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Richtiger Weg

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  1. Richtiger Weg

    Autor: PerilOS 10.03.20 - 20:03

    Der Universalkraftstoff Öl wird durch Wasserstoff ersetzt. Ein paar Elektroautos interessieren niemanden. Eine Industrie die deutlich Klimafreundlicher produzieren kann, mit ihren immensen Strombedarf, wirft das Wasserstoffauto noch als Abfallprodukt mit ab.
    Es ist der gute und richtige Mittelweg zwischen Öl und reinem Strom. Das eine hat ein Verschmutzungsproblem, dass andere ein Platz- und Generierungsproblem.
    Da die EU stark von Ölimporten abhängt, ist die Energieautonomie durch den Universalstoff anzustreben. Man darf auch nicht vergessen, dass die EU weltweit Richtungsweisend ist. Durch die Freihandelszone über den gesamten Globus, werden die EU und Japan den Markt deutlich dominieren und die Richtung vorgeben. So wie es bei vielen anderen Dingen (Standartisierung, Sicherheit, etc.) bereits der Fall ist.

  2. Re: Richtiger Weg

    Autor: gaciju 10.03.20 - 21:42

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist der gute und richtige Mittelweg zwischen Öl und reinem Strom. Das
    > eine hat ein Verschmutzungsproblem, dass andere ein Platz- und
    > Generierungsproblem.

    Mit Platz- und Generierungsproblem meinst du hoffentlich schon den Wasserstoff?
    Der Grundtenor deines Beitrags laesst was anderes vermuten, was voelliger Unsinn waere.

  3. Re: Richtiger Weg

    Autor: tovi 11.03.20 - 08:39

    Da die EU stark von Ölimporten abhängt, ist die Energieautonomie durch den Universalstoff anzustreben.

    Genau das wird NICHT angestrebt, sondern das genaue Gegenteil. Herr Altmeier will den Wasserstoff aus Nordafrika importieren, genauso wie jetzt Öl und Gas.
    Die Abhängigkeiten sollen weiter zementiert werden, und das obwohl es weder die Anlagen noch Verträge oder Transportmöglichkeiten gibt.
    Wasserstoff soll nur die Einkommen der Ölkonzerne, die in Wasserstoff massiv investiert sind, weiter sichern.

    Ein nahtloser Übergang aus der Abhängigkeit von Öl in die Abhängigkeit von Wasserstoff.
    Aktuell wird der Großtel des Wasserstoffes durch Dampfreduktion aus fossilen Brennstoffen hergestellt und bringt für den Klimaschutz genau GAR NICHTS.

  4. Re: Richtiger Weg

    Autor: Zockmock 11.03.20 - 08:56

    +1

  5. Re: Richtiger Weg

    Autor: tritratrulala 11.03.20 - 09:17

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Universalkraftstoff Öl wird durch Wasserstoff ersetzt.

    Das Problem ist doch das Konzept eines "Universalkraftstoffes", also einem Öl-Ersatz. Das ist schlichtweg ein Irrweg. Die universellste Energieform ist der elektrische Strom. Du hast aber (anscheinend) richtig erkannt, dass Ölkonzerne & co nach so etwas streben. Denn damit könnte man im Prinzip das Geschäft wie gehabt weiter machen, nur ein paar Details ändern sich. Davon abgesehen spricht nicht viel für die Wasserstofftechnik.

    > Ein paar
    > Elektroautos interessieren niemanden. Eine Industrie die deutlich
    > Klimafreundlicher produzieren kann, mit ihren immensen Strombedarf, wirft
    > das Wasserstoffauto noch als Abfallprodukt mit ab.

    Andersrum wird ein Schuh draus. Die paar Wasserstoffautos interessieren niemanden, während die Verkäufe von Batteriefahrzeugen aktuell stark steigen. So sieht's zur Zeit doch aus. In die Wasserstofftechnik fließen seit Jahrzehnten milliardenschwere Fördergelder rein. Ohne nennenswerte Ergebnisse: das Brennstoffzellenauto wird uns seit Anfang der 90er versprochen. Es ist immernoch viel zu teuer und auf viele andere Arten unwirtschaftlich und auch klimatechnisch in der Praxis eine Katastrophe. Die aktuelle Akkutechnologie ist alles andere als perfekt, aber hat die Wasserstofftechnik ohne nennenswerte staatliche Förderung einfach rechts überholt. Nicht weil die Akkus so gut sind, sondern weil die Wasserstofftechnik so schlecht ist.

    > Es ist der gute und richtige Mittelweg zwischen Öl und reinem Strom. Das
    > eine hat ein Verschmutzungsproblem, dass andere ein Platz- und
    > Generierungsproblem.

    LOL. Guter Witz. Ich hoffe du erkennst das Problem. Hint: woraus kann man klimaneutral Wasserstoff machen? Und wie effizient ist das?

    > Da die EU stark von Ölimporten abhängt, ist die Energieautonomie durch den
    > Universalstoff anzustreben.

    LOL, nochmal. Wir *können* hier mit der Wasserstofftechnik realistisch gesehen keine Autonomie erreichen. Das lässt sich einfach errechnen. So viel erneuerbare Energie ist nicht aufstellbar in Deutschland. Man begibt sich mit der Wasserstofftechnik nur in neue Abhängigkeiten. Auch langfristig.

    > Man darf auch nicht vergessen, dass die EU
    > weltweit Richtungsweisend ist. Durch die Freihandelszone über den gesamten
    > Globus, werden die EU und Japan den Markt deutlich dominieren und die
    > Richtung vorgeben. So wie es bei vielen anderen Dingen (Standartisierung,
    > Sicherheit, etc.) bereits der Fall ist.

    Ja, träum weiter. Aber wahrscheinlich falle ich nur auf einen schlechten Troll rein.

  6. Re: Richtiger Weg

    Autor: gaciju 11.03.20 - 16:34

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da die EU stark von Ölimporten abhängt, ist die Energieautonomie durch den
    > Universalstoff anzustreben.

    Du redest um das Thema rum. Wir bleiben fuer immer und ewig auf Importe angewiesen und Wasserstoff aendert daran genau gar nichts, solange wir nicht 100% Erneuerbaren Strom + Ueberschuesse haben. Und den gibt's nur durch PV, Wind und Speicher. Die Materialien dafuer muessen zwar auch importiert werden, aber eben nichts weiteres pro spaeter erzeugter kWh.

    Wenn ein Grossteil des Verkehrs und der Heizungen auf Elektro umgestellt sind und dann immer noch sauberer Strom uebrig ist, dann koennen wir anfangen, ueber Wasserstoff zu sprechen.


    Und um nochmal auf deine Aussage mit dem Platzproblem zurueckzukommen: Wenn du statt mit BEV ueberall mit Wasserstoff rumfahren willst, brauchen wir das Dreifache(!) an Platz fuer PV, WKA und der zusaetzlichen Anlagen fuer die Wasserstoffwirtschaft.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.20 16:38 durch gaciju.

  7. Re: Richtiger Weg

    Autor: Dwalinn 12.03.20 - 09:07

    >Wenn ein Grossteil des Verkehrs und der Heizungen auf Elektro umgestellt sind und dann immer noch sauberer Strom uebrig ist, dann koennen wir anfangen, ueber Wasserstoff zu sprechen.

    Wenn du so ausbaust das wir im Winter genug Energie für unseren Strombedarf und Heizungen haben und das selbst wenns mal 1-2 Tage windstill ist... was machst du dann mit den Kapazitäten bei ordentlich Wind im Sommer?

  8. Re: Richtiger Weg

    Autor: gaciju 12.03.20 - 11:47

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wenn ein Grossteil des Verkehrs und der Heizungen auf Elektro umgestellt
    > sind und dann immer noch sauberer Strom uebrig ist, dann koennen wir
    > anfangen, ueber Wasserstoff zu sprechen.
    >
    > Wenn du so ausbaust das wir im Winter genug Energie für unseren Strombedarf
    > und Heizungen haben und das selbst wenns mal 1-2 Tage windstill ist... was
    > machst du dann mit den Kapazitäten bei ordentlich Wind im Sommer?

    Ich verstehe nicht, worauf du hinaus willst. Ueberschuss, wenn es ihn dann mal gibt, wird gespeichert (nach Effizienz der Technologien, und da ist Wasserstoff/Methan eben nicht vorne), exportiert, oder abgeregelt. Also nichts anderes als jetzt und auch kein Widerspruch zu meinen vorhergegangenen Aussagen.

  9. Re: Richtiger Weg

    Autor: Dwalinn 12.03.20 - 13:34

    Worauf ich hinaus will ist das der Anteil an erneuerbarer Energie stark schwankt, du brauchst also große Speicher und da ist Wasserstoff eine gute Möglichkeit. Man kann halt nicht überall Pumpkraftwerke (günstig) bauen.

  10. Re: Richtiger Weg

    Autor: gaciju 12.03.20 - 18:03

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Worauf ich hinaus will ist das der Anteil an erneuerbarer Energie stark
    > schwankt, du brauchst also große Speicher und da ist Wasserstoff eine gute
    > Möglichkeit. Man kann halt nicht überall Pumpkraftwerke (günstig) bauen.

    Das stimmt natuerlich. Aber vor Wasserstoff kommen halt die Pumpspeicher (die zugegebenermassen in DE nicht viel ausmachen, aber es gibt Projekte wie NordLink), Waermespeicher (die aktuell regulatorisch behindert werden) und chemische Akkus (aktuell Li-Ion).

    Haushalte machen fast gleich viel Energieverbauch aus wie Industrie und Verkehr und koennten sich fast das ganze Jahr ueber komplett selbst versorgen. Mit Waermepumpe, PV und Akku. Das ist weit billiger als erst ueber Wasserstoff "gruenes" Methan herzustellen und dann zu verheizen und erst recht, als es vorher nochmal zu Strom zu machen und dann in den Haushalten zu verbrauchen.

    Und weil unsere Regierung um Altmaier so besessen vom Gas sind, foerdern(!) sie es auch noch mit bis zu 40% wenn du heute in dein Haus eine neue Gasheizung baust. Das ist doch absurd.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.20 18:05 durch gaciju.

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