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Erst wenn Kupfer stirbt...

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  1. Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: /mecki78 27.09.10 - 12:13

    ...sind wir in der Zukunft des Internets angekommen. Seit nun Jahrzehnten wird alles getan um vorhandene Kuperleitungen, die eigentlich für Telefon oder Fernsehen gedacht waren, immer weiter "aufzubohren" und immer mehr Bandbreite drüber zu quetschen. Damit wird das unvermeidliche seit Jahrzehnten nur immer weiter herausgeschoben. Letztlich muss Kupfer sterben, dass ist der Industrie schon seit 20 Jahren bekannt. Jegliche Investition, die wir in Kupfer tätigen ist pure Geldverschwendung, weil sie sofort hinfällig wird, sobald ein LWL Kabel dort liegt. Jegliche Kupferleitung, die in den letzten 10 Jahren gezogen wurde, ist eine Totinvestition. Ein LWL Kabel wäre hier 1000x besser und zukunftssicher gewesen. LWL kommt so oder so, d.h. die Frage ist, investieren wir erst weiter in Kupfer und ziehen dann ein LWL, was heißt wir haben die Summe der Kosten aus beiden oder ziehen wir direkt ein LWL, was die Kosten auf das Verlegen von LWL reduziert. Und es ist egal ob das eine Verkablung zum Wohnblock, zum Haus oder im Haus zur Wohnung oder in ein bestimmtes Zimmer ist. Je früher man LWL verlegt, desto länger hat man Zeit, dass sich die Kosten amortisieren. Ein vor 10 Jahren verlegtes LWL Kabel hat sich heute schon zig mal amortisiert, ein vor 10 Jahren verlegtes Kupferkabel zwar auch, aber ein neues LWL Kabel, dass das heute ersetzen soll muss sich erst noch amortisieren.

    /Mecki

  2. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: Lichtwellensurfer 27.09.10 - 13:18

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...sind wir in der Zukunft des Internets angekommen. Seit nun Jahrzehnten
    > wird alles getan um vorhandene Kuperleitungen, die eigentlich für Telefon
    > oder Fernsehen gedacht waren, immer weiter "aufzubohren" und immer mehr
    > Bandbreite drüber zu quetschen. Damit wird das unvermeidliche seit
    > Jahrzehnten nur immer weiter herausgeschoben. Letztlich muss Kupfer
    > sterben, dass ist der Industrie schon seit 20 Jahren bekannt. Jegliche
    > Investition, die wir in Kupfer tätigen ist pure Geldverschwendung, weil sie
    > sofort hinfällig wird, sobald ein LWL Kabel dort liegt. Jegliche
    > Kupferleitung, die in den letzten 10 Jahren gezogen wurde, ist eine
    > Totinvestition. Ein LWL Kabel wäre hier 1000x besser und zukunftssicher
    > gewesen. LWL kommt so oder so, d.h. die Frage ist, investieren wir erst
    > weiter in Kupfer und ziehen dann ein LWL, was heißt wir haben die Summe der
    > Kosten aus beiden oder ziehen wir direkt ein LWL, was die Kosten auf das
    > Verlegen von LWL reduziert. Und es ist egal ob das eine Verkablung zum
    > Wohnblock, zum Haus oder im Haus zur Wohnung oder in ein bestimmtes Zimmer
    > ist. Je früher man LWL verlegt, desto länger hat man Zeit, dass sich die
    > Kosten amortisieren. Ein vor 10 Jahren verlegtes LWL Kabel hat sich heute
    > schon zig mal amortisiert, ein vor 10 Jahren verlegtes Kupferkabel zwar
    > auch, aber ein neues LWL Kabel, dass das heute ersetzen soll muss sich erst
    > noch amortisieren.

    Nun Recht haste ja, aber das Ganze muss von den Providern oder grad vom Staat ausgehen. Natürlich kannst du dir wenn du aufm Land ein neues Haus baust, LWL einziehen lassen... aber wie hängst du deine Hardware an? Switch/Router mit LWL Modul? Oder gleich LWL-NICs um ganz ohne Kupfer auszukommen. Der Spass wird dann schon eine ganze Ecke teurer!

  3. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: AndyR 27.09.10 - 13:27

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...sind wir in der Zukunft des Internets angekommen. Seit nun Jahrzehnten
    > wird alles getan um vorhandene Kuperleitungen, die eigentlich für Telefon
    > oder Fernsehen gedacht waren, immer weiter "aufzubohren" und immer mehr
    > Bandbreite drüber zu quetschen. Damit wird das unvermeidliche seit
    > Jahrzehnten nur immer weiter herausgeschoben.

    Ja und? Man nutzt jede aktuelle Technik so gut aus wie es geht. Das ist hundertmal besser, als ständig die neueste Technik einzusetzen, die a) verdammt teuer und b) unausgegoren ist.

    > Jegliche
    > Kupferleitung, die in den letzten 10 Jahren gezogen wurde, ist eine Totinvestition.

    Wieso sollte das so sein? Wenn der Betreiber durch die Leitung ordentlich verdient hat (und das ist der Fall), war sie alles andere als eine Totinvestition.

    > Je früher man LWL verlegt, desto länger hat man Zeit, dass sich die
    > Kosten amortisieren. Ein vor 10 Jahren verlegtes LWL Kabel hat sich heute
    > schon zig mal amortisiert, ein vor 10 Jahren verlegtes Kupferkabel zwar
    > auch, aber ein neues LWL Kabel, dass das heute ersetzen soll muss sich erst
    > noch amortisieren.

    Das ist Unsinn. LWL sind teurer als Kupferkabel und vor 10 Jahren war die Preisdifferenz noch deutlich höher als heute. Wenn die Kupferkabel sich amortisiert haben und gleichzeitig LWL deutlich günstiger geworden sind, ist die von dir kritisierte Vorgehensweise die sinnvollere. Wieso teure LWL verbauen, wenn die günstigen Kupferleitungen locker ausreichen?

  4. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: Wolfgang65 27.09.10 - 13:35

    > ...sind wir in der Zukunft des Internets angekommen. Seit nun Jahrzehnten
    > wird alles getan um vorhandene Kuperleitungen, die eigentlich für Telefon
    > oder Fernsehen gedacht waren, immer weiter "aufzubohren" und immer mehr
    > Bandbreite drüber zu quetschen. Damit wird das unvermeidliche seit
    > Jahrzehnten nur immer weiter herausgeschoben.

    Im ehemaligen Osten gibts vielerorts Glasfaser (!) und maximal ISDN, weil DSL über diese Sorte Glasfaser nicht realisiert wird. Und damals war das so modern - Die wünschen sich alle Kupfer...

  5. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: causal 27.09.10 - 20:28

    Jaja, erzähl das mal tausenden Leuten die mit diesen super Glasfaserleitungen versorgt sind sie haben sogar heute schon FTTB und trotzdem kein DSL:

    http://de.wikipedia.org/wiki/HYTAS

    ->DSL

  6. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: /mecki78 27.09.10 - 22:21

    Wolfgang65 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Im ehemaligen Osten gibts vielerorts Glasfaser (!) und maximal ISDN, weil
    > DSL über diese Sorte Glasfaser nicht realisiert wird.

    Das ist aber nicht die Schuld vom LWL, sondern von der Telekom. Das Kabel kann alles transportieren, dass die Telekom sich dazu entschieden hat so einen Schwachhsinn wie OPAL drüber zu fahren ist einzig und allein ihre Fehlentscheidung bis heute.

    Warum sollte man auch DSL drüber laufen lassen? Das wäre wie wenn man ein Porsche Chassis kauft und dann einen Trabi Motor einbaut. Über ein LWL Kabel kannst du problemlos 1 GBit/s laufen lassen (SYMMETRISCH, d.h. in beide Richtungen zeitgleich). Mach das mal mit DSL! Oder eben nur 100 MBit/s symmetrisch, aber das über 6 km ohne Verstärker. Mach das mal mit DSL.

    /Mecki

  7. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: /mecki78 27.09.10 - 22:22

    Siehe hier:
    https://forum.golem.de/kommentare/internet/huawei-dsl-mit-700-mbit-s-im-downstream/erst-wenn-kupfer-stirbt.../45408,2448681,2449613,read.html#msg-2449613

    Das die Telekom total verblödet ist, ist nicht die Schuld des LWL Kabels, oder?

    /Mecki

  8. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: /mecki78 27.09.10 - 22:25

    Lichtwellensurfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...aber wie hängst du deine Hardware an?
    > Switch/Router mit LWL Modul? Oder gleich LWL-NICs um ganz ohne Kupfer
    > auszukommen. Der Spass wird dann schon eine ganze Ecke teurer!

    Das Problem ist eher, dass hier nicht auf Standards gesetzt wird. Schau, würden die ISPs einfach Ethernet über die LWLs laufen lassen (und Fernsehen ist dan IPTV und Telefon VoIP), dann kaufst du dir einfach einen Router mit einem LWL Port, mehreren Gigabit Ethernet Ports und WLAN. Die Gigabit Ethehrnet Ports sind dann zwar wieder Kupfer, aber ein hochqualitatives, geschirmtes 8 Adriges Ethernetkabel kann man nicht mit einer popligen Telefondoppelader vergleichen. Abgesehen davon werden die meisten eh nur WLAN nutzen. Höchstens einen Set-Top Box für den Fernseher würden die per Kabel anschließen. Aber ich sehe keinen Grund das LWL nicht mindestens bis in die Wohnung oder in's Wohnzimmer zu ziehen. Was der Endandwender von dort aus macht, ist dann natürlich seine Sache.

    /Mecki

  9. Re: Erst wenn Kupfer stirbt...

    Autor: /mecki78 27.09.10 - 22:29

    AndyR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja und? Man nutzt jede aktuelle Technik so gut aus wie es geht.

    Ein Stück Kupfer in der Erde ist keine Technik.

    > Wenn der Betreiber durch die Leitung ordentlich
    > verdient hat (und das ist der Fall)

    Dann vergleiche doch mal die Einnahmen eines großen Providers mit den Ausgaben in LWL Netze über die letzten 10 Jahre und dann sag das nochmal.

    > LWL sind teurer als Kupferkabel

    Die Geräte die man dran hängt vielleicht, aber die Kabel selber sind überhaupt nicht das Problem. Wenn du morgen eine Firma beauftragst ein Kabel zu verlegen über eine strecke von 10 km, glaub mir, scheiß egal was du für ein Kabel verlegst, sofern es nicht 100% reines Gold ist fällt der Preis für das Kabel gar nicht ins Gewicht im Verhältnis zu den anderen Kosten.

    /Mecki

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