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1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

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  1. 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: M.P. 26.10.21 - 11:22

    da darf es aber nicht ZU ländlich sein ;-)

    Oder will man die Glasfaser an Holzmasten hängen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.21 11:23 durch M.P..

  2. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: Sharra 26.10.21 - 11:27

    Vielleicht hat man dort FTTC bereits ausgebaut?

  3. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: nightmar17 26.10.21 - 11:28

    Das habe ich mich auch gefragt. Wahrscheinlich sind damit kleinere Städte mit über 20k Einwohner gemeint.

  4. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: nightmar17 26.10.21 - 11:31

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht hat man dort FTTC bereits ausgebaut?
    Dann müssten aber auch die einzelnen Gebiete und Häuser feststehen.
    Ich lebe ländlich und unser Verteiler ist nichtmal mit Glasfaser ausgestattet. Da muss erstmal sicher 1-2km Glasfaser zum nächsten Verteiler verlegt werden, vorausgesetzt dieser ist schon mit Glasfaser ausgestattet.
    Der Hauptverteiler ist wohl 5-6km entfernt.

  5. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: ACakut 26.10.21 - 11:37

    In vielen Bereichen, die man als ländlich bezeichnen könnte (also in extremer Auslegung nicht Großstädte sind), liegt vermutlich von Glasfaser bis zu einem Verteiler.
    Andererseits sind die Erschließungskosten dafür ja vernachlässigbar, wenn sie durch viele Haushalte geteilt werden. Die Teilnehmeranschlussleitung macht dann den Hauptteil aus. Und da sind 1500¤ schon realistisch, wenn man fast jedes Gebäude anschließt (entspricht so dem, was das für Bauherren kostet). Im ländlichen Bereich ist der Tiefbau vermutlich auch einfacher und günstiger. Mit etwas Glück kann man die Glasfaser einfach zwischen Straße und Seitengraben verlegen, das habe ich schon häufiger gesehen. Dann entfällt die ganze teure Wiederherstellung des Straßenbelags.

  6. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: spezi 26.10.21 - 11:56

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da darf es aber nicht ZU ländlich sein ;-)
    >
    > Oder will man die Glasfaser an Holzmasten hängen?

    Um verbliebene weiße Flecken geht es hier sicher nicht. Sondern vermutlich um kleinere Ortschaften mit Telekom-FTTC-Versorgung.

    Vermutlich geht es bei dem Artikel um die "GlasfaserPlus GmbH", die von der Telekom schon vor einem Jahr gegründet wurde. Im Forum von Onlinekosten.de wurde darüber schonmal diskutiert:

    https://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?p=2563859#post2563859

    Die GlasfaserPlus sammelt offensichtlich bereits erste Projekte. Im Onlinekostenforum verlinkt wird z.B. die Vereinbarung mit dem Markt Zellingen, einem Ort mit etwa 6000 EW verteilt auf drei Ortsteile, die von GlasfaserPlus ausgebaut werden:
    https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/alle-ortsteile-koennen-mit-glasfaser-erschlossen-werden-art-10659577

    (Leider ist der Artikel hinter einer PayWall, aber soviel lässt sich aus dem Anfang des Artikels rauslesen).

    Das sind dann teilweise Ortsteile mit (im Falle von Duttenbrunn) 500 EW. Aber eben mit bestehender Telekom-FTTC-Versorgung. D.h. Glasfaser liegt schon bis in die Ortsteile. GlasfaserPlus wird dann nur innerhalb der Ortsteile Glasfaser in die Häuser legen. Und wenn sich das um eine relativ kompakte Siedlung handelt (wie Duttenbrunn nach Satelitenbild wohl ist), dann ist das auch nicht teurer pro Haushalt als im Speckgürtel einer Großstadt.

  7. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: bobb 26.10.21 - 11:57

    wir haben in einem drittel unseres dorfes strom über erdverkabelung bekommen, da hat die gemeinde gleich leerrohre für glasfaser verlegen lassen, das wären so 100 häuser rum

    die gemeinde hat das knapp 100.000¤ gekostet, obwohl das nur zusatzkosten waren und die hauptsächlichen erdarbeiten etc vom energieversorger getragen wurden

    1500¤ ist schon knapp für komplett neu... wobei wenn man da irgendeinen bautrupp aus billiglohnländern darauf ansetzt und die sich einfach langsam durch den ort graben könnte das schon klappen

  8. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum - warum nicht.

    Autor: senf.dazu 26.10.21 - 13:27

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da darf es aber nicht ZU ländlich sein ;-)
    >
    > Oder will man die Glasfaser an Holzmasten hängen?

    Die 1000..1500¤ scheinen aber für die ländlichen Ausbauer a la Deutsche Glasfaser ein üblicher Preisbereich zu sein.

    Die sagen offen - unsere Investoren stellen uns in den nächsten Jahren 7 Mrd ¤ zur Verfügung, dafür wollen wir 6 Mio FTTH Anschlüsse bauen. Und DG baut ausschließlich im ländlichen Raum, bislang auch nicht in Städten, weitgehend eigenwirtschaftlich und mit einem sehr hohen EFH Anteil. Aber sie achten auf 40% Quote.

    In unserem Landkreis haben die in der Gegend 100 Dörfer (und hier und da auch mal einen Hauptort einer Gemeinde mit dann vielleicht 2000+ Einwohnern) ausgebaut. Das in dem ich wohne hat ca. 800 EW, also vielleicht 400 Haushalte, ist aber wie üblich einige km vom nächsten Ort entfernt - sprich landtypisch lange Glasfaserzuleitung brauchts auch. Ist aber durchaus relativ kompakt gebaut (Acker und Weien weitgehend drumherum) - sprich die EFH liegen recht dicht an dicht und die Grundstücke sind normal.

    Ausgebaut wurde fast zu 100% mit der Erdrakete in der Ortschaft, außerhalb meist mit Spülbohrung - die Ditchwitche sieht man im Landkreis nnoch öfter an den Straßenrändern.

    Der Tiefbau in unserem Ort hat ca. 1 Wo gedauert, mit 4..5 Teams a 4..5 Leute. Danach hatten die Erdraketen ausgetickert und die 1m Löcher zum Einsetzen der Erdrakteten waren alle wieder fachgerecht zugemacht. Die Mikrorohre klebten aber noch aufgerollt an den Hauswänden, die Glasfaser war schon eingeblasen. Die Hausanschlüsse und die im POP (halbe Garage für das Dorf) kamen dann ein paar Monate später weil es bei der geplanten Ortszuleitung Einsprüche vom Feldhamster gab.

    Klingt für mich durchaus so als sollte man da mit den 400*1000..1500¤ schon auskommen können .. danach sind dann alle 400 Haushalte "home passed" und >40% "home active/connected". Die 60% ohne Anschluß von der Leitung unterm Gehweg/Parkbucht zum Haus machen da halt auch keine (unbezahlte) Arbeit für den Hausanschluß.

    In der Stadt sollten eigentlich die langen Ortszuleitungen wegfallen (große Stadtteile) und durch MFH sollten auch erheblich weniger Tiefbau je Haushalt anfallen da ja nur einen Zuleitung zum Haus gelegt werden muß - auch wenn die Straßenfront an der man halt je Haus entlanggraben muß sicher länger ausfällt.

    Wenn der Tiefbau ca. 50¤/m kosten würde fallen für 20m Straßenfront eines 20x30qm EFH Grundstückes etwa 1000¤ an, für ein 4km Ortszuleitung 4000m/400 Haushalte= 10m. Komplette Gräben ausheben ist teuer statt bohren/pressluftrakete ist vermutlich teurer, tief verlegen ist halt teuer u.a. weil man an die Leitungen für die Abzweiger schlecht drankommt.

    Die superkleinen Dörfer in unserer Samtgemeinde (<50 EW) wurden übrigens nicht gleich mit ausgebaut - die paar km Zuleitung umgeschlagen auf die wenigen Häuser waren nur mit Förderung zu machen. Die Ausschreibung hat die Telekom gewonnnen - und inzwischen auch ausgebaut. Obwohl die Einwohner dort wohl zwischendurch etwas unruhig wurden weil nach den ersten Ausbauschritten die Fertigstellung endlos auf sich warten ließ. Vielleicht hat auch der Mecker geholfen.



    9 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.21 13:46 durch senf.dazu.

  9. Re: 1500 ¤ pro Anschluss im ländlichen Raum?

    Autor: Bitbreaker48 26.10.21 - 15:36

    Bei uns bei ca. 2000 Einwohnern hat der Anschluss ftth keinen Cent gekostet. Es wurden schon beim Umbau der Stromversorgung von Oberleitung auf Erdkabel alle nötigen Leerrohre mit eingebracht.

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