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Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

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  1. Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: FlowPX2 18.07.17 - 16:12

    Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt, aber eher mit dem Ziel Webseiten in einem P2P Netzwerk abzulegen.

    Die Technik mal grob erklärt war folgende.

    Alles war in einer zip Datei, diese hatte als Namen die Hashsumme der Domain.
    z.B.:
    www.google.de wurde zu
    17b3cdc0e348185de9755487806eabfa7e2e4e0a6e559dd461763b5c85563337.zip

    In diesem Archiv waren dann alle zugehörigen Dateien verschlüsselt abgelegt und der Name der Datei war die Hashsumme der Domain+Dateipfad.
    Damit niemand der im P2P Netzwerk mit verbunden war ohne den Domainnamen zu kennen, wissen könnte welche Datei genau in diesem Paket liegen die ausgetauscht werden.

    z.B.
    /index.html (www.google.de/index.html) wurde zu
    7f6bf826362870027d0bcc5a013bcf12b6f182f7b189adbbb7ca39412b5de436

    oder
    /css/style.css (www.google.de/css/style.css) wurde zu
    ea0e45b4a9f2db0a11fca6b54493521ed1f311ec2bc5536eae87fccef06a49e8

    Das Paket war dann noch Signiert mit einem Zertifikat damit, jegliche Änderungen daran erkannt werden. Ausgeschlossen war eine Mitgelieferte SQLite Datei in diesem Paket, da waren nur die Einträge von dem Webseitenbetreiber Signiert, die User konnten aber eigene Daten hinzufügen, somit konnte auch ein Forum realisiert werden, da sich diese SQLite Datei über das P2P Netzwerk mit anderen abgeglichen hat.
    Sprich man konnte Beiträge verfassen trotz, dass man Offline war und sobald dann Netz da war wurden diese veröffentlicht.

    Größere Dateien wie Videos und Bilder konnte man unter einem weiteren Paket ablegen indem man diese über eine Subdomain angeboten hat.

    z.B.
    img01.test.de
    img02.test.de
    vid01.test.de
    www.test.de (Das Hauptpaket)
    Und davon jeweils die Hashsumme als Paketname.

    Wurde nun im Browser eine Domain eingegeben, ging die Anfrage an einen lokalen DNS Server, welcher mit der Adresse eines lokalen Servers (Der die Pakete entpacken konnte) geantwortet hat.

    Der lokale Webserver hat im Cache geschaut ob er das Paket schon besitzt, wenn ja wurde dies entschlüsselt und an den Webbrowser ausgeliefert, wenn nicht wurde mit dem Hash der Domain im P2P Netzwerk nach dem Paket gesucht.
    Zum entschlüsseln war der Domainname nötig.


    So das war jetzt mal grob die Erklärung, von einem sehr alten Hobbyprojekt.

    Hoffe jemand versteht das, gerade mal schnell heruntergeschrieben.

  2. Re: Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: FlowPX2 18.07.17 - 16:52

    Ach ja zu den Vorteilen noch:
    - Teile der Webseite mussten nur einmal geladen werden, beim erneuten Aufruf kein weiterer Traffic, da nur Änderungen abgeglichen wurden. Gerade bei langsamen Internet oder bei einer Mobilenverbindung ganz nützlich.
    - Jemand kann eine Webseite Online stellen ohne einen Webserver dafür zu benötigen.
    - Webserver wurde nur für schnellen Content austausch benötigt.
    - Die Webseiten währen auch, falls der Webserver nicht mehr existiert weiterhin im P2P Netzwerk vorhanden.
    - Man kann die Webseiten Pakete auch auf einem externen Medium sichern und wieder einspielen.

  3. Re: Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: MFGSparka 18.07.17 - 17:50

    Das klingt interessant. Ich habe zwar keine Verwendung dafür aber würde mich freuen das Projekt irgendwo veröffentlicht zu sehen.

  4. Re: Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: v2nc 18.07.17 - 18:34

    MFGSparka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > würde mich freuen das Projekt irgendwo veröffentlicht zu sehen.
    +1
    Vorallem die skalierbarkeit interessiert mich.

  5. Re: Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: c3rl 18.07.17 - 19:44

    Sehr interessant!

    Ich habe etwas ähnliches mal angedacht, jedoch ging es mir dabei vor allem um verteiltes schriftliches Wissen, ohne komplexere Inhalte. Mein Gedanke war: was passiert, wenn die Welt in unseren Breitengraden doch irgendwann wieder zerbricht? Einen Nuklearkrieg könnte die Menschheit vermutlich überleben, aber wie viel Infrastruktur und Wissen würde dabei zerstört? Meine Antwort: zu viel, und das Risiko ist zu groß um nichts dagegen zu tun.

    Darum hatte ich ein System angedacht, was sich torrent+git+md+html zugrundelegen sollte, um dezentral bestimmte Pakete an Wissen in Form von GIT-Repos und darin MD- und HTML-Dateien zu verteilen.

    Der Clou dabei wäre eine ausgetüftelte UI gewesen, welche alles sehr einfach auch für Computerlaien bedienbar macht, in Verbindung mit einer Reihe von Import-Werkzeugen, um vorhandene Daten in das angedachte Format zu importieren und diese dann dem Netzwerk bereitstellen zu können.

    Meine Hoffnung war, dass man so monatsaktuelle Revisionen von für unsere Zivilisation wichtigen Dokumente erstellen und sehr weit verbreiten könnte. Dabei würde halt vor allem auch auf Speicherplatz wert gelegt werden - als Maßstab für die "essentials" würde ich die Hälfte der aktuell größten Consumerplatte vorschlagen, derzeit also etwa 4TB.

    Als einfachstes Beispiel hierfür könnte man Wikipedia und Wikicommons in Betracht ziehen. Die englische Wikipedia ist als xml+gzip gerade mal 14GB groß. Dazu die Bilder der wichtigsten Artikel und wir sind bei vielleicht 100GB. Und da würde eine Menge Wissen drin stecken.

    Dazu packt man dann noch technische Dokumente (DIN, IEEE, ...) und Bücher der Public Domain und schon hat man eine tolle Grundlage für eine Art weltweites, dezentrales und redundantes Internet des wichtigen Wissens.

  6. Re: Habe etwas ähnliches mal als Hobbyprojekt umgesetzt.

    Autor: FlowPX2 18.07.17 - 21:39

    ja bzgl. Wissen absichern hatte ich auch mal angedacht.

    Glaube habe das Projekt aber vor ca. 5 Jahren aufgegeben. Das installieren und konfigurieren vom DNS wäre für die großemasse vermutlich zu kompliziert gewesen.

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