-
Das Fazit
Autor: /mecki78 08.04.10 - 18:16
Asiatischen Regierungen ist das Internet und die Anbindung ihrer Bürger immens wichtig. Nicht nur, dass sie hier strengere Vorgaben machen für Telekommunikationsunternehmen, sie stecken sich auch Ziele, auf die sie dann wirklich aktiv hin arbeiten und sind darüber hinaus auch bereit viel Geld dafür zur Verfügung zu stellen, sei es in Form von direkten Zahlungen, Subventionen oder begünstigten Krediten.
Europäischen Regierung geht das Internet mehr oder weniger am A... vorbei und die Bürger sollen froh sein, dass sie überhaupt Internet haben, statt darüber zu meckern, dass es teilweise gerade mal über ISDN Geschwindigkeit hinaus ragt.
Wirklich neu ist mir diese Erkenntnis aber nicht. Das gleiche Fazit hätte ich gegen Mitte/Ende der 90er gezogen.
Und um nicht nur Asien und Europa miteinander zu vergleichen: Die Nordamerikaner stecken sich ähnliche Ziele wie die Asiaten, scheitern aber an der Umsetzung. Die Australier haben ihre Ziele von vorn herein etwas geringer, dafür realistischer gesteckt und ob sie diese wirklich umsetzen können wird sich zeigen, aber im Gegensatz zu der Nordamerikaner sehe ich da wirklich realistische Chancen.
Afrika... über die meisten Teile von Afrika brauchen wir gar nicht sprechen, die haben echt andere Probleme als wie schnell oder verfügbar das Internet ist. Und zur Lage in Südamerika kann ich nicht kommentieren, weil ich überhaupt nichts darüber weiß.
/Mecki
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.10 18:17 durch /mecki78. -
Re: Das Fazit
Autor: MarcJS 08.04.10 - 22:21
Das schlimme ist ja auch , dass es in Deutschlan (einem sehr Hoch-Entwickelten-Land) in vielen Dörfern oder auf dem Land nur Modem & oder ISDN gibt.
Ich selbst wohne in einem Dorf ( und bin noch nicht Alt genug um Umzuziehen) , wo es nur ISDN / Modem gibt , ich bin hier fast der Einzigste mit DSL Lite ( lite oder light? )
( Hier muss ich dir wirklich zu stimmen , dass es den EU-Regierungen am A**** vorbei geht.)
MFG
MarcJS -
Wohnsituationen...
Autor: Montgomeryyyy 08.04.10 - 22:54
Hochhaussiedlungen und Grossgrosstädte sind auch einiges günstiger und effizienter ans Netz zu hängen, als all die kleinen Seldwylas in Europa...
Wobei Deutschland sowieso kein Geld hat, um das auch noch zu tun.
Der Staat gibt ja sonst schon überall wos nichts nützt üppig oben drauf.
Hauptsache Ende Jahr ne rote Zahl im haushalt...
Nach mir die Sintflut. -
Re: Wohnsituationen...
Autor: /mecki78 09.04.10 - 02:16
Montgomeryyyy schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Hochhaussiedlungen und Grossgrosstädte sind auch einiges günstiger und
> effizienter ans Netz zu hängen, als all die kleinen Seldwylas in Europa...
Das hindert aber eben Südkorea trotzdem nicht zu sagen, dass sie Landesweit 100 MBit/s erreichen wollen, eben auch außerhalb von Großstädten und Hochhaussiedlungen (sondern eben auch im hintersten Kaff). Und auch Finnland hat sich 99% Flächendeckung mit 100 MBit/s als Ziel gesteckt. 99% haben wir in Dtl. nicht mal bei DSL, von 100 MBit/s wollen wir da gar nicht reden.
Australien hat hier die Ziele niedriger gesteckt. Dass sie nicht 100 MBit/s bis in's letzte Hinterland bekommen, ist ihnen klar. Aber wenigstens 10 MBit/s soll es überall auf den ganzen Kontinent geben, für jeden und das ganze auch bezahlbar, teilweise gesponsert von der Regierung. In den Städten will man auch in Australien mindestens 100 MBit/s haben.
> Wobei Deutschland sowieso kein Geld hat, um das auch noch zu tun.
> Der Staat gibt ja sonst schon überall wos nichts nützt üppig oben drauf.
Das meinte ich mit meinem Kommentar. Dtl. hat eigentlich kein Geld für nichts, wir haben unendlich hohe Schulden und machen jedes Jahr neue. Trotz roter Zahlen in der Bilanz haut die Regierung weiter das Geld mit vollen Händen raus... aber mit Sicherheit nicht für besseres Internet. Denn bei dem Geld, was die raus hauen, müssten wir schon flächendeckend 100 MBit/s haben und in Ballungsräumen sogar schon 1 GBit/s.
Internet geht dt. Politiker am A... vorbei. Lieber noch ein paar Mio hier verbraten oder dort im Sand versickern lassen. Wenn man sich jedes Jahr die Liste vom Bund der Steuerzahler holt, wo aufgeführt ist, wie viele Steuermio in total sinnlosen Aktionen verbraten wurden; 25% von diesen Geld jährlich in besseres Internet gesteckt, und Dtl. wäre ein Breitbandparadies! Aber Internet ist ja nicht wichtig, bzw. das einzige was am Internet wichtig ist für die Regierung ist die Frage: Wie können wir dieses Netz kontrollieren, zensieren und infiltrieren. Dafür wäre dann natürlich auch wieder Geld vorhanden. Und wahrscheinlich sagen sich die Politiker: "Je langsamer die Bürger unterwegs sind, desto leichter können wir das Netz kontrollieren, ergo ist es sogar ein Nachteil wenn hier jeder Unmengen an Bandbreite zur Verfügung hat. Nachher kann jeder daheim seinen eigenen Webserver oder Proxy-Server betreiben. Wie sollen wir dann das Netz noch unter Kontrolle behalten?"
/Mecki -
Re: Wohnsituationen...
Autor: gulli 09.04.10 - 02:49
Du solltest mal die Ironie in deinem Beitrag erkennen.
Du lobst die Australier weil es Ziele gibt schnelles Internet auch ins Hinterland zu bringen und schelterst Deutschland weil es Anstrengungen gibt das Internet zu kontrollieren.
Dabei wird Australie bald das am schaerftsen kontrollierte Internet der freien Welt haben und keiner hier in Australien weiss was davon.
Also da ist mir doch ein lansames nicht staatlich reguliertes Internet lieber, als ein high speed netz in dem die Regierung bestimmt was ich sehen darf und was nicht.
Ausserdem verkennst du die unterschiedlichen Wirtschaftslagen. Australien hat keinen riesigen Schuldenberg, weniger als die haelfte in der Arbeitslosenquote und kann noch reichlich Geld aus dem riesigen und massiv unterbevoelkerten Land schoeffeln.
Ob ich dafuer waere die sinnlose Steuerverschwendung zu beenden, die unsere Regierung da betreibt?
Natuerlich! Darum bin ich auch gegen Subventionen und Regulierungen der Internetinfrastruktur.



