen.
> Der Spieltrieb hat sich bei uns eben um einiges verselbstständigt, wo er
> einst auf spielerische Weise imaginär auf etliche Situationen vorbereiten
> sollte (auch unlogische, hier helfen vor allem Träume), so ist er nun
> einfach zum reinen Spaß da.
> Die hormonelle Belohnung und die Durchführung sind eben weit entfernt vom
> ursprünglichen Nutzen.
Den passiven Konsum irgendwelchen Bewegtbildmaterials sehe ich nicht wirklich als "Spiel" an, zum Wesen des Spielens gehört schon zwingend Aktivität.
Den Spieltrieb, davon abgesehen, sollte man eh nicht unter einem Nutzen-Aspekt sehen. Trotzdem kann man für das, womit man ihn bedient, ja gewisse Ansprüche haben.
> Dass es da verschiedene Geschmäcker gibt ist irrelevant, alles der gleiche
> Hintergrund.
>
> Analogie: Lass dem einen seine Pizza mit Salami und anderen ihre Pizza mit
> Thunfisch, niemanden sein Essen verbieten oder eine andere Sorte
> aufzwingen.
Schlechte Analogie, wer will denn was "verbieten" oder "aufzwingen"?



