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  5. › Interview mit Insider: Facebook hackt…

"Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

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  1. "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: plutoniumsulfat 14.09.16 - 12:41

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er den ganzen Artikel Facebook als eine neue, erweiterte Variante der Gesellschaft hält. Ich lese eher eine positive Einstellung. Warum will er dann seine Kinder davor schützen?

  2. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: throgh 14.09.16 - 12:47

    Er stellt nur Erlebtes und Fakten für sich fest und danach bleibt für ihn der Konsenz, dass die Gesellschaft diesen Wandel nicht überstehen kann und auch wird. Man kann in einer digitalen Gesellschaft nicht überleben oder existieren, nicht einmal grundlegend ohne sich selbst zu verlieren oder mehr als nur fragwürdige Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Man wird zu einer Drohne, einem Ding. Und genau das möchte er für seine Kinder nicht! Ein Konsenz, den ich durchweg nachvollziehen kann.

  3. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: cherubium 14.09.16 - 13:08

    ja, ein bisschen kann man das nachvollziehen. Aber er geht vom einen Extrem ins Andere
    Und das halte ich für grundlegend Falsch. Soziale Kompetenz muss heute eben auf zwei Ebenen gelehrt werden, was bedeutet, weder die eine noch die andere Ebene zu vernachlässigen und stattdessen versuchen muss, die positiven Aspekte für sich zu nutzen.

    Es gilt immer das gleiche: Alles gut, in Maßen. Ab einen bestimmten Konsum, sei es ein Medium oder Nahrung oder gar Menschen, wird es ungesund. Auf die Dosis kommts an.

  4. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: Walter Plinge 14.09.16 - 13:38

    Das ist richtig. Die Frage ist: Wer bestimmt über die Höhe der Dosis?

    Oder bzgl. Facebook: Ist man in der Lage, wenn man über Facebook vernetzt ist, trotzdem zu bestimmen, welche Daten auf Facebook erscheinen, und welche nicht? Werden nicht durch die Bekannten und Freunde auf Facebook (schon allein dadurch das man mit ihnen vernetzt ist) Dinge bekannt, oder auch nur wahrscheinlich, die man gar nicht in der Öffentlichkeit sehen möchte? Entsprechende Auswertungsalgorithmen sind bereits heute unglaublich gut, und das wird in Zukunft sicher nicht besser.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 13:41 durch Walter Plinge.

  5. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: throgh 14.09.16 - 13:40

    Na ja, jedem das Seine. Aber faktisch kannst du Systeme wie "Facebook" oder "Twitter" nicht einmal im Ansatz als soziale Komponenten bezeichnen. Sozial können Systeme, welche Nutzer mit ihren Daten als Ware anbieten, niemals sein. Genau das machen aber die Monopole und sie sind es aus vielerlei Gründen eben nicht soziale Komponenten. Dezentralisierte Systeme, von Gemeinschaften unabhängig angeboten, das wären Möglichkeiten. Aber diese als Alternativen zu betrachten ist auch wiederum der falsche Weg. Denn genau dann überträgt man nur die bereits bekannte Struktur auf ein anderes System und wird dann alles unternehmen, um dieses wahlweise diesem vermeintlichen Ideal anzugleichen oder es dann wiederum ignorieren. Dürfte aber auch in Ordnung sein denn dazu hat die Gesellschaft schon zu sehr unter der fortschreitenden Digitalisierung gelitten und auch verlernt sich selbst zu helfen. Also lieber kleine, dezentrale Systeme als wirklich soziale Treffpunkte zur Kommunikation. Und wer sich mit seinen Daten verkaufen lassen mag, kann das weiterhin machen. :-)

  6. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: chefin 14.09.16 - 13:58

    Eine soziale Komponente muss nicht sozial sein.

    Das Wort ist zu Vielschichtig um es so zu benutzen. Soziale Komponente bezieht sich auf das was wir sind. Sozial ist ein bestimmter Aspekt unserers Verhaltens.

    Selbst in der Anarchie würde man soziale Komponenten finden, weil hier eben der Umgang miteinander gemeint ist. Aber Anarchie ist das genaue Gegenteil von Sozial. Im Sozialen gilt es die beste Gemeinschaft zu bilden, in der Anarchie den besten Einzelkämpfer.

    Deswegen geistert das wort permanent durch die Presse, jeder nutzt es von Links bis Rechts, und inzwischen hat es mehr Bedeutungen als eine Nutte Männer hatte.

  7. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: throgh 14.09.16 - 14:00

    Klar, absolut. Allerdings ging es mir bei dem Wort speziell nur um sozial. Facebook und Co. sind genau das nicht! Sie sind nur Stellen zur Abgabe der Privatsphäre und der Daten, um sich selbst als willige Abnahmestelle für Eingaben aller Arten zu stilisieren.

    Nebenher: "Anarchie" ist keine schlimme Angelegenheit. Im Gegenteil: Richtig gemacht ist sie Unabhängigkeit und sie folgt auch Regeln, weit mehr als man meint. ;-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 14:07 durch throgh.

  8. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: MrAnderson 14.09.16 - 14:01

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum will er dann seine Kinder davor schützen?

    siehe

    "[...] Sie sollen in der Realität einer kleinen Gemeinschaft aufwachsen, nicht in einer Simulation davon."

    Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen ;)

  9. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: DeathMD 14.09.16 - 16:08

    Ist wohl eine der besten und kürzesten Beschreibungen der "sozialen Netzwerke", die ich bisher gelesen habe.

  10. Re: "Ich werde sie nicht auf Facebook lassen."

    Autor: oldathen 14.09.16 - 17:04

    Sie und ggf Zuckerberg werden ein über 100 Jahre altes Buch welches FB und die anderen sozialen Netzwerke äußerst gut beschreiben und das Ende vom Lied kennen ;) Die die Teil des Netzwerks sind und in der nicht realen Welt vor sich hin vegetieren sterben (alle). Die die nicht Teil davon sind überleben. Mehr als die Menschen davor zu warnen kann Sie eh nicht. Einige meinen wie bei 1984 das es schon nicht so schlimm wird. Es ist noch schlimmer geworden als es sich Orwell vorstellen konnte. Es gibt kein grau es gibt nur schwarz oder weiss. Lest The Machine Stops aus dem Jahre 1909 von E.M. Forster!

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