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Fehlgeleitete Argumentation

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  1. Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 10.01.15 - 08:24

    Meine lieben Golemschen,

    > Trotz Vorratsdatenspeicherung konnte das Attentat auf Charlie Hebdo passieren.

    Ach was?

    Es ist eigentlich ziemlich schwierig, die allfällige Entgegnung auf dieses naive Argument nicht schon zu kennen. Die Vorratsdatenspeicherung hilft im Nachhinein aufzuklären, mit wem Terroristen vor ihrem Verbrechen in Kontakt standen. Möglicherweise sogar schon, bevor diese den Entschluss gefasst hatten, zur 'widerwärtigen Eiterblase der Menschheit' zu werden.

    Auch dieses Mal wird deren Radikalisierungprozess durchleuchtet werden und dies wird vermutlich auch Leute in die Bredouille bringen, die sich nichts zuschulden haben kommen lassen. Aber es werden vermutlich auch Existenzen ermittelt werden, die für den nächsten Anschlag in Frage kämen. Welche Anschläge jeweils konkret verhindert wurden, kann man aber nie beweisen, um beispielsweise die geretteten Menschenleben gegen die der Ermordeten aufzurechnen. Derartige 'Beweise' verlangt Ihr aber von denen, die der Ansicht sind, dass es mehr und nicht weniger Überwachung bedürfte.

    Okay, ist ja alles nur IMHO, was Ihr schreibt. Allerdings very, very humble.

    Eure Meinung soll Euch natürlich unbenommen bleiben. Aber wenn gleich die ganze Redaktion dafür einsteht und die Gegenposition noch nicht einmal als 'Minderheitsvotum' am Rande Berücksichtigung findet, dann ist das politischer Inzest.

    Unter http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/charlie-hebdo-streitgespraech-ueber-vorratsdatenspeicherung-a-1012141.html findet Ihr ein Beispiel, wie man es besser machen kann. Und wenn es bei Euch keinen gibt, der bereit wäre, 'den Diehl zu machen', dann braucht Ihr schon zwengs medialer Kompetenz einen solchen. :-)

  2. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: SelfEsteem 10.01.15 - 09:04

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eure Meinung soll Euch natürlich unbenommen bleiben. Aber wenn gleich die
    > ganze Redaktion dafür einsteht und die Gegenposition noch nicht einmal als
    > 'Minderheitsvotum' am Rande Berücksichtigung findet, dann ist das
    > politischer Inzest.

    Genau den, und zwar ganz unpolitischer Natur, ist man fast geneigt zu unterstellen, wenn schon wieder der naechste aus seinem Loch kriecht und nicht schnallt, dass es niemals auch nur irgendwelche Hinweise darauf gab, dass die VDS bei irgendwelchen Ermittlungen geholfen haette.

    Warum ignoriert Ihr VDS-Fans eigentlich immer jegliche Zahlen, Analysen, Statistiken und Untersuchungen? Warum brettert Ihr mit euren Bauchgefuehlen vor, aber unterstellt anderen "politischen Inzest"?

    So oft wie das hier in letzter Zeit getan wurde, ist das doch einfach krank. Und kein einziger hat auch nur einen Versuch gestartet, die nicht vorhandenen Ermittlungserfolge der VDS irgendwie zu erklaeren. Ich habe zu diesem und anderen Artikeln sowohl bei Golem als auch in anderen Foren nun unzaehlige Male gefragt und niemals irgendendeine Antwort bekommen.

    Soll das noch irgendwie lustig sein?

  3. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: nykiel.marek 10.01.15 - 10:10

    Du unterstellst dem Autor, in einem nicht besonders netten Ton, in deinem Beitrag so einiges, ohne selbst einen Hauch eines Indizes zu liefern, welch große Ermittlungserfolge dank VDS gefeiert werden konnten. Also, rücke raus damit oder nimm dich ein wenig zurück.
    LG, MN

  4. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Anonymer Nutzer 10.01.15 - 10:55

    Dummerweise wird aber VDS oft als Terror-Prävention "beworben", und das macht gerade beim Thema Terrorismus keinen großen Sinn.

    Dir, als gebildeten Menschen, dürfte doch klar sein, wie Terroristen agieren. In kleinen Zellen, unabhängig voneinander. Das "Ausspionieren" einer Zelle über die VDS lässt leider keine großen Rückschlüsse daraus ziehen, was andere Zellen so vorhaben. Das ist ja genau die Taktik.

    Und was die Aufklärung im Nachhinein angeht, die übernehmen i.d.R. die Terroristen gleich selbst, indem sie über die Tat prahlen und alles über sich freiwillig preisgeben.

    Auch fiel hier das Wort "Wiederholungstäter" in Bezug darauf. Was auch wieder totaler Käse ist. Terroristen und Amokläufer sind i.d.R. eben keine Wiederholungstäter, was einfach in der Natur der Tat liegt. Beim Lesen dieses Wortes musste ich gleich an ein Zitat von Britney Spears denken, welches in etwa lautet: "Durch die Todesstrafe könnten die Täter/Verbrecher etwas lernen..."

    Und, last but not least, fehlen immer noch jegliche Nachweise darüber, dass die VDS zur Verbrechensbekämpfung überhaupt etwas taugt. Im Moment befindet sie sich wohl eher auf dem gleichen Niveau wie damals die Fonderlein'schen Stoppschilder. Diese wollten auch erstmal alle haben, weil es ja um den Schutz der Kinder ging. Bis die Leute dann irgendwann von selbst gemerkt hatten, dass es totaler Käse gewesen wäre.

  5. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 10.01.15 - 16:55

    SelfEsteem schrieb:

    [Keiner beweist Ermittlungserfolge]
    > Soll das noch irgendwie lustig sein?

    Die, die Du fragst, können es nicht beweisen. Die, die es könnten, werden es Dir gewiss nicht sagen. Die wären ja auch schön blöd, wenn sie es täten.

    Das ist natürlich doof, weil es Dir (und mir und den meisten anderen) keine Kontrolle ermöglicht. Die liegt bei den Richtern, die den Zugriff auf die Daten jeweils genehmigen bzw, anordnen müssen.

  6. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: plutoniumsulfat 10.01.15 - 17:36

    Die, die es könnten, würden es tun, wenn sie es könnten. Wer verzichtet in einer Argumentation schon auf gute Beweise?

  7. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: SelfEsteem 10.01.15 - 18:04

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist natürlich doof, weil es Dir (und mir und den meisten anderen) keine
    > Kontrolle ermöglicht. Die liegt bei den Richtern, die den Zugriff auf die
    > Daten jeweils genehmigen bzw, anordnen müssen.

    Och bitte - wir reden hier doch nicht ueber geheime Informationen.
    Polizeiliche Aufklaerungsquoten sind mit etwas Verzoegerung oeffentlich einsehbar - und die zeigen ganz genau keinerlei Abweichung ob mit oder ohne VDS.
    Da muessen wir uns nun wirklich keinen Mythos zusammenspinnen.

  8. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 11.01.15 - 08:16

    SelfEsteem schrieb:

    >> Die [Kontrolle] liegt bei den Richtern, die den Zugriff auf die
    >> Daten jeweils genehmigen bzw, anordnen müssen.

    > Och bitte - wir reden hier doch nicht ueber geheime Informationen.

    Doch natürlich.

    > Polizeiliche Aufklaerungsquoten sind mit etwas Verzoegerung oeffentlich
    > einsehbar - und die zeigen ganz genau keinerlei Abweichung ob mit oder ohne
    > VDS.

    Willst Du mich veralbern? In der Auflklärungsquote steckt die Information, wie etwas aufgeklärt wurde, nicht drin.

    Zweiter Punkt: Das Attentat auf 'Charlie Hebdod' und die Geiselnahme in Ostparis sind aufgeklärt: Man weiß, wer geschossen hat und die Schützen sind ihrerseits tot. Nun wird die französische Polizei allerdings die dort IIRC 12 Monate gespeicherten Vorratsdaten filzen. Ein Ergebnis wurde ja schon veröffentlicht: 'Le Monde' zufolge hat Hayat Boumedienne 2014 über 500 Mal mit der Frau von Chérif Kouachi telefoniert. Was denkst Du, woher die 'Le Monde' das weiß? Und woher weiß es deren Informant?

    Genauso werden jetzt alle Kontakte aller anderen Beteiligten und deren näheres Umfeld untersucht. Es wird dabei in der Regel nicht veröffentlich werden, wer wann welche Fehler begangen hat. Dass selbst sich für die Elite haltende Anonymous-Hacker Fehler begehen, sollte Dir doch nicht entgangen sein? Oder hast Du's inzwischen wieder vergessen?

    Wie dem auch sei: Durch die Analyse der Vorgeschichte der Kontakte der Massenmörder werden auf die eine oder andere Weise Verbrechen verhindert, die nie in der Statistik, aus der die Auflklärungsquote abgeleitet wird, Eingang findet. Noch nicht begangene Verbrechen sind keine. (Xbzz zve wrgmg oybß avpug zvg fgensonera Irefhpura, Reoframäuyre!)

    > Da muessen wir uns nun wirklich keinen Mythos zusammenspinnen.

    Nein, das müssen wir wirklich nicht. Es liegt für jeden klar denkenden Menschen auf der Hand, dass die Vorratsdatenspeicherung für Zwecke der Strafverfolgung und Aufklärung des Umfeldes von Verbrechern nützlich ist.

    Unklar hingegen ist, ob dieser Gewinn auf der einen Seite den Verlust auf der anderen Seite rechtfertigt. Da kann man natürlich zu anderen Schlussfolgerungen kommen als ich. Eine nüchterne Bewertung ist für den normalen Menschen ungeheuer schwierig, da er aus den genannten Gründen insbesondere den Nutzen nicht vernünftig bewerten kann. Er ist also dazu gezwungen, den Fachleuten sein Ver- oder Misstrauen auszusprechen. Da man für jeden nicht völlig absurden Standpunkt auch einen - nötigenfalls selbst ernannten - Fachmann findet, der ihn vertritt, wird die Diskussion darüber auch nie enden.

  9. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 11.01.15 - 08:44

    plutoniumsulfat schrieb:

    > Die, die es könnten, würden es tun, wenn sie es könnten. Wer verzichtet in
    > einer Argumentation schon auf gute Beweise?

    Wie wäre es denn mit Selbstdenken? So wie Täterwissen nicht vor Ende der Ermittlungen durchsickert, so werden Strafverfolger auch nicht verraten, dass (und warum!) sie wissen, wer, was mit wem bspw. via Viber verabredet.

    Nachdem Snowden ausgepackt hast, wissen wir, dass die NSA eine ganze Menge weiß. Wir wissen auch, dass der BND 'befreundet' mit der NSA und demzufolge relevante Informationen erhält. (*) Die bleiben bei Gefahr im Verzug natürlich nicht einfach da liegen. Trotzdem haben sie über Jahre hinweg dicht gehalten. Deine theoretische Frage dürfte durch diese Praxis mit 'Alle Beteiligten außer Snowden' beantwortet sein.

    Darum wird Snowden ja auch so unerbittlich verfolgt. Er darf nicht davonkommen, weil sein Beispiel sonst Schule macht. Denn er ist sicher nicht der einzige Beteiligte mit Gewissensbissen. Ihm selbst ist das auch sehr genau bewusst und gerade darum verdient er IMHO jede Bewunderung, die ihm zuteil wurde und wird.

    (*) Dass der BND seinerseits Daten abschöpft und weitergibt, wobei er womöglich rechtswidrig handelt, tut hier nichts zu Sache. Die Auswertung von anderweitig abgeschöpften Daten ist jedenfalls nicht rechtswidrig.

  10. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: HansHorstensen 11.01.15 - 10:43

    Man tut das gut in einer Zeit der offensichtlich gesteuerten Massenverdummung noch Mitmenschen (wenn auch nur virtuell) anzutreffen, die ihr Gehirn einzusetzen wissen, eigene Rückschlüße ziehen, diese mit Logik belegen und sie angstfrei äussern :) Ich denke genau so sollte das sein, solange soetwas wie das Recht auf freie Meinungsäusserung noch existiert!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.15 10:48 durch HansHorstensen.

  11. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Kleba 11.01.15 - 11:16

    Ich kann deine Argumentation schon nachvollziehen, trotzdem kann ich ihr nicht zustimmen.

    Letztendlich bedeutet VDS ein ungeheures Vertrauen in staatliche Stellen auf sehr vielen Ebenen. Und nicht nur das: dazu kommt noch ein sehr großes Vertrauen in die Speicherung und dazugehörige Sicherheitsmaßnahmen beim Provider.

    Nach allem was wir über die IT-Welt und das "Fähnchen-Im-Wind"-Verhalten von Politikern und anderen staatlichen Stellen wissen, kann es dieses Vertrauen - imho - nicht geben. Gerade mit Blick auf Bewegungen wie der Pegida oder der Aufschwung der AfD: wer sagt mir denn, dass in 10 Jahren eine noch halbwegs liberale Regierung an der Macht ist? Wenn dies nicht der Fall ist: wer sagt, dass die dann aktuelle Regierung die gleichen (zumindest öffentlichen) Grundsätze hat, wie als die VDS eingeführt wurde? Es muss ja noch nicht mal zu einem so krassen Umschwung kommen, wie in den 30ern. Aber es reicht doch schon, wenn du Repressalien in der Zukunft befürchten musst, einfach weil es der dann aktuellen Regierung nicht passt. Oder, dass die Sicherungsmaßnahmen beim Provider nicht reichen und irgendein "Anti-Snowden" die Daten - wie auch immer technisch im Detail - abgreift und verhökert.

    Sind die Daten erst mal da, werden sich auch Begehrlichkeiten wecken. Das muss jedem klar sein. Und ich möchte nicht mit dem Gedanken leben müssen, dass mich etwas was ich heute elektronisch tue in x Jahren einholt, nur weil die Regierung wechselt.

  12. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: plutoniumsulfat 11.01.15 - 12:08

    Naja, wenn sie nützlich ist, es aber keiner sagt, wird sie eventuell abgeschafft. Bringt den Behörden nichts, also werden sie gut daran tun, positive Effekte nachzuweisen.

    jetzt stattfindende Durchleuchtung des Umfeldes mag zwar schön sein, verhindert aber den Anschlag nicht. Entweder war das jetzt eine kleine Gruppe, da wird dann sowieso nichts mehr kommen, oder das ganze kam von einem großen Netzwerk, die werden sich davon aber nicht abhalten lassen. Sie wechseln einfach die Methoden. Und Nachahmer sehen durch die jetzigen Ermittlungen, dass auch sie änderte Methoden verwenden müssen.

    Die VDS hat höchstens bei wiederkehrenden, kleinen Delikten überhaupt eine Chance auf Erfolg (Einbruch, etc...), doch auch deren Begeher sind nicht blöd: Selbst wenn sie einmal erwischt werden, wechselt man auch hier die Art der Kommunikation.

  13. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: HansHorstensen 11.01.15 - 12:34

    Bei der VDS geht es schlicht und ergreifend um verhaltensbasierte Mustererkennung. Diese bringt im jetzigen Stand vermutlich noch nicht viel in der Verbrechensbekämpfung und -vorhersage. Je mehr Daten jedoch anfallen (auch und gerade diejenigen Daten, die nach erfolgten Anschlägen anfallen) desto genauer können mit zunehmender Wahrscheinlichkeit in Zukunft alle möglichen, sich wiederholenden Vorgänge und Muster vorhergesagt werden. Wer eins und eins zusammenzählt, kann sich denken, dass dieses 'precops' System mit Bestandsdaten gefüttert wird. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
    Diesen Kram denke ich mir nicht aus, ich habe eine derartige Mustererkennung von Abläufen vor Jahren selbst implementiert. Glücklicherweise auf einem anderen Gebiet. Lässt sich aber auf alles mögliche übertragen, vor allem auf die flächendeckende, verdachtsunabhängige Überwachung. Ich halte die VDS für hochgefährlich, sehe aber keinen Sinn darin, pro-contra Diskussionen zu diesem Thema zu führen. Es spielt keine Rolle, ob man dafür ist oder nicht. Es spielt keine Rolle, ob sie legalisiert wird oder nicht. Gemacht wird es so und so, Demokratie war gestern (wenn überhaupt). Das einzige, was meiner Meinung nach etwas bringt, ist gesundes Misstrauen der Regierung und der Politik gegenüber (oder zumindest kritisches Hinterfragen) und ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Daten im Internet, Surfverhalten, Handy etc. Insbesondere über das Handy werden Bewegungsprofile eines jeden einzelnen erstellt: wer war wann wo? -> precops.
    Also ein Handy habe ich nicht mehr und auch aufs Internet werde ich bald komplett verzichten. Letzteres nur schweren Herzens, aber ich spreche auch nur von einem 'eigenen' Anschluß. :D

    Wer sich für die Funktionsweise solcher Algorithmen interessiert: mal im Netz nach 'hidden markov model' bzw. 'markov chain' suchen.

    edit:typos



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.15 12:36 durch HansHorstensen.

  14. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: plutoniumsulfat 11.01.15 - 12:39

    Dann trifft man sich demnächst für solche absprechen persönlich. VDS schon wieder dahin.

  15. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: HansHorstensen 11.01.15 - 12:56

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann trifft man sich demnächst für solche absprechen persönlich. VDS schon
    > wieder dahin.


    nicht veessen, den treffpunkt über facebook, email oder telefon zu vereinbaren. ausserdem das handy mitnehmen, um sich auf kurzfristige änderungen einstellen zu können. ach zum kotzen ich glaub ich bin einfach nur ein alter sack ;)

  16. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: plutoniumsulfat 11.01.15 - 13:01

    Handy bleibt natürlich daheim ;)

  17. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 11.01.15 - 13:49

    Kleba schrieb:

    > Ich kann deine Argumentation schon nachvollziehen, trotzdem kann ich ihr
    > nicht zustimmen.

    Das ist ja auch in Ordnung.

    > Letztendlich bedeutet VDS ein ungeheures Vertrauen in staatliche Stellen
    > auf sehr vielen Ebenen. Und nicht nur das: dazu kommt noch ein sehr großes
    > Vertrauen in die Speicherung und dazugehörige Sicherheitsmaßnahmen beim
    > Provider.

    Die damalige 'Implementierung' der Vorratsdatenspeicherung wurde vom BVerfG kassiert, weil das Gericht keine ausreichenden Vorkehrungen gegen eine Missbrauch der Daten erkennen konnte.

    Mich hat damals erbost, dass die ohnehin um mindestens zehn Jahre zu spät erfolgte Schaffung eines solchen Gesetzes dann derart stümperhaft umgesetzt wurde. Das könnte zwar Absicht gewesen sein, nämlich weil gewisse Beteiligte durchaus wollten, dass die Daten für alle möglichen Zwecken an allen möglichen Stellen unkompliziert verwerted werden können. Dass es aber bis heute noch keine Vorlage gibt, die die Bedenken des BVerfG auszuräumen in der Lage wäre, kann man offensichtlich nur fehlende technischer Kompetenz zuschreiben.

    Als nächstes wird dann vermutlich dieser Mehdorn zum leitenden Vorratsdatenspeicherungsgesetzesvorlagenmanager ernannt.

  18. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: Youssarian 11.01.15 - 13:57

    plutoniumsulfat schrieb:

    > Dann trifft man sich demnächst für solche absprechen persönlich.

    Da würden sich die Strafverfolger aber freuen, wenn sie auf Tausende Jahre Erfahrung zurückgreifen zu können.

    > VDS schon wieder dahin.

    Soso.

  19. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: plutoniumsulfat 11.01.15 - 13:58

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    >
    > > Dann trifft man sich demnächst für solche absprechen persönlich.
    >
    > Da würden sich die Strafverfolger aber freuen, wenn sie auf Tausende Jahre
    > Erfahrung zurückgreifen zu können.
    >
    > > VDS schon wieder dahin.
    >
    > Soso.


    Weil es ja genug Leute dafür gibt?

  20. Re: Fehlgeleitete Argumentation

    Autor: SelfEsteem 11.01.15 - 16:40

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Willst Du mich veralbern? In der Auflklärungsquote steckt die Information,
    > wie etwas aufgeklärt wurde, nicht drin.

    Weiter als von der Wand bis zur Tapete reicht es bei dir nicht?
    Auch fuer dich nochmal, da Ihr VDS-Fans generell des Lesens unfaehig zu sein scheint:
    Die Quote haette sich mit Einfuehrung der VDS veraendern muessen! Bei der Abschaffung der heiss geliebten VDS haette sich die Quote nochmal veraendern muessen.

    Zuerst haette die Aufklaerungsquote steigen muessen, mit dem Absetzen der VDS haette sie sinken muessen.

    Das ist nicht passiert! Ich weiss ... im Gedanklichen Raum zwischen Wand und Tapete ist bei all dem Kleister fuer derart Erkenntnisse zu wenig Raum ...



    [....]

    Was den ausbleibenen, von dir verzapften Unsinn angeht: Du haettest ja so recht, waere der Typ nicht vorher bekannt gewesen, haettest du voellig recht.
    Nur waren Taeter vorher bekannt. Um gezielt verdaechtige Personen zu ueberwachen, benoetigt es keine VDS.
    Tadaaa, tadaaa - wie im Zirkus hier.

    Darf ich mir mal irgendwelche Pro-VDS-Argumente mit Hirn wuenschen? Das ist doch laecherlich hier.

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