Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Internet-Denker Doc Searls: "Im Netz…

Ziemlicher Unsinn dabei

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: deefens 12.01.15 - 10:51

    "Die existierende Online-Werbung ist eine Blase. Und sie wird platzen. Der größte Fehler von Unternehmen ist, dass sie glauben, dass Menschen ständig etwas kaufen wollen. Deshalb ist das meiste Geld verschwendet. Wenn wir uns ein Auto kaufen möchten, muss es bessere Arten geben, dies dem Markt zu signalisieren, als auf eine Anzeige zu klicken."

    Das geht aber präzise am Sinn von Werbung vorbei. Diese soll primär keinen bereits vorhandenen Kaufwunsch irgendwie prozessual unterstützen, sondern einen Kaufwunsch überhaupt erst auslösen. Entsprechend labberig liest sich der Rest.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.15 11:05 durch deefens.

  2. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: nudel 12.01.15 - 11:39

    "Das geht aber präzise am Sinn von Werbung vorbei. Diese soll primär keinen bereits vorhandenen Kaufwunsch irgendwie prozessual unterstützen, sondern einen Kaufwunsch überhaupt erst auslösen. Entsprechend labberig liest sich der Rest."

    Und wie funktioniert Onlinewerbung momentan? Du interessierst dich für Badelatschen, überall sind Badelatschenanzeigen. Du kaufst Badelatschen. Und es kommt zu noch mehr Werbung für Badelatschen.

    Von der Weckung versteckter (latenter) Bedürfnisse, so wie es traditionelle Werbung versucht, kann (noch) nicht die Rede sein!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.15 11:40 durch nudel.

  3. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: jack_torrance 12.01.15 - 11:49

    nudel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie funktioniert Onlinewerbung momentan? Du interessierst dich für
    > Badelatschen, überall sind Badelatschenanzeigen. Du kaufst Badelatschen.
    > Und es kommt zu noch mehr Werbung für Badelatschen.

    >
    > Von der Weckung versteckter (latenter) Bedürfnisse, so wie es traditionelle
    > Werbung versucht, kann (noch) nicht die Rede sein!

    Stimme hier voll und ganz zu.
    Da wird einfach mal ganz grob reingestreut - völlig sinnlos und überbezahlt!

  4. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: Dadie 12.01.15 - 12:08

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Die existierende Online-Werbung ist eine Blase. Und sie wird platzen. Der
    > größte Fehler von Unternehmen ist, dass sie glauben, dass Menschen ständig
    > etwas kaufen wollen. Deshalb ist das meiste Geld verschwendet. Wenn wir uns
    > ein Auto kaufen möchten, muss es bessere Arten geben, dies dem Markt zu
    > signalisieren, als auf eine Anzeige zu klicken."
    >
    > Das geht aber präzise am Sinn von Werbung vorbei. Diese soll primär keinen
    > bereits vorhandenen Kaufwunsch irgendwie prozessual unterstützen, sondern
    > einen Kaufwunsch überhaupt erst auslösen. Entsprechend labberig liest sich
    > der Rest.

    Werbung dienst auch der Marktpräsenz. Neue Anbieter auf dem Smartphone Markt haben es z.B. schwer bei nicht experimentierfreudigen Zielgruppen. Also wird versucht die Marke zu "etablieren". Die Markte muss beim Kunden als "Ist eine ganz normale Smartphone Marke" abgespeichert werden. Das macht man mit Jingles, Werbung und bezahlten redaktionären Beiträgen.

    Darum reicht es vielen Werbern schon, wenn die Werbung wahrgenommen wird. Einziges Problem: Google Ads sind nicht für dieses Konzept ausgelegt. Solche "Marke etablieren" Werbung muss gut sichtbar sein und muss sofort ins Auge fallen. Die Werbung selber darf gerne keinen Effekt haben und darf auch ruhig sofort wieder vergessen werden. Wichtig ist die Verknüpfung im Gehirn die passiert. Denn dort bildet sich irgendwann eine "die Marke existiert und verkauft xyz" Verknüpfung.

    Und hat der User erst einmal eine Marke als "existiert und verkauft xyz" abgespeichert, ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass er diese Marke beim nächsten Kauf in betracht zieht.

  5. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: Dadie 12.01.15 - 12:15

    nudel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie funktioniert Onlinewerbung momentan? Du interessierst dich für
    > Badelatschen, überall sind Badelatschenanzeigen. Du kaufst Badelatschen.
    > Und es kommt zu noch mehr Werbung für Badelatschen.

    Zumindest bei Online Shops gibt es für dieses Verhalten eine (traurige) einfache Erklärung. Statistisch kaufen die meisten Leute mehr als eine Badelatsche. Wieso und weswegen sei mal in den Raum gestellt. Also sieht das System so:
    "Es wurde nur eine Badelatsche gekauft, im Schnitt kaufen Kunden die eine Badelatsche kaufen aber 3.6 Badelatschen, die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde noch eine Badelatsche kaufen würde wenn diese ihn anspricht ist hoch: Werbung schalten für Badelatschen!"

    Ansonsten gibt es auch immer die einfache Erklärung: Aus Datenschutz-Gründen kann der Online Shop dem Werbenetzwerk nicht mitteilen, dass du Badelatschen gekauft hast. Aus diesem Grund geht das Werbenetz weiter von einem Interesse aus und zeigt dir weiterhin Badelatschen bis das Werbenetzwerk überzeugt ist, du hast das Interesse an Badelatschen verloren.

  6. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: nudel 12.01.15 - 15:59

    Dadie schrieb:
    >
    > Werbung dienst auch der Marktpräsenz. Neue Anbieter auf dem Smartphone
    > Markt haben es z.B. schwer bei nicht experimentierfreudigen Zielgruppen.
    > Also wird versucht die Marke zu "etablieren". Die Markte muss beim Kunden
    > als "Ist eine ganz normale Smartphone Marke" abgespeichert werden. Das
    > macht man mit Jingles, Werbung und bezahlten redaktionären Beiträgen.
    >
    > Darum reicht es vielen Werbern schon, wenn die Werbung wahrgenommen wird.
    > Einziges Problem: Google Ads sind nicht für dieses Konzept ausgelegt.
    > Solche "Marke etablieren" Werbung muss gut sichtbar sein und muss sofort
    > ins Auge fallen. Die Werbung selber darf gerne keinen Effekt haben und darf
    > auch ruhig sofort wieder vergessen werden. Wichtig ist die Verknüpfung im
    > Gehirn die passiert. Denn dort bildet sich irgendwann eine "die Marke
    > existiert und verkauft xyz" Verknüpfung.
    >
    > Und hat der User erst einmal eine Marke als "existiert und verkauft xyz"
    > abgespeichert, ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass er diese Marke beim
    > nächsten Kauf in betracht zieht.


    Wichtiger Zusatz! Danke!

  7. Re: Ziemlicher Unsinn dabei

    Autor: Bouncy 14.01.15 - 10:00

    Kann man versuchen technisch zu erklären aber der Punkt ist, dass es nicht funktioniert und dass das ein Versagen der Werbeindustrie ist...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions AS GmbH, Norderstedt, Raunheim
  2. INTERPLAN Congress, Meeting & Event Management AG, München
  3. Kassenärztliche Vereinigung Berlin, Berlin
  4. Concordia Versicherungsgesellschaft a.G., Hannover

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP Reactor Omen Maus für 34,90€, HP Pavilion Gaming Headset für 39,90€, HP Pavilin...
  2. (u. a. Battlefield V Deluxe Edition Xbox für 19,99€, Fortnite Epic Neo Versa Bundle + 2000 V...
  3. 128,99€
  4. 78,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    In eigener Sache: Zeig's uns!
    In eigener Sache
    Zeig's uns!

    Golem kommt zu dir: Golem.de möchte noch mehr darüber wissen, was IT-Profis in ihrem Berufsalltag umtreibt. Dafür begleitet jeder unserer Redakteure eine Woche lang ein IT-Team eines Unternehmens. Welches? Dafür bitten wir um Vorschläge.

    1. In eigener Sache Golem.de bietet Seminar zu TLS an
    2. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
    3. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht

    Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
    Razer Blade 15 Advanced im Test
    Treffen der Generationen

    Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
    Ein Test von Oliver Nickel

    1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
    2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

    1. Equiano: Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel
      Equiano
      Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel

      Das Equiano-Seekabel von Google wird einen Abzweig an die Insel St. Helena machen. Doch die Kapazität übersteigt den Eigenbedarf bei weitem, weshalb die Saints zahlende Mitbenutzer suchen: Satellitenbetreiber.

    2. Gipfeltreffen: US-Konzerne wollen schnelle Antworten zu Huawei-Lizenzen
      Gipfeltreffen
      US-Konzerne wollen schnelle Antworten zu Huawei-Lizenzen

      Die Chefs von Cisco Systems, Intel, Broadcom, Qualcomm, Micron Technology, Western Digital und Google wollen endlich Klarheit zu Huawei. US-Präsident Donald Trump hat am Montag eine schnelle Bearbeitung von Anträgen auf Lieferungen an Huawei zugesagt.

    3. Automated Valet Parking: Daimler und Bosch dürfen autonom parken
      Automated Valet Parking
      Daimler und Bosch dürfen autonom parken

      In Stuttgart können Besucher ohne Begleitung das automatisierte Parken eines Mercedes ausprobieren: Daimler und Bosch haben die Freigabe für das Automated Valet Parking erhalten.


    1. 19:25

    2. 17:38

    3. 17:16

    4. 16:30

    5. 16:12

    6. 15:00

    7. 15:00

    8. 14:30