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Problem ist viel größer als nur ISOC und .org

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  1. Problem ist viel größer als nur ISOC und .org

    Autor: AynRandHatteRecht 09.12.19 - 14:33

    Die Hintergründe sind dubios und der Artikel beschreibt das auch, aber die wahren Probleme sind viel größer: Domains sind irrelevant geworden, weil die Masse des B2C-Marktes in Apps oder Plattformen wie Facebook stattfindet.

    Ja, das ganze Web ist seit ein paar Jahre im sterben. Websites von KMUs sind auf dem Stand von 2005, nichts passiert mehr. Umsätze werden bei Amazon, eBay, Shopify gemacht. Der Name des Verkäufers ist irrelevant.

    Leute zahlen zwar noch ihre 1&1 Webhostingpakete, aber der Markt hat fertig.

  2. Re: Problem ist viel größer als nur ISOC und .org

    Autor: cpi 09.12.19 - 15:09

    DNS ist nicht nur für Webseiten. Und mit größerer Technologisierung von z.B. einer Lieferkette kannst du vielleicht noch bei Amazon bestellen, aber wenn dein Lager keinen Paketdienst mehr beauftragen kann oder wenn sich deine SIP Anlage einfach nicht mehr registriert, dann bleibt die Bestellung auch nur bei Amazon liegen.

  3. Re: Problem ist viel größer als nur ISOC und .org

    Autor: Trockenobst 09.12.19 - 15:48

    cpi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn dein Lager keinen Paketdienst mehr beauftragen kann oder wenn sich
    > deine SIP Anlage einfach nicht mehr registriert, dann bleibt die Bestellung
    > auch nur bei Amazon liegen.

    Die Frage ist, warum man sich überhaupt noch die Mühe macht. Wir haben eine spezifische Trash Domain für unsere internen VPNs ausgedacht und der DNS Server routet und match alles.

    Deswegen sind Domains bestenfalls noch relevant für Mail und ggf. wenn du einen Selfservice hast. Das einzige was zählt ist der Name, nicht die Domain. Die drei Manngescherl die noch mit autoservice-berlin-ost-reikelberger-und-soehne.info ""Geld"" machen sind nicht relevant. Das ist ein alles ein riesen Scam.

    Stattdessen sieht man die verzweifelten Versuche, carsharing.com oder heimservice.de für Millionen von Scammern zu kaufen, die inzwischen Domains nur noch vermieten und nicht verkaufen wollen. Die Sau muss gemolken werden.

    Ein Kunde hatte früher 120 Domains "gesichtert", die was mit seinem Thema zu tun hatte.
    Inzwischen sind alle 110 davon ausgelaufen und keine Sau hat was gemacht. Das waren über 1000¤ im Jahr für nichts und wieder nichts.

  4. Re: Problem ist viel größer als nur ISOC und .org

    Autor: AynRandHatteRecht 09.12.19 - 18:02

    Trockenobst schrieb:

    > Ein Kunde hatte früher 120 Domains "gesichtert", die was mit seinem Thema
    > zu tun hatte.
    > Inzwischen sind alle 110 davon ausgelaufen und keine Sau hat was gemacht.
    > Das waren über 1000¤ im Jahr für nichts und wieder nichts.

    Gut, ich kann da auch ein persönliches Beispiel bringen, was mir 100.000 US$ gebracht hat. Aber darum ging es mir nicht.

    Es ging mir darum, dass das Netz in allen seinen Teilen und Diensten einer massiven Konzentration unterliegt und es immer zentralistischer wird. Nutzer können immer weniger selbst leisten, dafür sind sie alle auf Facebook, LinkedIn oder einem andere Silo.

    DNS bedeutet, eine "freie" Entscheidung zu treffen: Ein Nutzer tippt sie ein und ruft bewusst einen Dienst auf. Dieses Nutzungsverhalten ist seit Jahren rückläufig. Nutzer befinden sich in einem Silo und suchen dann dort (Facebook, Amazon, eBay, AliExpress).

    Auch Campaigning von NGOs läuft zu 99% über Social Media Silos, Projekt/Aktionsdomains sind höchstes noch Alibi-Dinger um sie auf Print zu veröffentlichen, statt für FB oder Twitter zu werben.

    Der Verkauf der .ORG registry beschädigt die TLD ja nicht. Klar, die neuen Eigentümer wollen Kohle und werden die Preise erhöhen. Viele werden Domains kündigen. Am schon lange geänderten Nutzungsverhalten ändert es nichts.

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