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Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

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  1. Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: vvwolf 11.03.20 - 08:50

    Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist und jetzt noch immer damit hadert muss von der Leyen jetzt EU-weit Pläne lancieren, die schlechtere Technologie doch irgendwie durchzuquetschen.

    Es sind ja nicht nur Akkus, die deutsche Autoindustrie hat schreckliche Angst vor wartungsarmen, einfach herzustellenden Elektrofahrzeugen, und man will unbedingt komplizierte Technik (am besten als Pflichtstandard), in der Hoffnung, damit sämtliche anderen Autohersteller weit hinter sich zu lassen. Ganz und gar Teufelszeug sind natürlich auch Radnabenmotoren, bei denen ja das Getriebe und viel Technik und Know-How wegfiele und ausgerechnet das übrig bliebe, was man in Deutschland links liegen gelassen hat und auch weiter nicht angucken will.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.20 08:51 durch vvwolf.

  2. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: Dwalinn 11.03.20 - 14:24

    Warum jedes Mal nur auf Autoakkus geguckt wird? Der deutsche individual Verkehr ist ein kleiner Furz bei Deutschlands Energiebedarf.

    Wasserstoff ist interessant für (LKW) Fernverkehr, Flugverkehr, Saisonsspeicherung und besonders bei der Stahlproduktion. Wen interessieren da noch Wasserstoffautos?

    Mal davon abgesehen das Deutschland bei den Stromer gut aufgestellt ist, Toyota hätte noch am meisten gewonnen wenn hier und da mal ne zusätzliche Wasserstofftankstelle gebaut wird.

  3. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: gaciju 11.03.20 - 17:00

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum jedes Mal nur auf Autoakkus geguckt wird? Der deutsche individual
    > Verkehr ist ein kleiner Furz bei Deutschlands Energiebedarf.

    Die Sektoren Industrie, Verkehr und Haushalt sind gleichbleibend gleich gross mit grob 700 TWh pro Jahr. Nur das Gewerbe faellt als kleinerer Sektor mit knapp 400 TWh[1] ab.

    Primärenergieverbrauch im Personenverkehr (Straße): 1.837 PJ
    Primärenergieverbrauch im Straßengüterverkehr: 732 PJ [2]

    Zugegeben, die Zahlen sind ein paar Jahre alt, aber Groessenverhaeltnisse aendern sich nicht in wenigen Jahren. Auf die Schnelle habe ich auch keine Zahlen zu Bus vs. PKW, aber dass du hier was erzaehlen willst von wegen MIV sei ein kleiner Furz, ist Unsinn.

    > Wasserstoff ist interessant für (LKW) Fernverkehr, Flugverkehr,
    > Saisonsspeicherung und besonders bei der Stahlproduktion. Wen interessieren
    > da noch Wasserstoffautos?

    Willst du mal wissen, was ein kleiner Furz ist? Der Flugverkehr. Macht nur 1/7 (Gueter) bzw. 1/6 (Personen) des Energieverbrauchs ggue. der auf der Strasse aus [2].

    Wenn Wasserstoff im Stahlwerk zur Reduktion eingesetzt wird, wird trotzdem mit Strom beheizt. Warum also nicht gleich Elektrostahl? Was ist an Wasserstoff besser, wenn wir heute weder den Strom noch den Wasserstoff haben?



    [1]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/dateien/2_abb_entw-eev-sektoren_2020-02-25.pdf

    [2]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/4364.pdf



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.20 17:09 durch gaciju.

  4. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: DAASSI 12.03.20 - 08:15

    Wasserstoff kann man in großen Mengen gut speichern und spontan einsetzen, Strom nicht.

    Strom kann nur in geringen Mengen gespeichert werden und kurzzeitig große Mengen davon erfordern meist dauerhaft entsprechende Kabel usw.

  5. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: Dwalinn 12.03.20 - 08:29

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum jedes Mal nur auf Autoakkus geguckt wird? Der deutsche individual
    > > Verkehr ist ein kleiner Furz bei Deutschlands Energiebedarf.
    >
    > Die Sektoren Industrie, Verkehr und Haushalt sind gleichbleibend gleich
    > gross mit grob 700 TWh pro Jahr. Nur das Gewerbe faellt als kleinerer
    > Sektor mit knapp 400 TWh[1] ab.
    >
    > Primärenergieverbrauch im Personenverkehr (Straße): 1.837 PJ
    > Primärenergieverbrauch im Straßengüterverkehr: 732 PJ [2]
    >
    > Zugegeben, die Zahlen sind ein paar Jahre alt, aber Groessenverhaeltnisse
    > aendern sich nicht in wenigen Jahren. Auf die Schnelle habe ich auch keine
    > Zahlen zu Bus vs. PKW, aber dass du hier was erzaehlen willst von wegen MIV
    > sei ein kleiner Furz, ist Unsinn.
    Ja ein kleiner Furz war eine Untertreibung aber was macht der individual Verkehr in Endeffekt? Je nach Statistik (mal ging es um Energiebedarf mal um co2 Ausstoß) reden wir von einen Anteil von 15-20%. Und nur um diesen Anteil zu schützen würden die Leute am Liebsten jeden wasserstoff befürworter abschieben. Ein Unterschied zwischen "macht wasserstoff sinn" und "macht wasserstoff im Privaten PKW sinn" sieht scheinbar niemand.

    > > Wasserstoff ist interessant für (LKW) Fernverkehr, Flugverkehr,
    > > Saisonsspeicherung und besonders bei der Stahlproduktion. Wen
    > interessieren
    > > da noch Wasserstoffautos?
    >
    > Willst du mal wissen, was ein kleiner Furz ist? Der Flugverkehr. Macht nur
    > 1/7 (Gueter) bzw. 1/6 (Personen) des Energieverbrauchs ggue. der auf der
    > Strasse aus [2].
    Ja der Flugverkehr, nur zähle ich den halt zu den Bereich den man nicht einfach mit einem Akku abdecken kann. Also Flugverkehr, Fernverkehr, Stahlproduktion, Saisonsspeicherung usw.

    > Wenn Wasserstoff im Stahlwerk zur Reduktion eingesetzt wird, wird trotzdem
    > mit Strom beheizt. Warum also nicht gleich Elektrostahl? Was ist an
    > Wasserstoff besser, wenn wir heute weder den Strom noch den Wasserstoff
    > haben?
    Ich bin mir nicht sicher worauf du hinaus willst, der wasserstoff wird genutzt um Sauerstoff zu entziehen, lichtbögenofen sind soweit ich weiß ein anderer Schuh.
    >
    >
    > [1]: www.umweltbundesamt.de
    >
    > [2]: www.umweltbundesamt.de

  6. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: gaciju 12.03.20 - 11:56

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja ein kleiner Furz war eine Untertreibung aber was macht der individual
    > Verkehr in Endeffekt? Je nach Statistik (mal ging es um Energiebedarf mal
    > um co2 Ausstoß) reden wir von einen Anteil von 15-20%. Und nur um diesen
    > Anteil zu schützen würden die Leute am Liebsten jeden wasserstoff
    > befürworter abschieben. Ein Unterschied zwischen "macht wasserstoff sinn"
    > und "macht wasserstoff im Privaten PKW sinn" sieht scheinbar niemand.

    Es geht eigentlich immer um den Energieverbrauch. Und der resultiert konventionell eben in CO2 Ausstoss.
    Ich sehe den Unterschied durchaus. Ich sage auch, dass Wasserstoff seinen Platz hat. Aber augrund der schlechten Effizienz erst, wenn bessere Moeglichkeiten ausgeschoepft sind. Es ist immer besser, Strom direkt zu verbrauchen als in Wasserstoff, dann in Methan und dann wieder in Strom andere Energieformen (Bewegung, Waermeenergie) zu wandeln, weil die Verluste enorm sind.

    > > Wenn Wasserstoff im Stahlwerk zur Reduktion eingesetzt wird, wird
    > trotzdem
    > > mit Strom beheizt. Warum also nicht gleich Elektrostahl? Was ist an
    > > Wasserstoff besser, wenn wir heute weder den Strom noch den Wasserstoff
    > > haben?
    > Ich bin mir nicht sicher worauf du hinaus willst, der wasserstoff wird
    > genutzt um Sauerstoff zu entziehen, lichtbögenofen sind soweit ich weiß ein
    > anderer Schuh.

    Ja, das sind sie. Und ich wollte wissen, was ist an ihnen schlechter ist. Abgesehen davon, dass sie teuer als konventionelle (nicht die mit H2) Oefen sind, was sicher wie ueberall sonst auch massgeblich nicht am eigentlichen Preis, sondern an Rahmenbedingungen liegt. Und die kann man aendern.

    Strom ist immer gleich teuer und gleich stark belastet, egal was man damit macht*. Die fossilen Energietraeger sind voellig unterschiedlich belastet. Heizoel ist billiger als Diesel, nicht weil das Material ein anderes, sondern weil die Steuerlast niedriger ist. Die kWh Strom ist viel staerker belastet als die kWh Benzin usw. Auf Oelprodukte zahlt man also ganz unterschiedliche Abgaben, je nachdem ob man damit Faehrt, Heizt oder sonstwas macht. Auf Strom zahlt man immer den vollen Betrag.


    * Natuerlich mit Ausnahme vom Industrieprivileg in der EEG-Umlage.

  7. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: gaciju 12.03.20 - 12:00

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasserstoff kann man in großen Mengen gut speichern und spontan einsetzen,
    > Strom nicht.

    Ja, weil Wasserstoff ein Element und Strom eine Energieform ist. Deshalb speichert man auch nicht "Strom" sondern man wandelt ihn um in Energie, die sich speichern laesst, wie Waerme, chemische Verbindungen, die dann bei der Gegenreaktion wieder Strom abgeben, etc.

    > Strom kann nur in geringen Mengen gespeichert werden und kurzzeitig große
    > Mengen davon erfordern meist dauerhaft entsprechende Kabel usw.

    Wie bloed, dass es dauerhafte Kabel braucht. Dann wird sich dieser Stromkram ja nie durchsetzen!

    Die Infrastruktur gibt es doch ueberall, was soll der Quatsch also? Uebrigens: warum wird eigentlich immer ein Aufstand gemacht, wenn eine Stromtrasse gebaut werden muss, aber Gasrohre verlegen ist nie ein Problem?

  8. Re: Weil die deutsche Industrie erst sehr spät auf den Li-Akku-Zug aufgesprungen ist

    Autor: Dwalinn 12.03.20 - 14:01

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja ein kleiner Furz war eine Untertreibung aber was macht der individual
    > > Verkehr in Endeffekt? Je nach Statistik (mal ging es um Energiebedarf
    > mal
    > > um co2 Ausstoß) reden wir von einen Anteil von 15-20%. Und nur um diesen
    > > Anteil zu schützen würden die Leute am Liebsten jeden wasserstoff
    > > befürworter abschieben. Ein Unterschied zwischen "macht wasserstoff
    > sinn"
    > > und "macht wasserstoff im Privaten PKW sinn" sieht scheinbar niemand.
    >
    > Es geht eigentlich immer um den Energieverbrauch. Und der resultiert
    > konventionell eben in CO2 Ausstoss.
    > Ich sehe den Unterschied durchaus. Ich sage auch, dass Wasserstoff seinen
    > Platz hat. Aber augrund der schlechten Effizienz erst, wenn bessere
    > Moeglichkeiten ausgeschoepft sind. Es ist immer besser, Strom direkt zu
    > verbrauchen als in Wasserstoff, dann in Methan und dann wieder in Strom
    > andere Energieformen (Bewegung, Waermeenergie) zu wandeln, weil die
    > Verluste enorm sind.
    Da hast du selbstverständlich Recht nur haben wir bereits zeitweise das Problem das Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen aber Kohle weiterläuft da man sie noch benötigt.
    Es macht auch keinen Sinn erst mit dem Ausbau von Speicheranlagen anzufangen wenn wir sie längst brauchen, daher sind solche Pilotprojekt durchaus schon jetzt wichtig.

    > > > Wenn Wasserstoff im Stahlwerk zur Reduktion eingesetzt wird, wird
    > > trotzdem
    > > > mit Strom beheizt. Warum also nicht gleich Elektrostahl? Was ist an
    > > > Wasserstoff besser, wenn wir heute weder den Strom noch den
    > Wasserstoff
    > > > haben?
    > > Ich bin mir nicht sicher worauf du hinaus willst, der wasserstoff wird
    > > genutzt um Sauerstoff zu entziehen, lichtbögenofen sind soweit ich weiß
    > ein
    > > anderer Schuh.
    >
    > Ja, das sind sie. Und ich wollte wissen, was ist an ihnen schlechter ist.
    > Abgesehen davon, dass sie teuer als konventionelle (nicht die mit H2) Oefen
    > sind, was sicher wie ueberall sonst auch massgeblich nicht am eigentlichen
    > Preis, sondern an Rahmenbedingungen liegt. Und die kann man aendern.
    (Achtung halbwissen)
    Soweit ich weiß kannst du Lichtbögenofen nutzen um Eisenschwamm zu schmelzen aber dieser Eisenschwamm entsteht erst durch die Reduktion mit Kohlestaub oder Erdgas bzw. mit zukünftig Wasserstoff.

    > Strom ist immer gleich teuer und gleich stark belastet, egal was man damit
    > macht*. Die fossilen Energietraeger sind voellig unterschiedlich belastet.
    > Heizoel ist billiger als Diesel, nicht weil das Material ein anderes,
    > sondern weil die Steuerlast niedriger ist. Die kWh Strom ist viel staerker
    > belastet als die kWh Benzin usw. Auf Oelprodukte zahlt man also ganz
    > unterschiedliche Abgaben, je nachdem ob man damit Faehrt, Heizt oder
    > sonstwas macht. Auf Strom zahlt man immer den vollen Betrag.
    >
    > * Natuerlich mit Ausnahme vom Industrieprivileg in der EEG-Umlage.

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