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  5. › Interview mit Insider: Facebook hackt…

Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

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  1. Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: fb_partofmilitcomplex 14.09.16 - 12:48

    Der Begriff Führer passt auch ganz gut.

    Was ich nur sehr faszinierend finde ist ihr Selbstbild: "sie wollen ein offeneres (, demokratischeres) Internet schaffen". Dabei machen sie genau das Gegenteil. Was ist denn das Vorhaben von Facebook? Sie wollen, dass alles nur noch Facebook ist. Das reguläre Internet wird quasi ausgeschlossen.

    Das Krasse aber ist wohl die Schwarmdummheit (nicht Schwarmintelligenz), wie alle diesem System wie Lemminge folgen, sich dabei womöglich gar noch für revolutionär halten. Letztlich wollen all diese Dienste autoritäre Systeme schaffen, bei der die Vielfalt abstirbt. Und die Menschen freuen sich auch noch Teil dieser Entwicklung zu sein, wie damals... als hier alles mit roten Fahnen zugepflastert war und alle den Arm hoben zum "Gruß". Jeder, der nicht mitmacht, gehört eben nicht zu den Angesagten.

    Ich beschäftige mich derzeit am Rande mit dem Thema, wie unsere Gesellschaften funktionieren. In linken, aber auch in rechten Kreisen wird immer von "denen da oben" und "wir hier unten" gesprochen.

    Facebook zeigt recht eindringlich, dass dem nicht so ist. Ab irgendeinem Punkt beginnen die Menschen ihr eigenes Hirn auszuschalten*. Man muss ihnen nur Zuckerbrot und Peitsche geben. Zuckerbrot bedeutet, dass man ein wenig Anerkennung vom Führer bekommt oder sich zugehörig zu einer "großen Gemeinschaft" fühlen darf. Peitsche bedeutet, dass man von dieser Gemeinschaft, diesem System ausgestoßen wird.

    Das 3. Reich hat nicht wegen "der da oben", sondern wegen all der Mitläufer funktioniert.

    Die heftigsten Angriffe, die ich in meinem Leben bis dato erlebt habe, kamen und kommen direkt von Leuten, die ich meiner eigenen Sozialisation zurechne, die ich einst auch mal für intelligent (zumindest nicht dumm) gehalten, zu denen ich mitunter aufgeschaut habe. Der krasseste Angriff, den ich mal erlebt habe, war, als mir ein "Freund" in aggressivem Ton sagte, dass ich doch bitte die Klappe halten solle, aufhören solle die US-Außenpolitik zu kritisieren. Er wisse ja, dass sie ganz schlimm seien, aber Assad sei doch noch viel schlimmer. Er hat von mir Gehorsam und Anhängerschaft / Gefolgschaft zur Führermeinung / "Mehrheitsmeinung" gefordert, wie gesagt in aggressivem Ton. Und das mit Vorsatz, sprich er weiß (ganz grob - zumindest sagte er das so), was für Schweinereien die US-Eliten in ihrer Außenpolitik betreiben.

    Die gleiche Person gefällt sich darin Stätten der Geschichte aufzusuchen, wo über die Naziverbrechen aufgeklärt wird, sicher auch über die Mitläuferschaft. Ich hab mich lange gefragt, wie das mit dem 3. Reich passieren konnte. Heute weiß ich es. Mit Erschrecken. Ich dachte wir wären aufgeklärt(er). Die Menschen huldigen heute wieder einem Führer, bloß einem anderen. Wenn die USA heute Mio Menschen ermorden, dann geht das mindestens in soweit klar, dass man es unter den Teppich kehren möchte, allein schon wegen der Gruppenzugehörigkeit (Wir vs. Die).

    Facebook ist Teil des militärisch industriellen Komplexes und es wäre töricht anzunehmen, dass darüber keine massive Manipulation im Sinne des militärisch industriellen Komplexes erfolgen würde. Dass dabei die US-Bevölkerung mit eingeschlossen (sprich aufgehetzt) wird, gehört zum System. Die US-Bevölkerung und der militärisch-industrielle Komplex sind zwei unterschiedliche Parteien. Wenn man so will, dann konnte man das bereits an 9/11 oder wenigstens im Nachgang beobachten. Die 3000 Toten wurden dazu missbraucht, um Teile der eigenen Bevölkerung in einen Krieg zu schicken, deren Kriegstoten überwiegend nicht auf dem "Schlachtfeld" ihr Leben gelassen haben, sondern weil sie feine Partikel von (beim Aufprall auf Panzer pulveresierter) Uranmunition eingeatmet haben. Den Verantwortlichen sind die eigenen Leute mal völlig egal. Alles, was zählt, ist, dass es keine schlechte Presse gibt, weswegen ja auch so Leute wie Manning, Snowden, Assange als Staatsfeinde Nr. 1, direkt nach Bin Laden gelten. Sie kratzen am Weltverbessererimage des Führers 2.0.

    Aber wie gesagt. Es sind nicht (nur) "die da oben". Es sind die Leute um einen herum, die einem teils aggressiv begegnen, wenn man gegen die "Vorgaben von oben" widerspricht. Meine These: die größten Aggressionen zur Einnordung der Gesellschaft / zum Eintrichtern eines Führergehorsams gehen nicht von "denen da oben", sondern von den Mitläufern direkt um einen herum aus.

    Wenn ich diesen religiös-fundamentalistischen Schwachsinn schon lese "wer nur zwei Büros weiter von Zuckerberg sitzt", "wer die Luft des Führers atmen darf" etc. pp. Da weiß nicht nicht, bei wem mehr schief läuft. Bei jenen, die versuchen so eine Aura um sich herum aufzubauen oder bei jenen, die fleißig daran mitwirken.

  2. Re: Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: fb_partofmilitcomplex 14.09.16 - 13:08

    Das Schlimme ist: die Leute spielen Euch gegeneinander aus und Ihr merkt nichts davon (ich sag das mal ein bißchen provokativ "Ihr, Euch"). Beispiel gefällig? Siehe die Flüchtlingsproblematik in Deutschland. Man muss sich nur mal anschauen, was bei Youtube, Facebook und Co hoch in die Angesagten gepusht wird, auch wenn es mitunter gar nicht die meisten Likes, Videoaufrufe etc. erhält.

    Und dass nur die Meinung derer in die Angesagten käme, mit der man übereinstimmt, stimmt nicht, dann müsste ich ja hier und da hauptsächlich linke Vorschläge erhalten und nicht "der Flüchtling ist schuld". Gerade bei der rechten Hetze funktioniert es nach dem Motto "irgendein Argument werden wir schon finden, um auch Dich zu ködern, damit Du endlich einsiehst (bzw. auf den "teile & herrsche"-Köder hereinfällst), wie schlimm und böse doch die Ausländer sind". Wenn ich mir ansehe, wie die Wahlen in Meckpom ausgefallen sind, dann sehe ich mich einerseits bestätigt. Andererseits - wenn ich die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Niedersachsen so sehe - dann sehe ich auch, dass es offenbar doch nicht bei so ganz vielen verfängt. Aber man muss vorsichtig sein. Sie sind äußerst hartnäckig darin Menschen aufzuhetzen. Zur Not machen sie das auch über viele Jahrzehnte hinweg, sodass es ins Unterbewusstsein eindringt. Man schaue die Hetze gegen den Islam, die auch von deutschen Mainstreammedien seit 9/11 betrieben wurde. Sie ist heute ein wenig zurück gegangen, weil sie als verpöhnt gilt. Dafür spielt heut andere Hetze eine Rolle, auch wenn sich die Medien hier und da den Anstrich des Aufklärerischen oder wenigsten Unschuldigen zu geben versuchen.

    Dass die AfD in Deutschland so ein Gewicht erhalten hat, geht hauptsächlich auf die (a)sozialen Netzwerke zurück. Facebook ist da möglicherweise der stärkste Faktor. Dass der militärisch industrielle Komplex genau das so haben will, zeigt ein Herr Friedman von stratfor (den kann man wohl zur "Elite" des militärisch industriellen Komplexes zählen): https://www.youtube.com/watch?v=oqZB-hx4XsM

    Die Überschrift zu dem Video ist zwar wohl eine Interpretation desjenigen, der das Video hochgeladen hat. Aber man kann Friedman förmlich den Hass auf Deutschland (und auch auf Europa) ansehen. Er will hier die Menschen gegeneinander aufgehetzt sehen (er empört sich über Merkel, die nicht gleich auf den Köder "Silvesternacht 2015/16" hereingefallen ist) und seine Clique will Europa zerstören (100 Mio Tote wünschen sie Europa: https://www.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw).

    Dass die sozialen Netzwerke dabei eine bedeutende Rolle spielen (wie auch schon beim sog. "arabischen Frühling"), machen ein paar Mails deutlich: https://www.golem.de/news/clintons-e-mails-veroeffentlicht-google-wollte-beim-sturz-assads-helfen-1603-119932.html

    Übrigens sehr interessant: niemand befasst sich mit dem Inhalt der gehackten Mails, sondern alle stürzen sich auf die Aussage "die Russen waren's", ob sie es nun in Zweifel ziehen oder dem zustimmen... Dass daraus hervorgeht, dass Clinton persönlich in den Libyenkonflikt ("arabischer Frühling") involviert war - welcher hunderttausende Tote zur Folge hatte - wird fein säuberlich durch Nichterwähnen unter den Teppich gekehrt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 13:10 durch fb_partofmilitcomplex.

  3. Re: Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: _2xs 14.09.16 - 14:13

    Aha, das erste was ich gelesen habe war Vertriebschef und daß er keine Ahnung von Programieren hat und alles was zum funktionieren gebracht wird als Hack ansieht...

    Bei Dir hab ich mit gedacht, Oh Weh noch ein Verschwörungstheoretiker und ich mußte mir dazu noch nichtmal die 2 Posts durchlesen. Weniger Unkraut soll übrigends helfen JM2C

  4. Re: Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: deinkeks 15.09.16 - 12:00

    _2xs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Bei Dir hab ich mit gedacht, Oh Weh noch ein Verschwörungstheoretiker und
    > ich mußte mir dazu noch nichtmal die 2 Posts durchlesen. Weniger Unkraut
    > soll übrigends helfen JM2C

    Bei deinem Post hab ich mir gedacht, daß du seine Aussage (Autor: fb_partofmilitcomplex 14.09.16 - 12:48 ) gar nicht mal gelesen hast.
    Wenn du das nicht hast, wie kannst du ein Urteil darüber fällen, bzw. ihm unterstellen, er würde bewusstseinerweiternde Mittel nehmen?

    Apropos, für mich klingt der FB-Kult, wie vom Insider beschrieben, tatsächlich nach Sekte, hatte schon bei den ersten Zeilen Scientology in Gedanken.

    Think further

  5. Re: Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: nicoledos 15.09.16 - 12:17

    Sobald ein Unternehmen eine gewisse Kultur pflegt und sich die Mitarbeiter mit diesem beginnen zu Identifizieren wirkt dies für Außenstehende so. Das verstärkt sich noch, wenn bei der Auswahl der Bewerber genau auf Kompatibilität zur Firmenkultur besonders geachtet wird.

  6. Re: Liest sich wie eine Sekte oder Schlimmeres

    Autor: plutoniumsulfat 15.09.16 - 12:29

    Nein, das IST dann so.

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