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NDAs

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  1. NDAs

    Autor: Llame 14.09.16 - 14:33

    Dass das mit den NDAs im Silicon Valley Gang und Gäbe ist wusste ich noch nicht. Ich finde das ziemlich krank.. Auf der einen Seite predigt Zuckerhügel dass sowas wie Privatsphäre abgeschafft gehört, auf der anderen Seite darf aber niemand darüber sprechen was hinter den Firmentüren passiert.

    A STRANGE GAME. THE ONLY WINNING MOVE IS NOT TO PLAY.

  2. Re: NDAs

    Autor: cherubium 14.09.16 - 14:40

    NDA's sind auch in Deutschland Gang und Gäbe. Ich mach alle paar Wochen einen

  3. Re: NDAs

    Autor: grslbr 14.09.16 - 15:03

    cherubium schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NDA's sind auch in Deutschland Gang und Gäbe. Ich mach alle paar Wochen
    > einen
    Jo, nur Nichteinhaltung ist nicht so ruinös, oder?

    Schlimmer als die NDAs finde ich die, 'non-compete clauses', die kommen ja quasi einem Berufsverbot gleich.

    Nobody belongs anywhere, nobody exists on purpose,
    everybody's going to die. Come watch TV?

  4. Re: NDAs

    Autor: sg-1 14.09.16 - 15:30

    wer non-competes unterschreibt, ist selbst schuld... ich bezweifle zudem, dass das in deutschland/europa rechtens ist.

  5. NDAs sind wichtig

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.16 - 15:33

    Llame schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass das mit den NDAs im Silicon Valley Gang und Gäbe ist wusste ich noch
    > nicht.

    Im Silicon Valley (und überall dort, wo es innovativ zugeht und mit Geld zu tun hat)
    kommt man ohne NDAs keine 5 Meter weit.

    > Ich finde das ziemlich krank.

    Hat alles seine Gründe.

    Wenn eine Idee "öffentlich bekannt" ist, dann ist diese nicht (mehr) patentierbar.

    Wenn eine neue, tolle, gewinnversprechende Idee/Verfahren/Technologie/etc. in der Öffentlichkeit breit diskutiert wird muss ein Unternehmen nachweisen, dass sie alles getan hat um diese Idee geheim zu halten.

    Das wird durch NDAs erledigt.
    Durch NDAs wird die offizielle Geheimhaltung dokumentiert und durchgesetzt (und meistens) gewährleistet.

    Hat nun z.B. ein Journalist oder ein Zulieferant eine Idee offen ausgeplaudert,
    dann hat er das von ihm unterzeichnete NDA gebrochen.
    Damit sind zwar Informationen praktisch öffentlich geworden,
    juristisch jedoch NICHT wirklich.

    Das Patentverfahren kann also unbeschädigt weiterlaufen.
    (Obwohl andere Unternehmen mit dem eigentlich geheimen Wissen dann immer noch ordentlich querschießen können.)


    > Auf der einen Seite predigt
    > Zuckerhügel dass sowas wie Privatsphäre abgeschafft gehört, auf der anderen
    > Seite darf aber niemand darüber sprechen was hinter den Firmentüren
    > passiert.

    Es gibt halt Firmengeheimnisse und es gibt private Geheimnisse.

    Bei Firmengeheimnissen nutzt man NDAs (komplett normal),
    bei privaten Geheimnissen hält man einfach die Klappe
    fühlt sich an gegebene Versprechen gebunden
    und hält sich an getroffene moralische/soziale/gesellschaftliche Vereinbarungen.

    Wie immer, muss man halt wissen was man preis geben kann, will, darf und soll.

  6. Re: NDAs sind wichtig

    Autor: Butterkeks 14.09.16 - 16:00

    Ich glaube, dass es Llame mehr um interne Abläufe (die Nummer mit den T-Shirts, Anniversary-Days, etc.) als Firmengeheimnisse ging - und das hat wenig mit Patenten zu tun.

  7. Re: NDAs

    Autor: cherubium 14.09.16 - 16:08

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer non-competes unterschreibt, ist selbst schuld... ich bezweifle zudem,
    > dass das in deutschland/europa rechtens ist.

    Wettbewerbsverbote sind auch in Deutschland zulässig. Das Unternehmen, welches ein Wettbewerbsverbot erteilt, muss dann aber, ähnlich wie beim Arbeitslosengeld, eine Karenzenschädigung von min 50% des zuletzt bezogenen Lohnes/Gehalt (+ Sachleistungen/Vergünstigungen etc) zahlen. Das ganze geht über Maximal 2 Jahre. In der Zeit kann der Programmierer entweder Rosen verkaufen oder es sich auf den Malediven gemütlich machen und sich über den monatlichen Geldeingang ohne Gegenleistung freuen ;)

  8. Re: NDAs

    Autor: plutoniumsulfat 14.09.16 - 16:12

    Er bietet doch eine Gegenleistung, nämlich auf den Malediven zu liegen statt im Büro des Konkurrenten zu sitzen ;)

  9. NDA / unterschied zum Gesetz

    Autor: ibsi 14.09.16 - 16:23

    Ich frage mich was der unterschied zwischen einer NDA ist und dem Umstand, das man in dt. eh keine Betriebsgeheimnisse ausplaudern darf (schon rein vom Gesetz her).

    Wozu gibt es also (in dt.) NDAs?

  10. Re: NDA / unterschied zum Gesetz

    Autor: derats 14.09.16 - 17:18

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich was der unterschied zwischen einer NDA ist und dem Umstand,
    > das man in dt. eh keine Betriebsgeheimnisse ausplaudern darf (schon rein
    > vom Gesetz her).
    >
    > Wozu gibt es also (in dt.) NDAs?

    Der Schutzbereich des staatlichen Schutzes ist nicht klar definiert, während ein Unternehmen bei einer NDA ganz normale Vertragsfreiheit genießt und daher sehr genau festlegen kann, was unter die NDA fällt, und was nicht. Letztlich ist das für beide Seiten gar nicht schlecht, weil es idR viel klarere Grenzen zieht, als wenn man keine NDA abgeschlossen hätte.

  11. Re: NDA / unterschied zum Gesetz

    Autor: picaschaf 14.09.16 - 18:31

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich was der unterschied zwischen einer NDA ist und dem Umstand,
    > das man in dt. eh keine Betriebsgeheimnisse ausplaudern darf (schon rein
    > vom Gesetz her).
    >
    > Wozu gibt es also (in dt.) NDAs?


    Alleine schon weil du nach der gesetzlichen regelung den entstandenen Schaden erst nachweisen und beziffern musst und dann auch nur den erstattet bekommst. Im NDA legst du idR. eine pauschale Sunme fest.

  12. Re: NDAs

    Autor: amagol 14.09.16 - 18:41

    grslbr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schlimmer als die NDAs finde ich die, 'non-compete clauses', die kommen ja
    > quasi einem Berufsverbot gleich.

    Erstens geht es in dem Artikel primaer um das Valley und in CA sind Non-Competes nicht enforcable. Hier in WA sieht das anders aus, aber ein Non-Compete muss trotzdem angemessen eingeschraenkt sein, ein komplettes Berufsverbot ist nicht drin. Das sowas trotzdem in die Vertraege reingeschrieben wird - ist in Deutschland ja nicht anders (genauso wie das "Gehalt darf nicht verraten werden").

  13. Re: NDAs

    Autor: ayngush 14.09.16 - 19:10

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer non-competes unterschreibt, ist selbst schuld... ich bezweifle zudem,
    > dass das in deutschland/europa rechtens ist.

    Ist gängige Praxis, auch in Deutschland.
    Fängt bei einfachen Handelsvertretungen an und geht bis hin zu sogenannten "Geheimnisträgern". Abgesehen von BDSG §5.

    Siehe: "Nachvertragliches Wettbewerbsverbot". Über die Karenzvergütung wurde hier ja auch schon gesprochen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.16 19:21 durch ayngush.

  14. Danke (k/t)

    Autor: ibsi 14.09.16 - 19:33

    Danke euch zweien :)

  15. Re: Danke (k/t)

    Autor: friespeace 14.09.16 - 22:06

    Telerrand und so... sowohl NDAs als auch nachvertragliches Wettbewerbsverbot sind vollkommen normal.

    Die rechtliche Durchsetzbarkeit steht auf einem andren Blatt...

  16. Re: NDAs

    Autor: BLi8819 14.09.16 - 23:02

    > Auf der einen Seite predigt Zuckerhügel dass sowas wie Privatsphäre abgeschafft gehört, auf der anderen Seite darf aber niemand darüber sprechen was hinter den Firmentüren passiert.

    Das überrascht dich doch nicht wirklich, oder?

    Solche großen Konzerne sind fast das gleiche wie Sekten. Sieht man auch in diesen Interview und deren Beschreibung.
    Und schon mal in einer Sekte geschaut? Der Prediger/Guru verlangt vollkommene Offenheit und Kontrolle über alle Mitglieder. Was aber innerhalb der Sekte passiert, darf nicht nach außen. Das würde den Erfolg schaden.
    Anders als bei Sekten geht es hier um Patente und Geschäftsideen.

    Und das sich Zuckerberg nicht für Geld interessiert, ist wohl auch eher gutes internen Marketing, als die Wahrheit.

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