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Warum Hyperloop und kein loop

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  1. Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Sensei 19.11.18 - 14:02

    Liegt das wirklich allein am Durchsatz?

    Ein loop ist wesentlich einfacher zu bauen. Man muss auch dann keine extra Züge zusammen stellen und ins Vakuum einschleusen sondern kann jeden Container einfach für sich auf einen Schlitten setzen und allein (bzw. im Elektronischen Konvoy) fahren lassen.

    Auch mit loop kommt man auf gut und gerne 150 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Das sollte, zusammen mit der elektronischen Steuerung für minimale Abstände, schon für verdammt viel reichen

  2. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Poison Nuke 19.11.18 - 15:02

    hab ich mich auch gefragt. Wenn man so oder so über ein dediziertes Transportnetz nachdenkt, dann kann es ja auch eine ausgereifte klassische Lösung mit Automatisierung sein. Die hohe Geschwindigkeit kann ja so oder so nicht über ein paar km erreicht werden, sondern erst wenn das ganze von Hamburg nach Berlin oder weiter geht.

    Und mit einer entsprechenden Taktung erreicht man auch bei niedrigerer Geschwindigkeit locker 4000+ Container am Tag. Das sind immerhin im Schnitt 3 Container pro Minute, hier ist also das Verladen der limitierende Faktor. Das ist ja ungefähr das Tempo, in dem die Container von allen Schiffen gleichzeitig runterkommen (und alle Container sollen ja eh nicht in den Loop)


    Insbesondere bei Fracht ist die Effizienz wichtiger, und ein Hyperloop ist alles andere als Effizient. Der Energieverbrauch für das Vakuum ziehen und für die hohen Geschwindigkeiten übersteigt den Energiebedarf für Transport bei geringeren Geschwindigkeiten um ein Vielfaches.

    Geschwindigkeit an sich ist auch kein Argument. Die Container waren wochenlang auf See. Auf ein paar Minuten mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an. Dauert eh mindestens 5 bis 8 Tage, bis die Fracht vom Schiff auf einem der Transportmittel ist.

  3. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: southy 19.11.18 - 15:10

    Verstehe ich auch nicht.

    Im Prinzip wäre doch das sinnvollste (für Transporte ins Umland, gesetzt den Fall das ist überhaupt *IN MINDESTENS EINE RICHTUNG!!* genug viel Volumen):

    Ausbau der vorhandenen Hafen/Eisenbahntrassen mit intelligenter Steuerung, so dass die autonomen carrier des CTA direkt auf autonome Container-shuttles laden können.
    Die bringen den Kram dann nach ausserhalb der Stadt.
    Man verlängert also quasi das Entladen des Schiffes in eine Region wo der Verkehr nicht so im Weg ist.
    Diese Idee ist an sich gut - falls es sich rechnet. Wie gesagt: Selbst die Fracht ins Hamburger Umland geht ja in verschiedene Richtungen...
    Aber man könnte z.B. ein Verldazentrum für alles was per LKW Richtung Süden gehen soll, irgendwo 30 km südlich auf dem Weg nach Hannover an der Autobahn bauen. *Puff* Schon ein paar tausend LKW/Tag gespart.


    Aber wofür dabei ein völlig neues Transportmittel nutzen? Das

  4. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Snooozel 19.11.18 - 15:58

    > Ein loop ist wesentlich einfacher zu bauen. Man muss auch dann keine extra
    > Züge zusammen stellen und ins Vakuum einschleusen sondern kann jeden
    > Container einfach für sich auf einen Schlitten setzen und allein (bzw. im
    > Elektronischen Konvoy) fahren lassen.

    Das geht noch einfacher, man könnte die Transportwagen einfach von einem Stahlseil ziehen lassen, damit sind automatisch alle gleich schnell und können nicht kollidieren.
    Spart den eigenen Antrieb.
    Zum be-/entladen wird halt vom Seil ausgekoppelt. So wie es jede Seilbahn auch macht...

    Aber "Hyperloop" ist halt Medienwirksamer, und nur darum geht es heutzutage.

  5. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Ach 20.11.18 - 08:13

    >Geschwindigkeit an sich ist auch kein Argument. Die Container waren wochenlang auf See. Auf ein paar Minuten mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an. Dauert eh mindestens 5 bis 8 Tage, bis die Fracht vom Schiff auf einem der Transportmittel ist.

    Naa! Das genaue Gegenteil ist der Fall. Jedes mal wenn ein neues Schiff im Hafen ankommt, beginnt ein neuer Wettlauf mit der Zeit, und die Hafenlogistik ist dabei das Nadelöhr und der begrenzende Faktor im selben Moment. Die Container in Windeseile einfach so "verschwinden" zu lassen, wäre wohl der Traum jedes Frachthafenbetreibers.

    Und dann lass den Zug doch mal pro Km um 100Km/h beschleunigen, hast du nach 4 Km bereits 400 Km/h drauf. Fährst du eine Strecken von 20 Km erreichst du bei 500 Km/h Höchstgeschwindigkeit einen Schnitt von; (250Km/hx5x2 + 500km/hx10)/20 = 375 Km/h, überwindest du die 20 Km in 60min x 20km / 375km = 3,2 min! Energie bekommst du wegen des geringen Luftwiderstandes mit einem unerreichten Wirkungsgrad wieder zurück rekuperiert, tatsächlich beschleunigt jeder bremsender Zug immer irgend einen gerade in dieser Zeit Beschleunigenden, also fast keine Energiezwischenspeicherung nötig.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.18 08:29 durch Ach.

  6. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Poison Nuke 20.11.18 - 08:53

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Energie bekommst du wegen des geringen
    > Luftwiderstandes mit einem unerreichten Wirkungsgrad wieder zurück
    > rekuperiert, tatsächlich beschleunigt jeder bremsender Zug immer irgend
    > einen gerade in dieser Zeit Beschleunigenden, also fast keine
    > Energiezwischenspeicherung nötig.

    lol, in einer perfekten Welt mit Perpetuum Mobiles und Nullenergie oder so vllt. Praktisch erreicht auch Rekuperation nicht mehr als 40% Wirkungsgrad, eher weniger, weil linear-Motoren (Maglev) sind nicht so effizient wie normale Motoren.

    Zudem auch passives Maglev keinen Widerstand von Null bietet (im Gegenteil steigt der Energieverbrauch mit der Masse an). Und 4000x am Tag ein Vakuum ziehen kostet auch etliche MWh.

  7. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Müllhalde 20.11.18 - 09:11

    Es geht ja auch nicht von einem Vakuum aus, welcher bei 0Bar Atmosphärischer Druck ist.
    Sondern um die Ausdünnung der Atmosphäre in der Röhre.
    Wenn man unterm Strich bei 0,3 Bar ist, ist das schon eine Menge.

  8. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Ach 20.11.18 - 09:27

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Energie bekommst du wegen des geringen
    > > Luftwiderstandes mit einem unerreichten Wirkungsgrad wieder zurück
    > > rekuperiert, tatsächlich beschleunigt jeder bremsender Zug immer irgend
    > > einen gerade in dieser Zeit Beschleunigenden, also fast keine
    > > Energiezwischenspeicherung nötig.
    >
    > lol, in einer perfekten Welt mit Perpetuum Mobiles und Nullenergie oder so
    > vllt. Praktisch erreicht auch Rekuperation nicht mehr als 40% Wirkungsgrad,
    > eher weniger, weil linear-Motoren (Maglev) sind nicht so effizient wie
    > normale Motoren.
    >
    > Zudem auch passives Maglev keinen Widerstand von Null bietet (im Gegenteil
    > steigt der Energieverbrauch mit der Masse an). Und 4000x am Tag ein Vakuum
    > ziehen kostet auch etliche MWh.

    Maglev kannste bei Container eh vergessen, kommt mit fast 100% Sicherheit auf Räder raus, und allein die S/U Bahnen speisen bereits bis zu 60% ihrer Energie ins Netz zurück, trotz ihrer Aerobremse. Und was soll denn das für ne technische Angabe sein, von "Und 4000x am Tag ein Vakuum ziehen kostet auch etliche MWh "? Tatsächlich hast du keinen Plan davon, wie dicht die Röhren und die Schleusen sind, und ich hab darüber ebenso wenig Ahnung. Aber da existiert ja im Netz dieser Baumarkt-Knaup-Physiker-Youtuber, der mit dem Zerreißen verschiedener Projekte seine Brötchen verdient. Mit dem Aufstellen von unmöglichen Modell Vergleichen und ideenlosen drüber herziehen über Probleme, für die es in der Technik tatsächlich schon seit Jahrzehnten Lösungen gibt, die der aber nicht kennt(wie z.B. dem Abfangen der Längenausdehnung in Rohrübergängen, und, Oh Mann, wenn der davon anfängt, dass das Rohr sich ja auf der Schattenseite weniger ausdehnen würden als auf der Sonnenseite, und das bei der rasenden Wärmeausdehnung in Metallen, das tut so weh!), weil er tatsächlich ein vor Unwissenheit nur so strotzender Schwallheinz ist, also mal genauer hinsehen, wessen "wissenschaftlichen" Untersuchungen man sich da anvertraut. Ergo hat keiner wirklich Ahnung davon und nur die, die sich mit der Umsetzung beschäftigen haben die beste Schätzung davon, meint : abwarten. Und egal wie, effizienter als der LKW Konvoi durch die Stadt ist jede Schienenlösung.

  9. Re: Warum Hyperloop und kein loop

    Autor: Ach 20.11.18 - 09:33

    Müllhalde schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht ja auch nicht von einem Vakuum aus, welcher bei 0Bar
    > Atmosphärischer Druck ist.
    > Sondern um die Ausdünnung der Atmosphäre in der Röhre.
    > Wenn man unterm Strich bei 0,3 Bar ist, ist das schon eine Menge.

    Schöne Beschreibung. Es geht ja nicht darum, die Physik mit aller macht "vernichtend zu schlagen", das ist fast immer unnötig und unbezahlbar. Tatsächlich geht es fast immer darum, mit der Physik zu verhandeln und den lukrativsten Kompromiss heraus zu hohlen, in dem Fall natürlich auch. So viel Vakuum wie nötig mit so wenig Aufwand wie möglich.

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